DE623918C - Vorrichtung zur UEberwachung des Betriebes von Eindampfern bzw. Trocknern - Google Patents

Vorrichtung zur UEberwachung des Betriebes von Eindampfern bzw. Trocknern

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DE623918C
DE623918C DEH140790D DEH0140790D DE623918C DE 623918 C DE623918 C DE 623918C DE H140790 D DEH140790 D DE H140790D DE H0140790 D DEH0140790 D DE H0140790D DE 623918 C DE623918 C DE 623918C
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condensate
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/0082Regulation; Control

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Überwachung des Betriebes von-Eindampfern bzw. Trocknern - I Bei Eindampfern, Trocknern und ähnlichen Apparaten der chemischen Teckik, insbresndere z. B. der Nahrungsmitteltechnik, ist es wichtig, die Behandlung der einzudickenden oder zu trocknenden Stoffe zur richtigen Zeit zu beenden, damit durch eine zu weitgehende Austreibung der Flüssigkeit, also z. B. von Wasser, Losungsmitbeln o. dgl., keine nachteiligen Veränderungen der festen Bestandteile, d. h. des Erzeugnisses herbeigeführt werden. Wenn die zu behandeInden Stoffe beispielsweise organi, chen Ursprungs sind, haben die daraus herzustellenden Erzeugnisse einen bestimmten natürlichen Feuchtigkeitsgehalt, und nur bis zu diesem herunter darf die Behandlurrg durchgeführt werden.
  • Unterschreitet man ihn, so finden nachteilige Umwandlungen statt, z. B. bei Eiweißstoffen ein sog. Verhornen, wodurch das Eiweiß unverdaulich wird.
  • Die Erfindung bezieht sich auf solche Anlagen, bei denen die Abdämpfe aus der abzutreibenden Flüssigkeit verdichtet werden.
  • Die Behandlung des Gut, es findet in einer geschlossenLen Einrichtung statt, die eine Beobachtung von außen her an sich nicht zulät.
  • Die Anbringung vn Schaugläsern an dem eigentlichen Behandlungsapparat, der die Beschickung enthält, ist üblich, aber nach dem bloßen Aussehen des Gutes kann man in wichtigen Fällen den Zeitpunkt zur Beendigung der Behandlung nicht bestimmen. In Anlagen, in denen die Verdichtung der Abdhmpfe durch Oberflächenkondensation untter Absaugung der Gase und D, ämp£e durch eine sog. trockene Luftpumpe erfolgt, hat man in das Abzugsrohr des Oberflhchenkondensators sohon Xeinen einfachen Schauglaskörper eingeschaltet, der lediglich aus einem Rohrstück mit zwei sich gegenüberstehenden Gläsern besteht, zwischen denen hindurch das Kondensat herabfällt und zugleich die nicht kondensierbaren Gase hindurchgesaugt werden. Das Kondensat ist dadurch sichtbar gemacht worden, und die AbAne seiner Menge läßt einen ungefähren Schluß auf das Herannahen des Endes des Behandlungsvorganges zu.
  • Eine solche ungefähre Beobachtung genügt jedoch ebenfalls nicht zur einwandfreien Bestimmung des Zeitpunktes der Bleendigung der Behandlung. Das zwischen zwei Schaugläsern herabfallende Kondensat bildet keinen geschlossenen Strahl, und zwar um so weniger, je geringer seine Menge ist. Die Reibung der Flüssigkeit an wechselnden Stellen der Rohrwand verändert den Strahl in seiner Form dauernd.
  • Dadurch wird die Beobachtung um so unsicherer, je näher der Zeitpunkt, in welchem die Behandlung beendet werden muß, heranrückt. Ferner vollzieht der Übergang von der Kondensatmenge vor diesem Zeitpunkt zu der Kondensatmenge nach dem Zeitpunkt sich so allmählich, db die dann sehr kleine Flüssigkeitsmenge auch bei größter Sorgfalt in der Beobachtung keinen sicheren Anhält bieten kann. Das bloBe Siehtbarmáchen des Kondensates leistet daher nicht mehr als die Beobachtung des Gutes im Behandlungsapparat selbst.
  • Hierzu kommt, daß das Hilfsmittel eines einfachen Durcblaufes mit Schangläsem bei solchen Anlagen versagt, in denen die Abdämpfe mittels Einspritz- oder Mischkondensation durch eine sog. Naßiuftpumpe beseitigt werden. Die Mischkondensation ist aber für den Betrieb derartiger Anlagen die weitaus wichtigste, denn sie ist in bezug auf die Anschaftuigs- und Betriebskosten günstig er, ferner betriebssicherer und in der Bedienung einfacher, und sie bietet endlich den Vorteil, daß sie viele riechende Stoffe durch genügend tiefe Kühlung des Flüssigkeitsgemisches und Absorption dieser nichtverdichteten Gase, z. B.
