DE625440C - Verfahren zur Russherstellung - Google Patents

Verfahren zur Russherstellung

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DE625440C
DE625440C DEB156275D DEB0156275D DE625440C DE 625440 C DE625440 C DE 625440C DE B156275 D DEB156275 D DE B156275D DE B0156275 D DEB0156275 D DE B0156275D DE 625440 C DE625440 C DE 625440C
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BRUNO VANELL
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BRUNO VANELL
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/44Carbon
    • C09C1/48Carbon black

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Rußherstellung Bei der Verarbeitung von flüssigen Brennstoffen zu Ruß bildet sich je nach der Zusammensetzung des Ausgangsmaterials nach kürzerer oder längerer Brenndauer Koks. Dieser Koks beeinträchtigt den geregelten Verlauf der Verbrennung, da er an der Oberfläche des brennenden Materials in Form schaumiger Blätter schwimmt und einen Teil der Oberfläche abdeckt. Um den durch die Änderung der Verbrennungsbedingungen bedingten Oualitätsänderungen des Fertigproduktes zu begegnen, ist man gezwungen, den Regelorganen, z. B. den Luftzuführungsklappen, laufend eine andere Einstellung zu geben. Selbst wenn es hierdurch zunächst gelingt, einer Qualitätsverschlechterung vorzubeugen, so wird doch -die anfallende Rußmenge allmählich geringer, da die zur Verbrennung des Gutes zur Verfügung stehende Oberfläche infolge der Verkokung mit der Zeit kleiner wird. Schließlich wird aber der Punkt erreicht, an dem auch mit Hilfe der Regelorgane eine Regelung der Verbrennung nicht mehr möglich ist. Man ist dann gezwungen, die Brennschale außer Betrieb. zu nehmen, wodurch, abgesehen von der Betriebsunterbrechung, die man gegebenenfalls durch Anordnung mehrerer Schalen vermeiden kann, Unregelmäßigkeiten in der Beschaffenheit des Fertigproduktes auftreten können.
  • Um die geschilderten Nachteile zu vermeiden, hat man den Versuch gemacht, die sich bildenden Koksblätter weitgehend zu zerkleinern bzw. ihre Bildung überhaupt zu verhindern, um dadurch stets die gleiche Oberfläche für die Verbrennung zur Verfügung zu haben. So hat man versucht, durch Rührwerke eine Zerstörung größerer Koksansammlungen herbeizuführen, auch hat nfan die Flüssigkeit selbst durch eine Pumpe in Umlauf zu halten versucht, um durch die dauernde Bewegung ein Zusammenfritten der Koksteilchen zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen wird zwar eine Zerstörung der Koksblätter herbeigeführt und damit die brennende Oberfläche frei gehalten, sie haben aber den großen Nachteil, daß der Koks nunmehr mit dem zu verarbeitenden Gut vermengt wird und infolge der feinen Verteilung als katalytischer Beschleuniger in Richtung weiterer Koksbildung wirkt. Dies hat aber zur Folge, daß sich noch mehr Koks bildet.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich eine geregelte Verbrennung und damit ein gleichmäßiges Fertigprodukt nur dann erreichen läßt, wenn man die gebildeten Koksblätter nicht zerstört, sondern aus der Brennzone möglichst in dem Zustand, in dem sie sich gebildet haben, vorsichtig entfernt. Dies kann erfindungsgemäß durch einen in die Brennschale eingesetzten Rost erreicht werden, dessen Roststäbe sich unterhalb der brennenden Oberfläche befinden. Beim Herausnehmen dieses Rostes bleiben die auf der Oberfläche . schwimmenden Koksblätter auf dem Rost zurück und können mit diesem leicht entfernt werden. Nach Reinigung des Rostes kann dieser leicht wieder in die Brennschale eingeführt werden.
  • An Stelle eines Rostes, dessen Betätigung in bestimmten Zeiträumen erfolgen muß, kann zweckmäßig auch eine kontinuierlich arbeitende Vorrichtung, die durch die Brennschale hindurchläuft, z. B. ein Wanderrost, Kratzband o. dgl., verwendet werden.
  • Ferner hat sich auch eine harkenähnliche Vorrichtung, mit deren Hilfe der Koks .beispielsweise über - eine an die Brennschale schräg anschließende Fläche. herausgezogen werden kann, bewährt. Eine solche Vorrich= tung eignet sich besonders zur Reinigung von Brennschalen, deren Längsausdehnung verhältnismäßig groß im Vergleich zu ihrer Breite ist.
