DE623596C - - Google Patents

Info

Publication number
DE623596C
DE623596C DENDAT623596D DE623596DA DE623596C DE 623596 C DE623596 C DE 623596C DE NDAT623596 D DENDAT623596 D DE NDAT623596D DE 623596D A DE623596D A DE 623596DA DE 623596 C DE623596 C DE 623596C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
salicylic acid
parts
water
acids
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT623596D
Other languages
English (en)
Publication of DE623596C publication Critical patent/DE623596C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D453/00Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids
    • C07D453/02Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids containing not further condensed quinuclidine ring systems
    • C07D453/04Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids containing not further condensed quinuclidine ring systems having a quinolyl-4, a substituted quinolyl-4 or a alkylenedioxy-quinolyl-4 radical linked through only one carbon atom, attached in position 2, e.g. quinine
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/76Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C69/84Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring of monocyclic hydroxy carboxylic acids, the hydroxy groups and the carboxyl groups of which are bound to carbon atoms of a six-membered aromatic ring
    • C07C69/86Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring of monocyclic hydroxy carboxylic acids, the hydroxy groups and the carboxyl groups of which are bound to carbon atoms of a six-membered aromatic ring with esterified hydroxyl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Anwendung der bisher therapeutisch verwendeten Acylderivate der Salicylsäure ist in der Voraussetzung begründet, durch Aufspaltung derartiger Heilmittel im Organismus die freie Säure zur Wirkung zu bringen. Dieser Gedanke ist um so besser verwirklicht, je leichter der Acylrest abgespalten wird. Verhältnismäßig leicht wird die Acetylsalizylsäure gespalten, die nur zu einem geringen Prozentsatz den Körper unverändert verläßt. Demgegenüber erstrebt das vorliegende Verfahren die Darstellung von Stoffen, die beständiger als Acetylsalicylsäure sind, damit die Wirkung des Gesamtmoleküls deutlicher zum Ausdruck kommen kann. Diese größere Beständigkeit ist auch für die Aufbewahrung derartiger Stoffe von Bedeutung.
Das geschilderte Ziel wird erreicht durch Einführung des Diäthylacetylrestes und des Bromdiäthylacetylrestes. Die so erhaltenen neuen Stoffe, die Diäthylaoetylsalicylsäure und die Bromdiäthylaoetylsalicylsäure sind bisher in der Literatur nicht beschrieben worden. Man kann sie nach den üblichen Verfahren gewinnen, also z. B. aus Salycylsäure oder salicylsaurem Natrium und den Säurechloriden, mit oder ohne Anwendung salzsäurebindender Mittel, oder aus Salicylsäure und den Anhydriden der zur Acylierung benutzten Säuren. Man vermeidet zweckmäßig einen Überschuß der Salicylsäure, da andernfalls Erschwerung der Kristallisation eintritt.
Am besten bewährte sich die Darstellung aus den Säurechloriden und Salicylsäure bei Gegenwart von Pyridin.
Die Verfahrensprodukte sind schwer vers<eifbar. Vergleicht man z. B. äquivalente Mengen der neuen Säuren in bezug auf die Spaltung durch n/io-Natronlauge mit Acetylsalicylsäure, so wird letztere in 5 Minuten völlig aufgespalten, während bei der Bromdiäthylaoetylsalicylsäure dazu 2 Stunden, bei der Diäthylaoetylsalicylsäure sogar 8 Stunden nötig sind. Die neuen Stoffe können auch beliebig lange an feuchter Luft oder in Tablettenform aufbewahrt werden, ohne daß Zersetzung eintritt.
Der pharmakologische Versuch zeigte, daß die genannten schwer spaltbaren Acylsalicylsäuren auch in therapieutischer Beziehung Vorteile bieten. Gegenüber der bereits bekannten Trimethylacetylsalicylsäure und a-Brompropionylsalicylsäure fällt der Unterschied der therapeutischen Breite auf. W.ährend 2 g Trimethylaoetylsalicylsäure beim Kaninchen toxisch wirkten, war dies bei der Diäthylaoetylsalicylsäure, als Natriumsalz verabreicht, nicht der Fall. Außerdem hat die Trimethylacetylsalicylsäure diuretische Wirkungen, die dem Diäthylderivat fehlen. An Kaninchen, die mit Colikulturen subkutan geimpft worden waren, zeigte sich weiterhin ein prompter entfiebernder Effekt. Im Vergleich zu Salicylsäuren, in die Reste höher molekularer Fett-
