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Maschine zum Verpacken von Speisefett u. dgl. Die Erfindung bezieht
sich auf Maschinen zum Verpacken von Speisefett u. dgl. unter Verwendung von ho@hlformartigen
Kästen, in welche die leeren Beutel eingesetzt und dann mit dem flüssigen Speisefett
gefüllt werden. Zur Abkühlung und Erstarrung des Fettes durchwandern die Hohlformen
mit den gefüllten, .aber noch offenen Beuteln stehend eine Kühlvorrichtung in hintereinander
angeordneten Querreihen und werden dann auf Fördervorrichtungen den Vorrichtungen
zum Schließen der Beutel, Entfernen der gefüllten Beutel aus, den Kästen und Einführen
leerer Beutel in, die Kästen zugeführt.
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Die Erfindung bezweckt die Ermöglichung einer auch in raumsparender
Hinsicht wesentlichen Vereinfachung und Verbilligung dieser ohnehin sehr umfangreichen
und kostspieligen Maschinen unter gleichzeitiger Erzielung einer großen Übersichtlichkeit
und Zugänglichkeit ihrer ,Teile. Zu diesem Zweck besteht das Neue der Erfindung
gegenüber den bisher Üblichen Verpackungsmaschinen für Speisefett, bei dienen die
mit den Fettbeuteln versehenen Kästen auf den Fördereinrichtungen stehend durch
die Maschine geführt werden, darin, daß in besonderer Auswertung der beim Durchwandern
der Kühlvorrichtung verursachten Erstarrung des Fettes die die offenem gefüllten
Fettbeutel enthaltenden Kästen der jeweils vorderstem. aus der Kühlvorrichtung kommenden.
Querreihe durch eine Kippvorrichtung um 9o° in eine waagerechte Lage verschwenkt
und in dieser liegenden Stellung an der Schließvorrichtung, an der Vorrichtung zum
Ausstoßen der gefüllten Beutel und der Vorrichtung zum Einschieben der leeren Beutel
vorbeibewegt und alsdanneiner Schwenkvorrichtung zugeführt werden, welche die mit
den leeren Beuteln versehenen Kästen wieder aufrichtet und auf die zur F.üllstellte
führende Fördervorrichtung aufsetzt.
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Infolge der liegenden Stellung der durch die Verpackungsmaschine wandernden
Kästen ergibt sich zunächst der Vorteil: einer sehr einfachen Durchführung des:
Entfern@ens der geschlossenen Fettbeutel aus den Kästen und des Einführers der Teeren
Beutel in dieselben. Bei stehender Anordnung der Kästen auf der Fördervorrichtung
ist hierfür jedesmal eine doppelte Bewegung terforderlich, nämlich zu-,erst ein.
senkrechtes Hodhgtoßen des gefüllten Beutelst nach oben aus dem stehenden Kasten
und dann :ein seitliches Aufs: lu , ,eben des Beutels. auf die Ab'beförderungsvorrichtung
bzw. zuerst eine seitliche Verschwebung des leeren Beutels von der Ausstoßstelle
der Beutelherstellungsmaschine Über den leeren Kasten und dann eine Bewegung des
Beutelst senkrecht nach unten in .den Kasten hinein. Ein weiterer Nachteil, besteht
darin, daß infolge der stehenden Anordnung der Kasten und der oberhalb dersielben
erforderlichen Vorrichtungen zum Schließen der B.eutel,
Hochstof3en
des geschlossenen Beutels aus dem Kasten nach oben und Einstoßen des leeren Beutels
nach unten in den Kasten eine erhebliche Bauhöhe in Anspruch genommen wird. Demgegenüber
kann bei liegender Anordnung der Kästen auf der Fördereinrichtung der gefüllte Beutel,
durch eine einfache waagerechte Verschiebung aus dem liegenden Kasten ummittelbar
auf den seitlich daneben befindlichen Ab#beförderungsgurt o. dgl. aufgeschoben und
ebenfalls nur durch eine einfache waagerechte Verschiebung der leere Beutel von
dem Falzdorn der Beutelherstellungsmaschine unmittelbar in den liegenden Kasteneingeschoben
werden; und zwar in beiden Fällen durch eine einfache, seitlich der Vorschubbahn
angeordnete Schiebevorrichtung. Infolge der seitlichen Anordnung dieser Vorrichtungen
wie auch der durch die liegende Anordnung der Kästen gleichfalls gegebenen Möglichkeit,
auch die Schließvorrichtungen seitlich zur Förderbahn anzuordnen, wird ferner die
Raumbeanspruchung der Maschine der Höhe nach in weitgehendem Maße verringeYt und
eine freie Übersichtlichkeit der Arbeitsstellen gewährleistet. Infolgedessen ist
es auch möglich, anstatt die Förderdnriclitung für die Schließvorrichtung und die
Vorrichtungen zum Entfernen des geschlossenen Beutels aus dem Kasten und Einführen
des leeren Beutels in denselben in der Verlängerung derjenigen Fördereinrichtung
anzuordnen, welche zur Aufnahme und Weiterbeförderung der Kästen der jeweils vordersten
aus der Kühlvorrichtung kommenden Querreihe dient, die erstgenannte Fördereinrichtung
parallel und in entgegengesetzter Richtung arbeitend unterhalb, der zweitgenannten
Fördereinrichtung anzuordnen, ohne daß hierdurch die Bauhöhe der gesamten Maschine
in unzulässigem Maße vergrößert, dahingegen aber die Baulänge außerordentlich verringert
wird.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht.
