DE62065C - Vorschubeinrichtung für Gesteinbohrmaschinen mit stofsendem Bohrer - Google Patents

Vorschubeinrichtung für Gesteinbohrmaschinen mit stofsendem Bohrer

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Publication number
DE62065C
DE62065C DENDAT62065D DE62065DA DE62065C DE 62065 C DE62065 C DE 62065C DE NDAT62065 D DENDAT62065 D DE NDAT62065D DE 62065D A DE62065D A DE 62065DA DE 62065 C DE62065 C DE 62065C
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DE
Germany
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piston
cylinder
opening
rock drilling
feed device
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT62065D
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English (en)
Original Assignee
J. sprenGER in Vivis, Schweiz, Bahnhofstrafse
Publication of DE62065C publication Critical patent/DE62065C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B19/00Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
    • E21B19/08Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods
    • E21B19/086Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods with a fluid-actuated cylinder

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE S: Bergbad.
Die Erfindung betrifft eine Gesteinbohrmaschine, welche, wie alle ähnlichen Maschinen, drei verschiedene Thätigkeiten ausführt, nämlich die Schlagbewegung der Bohrstange, die Drehbewegung der Bohrstange und das Vorrücken des Cylinders. Die erste und letzte dieser drei Thätigkeiten wird in der Maschine nach vorliegender Erfindung auf eine neue Art erzielt, während die zweite durch die übliche Vorrichtung geschieht. Die neue Gesteinbohrmaschine kann sowohl mit Dampf, als auch mit Prefsluft betrieben werden.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch den Cylinder der neuen Maschine in ihrer einfachsten Gestalt. Die Fig. 2,3 und 4 stellen eine Gesteinbohrmaschine gleicher Anordnung dar, aber in einer weiteren Ausbildung,, in welcher die Maschine mit einem Vertheilungsschieber versehen ist,, zum Zweck einer besseren Ausnutzung der Expansion der Prefsluft (oder des Dampfes) und somit zur Erlangung einer gröfseren Leistung.
Die Maschine besteht hauptsächlich aus einem auf durch Traversen R* und R2 verbundenen Führungsstangen -R R gleitenden Cylinder C. Die Traverse R2 ist mittelst eines in V angebrachten Bolzens am Boden oder an einem festen Gerüst angebracht. Im Cylinder C spielt ein Kolben plp2 mit Zwischenstück ρ von geringerem Durchmesser. Dieser Doppelkolben bildet das hintere Ende der Bohrstange P. Die Vertheilung der Prefsluft in dem Cylinder kann entweder ohne Schieber, wie in Fig. 1 gezeigt, oder mittelst eines Schiebers, wie in Fig. 2 dargestellt, erfolgen. Diese letztere Anordnung ist weniger einfach, ergiebt aber eine bessere Leistung.
In der in Fig. 1 dargestellten Maschine, tritt die Prefsluft durch ein Rohr A in den Raum Y des Cylinders C und von dort durch den Kanal D vor den Kolben ρ2 in den Raum Z, wobei die Bohrstange von rechts nach links gestofsen wird. Hierbei wird die Oeffnung D2 durch den Kolben p2 abgeschlossen; die in Z enthaltene Prefsluft dehnt sich aus und bewirkt die Verdichtung der in X enthaltenen atmosphärischen Luft, indem die Oeffnung F1 gleichzeitig mit D2 abgeschlossen wird. Diese Verdichtung erfolgt aber stets nur in ganz geringem Mafse und ist der Druck in X auch am Ende dieser noch geringer als derjenige der sich ausdehnenden Prefsluft in Z. Im Augenblick, in welchem der Kolben p2 in seiner Bewegung von rechts nach links die Oeffnung F2 freiläfst, wobei die Prefsluft durch den Kanal F in den Austrittskanal B entweicht, wird auch die Oeffnung X)1 vom Kolben p1 frei, und die durch A eintretende Prefsluft gelangt durch den Kanal E in den Raum X. Der Doppelkolben wird dann von links nach rechts geschoben und die eben beschriebenen Vorgänge wiederholen sich in derselben Reihenfolge, aber in entgegengesetztem Sinn, bis der Kolben am rechten Ende seines Hubes angelangt ist.
In der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Maschine tritt die Prefsluft bei A in den Raum Y des Cylinders C und von dort durch die Oeffnung D2 und den Kanal D in den Raum Z. Der Kolben p2 wird von rechts nach links geschoben. Da die Prefsluft gleichzeitig durch die Oeffnung e2 auf die rechte Seite des Schiebers T gelangt, drückt sie den letzteren nach links, wobei die Oeffnungen d2
