DE61865C - SammeJ- und Schauapparat für Aus' künfte, Anpreisungen etc - Google Patents

SammeJ- und Schauapparat für Aus' künfte, Anpreisungen etc

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DE61865C
DE61865C DENDAT61865D DE61865DA DE61865C DE 61865 C DE61865 C DE 61865C DE NDAT61865 D DENDAT61865 D DE NDAT61865D DE 61865D A DE61865D A DE 61865DA DE 61865 C DE61865 C DE 61865C
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N. POPOW in Mos' kau, Mjasnickaja-Strafse Dewjatinski Querstrafse, Haus von Gutschkow
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B23/00Devices for changing pictures in viewing apparatus or projectors
    • G03B23/08Devices for changing pictures in viewing apparatus or projectors in which pictures are attached to a movable carrier
    • G03B23/12Devices for changing pictures in viewing apparatus or projectors in which pictures are attached to a movable carrier linear strip carrier
    • G03B23/125Devices for changing pictures in viewing apparatus or projectors in which pictures are attached to a movable carrier linear strip carrier the pictures being attached to a chain or linked up to form a chain

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE S4: Papiererzeugnisse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. October 1891 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Schauapparat für alle möglichen Bekanntmachungen, Anpreisungen, Zeichnungen, Waarenmuster, Photographien u. s. w., welche sich unter einem Schauglas in langen Kästen oder Schränken, im Zickzack an einander gereiht, befinden, und deren Schaugegenstand oder Inhalt bequem sichtbar bezw. lesbar wird, wenn das Zickzack mittelst einer diesem Zweck dienenden Vorrichtung so weit aus einander gezogen ist, dafs benachbarte Tafeln ungefähr einen Winkel von 80 bis i2o° mit einander einschliefsen.
Der Schauapparat wird durch die Figuren der beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht. Fig. ι zeigt die im Zickzack an einander gelenkten rechteckigen Rahmen, in welche die kartenförmigen Schaustücke, Metalltäfelchen eingeschoben werden. Je ein solcher Rahmen wird durch zwei Falze a, zwischen welche die Täfelchen geschoben werden, und zwei Achsen bc gebildet, an welche je die Falze zweier benachbarten Rahmen derartig angelenkt sind, dafs sämmtliche Falze α eine fortlaufende Rinne zum Verschieben der eingeschobenen Blätter bilden, wenn das Rahmenzickzack nach der durch Fig. 2 veranschaulichten Art in eine Ebene ausgestreckt wird. Diese Vorkehrung soll das Verschieben der Schautafeln in andere Rahmen ermöglichen. Um das Einschieben der Tafeln, namentlich wenn dieselben selbst biegsam sind, zu erleichtern bezw. damit dieselben zwischen den beiden Falzen jedes Rahmens festgehalten werden, ist je einer dieser Falze federnd. Es wird dieser Zweck mittelst einer Feder d, Fig. 1, erreicht, welche um einen die beiden Achsen b c eines Rahmens verbindenden Draht geschlungen ist, mit ihren freien Enden an dem Falz α angreift und das Bestreben hat, letzteren dem anderen Falz zu nähern.
Zwischen den oberen Achsen je zweier durch eine untere gemeinschaftliche Achse c an einander hängenden, benachbarten Rahmen ist eine (oder mehrere) die untere Achse c umfassende Flachfeder e angeordnet, welche lediglich den Zweck hat, ein Herausgleiten der Tafeln nach unten aus dem Rahmen zu verhindern.