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Abb. i und 2-zeigen schematisch im Grundriß und ,Aufriß einen Teil
der Maschine mit der Einrichtung zur Entnahme der Kästen aus der :Kühlvorrichtung
und- zur überführung auf die .Fördervorrichtung, - Abb. 3 und . q. -zeigen, im Grundriß
und Aufriß einen anderen Teil der Maschine mit der Schließvorrichtung und Beutelherstellungsrnaschine.
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Abb. 5 zeigt im Aufriß die Fördervorrichtungen.
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Abb..6 und 7. veranschaulichen in Aufriß und Stirnansicht eine dieser
Fördervorrichtungen es Einzelheit, und Abb, 8, .9 und io stellen in zwei Stirnansichten
und im Grundrß eine Ausführungsform des hohlformartigen Kastens nebst Beutel dar.
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Gemäß Abb. i durchwandern die hohlformartigen Kästen b mit den gefüllten,
aber noch offenen Beuteln a in Querreihen hintereinander angeordnet, z. B. mittels
der endlos.-n Fördergurte i', stehend, einen Kühlschrank i, an dessen Auslauf sich
ein Überführungs, tisch 52 anschließt. An diesem läuft eine Fördervorrichtung 6o
vorbei, die im Arbeitsschritt der bei S (Abb.3) angedeuteten Schließmaschine schrittweise
weitergeschaltet wird und gemäß Abb. 5 als endlose Kette mit Mitnehmern 61 ausgebildet
ist.
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Erfindungsgemäß werden die den Kühlschrank i stehend verlassenden
Kästen b der jeweils vordersten Querreihe durch eine Kippvorrichtung um 9o° in :eine
liegende Stellung verschwenkt und auf die Fördervorrrichtung 61 aufgelegt. Diese
Kippvorrichtung umfaßt eine schwenkbar angeordnete Hubschiene 53, die eine der Anzahl
der in einer Querreihe vorhandenen Kästen b entsprechende Breite besitzt. Die Beförderung
der jeweils vordersten Reihe von Kästen von der Fördervorrichtung i' der Kühlvorrichtung
über den Tisch 52 auf die Hubschiene 53 erfolgt durch eine über die ganze Reihe
reichende und der Anzahl- der in der Reihe befindlichen Kästen entsprechende Anzahl
von Greiferhaken 51, denen eine solche Bewegung .erteilt wird, daß sie die Kästen
der vordersten .auf der Fördervorrichtung i' stehenden Reihe erfassen, auf den .Tisch
52 und von hier auf die Hubschiene 53 ziehen,-bevor diese ihre Aufwäxtsschwenkung
ausführt, Für die Verschiebung mittels der Haken 51 besitzen die Kästen b zweckmäßig
die aus Abb. 8 bis i o ersichtliche Ausbildung, bei welcher der Kasten b mit einem
Fuß c versehen ist, der einen Rand d besitzt, hinter den die Haken 51 gemäß Abb.
2 fassen können.
