DE623174C - Nach Art eines Zaehlers gebautes Geraet zur eindeutigen Nachbildung der Frequenz eines Wechselstromes durch die Drehzahl des umlaufenden Messwerkteiles - Google Patents

Nach Art eines Zaehlers gebautes Geraet zur eindeutigen Nachbildung der Frequenz eines Wechselstromes durch die Drehzahl des umlaufenden Messwerkteiles

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DE623174C
DE623174C DE1930623174D DE623174DD DE623174C DE 623174 C DE623174 C DE 623174C DE 1930623174 D DE1930623174 D DE 1930623174D DE 623174D D DE623174D D DE 623174DD DE 623174 C DE623174 C DE 623174C
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Dipl-Ing Siegfried John
Erwin Langer
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Siemens and Halske AG
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Siemens and Halske AG
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R23/00Arrangements for measuring frequencies; Arrangements for analysing frequency spectra
    • G01R23/02Arrangements for measuring frequency, e.g. pulse repetition rate; Arrangements for measuring period of current or voltage
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R9/00Instruments employing mechanical resonance
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C19/00Electric signal transmission systems
    • G08C19/16Electric signal transmission systems in which transmission is by pulses
    • G08C19/26Electric signal transmission systems in which transmission is by pulses by varying pulse repetition frequency

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Description

  • Nach Art eines Zählers gebautes Gerät zur eindeutigen Nachbildung der Frequenz _ eines Wechselstromes durch die Drehzahl des umlaufenden Meßwerkteiles Es tritt häufig die Aufgabe auf, die Frequenz eines Wechselstromsystems mit Hilfe des Impulsfrequenzverfabrens zum Zwecke der Fernmessung. oder Fernregelung fernzuübertragen. Ein einfaches frequenzabhängiges Impulsgebergerät ergäbe sich dadurch, daß man mit einem Synchronmotor einen als Impulssender dienenden Stromunterbrecher kuppeln würde. Da jedoch die Drehzahl eines Synchronmotors eine lineare Funktion der Frequenz ist, so haben geringe Änderungen der Frequenz auch nur geringe Änderungen der Drehzahl zur Folge. Infolgedessen würde eine solche Anordnung zur übertragung von geringen Schwankungen der Frequenz um einen bestimmten Mittelwert, z. B. um den Wert 5o, nicht geeignet sein oder zumindest zu ihrer Verwendung besondere Hilfsmittel erfordern. Bei der Frequenzfernmessung und Frequenzregelung handelt es sich aber in der. Regel um die Übertragung von geringen Schwankungen der Frequenz um einen bestimmten Mittelwert. Soll hierbei die Übertragung nach dem Impulsfrequenzverfahren erfolgen, so müßten schon geringe Frequenzänderungen größere Unterschiede in der Drehzahl des zur Impulssendung verwendeten Unterhrechers hervorrufen.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein insbesondere für die obengenannten Zwecke geeignetes, nach Art eines Zählers gebautes Gerät zur eindeutigen Nachbildung der Frequenz eines Wechselstromes durch die Drehzahl des umlaufenden Meßwerkteiles. Kennzeichnend für das neue Gerät ist, daß der Antrieb des Meßwerkes von einem Stromkreis abhängig gemacht ist, der für eine in den Meßbereich des Gerätes fallende Frequenz auf Resonanz abgestimmt ist, und daß eine Einrichtung zum Konstanthalten der an den Klemmen des Meßwerkes liegenden Wechselspannung vorgesehen oder die Spannungsabhängigkeit der Drehzahl durch eine zusätzliche Beeinflussung des Meßgerätes kompensiert ist.
