DE61844C - Verfahren und Einrichtung zum Verzieren von Uhrgehäusen und zugehörigen Theilen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Verzieren von Uhrgehäusen und zugehörigen Theilen

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DE61844C
DE61844C DENDAT61844D DE61844DA DE61844C DE 61844 C DE61844 C DE 61844C DE NDAT61844 D DENDAT61844 D DE NDAT61844D DE 61844D A DE61844D A DE 61844DA DE 61844 C DE61844 C DE 61844C
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DENDAT61844D
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E. LEACH in City of Brooklyn, State of New-York, V. St. A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D53/00Making other particular articles
    • B21D53/26Making other particular articles wheels or the like
    • B21D53/262Making other particular articles wheels or the like with inscriptions or the like, e.g. printing wheels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zum Verzieren von Uhrgehäusen oder von zugehörigen Theiien eines solchen vermittelst Eindrückwalzen, die gewisse von Hand eingravirte Muster an ihren Umflächen enthalten. Es können sowohl auf die Gehäuserücken, als auch auf Deckel und Gehäuseringe Verzierungen mit glatten oder unregelmäfsigen Rändern übertragen werden, und ist dieselbe nur einmal von Hand auszuführen , so dafs sich die Herstellung billiger stellt als eine nach dem gewöhnlichen Verfahren ausgeführte Verzierung.
Am besten wird nach dem vorliegenden Verfahren der Gegenstand festgehalten und die Verzierung mittelst der Walze eingedrückt, indem man diese an dem Gegenstande herumrollen läfst. Das Verzieren kann stattfinden, nachdem an dem Gehäuse oder dem Deckel die Scharniertheile angebracht sind, doch mufs es vor dem Fertigpoliren erfolgen. Ein Werfen der Theile wird dabei ganz vermieden , ebenso das Erhitzen und Reinigen nach dem Verzieren, weshalb die Verzierung den sonstJnur der Handgravirung eigenthümlichen Glanz erhält. Die Eindrückwalze rollt also, um einen im Kreise herumgeführten Dorn sich drehend, auf dem Gegenstand und stellt dabei die Verzierungen her. Ist es mit einem Male nicht genug, so läfst sich eine solche Walze leicht ein zweites Mal unter Verfolgung des ersten Eindruckes aufsetzen.
Die Eindrückwalze, zum Gegenstand passend bemessen, kann auf demselben nach nur einer Richtung rollen, bis die vertieft oder erhöht liegende Verzierung genügend ausgebildet ist. Genaue Abmessungen sind aber in dem einzelnen Falle im Voraus nicht möglich, einmal,' weil leicht Aenderungen beim Härten der Walzen eintreten, und dann, weil auch in bestimmten Mustern von Gehäusen kleine Abweichungen vorkommen. Diese Mängel unschädlich zu machen, läfst man die Walze am besten einmal nach der einen und dann nach der anderen Richtung laufen. Dabei pafst sich die Walze den vorher gemachten Eindrücken ganz von selbst an, und die Verzierung erscheint scharf und rein, selbst wenn dieselbe in der Walzenumfläche um einen kleinen Bruchtheil zu lang oder zu kurz ausgefallen sein sollte.
Umgekehrt könnte man natürlich auch den Gegenstand in Berührung mit einer um einen feststehenden Dorn drehbaren Walze in der einen oder anderen Richtung in Drehung setzen, um einen ähnlichen Erfolg zu haben.
Zur Ausübung dieses Verfahrens passende Einrichtungen zeigen die Fig. 1 bis 24 der Zeichnungen in Ansichten und Schnitten.
Die Eindrückwalze R, Fig. 1, 3 und 10, und i?2, Fig. 8 und 9, die zum Verzieren der Uhrgehäuse und Deckel dienen, tragen verzierte Umflächen, die mit dem übrigen Theil weniger als einen rechten Winkel bilden. Diese Winkel ändern sich je nach der Breite der Verzierung. Die Umflächen sind einfach kegelförmig, wie bei i?2, oder kegelförmig
und concav, wie bei R. Dies richtet sich nach dem Profil der zu verzierenden Fläche.