Die im Zickzack art einander gereihten Tafeln werden in einen Kasten^/, Fig. 3, 4 und 5, eingehängt. Es kann dies durch Auflegen der Enden ihrer sämmtlichen oberen Achsen b auf zwei Längsschienen g des Kastens geschehen, besser ist es jedoch, namentlich wenn es sich um das Tragen schwererer Schaugegenstände, z. B. Metalltafeln, handelt, zu diesem Zwecke besondere Hülfsachsen h, Fig. j, zu benutzen, welche die oberen angelenkten Achsen b tragen und stärker ausgebildet sein können. Dieselben ruhen also in der angedeuteten Weise mit ihren Enden auf Längsschienen g des Kastens und liegen auf diesen parallel und mit gröfserem oder geringerem Zwischenraum hinter einander, je nachdem das Zickzack mehr oder weniger aus einander gezogen ist.
Im Deckel k, Fig. 5, ist eine Vorrichtung L angeordnet, mittelst Welcher das Verschieben der Achsen h zwecks Auseinanderziehens des Zickzacks, d. h. Schaustellung bestimmter Schau
blätter aus der grofsen Zahl derselben bewirkt wird. Diese Vorrichtung, welche in ihrer Gesammtheit mit L bezeichnet werden soll, Fig. 5, ist im Kastendeckel k in der Längsrichtung desselben verschiebbar. Dieselbe greift mittelst später zu beschreibender Mitnehmer in den Längsrahmenleisten des Deckels k in den
Kasten f zu den Enden der Achsen ft hinab. Wird die Vorrichtung L in der Richtung der Pfeile, Fig. 5, verschoben, so läuft eine Feder einer mit den genannten Mitnehmern verbundenen Anreifsvorrichtung über die nach oben abgeschrägten Enden der Achsen ft, Fig. 4, und macht durch Hervorbringen eines Tones und leichtes Anhalten der Vorrichtung L beim Vorbeigehen an je einer der Achsen ft die Anzahl der überlaufenen letzteren kenntlich. Es werden also die überlaufenen Achsen gezählt, so dafs man die Vorrichtung L hinter einer ganz bestimmten, durch dies Zählen ermittelten Achse ft anhalten kann. Ist dies geschehen, so senkt man die Mitnehmer der Vorrichtung L zwischen die durch Zählen ermittelte Achse ft und die folgende und wird, wenn man nunmehr die Vorrichtung L zurückzieht, die durch Zählen ermittelte Achse mitnehmen, d. h. das Zickzack an der betreffenden Stelle weiter aus einander ziehen, so dafs der Inhalt der Tafeln dort bequem sichtbar wird.
Die besondere Einrichtung der Vorrichtung L, Fig. 5, ist die folgende: Parallel zu den Achsen ft, Fig. 4, ist in derselben eine Spindel m, Fig. 5, mit Handgriff η gelagert, welche mit an beiden Enden vorgesehenen Nasen o, Fig. 7, 8, 9 und 10, unter Arme ρ von zur Spindel m parallelen Spindeln px greift und entweder der einen linken oder der anderen rechten derselben durch Heben der Arme ρ eine Schwingung geben wird, je nachdem der Handgriff« der Spindel m nach rechts oder nach links umgeklappt wird. Auf den Enden der Spindeln pl sind Arme j>2 befestigt, welche die Armep1 zu doppelarmigen Hebeln ergänzen. Dieselben sollen als »Mitnehmer« bezeichnet werden und sind mit Nasen p3, Fig. 7, versehen, welche bei der genannten Schwingung je einer Spindel j?1 sich mit den Mitnehmern abwärts bewegen und zwischen die oben abgeschrägten Enden ft1, Fig. 7, zweier benachbarten Achsen ft, Fig. 4, d. h. hinter die zu verschiebende Achse h greifen. Die Mitnehmer fassen in Räumen/1, Fig. 3, zu den beiden Enden ft1 der Achsen h hinab, welche Räume zwischen den die Deckellängswände bildenden Winkeleisen k2 und den Schienen k3 gelassen sind. Winkeleisen k2 und Schienen /c3, welche letzteren zugleich Schmiernuthen ki für die auf ihnen zu bewegende Vorrichtung L, Fig. 5, enthalten, sind in die Stirn bezw. Zwischenwände k] des Kastendeckels k fest eingelassen (s. die Fig. 3 und 5). Durch Senken des Handgriffes η nach rechts oder links wird nur stets eine Spindel p1 mit ihren Mitnehmern bethätigt, d. h. zum Eingriff in die Enden ft1 der Achsen ft gebracht, da nur deren Arme ρ gehoben werden. Die andere Spindelp] tritt dann jedesmal unter Wirkung von Federn q, Fig. 14, welche an den Armen ρ dieser Spindel angreifen und deren Mitnehmerp2 in eine wirkungslose Stellung hochheben.