  • Resonanzkreise haben bereits in Verbindung mit zählerartigen Geräten Anwendung gefunden, jedoch zu anderen Zwecken. So ist z. B. ein Induktionsspannüngsrelais mit Ferraristrieb: bekanntgeworden, bei dem in dem Kreis des einen Triebeisens ein entsprechend abgestimmter Kondensator gelegt ist, wodurch das Relais auch eine gewisse Frequenzabhängigkeit erhält. Jedoch wird hiermit bezweckt, das Relais für eine Spannungskomponente bestimmter Frequenz empfindlich zu machen; es soll also das Relais durch die Einfügung des Kondensators in den einen Kreis selektiv gemacht werden, und demgemäß ist auch die Abstimmung und die übrige Einstellung gewählt.
  • Ferner ist ein Frequenzrelais mit einem Induktionsmeßwerk bekanntgeworden, bei dem ein Teil des Triebsystems unmittelbar an die Wechselspannung angeschlossen ist und der andere Teil über einen Resonanzkreis, der auf eine bestimmte Frequenz abgestimmt ist, so daß das Meßwerk bei Abweichungen der Frequenz von diesem Wert in dem einen oder anderen Sinne in der einen oder anderen Richtung ausschlägt. Dabei ist aber die Größe des Ausschlages von der. jeweiligen Höhe der Wechselspannung abhängig.
  • Demgegenüber handelt es sich bei der Erfindung um einen zählerartigen Antrieb, des-, sen Drehzahl je Zeiteinheit unabhängig von Spannungsschwankungen in eindeutiger Weise der Frequenz des Wechselstromes entspricht. -Vorzugsweise wird das Gerät nach Art eines Induktionszählers ausgebildet, wobei dann der Kreis des einen Triebeisens für eine der in den Meßbereich des Gerätes fallende Frequenz auf Resonanz -abgestimmt und der Scheinwiderstand des Kreises des andern Triebeisens vorteilhaft so. bemessen wird, daß der Strom in diesen Kreis bzw. das von diesem Kreis hervorgerufene Feld für die in den Arbeitsbereich des Gerätes fallenden Frequenzen annähernd in Phase mit der Spannung ist.
  • Sollen z. B. die Schwankungen der Frequenz eines Wechselstromnetzes mit der mittleren Frequenz. So überwacht werden, so würde ein Meßbereich des Impulsgebergerätes von 48 bis 52 Per./s hinreichen.. Man könnte in diesem Fall z. B. den Kreis des einen Triebeisens auf Resonanz für die Frequenz 48 abstimmen. Bei der Frequenz 48 ist dann in diesem Kreis der Strom und nahezu auch der von dem Triebeisen hervorgerufene Fluß in Phase mit der Spannung. Der Kreis des anderen Triebeisens ist so bemessen, daß der Strom und damit auch der von dem Triebeisen hervorgerufene Fluß für die in den Meßbereich des Gerätes fallenden Frequenzen stets in Phase mit der Spannung bleibt. Infolgedessen sind die Flüsse beider Triebeisen bei der Frequenz 48 in Phase, so daß auf den Anker ein Drehmoment nicht ausgeübt wird und der Anker stillsteht. Steigt nunmehr die Frequenz, so erhält der Fluß *des im Resonanzkreis liegenden Triebeisens eine Phasenverschiebung gegen die Spannung und damit auch. gegen den Fluß des anderen Triebeisens. Es wird nunmehr ein bestimmtes Dreh= moment auf den Anker ausgeübt und somit dieser mit einer bestimmten der Frequenz entsprechenden Geschwindigkeit gedreht.
