DE62580C - Umlauf-Dampfkessel mit mehreren Gruppen stehender Wasserröhren - Google Patents
Umlauf-Dampfkessel mit mehreren Gruppen stehender WasserröhrenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B17/00—Water-tube boilers of horizontally-inclined type, i.e. the water-tube sets being inclined slightly with respect to the horizontal plane
- F22B17/10—Water-tube boilers of horizontally-inclined type, i.e. the water-tube sets being inclined slightly with respect to the horizontal plane built-up from water-tube sets in abutting connection with two sectional headers each for every set, i.e. with headers in a number of sections across the width or height of the boiler
- F22B17/12—Water-tube boilers of horizontally-inclined type, i.e. the water-tube sets being inclined slightly with respect to the horizontal plane built-up from water-tube sets in abutting connection with two sectional headers each for every set, i.e. with headers in a number of sections across the width or height of the boiler the sectional headers being in vertical or substantially-vertical arrangement
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. Xt
Der -waagrechte Dampfkessel, besteht aus
einem oberen Cylinder α und einem unteren, gleichfalls in waagrechler Ebene liegenden Cylinder
b, beide aus schmiedeisernen oder Stahlplatten zusammengenietet oder - geschweifst.
Der obere, welcher zur Aufnahme für den entwickelten Dampf, theilweise auch, da er
von den Feuergasen umspült wird, als Erzeuger desselben dient, ist mit einem Dampfdom
i versehen und durch Röhren c mit dem unteren Kessel verbunden, wobei die Stutzen d
den Uebergang vermitteln. Sowohl an die Seiten des Oberkessels, als auch der Stutzen d
sind Röhren e und/ genietet, welche in mit aufgeschraubten Deckeln versehenen schmiedeisernen
oder stählernen Töpfen g mit eingeschweifsten Böden endigen. Die Böden der
oberen Töpfe sind nach unten, die der unteren nach oben gerichtet, so dafs sie sich gegenüberstehen. Je zwei Töpfe sind durch eine
Anzahl von senkrechten Röhren h mit einander verbunden, welche die besonders wirksame
Heizfläche des Kessels bilden. Diese Röhren münden an den Innenseiten der Böden der
Töpfe g aus, können aber durch besondere kurze Röhren hl in den oberen Töpfen so verlängert
werden, dafs sie bis über den höchsten Wasserspiegel im Oberkessel hinausragen.
- Die auf dem Rost k entwickelten Feuergase ziehen in dem ersten Zug unter der gemauerten Scheidewand η nach hinten, zwischen dieser und der über ihr liegenden Scheidewand ο wieder nach vorn, dann über dieser wieder nach hinten, kehren dann durch die· Seitenöffnung u in dem Zug um den Oberkessel, den sie ganz umspülen, noch einmal nach vorn und endlich durch den Zug ρ, Fig. ι, nach hinten in den zum Schornstein führenden Fuchs.
- Die auf dem Rost k entwickelten Feuergase ziehen in dem ersten Zug unter der gemauerten Scheidewand η nach hinten, zwischen dieser und der über ihr liegenden Scheidewand ο wieder nach vorn, dann über dieser wieder nach hinten, kehren dann durch die· Seitenöffnung u in dem Zug um den Oberkessel, den sie ganz umspülen, noch einmal nach vorn und endlich durch den Zug ρ, Fig. ι, nach hinten in den zum Schornstein führenden Fuchs.
Bei ihrem Gang durch die verschiedenen Züge treffen die Heizgase die senkrechten
Röhren unter dem denkbar günstigsten W7inkel von 90°, wobei die Wärmeübertragung sehr
grofs ist.
Wenn die Verlängerungsröhren /z1 ganz beseitigt
sind, so bilden je eine Gruppe von Siederöhren h und das ihr gegenüberliegende
Verbindungsrohr c ein System von communicirenden Röhren, in welchen ein vollständig
ungehinderter, sehr energischer Kreislauf des Wassers stattfinden mufs, wobei die entwickelten
Dampf bläschen mit Rücksicht auf die senkrechte Lage der Röhren aufser der Cohäsion
des Wassers keinen Widerstand zu überwinden haben und sich also leicht in den Dampfraum abscheiden können.
Wenn aber ein Theil, z. B. jeder zweite der
Verlängerungsröhren hx aufgesteckt ist, so kann
der Hauptkreislauf auf Grund der communicirenden Röhren nur noch ^wischen den Verbindungsröhren
c und den nicht verlängerten Röhren h stattfinden. In den verlängerten Röhren wird aber eine andere Bewegung des
Wassers entstehen, dadurch hervorgerufen, dafs das in ihnen in Dampf sich verwandelnde
Wasser durch anderes von unten kommendes Wasser ersetzt wird. WTasserbewegung in den
Siederöhren wird nur allein stattfinden, wenn alle Verlängerungsröhren aufgesteckt sind, ein
Fall, in welchem man ganz besonders trockenen Dampf erhalten wird, da bei einem gewissen
Durchmesser der Siederöhren alles Wasser am oberen Ende der Röhren schon in Form von Dampf ankommen wird, so dafs
also die Dampfbläschen nicht nöthig haben, sich mühsam durch eine Wasserschicht hindurch
zu arbeiten und dabei viel Wassertheile mit sich in den Dampfraum zu reifsen.
Das Speiserohr m tritt in den oberen Kessel α ein (Fig. 3) und ist im Innern desselben
seiner ganzen, der des Kessels gleichen Länge mit feinen Oeffnungen versehen, durch
welche das Speisewasser wie aus einem Siebe in feinen Strahlen austritt. Da es hierbei
plötzlich auf eine hohe Temperatur erwärmt wird, so scheiden die in ihm enthaltenen mineralischen
Bestandtheile sogleich aus, werden von der durch den starken Kreislauf hervorgerufenen
Strömung erfafst und durch die senkrechten Verbindungsröhren c nach unten geführt.
