DE620132C - Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Biertelleruntersaetzen u. dgl. aus Faserstoffbrei - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Biertelleruntersaetzen u. dgl. aus Faserstoffbrei

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DE620132C
DE620132C DEI48988D DEI0048988D DE620132C DE 620132 C DE620132 C DE 620132C DE I48988 D DEI48988 D DE I48988D DE I0048988 D DEI0048988 D DE I0048988D DE 620132 C DE620132 C DE 620132C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J3/00Manufacture of articles by pressing wet fibre pulp, or papier-mâché, between moulds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Biertelleruntersätzen u. d'gl. aus Fijserstoffbrei Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Biertellern u. dgl. aus Faserstoffbrei bekannt, bei welchem die in einem Arbeitszylinder aus dem Stoffbrei gepreßten Bieruntersätze unmittelbar einer Trockenvorrichtung zugeführt werden. Da der Preßdruck sehr groß ist, bis zu ioo kg auf den Quadratzentimeter, so wird beim Wiederhochgehen des Preßkolbens infolge der Elastizität der feinen Holzfasern, aus denen das Preßgut besteht, das Benetzungswasser in den Sieben von dem sich nach der Pressung wieder ausdehnenden Preßgut wieder eingesogen. Dadurch verläßt der Bierteller mit ziemlich hoher Feuchtigkeit den Preßzylinder, so daß ein ziemlicher Wärmeaufwand für die Trocknung des Biertellers erforderlich ist.
  • Die vorliegende Erfindung verbessert nun dieses Verfahren dadurch, daß unmittelbar nach dem Pressen des Biertellers dieser auf dem Transportband, das ihn von der Presse zur Trockenvorrichtung führt, einer nochmaligen Pressung unterworfen wird. Dabei kann gleichzeitig auch eine Erwärmung der pressenden Teile stattfinden, so daß auch auf diesem Wege noch ein weiterer Teil des Wassers entfernt werden kann. Das in dieser Presse ausgepreßte Wasser wird hierbei gleich von einer an die Saugleitung der Maschine angeschlossenen Rinne aufgenommen, während das an dem Bierteller noch befindliche Benetzungswasser durch die Erhitzung der Preßteile verdampft wird. Durch diese Vortrocknung wird der Trockengehalt des hergestellten Biertellers erheblich vergrößert und damit auch seine Festigkeit, so daß er sich von hier aus sehr leicht zu der weiteren Trockenvorrichtung fördern läßt und diese selbst wesentlich kleinere Abmessungen und einen geringeren Wärmebedarf haben kann.
  • Die Benutzung einer kurzen zusätzlichen Pressung hat außerdem noch den Vorteil, daß man durch Ein- oder Ausschalten dieser Presse es in der Hand hat, den Bierteller härter oder weicher herzustellen, ohne ihn gleichzeitig in seiner Saugfähigkeit zu beeinflussen. Das ist erwünscht, da die Abnehmer von solchen Biertellern bezüglich der Härte des Tellers verschiedene Ansprüche an den Erzeuger stellen.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, gepreßte Platten oder Scheiben nach der Pressung noch zwischen dampferwärmten Preßplatten einer Behandlung auszusetzen bis zur vollkommenen Trocknung. Das läßt sich aber bei Biertellein o. dgl. nicht durchführen, da dann die Teller längere Zeit zwischen den Preßplatten verbleiben müßten. Im Gegensatz dazu steht die vorliegende Erfindung, bei der die zusätzliche Presse im Takt mit der Formpresse arbeitet, so daß die zusätzliche Pressung nur kurze Zeit erfolgt und somit auch nur ein Teil des im Preßgut vorhandenen Wassers verdampft wird. Das hat gleichzeitig dann noch den Vorteil, daß die unter der Presse entstehende Dampfentwicklung, die auch beim Aufhören des Preßdruckes noch andauert, in hohem Maße das Loslösen des Preßgutes von der Siebunterlage begünstigt, was für die Weiterförderung der gepreßten Bierteller von erheblicher Bedeutung ist.
  • Das zusätzliche Pressen kann auch gleich benutzt werden, um eine oder beide Flächen des Preßgutes mit einer Flächenmarkierung, einem Warenzeichen usw. durch Einprägung zu versehen.