  • Die * den Änderungen der Frequenz entsprechenden Änderungen .des Phasenverschiebungswinkels zwischen Fluß und Spannung -des Resonanzkreises nehmen für gleiche Änderungen der Frequenz bei weiterer Entfernung von der Resonanzfrequenz sehr stark ab. Hingegen sind die Änderungen des Phasenverschiebungswinkels zwischen Fluß und Spannung in der Nähe der Resonanzfrequenz für gleiche Änderungen der Frequenz sowohl oberhalb wie unterhalb der Resonanzfrequenz verhältnismäßig groß. Es ist daher von besonderem Vorteil, den Kreis des einen Triebeisens für eine mittlere der in den Meßbereich des Gerätes fallenden Frequenzen auf Resonanz abzustimmen, da in diesem Falle die durch geringe Änderungen der Frequenz in der Nähe der Resonanz hervorgerufenen verhältnismäßig großen. Änderungen des Phasenverschiebungswinkels sowohl oberhalb wie unterhalb der Resonanzfrequenz ausgenutzt werden. Man kann z. B. vorteilhaft den Resonanzkreis auf Resonanz für die betriebsmäßig aufrechtzuerhaltende Frequenz, im allgemeinen die Frequenz So, abstimmen. Es sind dann, wie sich aus Obigem ergibt, die Flüsse der beiden Triebeisen bei der Frequenz So in Phase miteinander, so daß der Anker des Gerätes bei dieser Frequenz stillsteht. Bei Abweichungen von der Frequenz So nach oben oder unten eilt dann der Fluß des einen Triebeisens dem Fluß des anderen Triebeisens vor oder nach, und dementsprechend wird der Anker bei Überschreiten der Frequenz 50 in der einen und bei Unterschreiten der Frequenz So in der anderen Richtung gedreht. Man kann eine in dieser Weise wirkende Antriebsvorrichtung im allgemeinen nicht unmittelbar zum Antrieb des Unterbrechers verwenden, da es für die Häufigkeit der vom Unterbrecher gesendeten Impulse belanglos ist, ob der Unterbrecher in dem einen oder anderen Sinne gedreht wird. Man läßt daher vorteilhaft die Antriebsvorrichtung mit einem anderen stets in der gleichen Richtung umlaufenden Antrieb, dessen Drehzahl einen eindeutigen Wert hat, zusammenwirken, z. B. über ein Differentialgetriebe, in der Weise, daß die abgeleitete Bewegung die Summe bzw: die Differenz der von den beiden Antrieben zugeleiteten Bewegungen ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist in der Zeichnung in Abb. z schematisch veranschaulicht. Abb. 2 bis q: sind zur Erläuterung dienende Diagramme.
  • In Abb. z ist r eine drehbar gelagerte Achse eines Ankers, der aus zwei Triebscheiben ?- und 3 besteht, die aus Aluminium oder einem anderen geeigneten Metall hergestellt sind. 4 und 5 sind die Wicklungen der der Triebscheibe 2 zugeordneten Triebeisen. Ebenso sind der Scheibe 3 zwei Triebeisen zugeordnet, deren Wicklungen mit 6 und 7 bezeichnet sind. Die Wicklungen 4 und 6 liegen in Reihe in einem Kreis, der durch Einfügung einer Drosselspule 8 und eines Kondensators 9 als Resonanzkreis ausgebildet ist. io ist ein in diesen Kreis eingefügter Vorwiderstand, durch den ein zu großes Ansteigen des Stromes bei der Resonanzfrequenz verhindert wird. i i ist das Wechselstromnetz, dessen Frequenz überwacht werden soll und an dessen Spannung -die Kreise der Triebeisen gelegt sind. Der Resonanzkreis ist für eine mittlere der in den Meßbereich des Gerätes fallenden Frequenzen auf Resonanz abgestimmt. Es sei angenommen, daß der Meßbereich der Einrichtung 47 bis 53 Perioden und der Resonanzkreis für die Frequenz 5o auf Resonanz abgestimmt sei.
  • Die Spulen 5 und 7 der anderen Triebeisen sind parallel geschaltet. Beiden Spulen gemeinsam ist ein Vorwiderstand 12 und ein Kondensator 13 vorgeschaltet. Der Kondensator 13 und der Vorwiderstand 12 sind so bemessen, daß für die in den Meßbereich des Gerätes fallenden Frequenzen der Fluß, der von den Wicklungen 6 und 7 hervorgerufen wird, praktisch hinreichend genau in Phase mit der Spannung bleibt.