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Die Hubschiene 53 sitzt an einem oder mehreren Schwinghebeln 5q.,
denen mittels der Welle 55 von .einer Antriebsvorrichtung bekannter Art eine Schwenkbewegung
nach oben erteilt ,werden kann. Beim Aufwärtsschwenken der Schiene 53 gleiten die
Kästen b an einer gewölbten Führungswand 56 entlang und gelangen am oberen
Ende dieser Wand in liegender Stellung in den Bereich einer Hubschiene 57, die an
einem oder mehreren Hebein.58 befestigt ist, denen eine Schwenkbewegung nach oben
in die gestrichelte Lage erteilt werden kann. Durch das Aufwärtsschwenken der Schiene
57 wird jeder Kasten etwas angehoben, so daß die Kästen durch die weitere Schwenkbewegung
der Hubschiene 53 störungsfrei auf die Fördervorrichtung 6o in liegender Stellung
aufgeschoben werden.'
Es könnte statt der Greiferhaken 51 auch eine
Schiebevorrichtung verwendet werd--n, die von hinten hinter die Kästen der jeweils
vordersten Querreihe faßt und diese auf die Hubschiene 53 aufschiebt.
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Das Überführen einer Reihe von Kästen auf die Fördervorrichtung 6o
erfolgt beim Stillstand der letzteren, nachdem dieselbe um eine der Zahl der in
-einer Reihe befindlichen Kästen entsprechende Strecke schrittweise weitergeschaltet
worden ist, wobei die schrittweise Schaltung der Fördervorrichtung 6o wie auch der
folgenden Fördervorrichtungen im Arbeitsschritt der Beutelherstellungs.-maschine
(Abb. 3 und q.) erfolgt. Die von der Fördervorrichtung durch die Mitnehnier 6 i
in Richtung des Pfeiles der Abb. i schrittweise vorgeschobenen Kästen gelangen nacheinander
zu einer gemäß Abb.5 senkrecht zur Fördervorrichtung 6o angeordneten Fördervorrichtung
65, die mit einer Anzahl von Tragarmen 66 ausgerüstet ist, welche bei der schrittweisen
Schaltung der Förden vorrichtung 65 nacheinander in die Ebene der Fördervorrichtung
6o gelangen. An der überführungs.stelle der Kästen b von der Vorschub,-vorrichtung
6o auf den betreffenden Tragarm 66 ist ein Schwenkliebel7o angeordnet, der sich
gegen die hintere Wand jedes Kastens legt und diesen auf den in Bereitschaft stehenden
Tragarm 66 aufschiebt.
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Die Kästen werden durch die Tragarme 66 nach abwärts in den Bereich
der unterhalb der Fördervorrichtung 6o und parallel zu dieser verlaufenden Fördervorrichtung
75 befördert, die den Vorschub in entgegengesetztem Sinne wie die Fördervorrichtung
6o bewirkt und mit U-förmigen Mitnehmern 75a versehen ist. Die Fördervorrichtung
75 ist in bekannter Weise als Hubvorrichtung ausgebildet; derart, daß bei jedem
Hub ein Kasten von dem betreffenden ,Tragarm 66 durch einen Mitnehmen 75a der Fördervorrichtung
75 entnommen und durch letztere schrittweise weiterbefördert wird. Im vorliegenden
Falle sind die Mitnehmen 75a gemäß Abb. 6 und 7 an zwei Winkelschienen 76 und 76'
befestigt, welche wiederum an Lageraugen 77 und 78 befestigt sind. Diese sind auf
ein Rohr 79 auf geklemmt. Andern Lagerauge 7 7 greift mittels Lenker 8o ein Hebel
8 i an. Dieser kann von einem Lenker 82 derart hin und her bewegt werden, daß die
Fördervorrichtung 75 mit einem Vorschubschritt hin und her bewegt wird. Das Rohr
79 ist -'a z«-ei Lagerbüchsen 85 und 86 verschiebbar geführt. An diesen Büchsen
sind auf und ab bewegliche Stangen 87 und 88 befestigt, an deren unteren Enden mittels
Gelenke 89 `und 89' Kurbeln 9o, von denen nur eine dargestellt ist, angreifen. Die
Kurbeln sind auf einer Welle goa befestigt, der mittels der Kurbel gob und der Antriebsstange
9i eine hin wind her schwingende Drehung erteilt werden kann, um die Stangen 87
und 88 auf und ab zu bewegen. Beider Aufwärtsbewiegung dieser Stangen wird durch
die Büchsen 85 und 86 das Rohr 79 und damit die gesamte Fördervorrichtung 75 aus
der in Abb. 6 und 7 dargestellten und in Abb. S gestrichelt veranschaulichten unteren
Stellung in die in Abb.5 in vollen Linien dargestellte obere Stellung bewegt. Dann
wird das Rohr 79 nebst der ganzen Fördervorrichtung durch das Gestänge 8o, 81, 82
um einen Vorschubschritt nach links in Abb. 5 bewegt, wobei sich das Rohr 79 in
den Lagerbüchsen 85 und 86 längs verschiebt. Bei Beendigung der Längsbewegung werden
die Stangen 87 und 88 nebst der Fördervorrichtung wieder abwärts gesenkt, so daß
damit die Mitnehmen 75a nach unten von den Kästen abgleiten, welch letztere sich
auf die ortsfesten Längsschienen 92 und 93 gemäß Abb 3 und 5 aufsetzen. Es erfolgt
nun eine Zurückbewegung der Stange 79 mit der Fördervorrichtung in der unteren Höhenlage
bis in die Anfangsstellung zurück, worauf sich das Spiel wiederholt.