  • Um den Verlauf der Verbrennung beim Entfernen des Kokses nicht zu beeinträchtigen, ist es vorteilhaft, den Koks in einen mit dem Brennraum verbundenen, von der Außenluft abgeschlossenen, gegebenenfalls nur durch eine Schleuse zur Abziehung des Kokses in Verbindung stehenden Raum auszutragen.
  • Die Abb. i, 2 und 3 zeigen drei verschiedene Ausführungsformen deiner Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens.
  • Gemäß Abb. i ist in der Brennschale b ein von Winkeleisen c getragener weitmaschiger Rost d angeordnet, der mit Hilfe eines Griffes f nach Öffnung der Klappe e des Ofens a aus dem Ofen bzw. der Brennschale- entfernt werden kann. Bei Herausnahme des Rostes wird der Koks von der Oberfläche des Brennschaleninhaltes entfernt. Der gereinigte Rost kann dann durch die Klappe e in die Brennschale b wieder eingeführt werden.
  • Gemäß Abb. 2 ist in der Brennschale b ein über Rollen c, d laufender Wanderrost bzw. ein Kratzband e angeordnet. Ein Teil des Wanderrostes bzw. des Kratzbandes ist aus dem Ofen a herausgeführt und so der Reinigung zugänglich. Läuft der Rost im Sinne des eingezeichneten Pfeiles p, so nimmt erden an der Oberfläche der Brennflüssigkeit entstehenden Koks mit, und zwar zu dem Teil der Brennschale, die außerhalb des Ofens liegt, so daß die Koksverunreinigungen aus der Brennschale entfernt «=erden können.
  • Gemäß Abb. '3 ist an dem eigentlichen Ofen-aeine Kammer g angeschlossen. In der Brennschale b ist ein Wanderrost bzw. Kratzband e vorgesehen. Die Bewegungsrichtung ist durch den Pfeil p angedeutet. Die an der Oberfläche der Brennschale entstehenden Verunreinigungen werden durch einen Abstreifer k abgenommen und in die Kammer g befördert. Am unteren Ende m der Kammer g werden zeitweise die Koksverunreinigungen abgezogen; hier kann auch eine Schleuse eingebaut sein etwa in Form eines Zellenrades. Die Luftzuführung erfolgt durch die Schlitze h. Durch die Anordnung einer besonderen mit dem Brennraum verbundenen Kammer ist ermöglicht, die Koksverunreinigungen aus der Brennschale zu entfernen, ohne daß der Betrieb unterbrochen wird oder an ungeeigneten Stellen Außenluft in den Brennraum eindringt. Die Verbrennung kann daher kontinuierlich in einwandfreier Weise aufrechterhalten werden.
  • Bei einem Versuch wurden in einer Brennschale von einem Fassungsraum von etwa io-kg Teer stündlich etwa 5 bis 7k- Teer verbrannt. Wurde die Koksentfernung nach .dem Verfahren der Erfindung angewandt, so konnte ein einwandfreier Betrieb mehr als 30 Stunden ununterbrochen aufrechterhalten werden, ohne daß eine Änderung der guten Qualität des Rußes festzustellen war. Wurde bei einem Parallelversuch das Verfahren zur Koksentfernung nach der Erfindung nicht angewandt, so war schon nach einem Betrieb von etwa io Stunden der anfallende Ruß so schlecht, daß der Betrieb unterbrochen werden rnußte.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Rußberstellung aus Teer und anderen kohlenstoffhaltigen Substanzen durch Verbrennung der gasförmigen Destillate, dadurch gekennzeichnet, daß der sich unter Einfluß der Wärme bildende Koks von der Oberfläche des zu verrußendenMaterials kontinuierlich oder absatzweise, beispielsweise durch vorsichtiges Abheben unter Vermeidung der Zerstörung der sich bildenden Koksblätter, entfernt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen in der Brennschale befindlichen, aus der Brennschale heraushebbaren, vorzugsweise weitmaschigen Rost.. 3: Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen durch die Brennschale laufenden Wanderrost, Kratzband o. dgl. q.. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i; gekennzeichnet durch eine an die Brennschale sich anschließende schräge Fläche und eine Harke, die sich durch die Brennschale in Richtung auf die schräge Fläche bewegt. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis q., gekennzeichnet durch eine zur Aufnahme des Kokses dienende, von der Außenluft abgeschlossene Kammer, die mit der Brennschale in Verbindung steht.
DEB156275D 1932-06-24 1932-06-24 Verfahren zur Russherstellung Expired DE625440C (de)

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