Da diese noch etwas in den Unterkessel b hineinragen, so dafs das Wasser aus
ihnen nicht unmittelbar in die Seitenröhren f. gelangen kann, sondern erst in dem Zwischenraum
zwischen ihnen und dem sie umgebenden Stutzen d nach oben kehren mufs, so sinken
die schwereren Mineraltheile durch ihr Beharrungsvermögen weiter nach unten, lagern
sich am Boden des Unterkessels b in Schlammform ab und können, begünstigt durch die
starke Neigung des Kessels nach hinten, durch einen dort angebrachten Hahn in Zwischenräumen
abgeblasen werden. Deshalb ist nicht zu befürchten, dafs solche Mineraltheile in das
Innere der Siederöhren gelangen und dort die Bildung von Kesselstein veranlassen können.
Da es aufserdem leicht ist, diese Röhren auch von den an ihrer Aufsenseite sich ansetzenden
Rufstheilen mit Hülfe eines durch die gestrichelten Seitenöffnungen t eingeleiteten
Dampfstrahles zu befreien, so werden sowohl die Aufsen- als Innenflächen der Siederöhren
immer fast ganz metallisch rein sein. Dies und der Umstand, dafs die Röhren von den
Heizgasen unter einem rechten Winkel getroffen werden, der vollständig freie, gänzlich
unbehinderte Kreislauf und die Dünnwandigkeit der Röhren sichern eine grofse Wärmeübertragung und eine hohe Verdampfung
bei sparsamem Brennstoffverbrauch.
Den verschiedenen erforderlichen Gröfsen der Heizfläche gemä'fs werden die Anzahl der
Töpfe g und der.in einer Gruppe enthaltenen Röhren, sowie deren Durchmesser und Länge
bemessen. Bei kleineren Gröfsen der . Heizfläche kann der Kessel einseitig gebaut sein,
d. h. es brauchen die senkrechten Siederöhren nur an einer Seite der Walzenkessel a b angeordnet
sein, wobei die allgemeine Anordnung der Einmauerung dieselbe bleibt. Der Kessel besitzt dann auch nur eine Feuerung,
während derselbe bei doppelseitiger Anbringung der Siederöhren deren zwei hat.
Gewöhnlich genügen schmiedeiserne Siederöhren; in Fällen jedoch, in welchen von
einem Kessel von beschränkter Gröfse eine besonders grofse Verdampfung verlangt wird,
braucht man nur solche von Messing oder Rothkupfer zu nehmen, deren Wärmeübertragungsvermögen
dasjenige von schmiedeisernen Röhren bedeutend übertrifft.
Ein Undichtwerden der in die Böden der Töpfe g eingewalzten Enden der Siederöhren
ist nicht leicht zu erwarten, da dieselben, mit den unteren Topfen zusammen frei an den
oberen Topfen und dem Oberkessel hängend, sich frei ausdehnen können; in Ausnahmefällen
jedoch, wo einmal ein Undichtwerden stattfindet, kann erneutes Einwalzen oder gänzliches
Auswechseln . der Röhren, nachdem die Deckel der Töpfe durch Abschrauben entfernt
sind, leicht, bequem und schnell ausgeführt werden. Die Deckel der oberen Töpfe sind
ohne Weiteres zugänglich; zu denen ■ der unteren Töpfe gelangt man durch Thüren v,
Fig. 2, aus dem mittleren Raum, in welchen eine Treppe w führen mag. Auch die unteren
Theile der Röhren c, die Stutzen d und der Unterkessel, sowie der an ihm angebrachte
Ablafshahn e und das Mannloch ^ sind von dem mittleren Raum aus frei zugänglich.
Claims (2)
1. Ein Umlauf-Wasserröhrendampf kessel, bestehend
aus einem Ober- und Ünterkessel (a bezw. b), welche in der Mitte durch eine
Anzahl senkrechter Röhren (c) und an einer oder beiden Seiten durch eine ebenso
grofse Zahl von Siederohrgruppen (h) verbünden sind, und zwar so, dafs der Kessel
in eine bestimmte Zahl selbstständig wirkender Wasserumlaufsysteme zerlegt wird, deren
jedes durch je ein mittleres Verbindungsrohr einerseits und eine oder zwei ihm gegenüberstehende, seitlich angeordnete
Gruppen von Siederöhren andererseits nach Art der communicirenden Röhren gebildet
wird.
2. In Verbindung mit dem Dampfkessel unter 1. eine Vorrichtung zur Ablagerung
im Unterkessel von im Speisewasser ent-
• haltenen Mineralien dadurch, dafs diese Theile mit dem umlaufenden Wasser in
den Ober- und Unterkessel verbindenden senkrechten Röhren bis in den oberen Theil des Unterkessels herabgeführt werden
und infolge ihrer Schwere weiter bis auf den Boden des letzteren sinken, von wo sie durch Abblasen entfernt werden können,
während das von ihnen befreite Wasser allein in dem Zwischenraum zwischen diesen
Röhren und den sie umgebenden, auf den Unterkessel genieteten Stutzen nach oben und dann seitlich in die senkrechten Siederöhren
gelangt, deren Innenflächen also dadurch von Kesselstein befreit bleiben.
Hierzu L Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE62580C true DE62580C (de) |
Family
ID=336559
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT62580D Expired - Lifetime DE62580C (de) | Umlauf-Dampfkessel mit mehreren Gruppen stehender Wasserröhren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE62580C (de) |
-
0
- DE DENDAT62580D patent/DE62580C/de not_active Expired - Lifetime
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