  • Da die Drehzahl des Impulsgebergerätes lediglich von der Frequenz des Wechselstromes abhängig sein soll, so muß Vorsorge getroffen werden, um die Schwankungen der Spannung in ihrer Wirkung auf das Impulsgebergerät zu eliminieren. Man könnte zu diesem Zweck z. B. eine Regeleinrichtung vorsehen, die unabhängig von den Spannungsschwankungen des Netzes i i die an den Kreis der Triebeisen gelegte Spannung konstant hält, z. B. durch entsprechende Einstellung eines den Wicklungen der Triebeisen vorgeschalteten regelbaren Widerstandes. Weiterhin könnte man auch die Kreise der Triebeisen, statt sie unmittelbar an die Netzspannung zu legen, über einen Spannungswandler an das Netz ii anschließen, der unabhängig von Spannungsschwankungen auf der Primärseite eine konstante Spannung auf der Sekundärseite liefert. Am einfachsten ist es jedoch, die Kreise der Triebeisen unmittelbar oder über gewöhnliche Wandler an die Netzspannung zu legen und Schwankungen der Netzspannung in ihrer Wirkung auf den Anker des Gerätes durch entsprechende Änderungen des Bremsmomentes auszugleichen. Diese Ausführung ist auch bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel angenommen. Als Bremsmagnete sind Elektromagnete verwendet, deren Wicklungen 14 bzw. 15 ebenso wie die Kreise der Triebeisen an die Spannung des Netzes i i angeschlossen sind. Die Bremsmagnete sind in an sich bekannter Weise so ausgebildet, daß sie ein ihren Erregerströmen quadratisch proportionales Bremsmoment auf die Triebscheiben :2 bzw. 3 ausüben. Da die Erregerströme der Bremsmagnete der Spannung proportional sind, so ist somit das Bremsmoment der Spannung quadratisch proportional. Andererseits ist aber auch das von den Triebeisen ausgeübte Triebmoment bei einer bestimmten Frequenz der Spannung quadratisch proportional. Infolgedessen werden Schwankungen der Netz-. spännung durch proportionale Schwankungen des Bremsmomentes ausgeglichen, so daß die Drehzahl des Gerätes lediglich durch die Frequenz des zugeleiteten Wechselstromes bestimmt ist.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise der bisher beschriebenen Einrichtung mögen die Diagramme der Abb. 2 bis 4 dienen, in welchen U die Spannung des Wechselstromnetzes i 1, 271 der von den Spulen 4 -bzw. 6 hervorgerufene Fluß und 972 der von den Spulen 5 bzw. 7 hervorgerufene Fluß ist. Bei der Frequenz 50 (Abb. 3) sind die von den Spulen 4 und 6 hervorgerufenen Flüsse 97,. in Phase mit der Spannung U. Da auch die von den Spulen 5 und 7 hervorgerufenen Flüsse 9'2 stets in Phase mit der Spannung sind, so besteht bei der Frequenz 5o keine Phasenverschiebung zwischen den zusammenwirkenden Flüssen. Auf den Anker wird infolgedessen kein Drehmoment ausgeübt. Sinkt die Frequenz unter 5o, so eilt der Fluß 561, wie in Abb. 2 veranschaulicht, der Spannung U und damit auch dem Flusse 27.= vor. Auf den Anker wird ein Drehmoment in der einen Drehrichtung ausgeübt. Steigt die Frequenz über 50, so eilt der Fluß 561 der Spannung U und damit auch dem Fluß -(27, nach (Abb.4). Infolgedessen wird auf den Anker ein .Drehmoment ausgeübt, das dem bei fallender Frequenz ausgeübten Drehmoment entgegengerichtet ist. Es steht demnach der Anker bei der Frequenz 5o still, dreht sich bei Unterschreiten der Frequenz 50 in der einen Richtung und bei Überschreiten der Frequenz 5o in der anderen Richtung, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die den Abweichungen der Frequenz von dem Mittelwert 5o eindeutig entspricht.