Der gröfste Durchmesser der Walze kann gleich sein dem Durchmesser des Aufsenkreises der Verzierung, oder gleich einem aliquoten Bruchtheil des letzteren, also gleich einem Halb, einem Drittel u. s. w., sofern ein entsprechender Theil der Verzierung zum Vollenden der Ganzen wiederholt dienen kann.
Zum Verzieren der Gehäuseringe von Uhren, an Stelle des Gravirens von Hand werden ebenfalls auf dem feststehenden Gegenstande fortrollende verzierte Walzen benutzt. Die Walze R3, Fig. 20 und 21, hat eine Umfläche passenden Durchmessers, die eben oder concav ist, je nach dem Profil des Gehäuseringes J3.
Man kann auf diese Weise eine beliebige Verzierung in den Gegenstand J oder J2 oder J3 eindrücken, indem man die Eindrückwalze R oder jR2 oder Rs benutzt, die mit einer passenden. Umfläche versehen ist, welche die ganze Verzierung oder einen Theil derselben enthält.
Das beschriebene Verfahren kann man mit Hülfe von Maschinen oder Drehbänken ausführen, wie sie bei der Herstellung von Gehäusen oder Gehäuseringen benutzt werden. Statt der Walzwerkzeuge werden nur die Eindrückwalzen angeordnet. So kann man auch mit Walzen mit eben profilirten Umflächen convexe Flächen dadurch mit Verzierungen versehen, dafs man ihnen eine schwingende Bewegung mittheilt. Auch kann die Verzierung hergestellt werden, bevor die Scharniertheile angesetzt werden. Für die reine und scharfe Wiedergabe einer feinen Handgravirung ist es aber wesentlich, dafs der Gegenstand feststeht, und dafs die Umfläche der Walze dem Profile sich anpafst, so dafs die Verzierung in der ganzen Breite mit einem Male eingedrückt wird.
Die wie beschrieben hergestellte Verzierung kann man durch Graviren von Hand vervollkommnen. Durch Graviren kann man z. B. die Mitteltheile der Gehä'userücken und Deckel verzieren, oder man kann auf der Bank geschnittene .Einränderungen herstellen.
Die Maschine, welche in den Zeichnungen dargestellt ist und zur Ausführung des Verfahrens dient, kann durch ein gewöhnliches Wendegetriebe mit Vorgelegewelle C, Fig. 1, und Ausrücker B bedient werden, und sie stellt eine kleine Drehbank L dar, deren Planscheibe F auf der Spindel A sitzt, Fig. 2, 3 und 8, die im Spindelkasten H gelagert ist. Der Support ist beseitigt und der Reitstock T in passendem Abstande von der Planscheibe F eingestellt. Diese und der Reitstock tragen die zum Eindrücken der Verzierungen nöthigen Theile.
An der Planscheibe ^F ist eine Führungsplatte G durch Bolzen g2 befestigt, die durch in die Planscheibe gebohrte Löcher führen, und die gerade Führungsrippe g ist zur Spindel. A bezw. zur Drehungsachse radial. Auf dieser Führungsrippe wird in dem erforderliche Abstande von der Drehungsachse ein Schlitten S mittelst Schrauben s eingestellt (Fig. 2). Derselbe trägt einen mit Schlitzen und Löchern versehenen Ansatz s2, an welchem ein Halter D zur Aufnahme der Eindrückwalze mittelst eines Querbolzens d gehalten und mittelst eines Bolzens d 2 unter passendem Winkel eingestellt wird. Zum Einstellen sind Bogenschütze in dem Ansätze s2 enthalten (Fig. 1, 3 und 8).
Der in Fig. 7 besonders dargestellte Halter D trägt einen Kopf mit unter verschiedenen Winkeln zum Schaft stehenden Flächen EE2 und mit senkrecht eingebohrten Löchern e e2. Ein Dorn P läfst sich in diese Löcher einstecken, und auf dem Dorn sitzt Schraubengewinde ρ zur Aufnahme einer Mutter, die eine glatte Anlage für die Eindrückwalze R oder i?2 bildet, wenn diese aufgesteckt worden ist.
Den Reitnagel Z des Reitstockes T kann man mittelst einer Schraube Y mit Handkurbel der Länge nach einstellen (Fig. 2 und 3), und zum Festhalten desselben dient eine Klemmschraube X. Dieser Reitnagel trägt den Werkstückhalter W, der in eine konische Bohrung des ersteren eingesetzt ist.