  • Zweckmäßig ist es dabei noch, die Presse so auszuführen, daß der Preßhub der zusätzlichen Preßvorrichtung während des Leerhubes des Arbeitskolbens der Formpresse erfolgt. Dadurch wird der Kraftaufwand besser verteilt und ein -M?hrverbrauch an Betriebskraft nach Möglichkeit verringert bei Benutzung der zusätzlichen Presse, was bei anderen Maschinen, z. B. bei der Herstellung von Schachteln, an sich bekannt ist.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens dargestellt, und zwar in Verbindung mit dem zur Herstellung des Biertellers dienenden Preßzylinder.
  • Abb. i zeigt die Stellung der einzelnen Teile der Maschine für den Weitertransport, und Abb. 2 zeigt die Preßstellung an der zusätzlichen Presse.
  • Auf dem Siebband i unter dem zur Herstellung des Preßgutes dienenden Zylinder :2 wird durch den Druck des Kolbens 3 das Preßgut, beispielsweise ein Bierteller 4, hergestellt. Neben dem Preßzylinder 2 ist ein Kolben 5 angeordnet, dessen Kolbenstange in den Führungen 6 läuft und durch die Feder 7, die sich gegen den Bund 8 der Kolbenstange g legt, ständig nach oben gedrückt wird. An die Kolbenstange greift ein Winkelhebel io an, der sich mit einer Rolle i i gegen die Kurvenscheibe 12 legt, auf deren Welle 13 die Kurbel 14 für den Antrieb des Preßkolbens 3 des Preßzylinders 2 sitzt.
  • Das Siebband i läuft über einen Preßtisch 15, der oben ringsherum eine Auffangrinne 16 hat, die an das mit der Saugleitung der Maschine verbundene Rohr 17 angeschlossen ist.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die, daß zunächst durch den Kolben 3 in dem Zylinder 2 der Bierteller 4 auf dem Siebband i gepreßt wird. Er wird dann auf diesem Siebband auf den Preßtisch 15 gebracht und durch den Kolben 5 einer zusätzlichen Pressung unterworfen. Dabei ist die Kurvenscheibe i2 so zu der Kurbel 14 für den Antrieb des Preßkolbens 3 gestellt, daß die Arbeitsstellung des Kolbens 5 der Nachpresse und damit die Preßarbeit in den Leerhub des Preßkolbens 3 fällt. Dadurch wird ein Mehrverbrauch an Betriebskraft für das neue zusätzliche Pressen nach Möglichkeit vermieden.
  • Das aus dem Bierteller herausfließende Wasser wird durch die Rinne 16 aufgefangen und dem Rohr 17 zugeführt. Von dem Preßtisch 15 wird dann das Preßgut einer weiteren Trockenvorrichtung, die allein durch Wärme wirkt, zugeführt.
  • Zweckmäßig werden sowohl der Kolben 5 als auch der Preßtisch 1$ je mit Preßplatten versehen, die elektrisch oder sonstwie geheizt werden. Dabei wird man dann diese geheizten Preßplatten von den übrigen Teilen entsprechend gegen Wärme isolieren. Diese zusätzliche Erwärmung bringt das Benetzungswasser auf dem Preßgut zur Verdampfung und fördert außerdem das Ablösen des Preßgutes von der Unterlage und von dem Preßstempel.
  • Gegebenenfalls können diese beiden Preßplatten auch noch mit ornamentalen oder sonstigen Vertiefungen bzw. Erhöhungen versehen werden, um gleich ein Auspressen der Oberflächen des Biertellers zu ermöglichen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Pressen von Biertelleruntersätzen u. dgl. aus Faserstoffbrei unter Nachbehandlung des Preßgutes mit Wärme und Druck, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßgut nach beendigter Formpressung einer kurzen zusätzlichen Pressung unter gleichzeitiger Erwärmung unterworfen wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßhub _ der zusätzlichen Preßvorrichtung während des Leerhubes des Arbeitskolbens der Formpresse erfolgt.
DEI48988D 1934-02-14 1934-02-14 Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Biertelleruntersaetzen u. dgl. aus Faserstoffbrei Expired DE620132C (de)

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DE (1) DE620132C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3296067A (en) * 1963-09-24 1967-01-03 Elmo Bernardasci Apparatus for manufacturing filigreed deckle edged paper in sheet form

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3296067A (en) * 1963-09-24 1967-01-03 Elmo Bernardasci Apparatus for manufacturing filigreed deckle edged paper in sheet form

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