  • Die Drehbewegung der Achse i wird über ein Schneckengetriebe 16 auf das Seitenrad 17 'eines Differentialgetriebes übertragen, dessen anderes Seitenrad 18 von einem an das Netz i i angeschlossenen Synchronmotor ig angetrieben wird. Das Planetenrad 2o des Differentialgetriebes ist an einem Kegelrad 21 gelagert, dessen Drehbewegung über ein Kegelrad 22 auf einen als Impulssender dienenden Stromunterbrecher 23 übertragen wird. Zwischen dem Schneckentrieb 16 und dem Seitenrad 17, dem Synchronmotor ig und dem Seitenrad 18- können Vorgelege angeordnet sein, um die Drehzahl auf ein entsprechendes Maß zu erhöhen oder zu erniedrigen. Vorteilhaft werden die übersetzungsverhältnisse -so gewählt, daß .bei der niedrigsten Frequenz des Meßbereiches, im vorliegenden Falte-als-9_bei der Frequenz 47, die beiden Seitenräder 17 und i8 mit gleicher .Geschwindigkeit, jedoch in 'entgegengesetzter Drehrichtung, bewegt werden und somit der Unterbrecher 23 stillsteht.
  • Steigt nunmehr die Frequenz von dem .niedrigsten Wert des Meßbereiches auf: einen höheren Wert, so verringert sich die Drehzahl der Achse i und damit auch die des Seitenrades 17. Es übersteigt infolgedessen hierbei die Drehzahl des Seitenrades 18 die des Seitenrades 17. Das Planetenrad 2o wandert aus, der Unterbrecher 23 wird mit einer bestimmten Geschwindigkeit gedreht. Erreicht die Frequenz den Wert 50, so steht die Achse i und infolgedessen das Seitenrad 17 still. Die Drehzahl des Unterbrechers 23 ist in diesem Falle allein durch die Geschwindigkeit des Seitenrades 18 bestimmt. Geht- die Frequenz' über 50 hinaus, so dreht sich die Achse i entgegengesetzt der Drehrichtung, in der sie sich bei den unterhalb der Frequenz 50 liegenden Werten bewegte. Infolgedessen wird auch das Seitenrad 17 in entgegengesetztem Drehsinn gedreht. In diesem Falle addieren sich die Drehbewegungen der Seitenräder 17 und i8 in ihrer Wirkung auf das Planetenrad 2o und dementsprechend auf den Unterbrecher 23. Es wird demnach der Unterbrecher a3 beim Steigen. der Frequenz von dem unteren auf den oberen Endwert des Meßbereiches, im vorliegenden Falle von 47 auf 53 Per./s, mit zunehmender Geschwindigkeit gedreht. Entsprechend' nimmt die Häufigkeit der von dem Unterbrecher 23 gesendeten Impulse zu und gibt somit ein eindeutiges Maß für den'jeweiligen Wert der Frequenz.
  • Statt eines Synchronmotors ig könnte man selbstverständlich auch ein Uhrwerk mit konstanter Drehzahl verwenden. Da-jedoch die Drehzahl des Synchronmotors eindeutig von, der Frequenz des zu überwachenden Systems abhängig ist, so wird im vorliegenden Falle die Eindeutigkeit der Impulshäufigkeit durch die Verwendung eines Synchronmotors flicht gestört. Für die Ausführung der' Erfindung genügt es, den Anker statt mit zwei Triebsystemen nur mit einem Triebsystem zu versehen. Die Wahl zweier Triebsysteme hat jedoch den Vorteil, daß das Gerät ein größeres Drehmoment erhält.