säuren 'eingeführt sind (vgl. Ztschr. f. angew. Chemie, Bd." 40" [1927], S..70), gestalten sich die Resorptionsverhältnisse wesentlich günstiger. Während "letztere langsam resorbiert werden und lange Zeit im Organismus, bleiben — die Stearylsalicylsäure gibt noch 'nach 30 Stunden im Harn eine stark positive SaTicylsäurereafction — sind die neuen Acylsalicylsäuren leicht resorbierbar und nach 10 Stunden im Harn bis auf Spuren verschwunden.-
Von den beiden genannten Säuren lassen sich in bekannter Weise die entsprechenden Salze darstellen. Während Acetylsalizylsäure bekanntlich keine beständige Natriumverbindung gibt, ist dies z. B. bei der Diäthylacetylsalicylsäure der Fall. Auch organische Basen, wie Chinin, liefern Salze. Will man Ester der neuen. Stoße gewinnen, so geht man zweckmäßig von den entsprechenden Estern der Salicylsäure aus.
Beispiele
i. Zu !einer Losung von 22 Teilen Salicylsäure in Äther, dem Pyridin zugesetzt wurde, tropft man allmählich 20 Teile Diäthylaoetylchlorid ein. Nach längerem Stehen wird das Reaktionsprodukt in eisgekühlte Salzsäure gegossen und die ätherische Lösung mit Wasser öfter gewaschen. Den nach Abdunsten des Äthers erhaltenen Rückstand digeriert man mit warmem Wasser, besser mit 200/oigem Alkohol, bis zum Verschwinden der Salicylsäuriereaktion-' und kristallisiert: das trockene Produkt aus Petroläther um. Die so erhaltene DiäthylacetylsaEcylsäure schmilzt bei 55°, ist in Wasser sehr schwer löslich, gut jedoch in den organischen Lösungsmitteln. In Ölen löst sie sich warm ■= 40 zu etwa 30 o/0j kalt zu 10 Q/o.
Durch Schütteln der methylalkoholischen Lösung des neuen Stoffes mit getrocknetem Natriumcarbonat, Abdunsten des ■Lösungsmittels oder Fällen mit Äther wird das Natriumsalz der Diäthylacetylsalicylsäure gewonnen, das in Wasser und Alkoholen löslich, in Äther, Aceton und Chloroform unlöslich ist. Das ähnlich gewonnene Calciumsalz ist dagegen schwer löslich in Wasser, besser in Alkohol und Benzol, leicht in Aceton und Chloroform.
• Werden molekulare Mengen von Diäthylacetylsalicylsäune und Chinin in absolutem Alkohol gelöst, so bleibt nach Abdunsten des Lösungsmittels das diäthylaoetylsaücylsaure Chinin als weißes Pulver zurück. Daß es sich um eine Verbindung im molekularen Verhältnis der Komponenten handelt, geht aus der Durchführung des Versuches unter Verwendung eines Überschusses von Diäthylaoetylsalicylsäure hervor. Letzterer läßt sich mit genügenden Mengen Petroläther auswaschen, wobei die einheitliche Verbindung zurückbleibt.
2. 14 Teile Salicylsäure, in Pyridin enthaltandem Äther gelöst* werden tropfenweise mit 2i Teilen Bromdiäthylaoetylchlorid versetzt. Nach längerem Stehen wird das Pyridin bzw. salzsaures Pyridin durch Waschen mit Wasser entfernt, die Lösung getrocknet und zur Kristallisation gebracht. Aus Petroläther kristallisiert die bei 88 bis 890 schmelzende Bromdiäthylacetylsalicylsäure aus, die schwer löslich in Wasser und löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln ist. Salze und Verbindungen mit organischen Basen lassen sich in üblicher Weise darstellen.
3. -15 Teile Salicylsäuremethylester und 13 Teile Diäthylaoetylchlorid werden in ätherischer Lösung, zweckmäßig bei Gegenwart von Pyridin, zur Umsetzung gebracht. Beim Aufarbeiten des Reaktionsproduktes entsteht der Diäthylaoetylsalicylsäuremethylester, der im Vakuum von 3 mm einen Siedepunkt von 140 bis 141° zeigt; er stellt eine farblose, ölige, nahezu geruchlose Flüssigkeit dar. In ähnlicher Weise läßt sieh der Amylester (Siedepunkt i8o° bei 3 mm) als wasserhelle flüssigkeit gewinnen.
4-. In der dem Beispiel 3 entsprechenden Weisie wird aus 15 Teilen Salicylsäuremethylester und 21 Teilen Bromdiäthylaoetylchlorid der Bromdiäthylacetylsalicylsäuremethylester dargestellt. Er destilliert im Vakuum (3 mm) bei 175° als farblose, schwach riechende Flüssigkeit über.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Darstellung schwer spaltbarer Acylderivate der Salicylsäure und ihrer Abkömmlinge, dadurch gekennzeichnet, daß man in Salicylsäure oder deren Ester den Diäthylaoetylrest oder den Bromdiäthylacetylrest nach üblichen Methodan einführt.
    BERUH. GEDRUCKT IN* DER
DENDAT623596D Active DE623596C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE623596C true DE623596C (de)