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Die in den Ivlitnehmern 75- der FördervOrrichtung 75 liegend
ruhenden Kästen 6 werden mit dem seitlich vorstehenden offenen Ende des Beutels
a an den längs der Bahn der Fördervorrichtung gemäß Abb.3 seitlich angeordneten
Werkzeugen der Schließvorrichtung S vorbeigeführt. Die auf den Arbeitsstellen I,
II und III der Abb.3 angeordneten Schließwerkzeuge können eine beliebige Ausführung
und Arbeitsweise besitzen. Im vorliegenden Falle wird der Schließvorgang derart,
ausgeführt, daß zunächst auf der Arbeitsstelle I von dem über den Kasten b hinausreichenden
offenen Endteil des Beutels a durch zwei seitlich einschwingende Faltschieber 95
und 96 die seitlich vorstehendem Teile des Beutels nach innen gefaltet werden, wobei
zwei waagerecht vofstehende dreieckige Zipfel verbleiben, von denen der obere durch
einen abwärts gehenden Faltschieber 97 auf die beiden seitlich eingeschlagenen .Teile
umgelegt und gleichzeitig der untere Zipfel: senkrecht abwärts gebogen wird. Nach.
der Weiterschaltung auf die Arbeitsstelle III wird durch einen von unten aufwärts
schwingenden Faltschieber ioo der Endzipfel an die bereits durch-,eführte Faltung
der übrigen .Teile angelegt.
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Auf den Arbeitsstellen IV, V und VI sind Stempelst für das Anpressen
des Verschlusses vorgesehen.
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Auf der Arbeitsstelle VII der Abb.3 wird der geschlossene Beutel durch
:einen Schieber i 8o, der durch das Loch f am Boden des
| Kastens b -hIndurchtreten kann, aus dem Ka- |
| sten b heraus ümmitfeaar auf ein Förderband |
| 181 geschohen, dwrph: das die Beutel a; bei- |
| spielsweise zur Verph32ungsstelle, weiterb,e- |
| färdert werden. Bei ihrem weiteren schütt- |
| weisen Vorschuh durch die Fördervorrriehtung |
| 75 gelangen die leeren IMsten b in den Be- |
| reich der Aulsstoßstelle einer bei P angedeute- |
| ten Beufielhersbellungsmaschine bekannter Art. |
| Hier wird der füllfertige Beutel durch den |
| Ausstoßer p- von dem betreffenden D um der |
| Maschine P unmittelbar in den mit seiner |
| offenen Seite der Ausistoßstelle gegenüber- |
| liegenden Kasten,b, eingeschohen. Bei, dem |
| weiteren. schrittweisen Vorschub durch För- |
| dervorrichtung 75 gelangt der mit der füll- |
| fertigen Packung a versehene Kasten b gemäß |
| Abb. q. in den. Bereich eines Scbwenlfebiels |
| z85 mit Auflagerplatte 185a. Die Färdexvor- |
| richtung 75 endigt vor dem Hebel i85 und |
| ist an diesem Ende mit leistenförmigen Mit- |
| nehmei-n 75U versehen, die jeweils einen Ka- |
| sten von den Führungs$chienen 92, 93 auf die |
| Platte 185a des Schwenkhebels 185 schieben. |
| Der Hebel i85 nimmt durch seine Schwenk- |
| bewegung in die gestrichelte Stellung der |
| Abb. ¢ den jeweils auf ihn geschobenen Kasten |
| mit und setzt ihm uni 9o° verschwenkt auf |
| einte Fördervorrichtung 19o aufrecht stehend |
| ab, die nunmehr die Küsten b nebst der f;ill.- |
| f er tigen Packung a der nicht dargestellten |
| Vorrichtung zum Einfüllen des Fettes schritt- |
| weise zuführt. |