Die mit den Mitnehmern ρ verbundene Zählvorrichtung, eine einfache Anreifsvorrichtung, besteht in Bezug auf jeden Mitnehmer p'2, Fig. 14, aus zwei Federn r r1, welche aus einem Ausschnitt p4 des Mitnehmersp3 hervor- und leicht zwischen die Enden ft1 der Achsen greifen, so dafs sie beim Verschieben der Vorrichtung von einer Achse ft zur. anderen schnellen und, auf dieselbe aufschlagend, einen Ton hervorbringen, welcher das Zählen der überlaufenen Achsen ermöglicht.
Mit dem Handgriff ist eine Sperrung verbunden, welche ihn in seinen Wirkungsstellungen feststellt. Dieselbe besteht aus einem mit Ausschnitten versehenen feststehenden Sperrbogen i, Fig. 6, 7, 8, 12, 15 und 16, und einem mit dem Handgriff verbundenen Schnappriegel s, welcher im Verbindungsstege n1 zwischen Spindel m und Handgriff n, Fig. 11, geführt ist und mit einem vorspringenden Zahn sl in die Ausschnitte I, II und III des Sperrbogens t je nach Stellung der Handhabe greift. Der Riegel steht unter dem Einflufs einer Feder s2, Fig. 11, 19 und 20, welche sich einerseits gegen den Boden einer mit dem Stege«1, Fig. 11, fest verbundenen Hülse.?3, Fig. 11, 19 und 20, und andererseits gegen einen oberen Vorsprung si des Riegels stützt und dadurch den letzteren nach oben zwingt, so dafs der Zahn s1 desselben in einen der Ausschnitte I, II und III, Fig. 15 und 16, schnellt, sobald.der Zahn sl und einer der Ausschnitte bei der Schwingung des Handgriffes bündig werden. In einer solchen Sperrstellung ragt das obere Ende s4 des Riegels aus dem Stege ηλ hervor, Fig. 11 und 7, und wird durch Einwärtsdrücken aus dem Ausschnitt des Sperrbogens wieder ausgelöst. Unterhalb der Spindel m und quer zu derselben ist in einer prismatischen Führung ein weiterer Riegel u angeordnet, welcher in der Mitte mit einem halbkreisförmigen Ausschnitt ul und an beiden Enden mit senkrechten prismatischen Ausschnitten versehen ist, Fig. 17 und 18, in welchen auf Federn u% Platten u2 ruhen, welche je einen mit Griff μ4 versehenen, als Sperrzahn dienenden Vorsprung t<3 aufweisen. Von einer Seite greift der Sperrbogen if und von der anderen Seite eine Platte i>, Fig. 12, so weit über seine obere Fläche, dafs die Vorsprünge w3 der Platten w2 zur bündigen Lage mit der oberen Fläche des Riegels u gezwungen werden. Wird der Riegel nach der einen oder anderen Seite hin verschoben, welche Verschiebung der genügend weite Ausschnitt ul im Riegel zuläfst, so kommt der Vorsprung M3 je einer der Platten w2 unter lothrechte Ausschnitte wl bezw. w2 in den waagrechten seitlichen Fortsätzen des Sperrbogens t und der Platte ν und schnappt in dieselben ein, wodurch der Riegel in dieser Lage, z. B. rechts, Fig. 8 und 12, festgestellt wird.