  • Es ließe sich auch für den Fall, daß der Resonanzkreis für eine mittlere der in den Meßbereich des Gerätes fallenden Frequenzen auf Resonanz abgestimmt ist, 'der Stromunterbrecher unmittelbar mit der Ankerachse kuppeln. In diesem Falle müßte jedoch der Kreis der Spulen 5 und 7 so abgestimmt werden, daß der von den Triebeisen dieser Spulen hervorgerufene Fluß bei der niedrigsten Frequenz des Meßbereiches in Phase mit den von den Spulen 4 und 6 hervorgerufenen Flüssen ist -und die hierbei bestehende Phasenverschiebung gegenüber der Spanniing auch bei steigender Frequenz behält. Es' würde jedoch bei dieser Anordnung die Höchstdrehzahl des Ankers etwa das Zweifache der Drehzahl des dargestellten Ausführungsbeispiels betragen. Dies hätte aber zur Folge, däß die Antriebsvorrichtung in ihrer Wirkungsweise nicht so günstig wie das dargestellte Ausführungsbeispiel wäre..
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i sind .das: Differentialgetriebe" und der Synchronmotor seitlich von dem-frequenzabhängigen Antrieb angeordnet. Die Abmessungen der Einrichtung lassen sich wesentlich verringern, wenn, wie an dem Ausführungsbeispiel nach Abb.5 veranschaulicht, der Synchronmotor und das Differentialgetriebe zwischen den beiden Ankerscheiben 2 und 3 angeordnet werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel; das in seiner Schaltung mit dein nach Abb. i übereinstimmt, ist der Synchron-Motor 30 über .ein Übersetzungsgetriebe mit dem Seitenrad 31 des Differentialgetriebes gekuppelt,- dessen anderes Seitenrad 32 mit der Achse r des frequenzabhängigen Antriebes gekuppelt ist. Die Achse, auf der das Planetenrad 33 drehbar gelagert ist, ist unmittelbar mit der Achse des Stromunterbrechers 34 verbunden, der in der Leitung 35 liegt, die z. B. unmittelbar die Fernleitung sein kann.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i sind jeder Ankerscheibe zwei Triebeisen und ein Bremsmagnet zugeordnet. Abweichend i hiervon sind bei dem Ausführungsbeispiel nach der Abb.5 alle Triebeisen mit ihren Wicklungen 4, 5, 6 und 7 der Triebscheibe 3 zugeordnet, während die Bremsmagnete mit ihren Wicklungen 14 und 15 der Scheibe 2 zugeordnet sind,' die so.rizit bei diesem Ausführungsbeispiel nur als Bremsscheibe dient. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß gegenseitige Störungen zwischen den Bremsmomenten und den Triebmomenten nicht auftreten können.
  • Statt wie bei dem Ausführungsbeispiel nach - Abb. i und 5 ein Differentialgetriebe vorzusehen,- kann auch die Anordnung so getroffen werden, daß der gegen diel Lamellen de"s- Stromunterbrechers anliegenden Bürste mittels eines zweiten Antriebes eine Relativbewegung erteilt wird. Ein derartiges Ausführungsbeispiel; das in seiner Schaltung mit dem nach Abb. 5 übereinstimmt, ist in Abb. 6 dargestellt: Mit der Achse i des frequenzabhängigen Antriebes ist über die Zahnräder 40 und 41 der Unterbrecher 42 gekuppelt. Der Halter der gegen die Lamellen des Unterbrechers anliegenden Bürste 43 ist an einer gleichzeitig als Schleifring dienenden Scheibe befestigt. Die Scheibe 44. ist mit der Achse 45 verbunden, die gleichachsig mit der Achse des Unterbrechers 42 drehbar gelagert ist und über eiri Zahnrad 46 und Ritzel 47 mit dem Anker des Synchronmotors 48 gekuppelt ist.