Family

ID=576561

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT623596D Active DE623596C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE623596C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE623596C (de)
DE2733204C3 (de) Verfahren zur Isolierung von Äscin aus Früchten der Roßkastanie
DE264654C (de)
AT145845B (de) Verfahren zur Darstellung schwer spaltbarer Acylderivate der Salicylsäure oder deren Ester.
DE762123C (de) Verfahren zur Herstellung von physiologisch wirksamen Abkoemmlingen des 2-Alkyl-1, 4-naphthochinons bzw. -hydrochinons
DE167170C (de)
DE252758C (de)
DE957030C (de) Verfahren zur Herstellung der Phenylpropionsaeureester von Steroidhormonen
CH188805A (de) Verfahren zur Herstellung der Bromdiäthylacetylsalicylsäure eines schwer spaltbaren Acylderivates der Salicylsäure.
DE2832857A1 (de) Verfahren zur herstellung wasserloeslicher hydroxy-flavonaether
DE724268C (de) Verfahren zur Herstellung eines reinen ª‡-Tokopherolesters bzw. von reinem ª‡-Tokopherol
DE749056C (de) Verfahren zur Herstellung geruch- und geschmackloser Verbindungen aus Guajacol und Alkaloiden der Chinin- und Codeinreihe
AT232655B (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Dexamethason-Esters
AT124884B (de) Verfahren zur Herstellung von Hormonpräparaten.
DE530049C (de) Verfahren zur Darstellung leicht loeslicher Abkoemmlinge des 8-Oxychinolins
DE1445602C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2&#39;,3\ 5&#39;,-Tri-O-acetyl-6-azauridin
DE1177635B (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 17-Halbacetalen bzw. 17-Halbacetal-estern von OEstradiol oder -derivaten
DE722618C (de) Verfahren zur Herstellung eines protrahiert wirkenden Pankreashormonpraeparats
DE585397C (de) Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen Salzen der Gallensaeuren
DE533126C (de) Verfahren zur Darstellung von gemischtsaeurigen Celluloseestern oder von Celluloseaet herestern
DE594173C (de) Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Rheumatismus, Gicht, Ischias u. dgl.
DE1076704B (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch verwendbaren Carbonsaeurederivaten
DEO0002755MA (de)
DE1618058B1 (de) 1,4-dienstroide
DE2003101A1 (de) Reinigungsverfahren