  • Ammoniak, dhne weiteres zu beseitigen vermag, während bei der Oberflächenkondensation hierfür besondere und umfangreiche Hilfseinrichtungen erforderlich sind Die Erfindung löst nun die Aufgabe. in überlegener und endgiiltiger Weise, indem sie eine Vorrichtung vorschlägt, welche auch bei Anlagen mit Mischkondensation eine einwandfreie Bestimmung des Zeitpunktes für die Beendigung der Behandlung ermöglicht, und zwart nicht durch- eine unsichere bloße Abschätzung, sondern durch einen genau erkennbaren Vorgang, der einer Messung des londensates entspricht. Das Entnehmen von Proben, das als Überwachungsmittel bisher immer noch unentbehrlich war, und sonstige Maßnahment, die bei empfindlichen Stoffen angewendet werden müssen, um eine-Schädigung derselben durch eine zu lange B.elsandlung zu vermeiden, können jetzt bei allen Anlagen in Fortfall kommen.
  • Gemäß der Erfindung wird zum Überwachen des Betriebes von Eindampfern, Trocknern usw. mit einer Misch- oder Einir spritzkondensation in die Abdampfleitung des Behandlungsapparates eine beliebige einfache oberflächengekühlte Vorrichtung, z. B. der Heizkörper eines Heißwasserbehälters, eingeschaltet, der einen Teil der hindurchströmen den Dämpfe und Gase kondensiert, und ferner wird in die von dort zum Mischkondensator weitergehende Leitung eine Meßvorrichtung mit Schaugläsern für das Kondensat eingebaut. Diese Meßvorrichtung ist nun nicht ein bloßer Rohrteil mit durchsichtiger Wand, sondern sie besteht aus einem erweiterten Gehäuse, welches im Bereich der Schaugläser und im wesentlichen senkrecht unter seinem Eintrittsstutzen einen, tiefen Stautrog für das Kondensat sowie neblen diesem einen Umgang für die Dämpfe oder Gase besitzt, wobei der Stautrog mit einer kleinen Bodenöffnung versehen und mit einer Skala ausgerüstet ist.
  • Von den sich aus kondensierbaren Dämpfen und nichtkondensierbaren Gasen zusammensetzenden Ab dämpfen wird gemäß der Erfindung durch die Oberflächenabkühlung nur ein Teil der Dämpfe zu Flüssigkeit verdichtet.
  • Dieses Kondensat strömt zusammen mit den Gasen und den nichtverdichteten Dämpfen in die beschriebene Meßvorrichtung, deren tiefer Stautrog. das Kondensat auffängt. Dieses fließt nicht mehr in einem regellosen Strahl vor dem Auge vorbei, sondern wird in dem Stautrog gespeichert. Der Inhalt des Troges läuft durch die kleine Bodenöffnung dauernd, aber nur langsam wieder ab. Beim Beginn des zu überwachenden Arbeitsganges ist die Kondensatmenge groß, so daß wegen der Kleinheit der Bodenöffnung der Stautrog überflutet wird. Dieser Zustand gibt an, daß das Ende des Arbeitsganges noch fern ist.
  • Mit dein Augenblick, in welchem die Kondensatmenge sich so verringert hat, daß der Zulauf zum Trog gleich dem Ablauf aus seiner Bodenöffnung ist, hört die Überflutung auf, und es bleginnt die für den Ausfall des Erzeugnisses entscheidende Endzeit des Arbeitsvorganges, Durch geeignete Wahl der Tiefe des Stautroges und der Größe seiner Bodenöffnung kann man diesen Zeitpunkt den verscbiedensten Betriebsb.edingungen anpassen. Ist er übersehritten, so wird von da an das Kondensat gemessen, und zwar mittels der am oder im Stautrog angebrachten Skala. Mit weiter abnehmender K-ondensatmenge sinkt der Flüssigkeitsspiegel Langsam im Troge und kann an den Teilstrichen genau abgelesen werden.
  • Bei einer neuen Anlage oder brei Anbringung der neuen Vorrichtung an einer bestehenden Anlage geht man wie folgt vor. In einigen Anfangsbetrieben wird während der Endzeit der Flüssigkeitsspiegel in Stawtrog in bestimmtes Zeitabständen genau beobachtet und aufgeschrieben, zugleich aber nimmt man wie bisher aus dem Behandlungsapparat Proben und untersucht sie in der üblichen Weise auf ihre Beschaffenheit. Der richtige Zeitpunkt für die Beendigung der Behandlung wird auf Grund der Probeentnahmen bestimmt, und der in diesem Augenblick im Stautroge vorhandene Flüssigkeitsstand wird besonders vermerkt. Hat man diese Höhe durch mehrere Anfangsbetriebe einwandfrei ermittelt, so bedarf es künftig keiner Probeentnahme mehr, sondern man beendet die Behandlung in dem Augenblick, in welchem der Flüssigkeitsspiegel an dem ermittelten Skalenstrich eingetroffen ist In denAnfangsbetrieben kann man auf die übliche Beurteilung der Proben nach praktischen Gesichtspunkten auch noch genaue Analysen folgen lassen und dann auf Grund dieser wissenschaftlichen Ergebnisse den Teilstrich für die Beendigung des Arbeitsvorganges fast theoretisch genau festlegen.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es veranschaulichen: Fig. 1 eine vollständige Einrichtung mit Einspritzkondensation, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch die Meßvorrichtung.