und c1 blofsgelegt werden. Die in den Raum Y tretende Prefsluft fährt deshalb fort, durch die Oeffnung d2, die Oeffnung e2 und den Kanal D in den Raum Z einzutreten, wobei der Kolben p2 weiter nach links geschoben wird. Während dieser Zeit entweicht die in X enthaltene Luft durch die Oeffnung J?1, den Kanal E, Schieber T und die Oeffnung c' in den Ablauf kanal B. Sobald die Bohrstange P an das linke Ende ihres Hubes gelangt, läfst die Oeffnung F2 die Luft, welche soeben gearbeitet hat, durch einen in Fig. 2 punktirt eingezeichneten Kanal nach B entweichen. Im gleichen Augenblick wird die Oeffnung D' blofsgelegt und läfst dieselbe die Prefsluft durch den Kanal E von Y nach X entweichen. Von diesem Augenblick an wiederholen sich die eben beschriebenen Vorgänge in gleicher Reihenfolge, aber in entgegengesetztem Sinn, um die Bohrstange P von links nach rechts zu treiben.
Das Vorrücken des Cylinders (Fig. 2, 3 und 4) findet folgendermafsen statt:
In einem abgesonderten Raum des Cylinders C spielt ein Kolben px mit der Kolbenstange Px. Durch die Kanäle O und M wird die Prefsluft abwechselnd vor und hinter den Kolben px geleitet. Von dem Augenblick an, in welchem die Bohrstange P ihre Bewegung von rechts nach links begonnen hat, bis zu demjenigen, in welchem deren Bewegung von links nach rechts beinahe vollendet ist, sind die Oeffnungen 0 und m verdeckt, während η blofsgelegt ist. Die in Y enthaltene Prefsluft dringt durch den Kanal M nach xx und drückt auf den Kolben px. Hierbei wird die Stange Px, deren keilförmiger Theil die Backen Q aus einander treibt, nach links gestofsen, so dafs die Backen Q gegen die Führungsstangen R R angeprefst werden, wodurch der Cylinder C auf seinen Führungen festgehalten wird. Der Kautschukring· /, welcher die Backen Q für gewöhnlich zusammenziehen soll, kann die ebenerwähnte Verschiebung von Px nach links nicht hindern. Im Augenblick, in welchem die Bohrstange den Stein trifft und ihre Rückwärtsbewegung beginnt , d. h. die Prefsluft wieder hinter ρ 2 wirkt und die Bohrstange nach links (und durch Gegenwirkung die übrigen Bestandteile der Maschine nach rechts) stöfst, wird die Oeffnung η verdeckt und werden die Oeffnungen 0, m und F1 blofsgelegt, die Prefsluft gelangt nach yx (ein kleiner Theil derselben entweicht durch die sehr kleine Oeffnung lx) und stöfst den Kolben p* von links nach rechts. Die in xx enthaltene Luft, welche die Bewegung von px verhindern könnte, entweicht durch den Kanal M, die Oeffnung m und den Kanal F1. Der Rückgang der Kolbenstange Px gestattet dem Kautschukring J, die Backen Q einander zu nähern; dadurch wird der Druck derselben auf die Führungsstangen R R aufgehoben, und der Cylinder C kann, der obenerwähnten Gegenwirkung folgend, nach rechts vorrücken, um dann wieder festgeklemmt zu werden.
Die Feder H ist dazu bestimmt, etwaige Stöfse aufzunehmen, welche das Ende der Bohrstange gegen den Boden des Cylinders hervorbringen könnte, wenn eine ungeübte Hand die Maschine in Bewegung versetzt, bevor die Bohrstange auf das Gestein aufschlägt.
Im Falle die Bohrmaschine aufrechtstehend arbeitet, ist der kleine, in der Traverse R1 angeordnete Kolben U vorgesehen, der dazu dient, das Vorwärtsrücken oder Aufwärtsrücken des Cylinders nach jedem Stofs zu erleichtern. Die Druckluft gelangt zu dem Raum über dem Kolben U durch eine die Oeffnungen ο' und y verbindende biegsame Röhre. Im Augenblick, in welchem das Blofslegen der Oeffnung ο das Zusammenziehen der Backen Q bewirkt, wirkt die Prefsluft auf den Kolben U (wobei nur ein kleiner Theil derselben durch die sehr kleine Oeffnung y entweicht) und drückt denselben im Punkt ps auf die Bohrstange P. Da die letztere infolge dessen festgeklemmt ist, so mufs der Cylinder C nothwendigerweise aufwärts gleiten.
Die drehende Bewegung der Bohrstange P wird durch die üblichen Vorrichtungen erzeugt und braucht deshalb hier nicht näher beschrieben zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorschubeinrichtung für Gesteinbohrmaschineri mit stofsendem Bohrer, bei welcher durch das Spiel eines Doppelkolbens τρ 2) und infolge der Anordnung des mit Verzweigungen (D und EJ, sowie der Durchgänge (D1 und D2) mit oder ohne Schieber (T) und Austrittskanälen (B, F1 und F2) der Hin- und Hergang des Bohrers bewerkstelligt und ein Kolben (px) bewegt wird, dessen keilförmige Kolbenstange die Backen Q aus einander treibt und dadurch den Cylinder (C) auf den Führungsstangen (R) zeitweise festklemmt bezwi von denselben losmacht, wodurch das Nachrücken des Cylinders bewirkt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT62065D Vorschubeinrichtung für Gesteinbohrmaschinen mit stofsendem Bohrer Expired - Lifetime DE62065C (de)

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