Der Werkstückhalter W ist in Fig. 5 und 6 besonders dargestellt. Er besteht aus vier besonderen Theilen, einem Zapfen w., einer Nabe »>2, die auf das äufsere Ende des Zapfens geschraubt wird, einer inneren Klappe w3 und einem äufseren Ring #>4, der auf das Aufsenge winde j^5, Fig. 6, der Nabe w2 geschraubt wird.
Der Endtheil / des Halters hat eine Form, die auf die Form des Werkstückes möglichst pafst, sei es ein Gehäuserücken, ein Deckel oder ein Gehäusering, und an der Umfläche befindet sich eine abgeflachte Stelle i, die sich der Scharnierplatte anpafst. Ueber diese Stelle tritt eine Gabel· f vor, die an der Nabe festsitzt und das vortretende Scharnier umfafst, so dafs eine Drehung des Gehäuses oder Deckels vermieden wird. Die innere Kappe w3 hat einen Einschnitt t, Fig. 6, der auf die Griffränder von Rückenkapseln der Gehäuse pafst. Vorder- und Rückenkapseln einer bestimmten Art und Gröfse passen auf einen einzelnen Halter. Der Zapfen w desselben kann passend sein für alle Arten von Werkstückhaltern.
Ein Gehäuserücken oder ein Deckel J bezw. J2 wird auf den Halter / aufgesetzt, und zwar vor oder nach dem Aufschrauben der Nabe w2 auf den Zapfen w. Dieser wird
dann in den Reitnagel Z eingesetzt. Dann wird die innere Kappe n>3 an ihre Stelle geschoben (der Lage des Einschnittes t entsprechend) und die äufsere Kappe w^ aufgeschraubt, wobei ein innerer Rand der letzteren an einen Umflächenrand n>6 der inneren Kappe wz sich anlegt. :'
Der Dorn P wird nun in eines der Löcher e oder e2 des Halters D eingesetzt (je nach der Gestalt der zu verzierenden Fläche, Fig. 3 und 8) und mit einer passenden Eindrückwalze R oder R2 versehen, deren Umfläche entweder kegelförmig ist (Fig. 9) oder kegelförmig und concav (Fig. 10), je nachdem die zu verzierende Fläche flach oder kegelförmig profilirt ist oder die mehr gebräuchliche ovalconvexe Form hat.
Die Eindrückwalze R oder R2 wird nun in passendem Abstande von der Umdrehungsachse oder Spindel A eingestellt, indem man den Schlitten S verschiebt und ihn mittelst seiner Schrauben s, Fig. 4, feststellt. Dabei dreht man den Halter D um seinen Bolzen d und stellt ihn mittelst des Querbolzens d2, Fig. 3, passend fest. Mittelst der Schraube Y stellt man nun den Halter W ein (Fig. 1) und sichert seine Einstellung durch Anziehen der Klemmschraube X. Den einen oder anderen der Antriebsriemen B1 B2 verlegt man endlich auf die Festscheibe der Antriebswelle C, Fig. i, indem man den Hebel b bewegt. Dann drehen sich die Eindrückwalzen R oder R2 um die Drehungsachse, und wenn eine Umdrehung vollendet ist und die Walze an der Unterseite des Werkstückhalters W wieder anlangt, schlägt man den Hebel b herum und bringt den anderen Riemen auf die Festscheibe, um die Drehungsrichtung umzukehren. Dadurch wird die Eindrückwalze auf der zu verzierenden Fläche also hin- und zurückgerollt, . und sie überträgt die Verzierung gleichmäfsig auf den Gegenstand, ohne dafs an diesem irgend etwas beschädigt würde.
Die Art der Herstellung der Ein druckwalzen ist zweckmäfsig folgende. Man nimmt einen Gehäuserücken oder den Deckel eines Gehäuses als Muster, wie bei J1, Fig. 11, dargestellt. Dann theilt man durch concentrische Kreise a1 b1 auf seiner Aufsenseite ein Ringfeld ab oder einen Theil eines solchen. Auf einem convexen oder ovalen Gehäuserücken sollten die Kreise a] b1 unter allen Umständen concentrisch zum Rande sein, bei ebenen Flächen dieser Gegenstände können sie auch excentrisch liegen.