  • In dem Apparat I befindet sich das Gut, dessen Eindickung, Trocknung usw. überwacht werden soll. Die Abdämpfe werden durch eine Rohrleitung 2 einer Naßluftpumpe 3 zugeführt, in deren Einspritzkondensator 3" die Ab dämpfe mit dem Kühlmittel gemischt werden. In die Leitung 2 ist gemäß der Erfindung irgendeine oberflächengekühlte Vorrichtung eingeschaltet, z. B. der Heizkörper 4 eines Wasserbehälters oder Heißwasserbereiters 5, der für beliebige Betriebszwecke schon vorhanden sein kann und dessen Inhalt durch das Schwimmergefäß 6 selbsttätig auf gleicher Höhe gehalten wird. Die Heiz-oder Kühlfläche des Wärmeaustauschers 4 wird so bemessen, daß nur ein Anteil der Dämpfe zu Flüssigkeit verdichtet wird, dagegen wird sein Querschnitt so gewählt, daß sämtliche Abdämpfe ohne bemerkenswerten Geschwindigkeitsabfall hindurchfließen können. Das Rohr 2' leiter das Kondensat und die Gase zusammen mit den noch nicht niedergeschlagenen Dämpfen zur Luftpumpe 3 bzxv. dem Mischkondensator 3'.
  • Gemäß Fig. I befindet sich im Fallstrange bequem zugänglich eine Meßvorrichtung 7.
  • Sie besteht nach Fig. 2 aus einem erweiterten Gehäuse, und zwar ist die zwischen dem Eintrittsstutzen 8 und dem Austrittsstutzen g befindliche Erweiterung 7' beim gezeichneten Beispiel einseitig. Zwei lange, oben und unten halbkreisförmig begrenzte Schaugläser 10 sind einander gegenüber (vor und hinter der Zeichenebene) durch Flansche am Gehäuse 7 befestigt. In dem durch die Flansche nicht verdeckten Teile des Gehäuses enthält dieses einen tiefen Trog 1 1, der auf seiner Vorder-und Rückseite durch die Schaugläser begrenzt ist. Im tiefsten Punkte des Stautroges 11 ist eine Öffnung 12 von zweckmäßig solcher Größe angebracht, daß sie auch bei der kleinsten Kondensatmenge noch etwas verzögernd wirkt. Der Trog besitzt ferner eine Skala, die entweder an den Schaugläsern oder aber am Trogkörper angebracht sein kann.
  • Wenn das Kondensat, die Gase und die Dampfe durch den Stutzen 8 in die Meßvorrichtung 7 eintreten, fällt das Kondensat in den Trog In hinein, während die Dämpfe und Gase durch den Umgang am Troge vorbeiströmen. Dieser füllt sich bei Betriebsbeginn fast sofort und wird überflutet, und zwar so lange, bis infolge des fortgeschrittenen Arbeitsganges im Apparat I nur noch so viel Kondensat durch den Stutzen 8 zuläuft, wie die Bodenöffnung 12 ab zuführen vermag.
  • Zunächst bleibt nun der Trog eine Zeitlang voll gefüllt und dann beginnt der Flüssigkeitsspiegel sich langsam an der Skala entlang zu senken. Ist er auf einem vorher bestimmten Teilstrich angekommen, so hat man den Arbeitsgang im Apparat I zu beenden.

Claims (2)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : I. Vorrichtung zum Überwachen des Betriebes von Eindampfern bzw. Trocknern mit Mischkondensation, dadurch gekennzeichnet, daß in die Abdampfleitung des Eindampfers bzw. Trockners eine beliebige oberflhchengekühlte Vorrichtung, z. B. der Heizkörper eines Heißwasser behälters, eingeschaltet ist, der einen Teil der hindurchströmenden Dämpfe kondensiert, und daß in die von dort zum Mischkondensator weitergehende Leitung eine Meßvorrichtung mit Schaugläsern für das Kondensat eingebaut ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Schaugläsern ausgerüstete Meßvorrichtung aus einem erweiterten Gehäuse besteht, welches im Bereich der Schaugläser und im wesentlichen senkrecht unter seinem Eintrittsstutzen einen tiefen Stautrog für das Kondensat sowie neben diesem einen Umgang für die Dämpfe oder Gase besitzt, wobei der Stautrog mit einer kleinen Boden öffnung versehen und mit einer Skala ausgerüstet ist.
DEH140790D 1934-07-28 1934-07-28 Vorrichtung zur UEberwachung des Betriebes von Eindampfern bzw. Trocknern Expired DE623918C (de)

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