  • Wenn der eine Triebeisenkreis des frequenzabhängigen Antriebes wiederum, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i, für die Frequenz 5o auf Resonanz abgestimmt ist, so wird die Drehbewegung der Bürste 43 so gewählt, daß bei Unterschreiten der Frequenz 5o die Drehbewegungen des Unterbrechers 42 und der Bürste 43 im gleichen Sinne, hingegen bei Überschreiten der Frequenz 5o im entgegengesetzten Sinne erfolgen. Wie sich ohne weiteres ergibt, ist dann die Wirkung die gleiche wie die bei Anordnung eines Differentialgetriebes. Der Unterbrecher 42 liegt in der Leitung 49, die unmittelbar die Fernleitung sein oder aber auch zu einer Einrichtung führen kann, die. ihrerseits den in der Fernleitung liegenden Unterbrecherkontakt steuert.
  • Das neue Gerät ist insbesondere für die Verwendung als Impulsgebergerät bestimmt. Man kann natürlich das Gerät auch, gegebenenfalls unter Weglassung des Stromunterbrechers, mit einem Zählwerk zur Integration der Abweichungen der Frequenz von ihrem Sollwert verwenden. Ebenso kann das Gerät auch in allen Einrichtungen. verwendet werden, bei welchen ein Antrieb erforderlich ist, dessen Drehzahl bei geringen Abweichungen der Frequenz von ihrem Sollwert großen, eindeutigen Änderungen unterworfen ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Nach Art eines Zählers gebautes Gerät zur eindeutigen Nachbildung der Frequenz eines Wechselstroms durch die Drehzahl des umlaufenden Meßwerkteiles, insbesondere zur Fernmessung und Fernsteuerung, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Meß-,verkes von einem Stromkreise abhängig gemacht ist, der für eine in den Meßbereich des Gerätes fallende Frequenz auf Resonanz abgestimmt ist, und daß eine Einrichtung zum Konstanthalten der an den Klemmen des Meßwerkes liegenden Wechselspannung vorgesehen oder die Spannungsabhängigkeit der Drehzahl durch eine zusätzliche Beeinflussung des Meßgerätes kompensiert ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßwerk nach Art eines Induktionszählers gebaut ist und daß der Kreis des einen Triebeisens für eine in den Meßbereich des Gerätes fallende Frequenz auf Resonanz abgestimmt ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch =2, dadurch ,gekennzeichnet, daß der Kreis des anderen Triebeisens derart abgestimmt ist, daß für eine der Meßbereichfrequenzen das Drehmoment gleich Null wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, -daß der Resonanzkreis für eine mittlere Frequenz des Meßbereichs auf Resonanz abgestimmt ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, ,dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung des Bremsmomentes ein oder mehrere Elektromagnete verwendet sind, deren Erregerströme der an die Kreise der Triebeisen gelegten Spannung proportional sind und die ein dieser Spannung quadratisch proportionales Bremsmoment hervorrufen.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das M.eßwerk in an sich bekannter Weise mit einem zweiten Antrieb auf ein Differentialgetriebe geschaltet ist und mit diesqm der Impulsgeber gekuppelt ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als. zweiter Antrieb ein Synchronmotor dient. B. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch .gekennzeichnet, daß das Differentialgetriebe mit dem zweiten Antrieb zwischen den Ankerscheiben (2 und 3) des Meßwerkes angeordnet ist (Abb. 5). g. Impulsgebergerät nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die gegen die Lamellen des Impulsgebers (42) anliegende Bürste (43) an einem drehbar gelagerten Teil befestigt ist, dessen Drehachse (45) mit der Achse des Unterbrechers zusammenfällt und der mit einem zweiten Antrieb (z. B. einem Synchronmotor) gekuppelt ist (Abb. 6). io. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet; daß bei Verwendung des. Gerätes als Integriergerät oder als frequenzabhängiger Antrieb an Stelle des Impulsgebers oder gleichzeitig mit .dem Impulsgeber ein Zählwerk, ein Getriebeteil o. dgl. angetrieben wird.
DE1930623174D 1930-07-08 1930-07-08 Nach Art eines Zaehlers gebautes Geraet zur eindeutigen Nachbildung der Frequenz eines Wechselstromes durch die Drehzahl des umlaufenden Messwerkteiles Expired DE623174C (de)

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