Sollen die Mitnehmer links, Fig. 8, in Wirkung kommen, d. h. zuerst zählen, dann mitnehmen , so mufs der Riegel u nach rechts, Fig. 8, vorgeschoben werden. In dieser Stellung greift die linke Begrenzung des Riegelausschnittes u' unter den linken der beiden Zähne m1 und wi2, Fig. ig, in welche der Verbindungssteg nl zwischen Handhabe und Spindel m ausläuft, und stützt in dieser Weise die Handhabe nach links ab, so dafs die ganze Vorrichtung L, Fig. 5, damit die Zählfedern der linken Mitnehmer zählen können, mittelst der Handhabe nach links verschoben werden kann. Ist diese Verschiebung beendet, so wird behufs voller Senkung der linken Mitnehmer die Handhabe nach rechts umgelegt, welche Bewegung der verschobene Riegel u nicht hindert, da der Zahn m2 rechts an der Spindel m im Ausschnitt M1 des Riegels Raum zur Bewegung rindet. In der umgelegten Lage wird die Handhabe durch den Riegel sl festgehalten, welcher in den Einschnitt III des Sperrbogens einschnappt, so dafs die ganze Vorrichtung L nunmehr an der Handhabe wiederum zurückgezogen werden kann, wobei durch die herabgesenkten linken Mitnehmer ein Auseinanderziehen des Schaurahmenzickzacks eintritt. Ein gleicher Vorgang findet statt, wenn die Mitnehmer rechts wirken sollen, für welchen Fall der Riegel u nach links verschoben werden mufs.
Dadurch, dafs die beiden unteren Flächen der Zähne Ot1JU2, Fig. 8 und 19, einen Winkel von weniger als i8o° einschliefsen und demnach der Handhabe in ihrer Ausgangsstellung eine geneigte Lage gegeben wird, wenn der eine oder der andere dieser Zähne zur Aufstützung auf den nach rechts bezw. links verschobenen Querriegel u gelangt, wird erreicht, dafs die Mitnehmerp2 der beiden Spindeln p1 derartig verschieden hoch eingestellt sind, dafs die Mitnehmer, d. h. die Zählfedern der einen Seite in völlig wirkungsloser Stellung aufgehoben sind, wenn diejenigen der anderen Seife sich in der Zählstellung befinden, Fig. 8.
Die Stirnwände n>, Fig. 4, des Kastens sind ausziehbar, damit zwischen ihnen und dem eigentlichen Kasten Raum für die verschobenen Schaurahmen geschaffen werden kann, deren Achsen auf den Ausziehschienen n> 3 ruhen, wenn sie aus dem Kasten herausgeschoben sind. Der Deckel k des Kastens ist vorteilhaft mittelst zweier Gelenke x1 und x2 an der einen Seitenwand des Kastens drehbar, Fig. 3, 21, 22 und 23, von welchen das erste x1 das Umklappen desselben in die waagrechte, das zweite x2 dann in die senkrechte Lage gestattet. Bei letzterer kommt das zweite Gelenkband in die horizontale Lage und stützt sich mit seinem ,einen' Ende gegen ein horizontales Widerlager x5 der Kastenseitenwand, Fig. 22. Damit der nach unten hängende Deckel, Fig. 22 und 23, welcher, sich selbst überlassen, sich schräg einstellen würde, in verticaler Lage festgestellt werden kann, ist in dem Gelenkband xs, Fig. 22, eine unter Federwirkung stehende Sperrklinke xi vorgesehen, welche mit einem Sperrzahn ineine entsprechende Auskerbung des Deckels eingreift und letzteren trägt, wenn derselbe in die verticale Lage gebracht wird. Fig. 23 zeigt eine Abänderung dieser Sperrung, bei welcher anstatt der Klinke x4 eine Klemme x4 zur Anwendung gelangt, welche durch einen Ausschnitt des Bandes x3 hindurchgesteckt wird und mit einer Nase auf dessen oberer Fläche ruht, mit der anderen Nase den Deckel trägt. Jede letzte der Tafeln mufs gegen Verschiebung festgelegt sein, weil sonst ein Auseinanderziehen des letzten Theiles des Zickzacks nicht stattfinden könnte.
Tafeln oder Blätter, welche zu klein sind, um in die Falze α der Rahmen, Fig. 1, eingeschoben werden zu können, werden in besonderen Hülfsrahmen (Fig. 24) untergebracht, welche letztere aus Blech bestehen können und ihrerseits mit den kleinen Täfelchen in die Falze a, Fig. 1, der Rahmen eingeschoben werden. Zur Erleichterung der Ueberführung der kleinen Täfelchen aus einem Hülfsrahmen in den anderen dienen besondere Falze F, Fig. 25, welche 'die an einander gestofsenen Hülfsrahmen an der Stelle ihrer Stofslinie durch Ueberschieben so verbinden, dafs die Hülfsrahmen eine fortlaufende starre Rinne bilden, in welcher die kleinen Täfelchen beliebig verrückt werden können.
Sollen die Schaublätter aus ihren Hauptrahmen, Fig. i, in benachbarte übergeschoben werden, so müssen diese Rahmen in die ebene Lage gebracht, Fig. 2, und in dieser unterstützt werden; hierzu dienen die in Fig. 26 veranschaulichten Querstegejy, welche auf die beiden Längswände des Kastens aufgestellt werden und von welchen aus Hakenj^1 in dieösenartigen oberen Ansätze der Achsen c greifen, dadurch das Rahmensystem unterstützend. Zu dem Zwecke, die ösenartigen Ansätze der Achsen c, Fig. 1, stets vertical zu halten, sind an den Stangen, welche die oberen Achsen b und die unteren c verbinden, Federn d1 angebracht, welche die Enden der ösenartigen Ansätze drehbar und die genannten Stangen verschiebbar umfassen.
Die beschriebenen Schaukasten oder Schränke sind beliebig lang, auch können mehrere solcher Schränke mittelst Eisenbänder mit einander verbunden und dadurch zu einem Schrank von genügender Länge vereinigt werden. Wenn es sich darum handelt, eine Reihe der letzten Schautafeln eines Kastens in einen anderen überzuführen, um im ersteren Kasten Raum für nachträglich einzufügende Tafeln zu schaffen, so hebt man vortheilhaft die die überzuführenden Tafeln bergenden letzten Rahmen aus diesem ersten Kasten aus, setzt sie in den
anderen Kasten ein und schiebt die in ihnen enthaltenen Tafeln in die Rahmen des letzteren Kastens über. Darauf bringt man die übergeführten, nunmehr leeren Rahmen in den ersten Kasten zurück und schiebt die Tafeln desselben in die so leer gewordenen Rahmen nach, wodurch man an beliebiger Stelle des Kastens . Raum für die zwischenzufügenden neuen Tafeln erhält. Zur Erleichterung der nach diesem Verfahren nöthigen Ueberführung der letzten Rahmen aus einem Kasten in den anderen dient vortheilhaft eine Hülfsvorrichtung, wie sie Fig. 27 veranschaulicht. Dieselbe besteht aus zwei U-förmigen Schienen ^1 und £2, welche einzeln von beiden Seiten über die Enden derjenigen Achsen h geschoben werden, deren Rahmen vorübergehend in den anderen Kasten übergeführt werden sollen. Die U-förmigen Schienen werden dann durch mit Handhabe ^4 versehene Querstege vereinigt und mit den überzuführenden Rahmen aufgehoben, welche auf diese Weise in den anderen Kasten vorübergehend eingesetzt und nach Entleerung in den ersten Kasten wieder zurückgeführt werden. Nach Vorstehendem müssen also die letzten Rahmen eines jeden Kastens vom Rahmenzickzack desselben losgelöst werden können.
Zu bemerken ist noch, dafs der geschilderfe Schauapparat namentlich da vortheilhaft sein dürfte, wo es sich, wie z. B. bei einer Wohnungs-Auskunftsstelle, um eine übersichtliche Zusammenstellung z. B. von Adressen und um ein schnelles Auffinden und Sichtbarmachen dieser Auskünfte handelt. Dieselben werden von der Polizei z. B. meistentheils auf einzelnen Blättern gesammelt, welche letzteren in der oben geschilderten Weise, in beliebig vielen Schaukästen geordnet, aufbewahrt werden können.
Diese Kasten können auch die Verzeichnisse •von Sammlungen, Ausstellungen, Büchermagazinen u. s. w. enthalten.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Sammel- und Schauapparat für Auskünfte, Anpreisungen, Zeichnungen, Waarenmuster, Farbenmuster, Photographien u. s. w., bei welchem sich diese Schaugegenstände in Kartenform in langen Schau- bezw. Sammelkästen im Zickzack systematisch an einander gereiht befinden und durch Auseinanderziehen des Zickzacks in Stellungen gebracht werden, bei welchen ihr Schauinhalt bequem sichtbar bezw. lesbar wird.
2. Bei einem Schauapparat der zu 1. bezeichneten Art die Vorrichtung (L, Fig. 5) zum Auseinanderschieben des Schaublätterzickzacks, gekennzeichnet durch:
a) mit Anreifsfedern (r rlj versehene Mitnehmerpaare 2), von welchen das1 eine rechts, das andere links von der Verschiebvorrichtung L zur Wirkung kommt, indem das eine oder das andere je nach Stellung einer Handhabe (n) so weit gesenkt wird, dafs entweder nur die Anreifsfedern fr r1) zwischen die Schaublätter greifen und, beim Verschieben der Vorrichtung (L, Fig. 5) mit Geräusch von einem zum anderen springend, das Zählen der überlaufenen Blätter gestatten, oder aber die Mitnehmer fp^J selbst zwischen die Blätter eingreifen und beim Verschieben das Blätterzickzack an der durch das Zählen ermittelten Stelle aus einander ziehen;
b) einen Querriegel fu), welcher, unter der Handhabe (n) nach rechts bezw. links' verschoben, unter eine rechte bezw. linke Nase fm1 m2) der Drehspindel (τη) derselben tritt und deren Bewegung nach links bezw. rechts aufhebt, so. dafs nur die Mitnehmer (p2) der linken bezw. rechten Seite der Vorrichtung (L) betbätigt werden können;
c) einen Sperrbogen (t), in dessen Ausschnitt I oder III bezw. II ein an der Handhabe prismatisch geführter Schnappriegel (s1) zur Feststellung der letzteren einschnappt, wenn dieselbe zwecks Senkens der Mitnehmer (p2) nach rechts oder links umgeklappt ist bezw. sich in der Ausgangsstellung befindet.
3. In Verbindung mit dem unter 1. und 2. gekennzeichneten Apparate Hülfsapparate zum Unterstützen der flachgestreckten,. die Schaublätter bergenden Schaubahnen beim Ueberschieben der Schaublätter aus einem Rahmen in 'den anderen, bestehend aus auf die Seitenwände des Rahmenbehälters aufgestellten Querstegen (y), von welchen aus Haken (jrlj in ösenartige Ansätze der Rahmenscharnierspindeln (c) greifen und dadurch die Rahmen unterstützen.
4. In Verbindung mit dem zu 1. und 2. bezeichneten Schauapparat ein Hülfsapparat zur Ueberführung einer Reihe von Schaublättern aus einem Schaukasten in den anderen, bestehend aus zwei rinnenförmigen Schienen fa 1^2J, welche einzeln seitlich über die Enden (h1) der zur Aufhängung der Schaublätter dienenden Achsen fh) geschoben , dann durch Querstege f\s) verbunden und zugleich mit der Reihe gefafster Schaublätter aufgehoben werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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