Dann wird eine glatte, cylindrische Walze K, Fig. 12, aus weichem Stahl mit einer Bohrung x1 und einem Aufsendurchmesser gleich einem aliquoten Theil des Aufsenkreises al, beispielsweise gleich einem Halb, genommen und ein Diagramm (Fig. 13) aufgezeichnet mit einem Aufsenkreise α 2, der einem Halb des Aufsenkreises al entspricht, und einem Innenkreise b2 gleich einem Halb des Innenkreises b1. Nun zieht man Parallelen aa b3 von den Kreisen a2 b2 und eine Linie c3 unter rechtem Winkel zu den Linien a3-b3, schlägt mit einem Radius gleich dem vollen Abstand der Kreise al b1 aus den Schnittpunkten der Linien a3-b3 mit c die Kreise d% welche die Linie b3 schneiden, und zieht endlich von letzteren Schnittpunkten gerade Linien e3 nach den Mittelpunkten der Bogen. Diese Linien entsprechen genau der Abschrägung e4, die die Eindrückwalze haben mufs. Der Durchmesser des Kreises b2 ist der kleinere Durchmesser des Umflächentheiles f2 der fertigen Eindrückwalze R, Fig. 17, und der Durchmesser des Kreises a2 sein gröfserer Durchmesser.
Hat die zu verzierende Fläche ein ebenes oder ebenkegelförmiges Profil, so wird die Abschrägung e4 einfach auf der Umfläche der Walze K durch Drehen hergestellt, wie bei K2, Fig. 14, dargestellt ist. Das gebräuchlichere, oval-cönvexe Profil der Gehäuserücken und der Deckel erfordert eine entsprechende concave Umfläche der Walze, wie bei K3, Fig. 15, in vollen Linien dargestellt.
Man kann die Walze sogleich mit der nöthigen concav-kegelförmigen Fläche drehen, und zwar mittelst eines Dreheisens, das zunächst zur Abschrägung e4 passend und dann concav gearbeitet wird.
Der Umflächentheil f2 mufs nun durch Graviren mit der entsprechenden Verzierung versehen werden, die in das Ringfeld zwischen den Kreisen α1 b1, Fig. 11, wie bei K*, Fig. 16, dargestellt, pafst.- Dann wird das dünnere Ende der Walze, wie bei %, Fig. 17, dargestellt, fortgearbeitet, und zwar bis nahe an den Rand der Verzierung heran, entweder in abgesetzten Bögen, wie dargestellt, oder ringsum eben, so dafs es auf eine bestimmte Matrize pafst.
Die nun, wie in Fig. 17 dargestellt, fertige Walze R wird hierauf gehärtet, und kann man mittelst derselben auf eine beliebige Anzahl von Gehäuserücken oder Deckeln Verzierungen von der Form und Gröfse, wie J1, Fig. 11, übertragen, wie in Punktirung bei einem Gehäuse j, Fig. 17, dargestellt ist.
Die Eindrückwalze kann von Hand gravirt werden, oder die Verzierung kann man, wie in Fig. 18 bezw. 15 bis 17 dargestellt, übertragen.
Nach diesem Verfahren kann man einen Prägeblock Q, Fig. 18, aus weichem Stahl herstellen, der auf einen Durchmesser gleich demjenigen des Rückens oder Deckels J1 pafst, und die kreisförmige Fläche Q.1 so abdrehen, dafs sie eine passende Gegenlage für die zu
verzierende Fläche bietet. Angenommen, diese Fläche habe eine volle Ringform,' wie in Fig. ii, so wird ein wenig mehr als der angenommene Bruchtheil (ein Halb in vorliegendem Beispiel) von dem Umkreise der Fläche Q1 so eingravirt, wie es auf dem Gehäuserücken zum Vorschein kommen soll, und dann wird die Matrize gehärtet. Dann kann man die Verzierung auf eine ganze Anzahl von Walzen übertragen, wie bei K3, Fig. 15, indem man solche Walzen auf dem gravirten Theile des Prägeblockes unter Druck vor- und zurückrollt, bis die Verzierung erhaben oder vertieft in hinreichendem Umfange erscheint.
Dies kann auf der beschriebenen Maschine stattfinden, indem man die Matrize ζ) auf dem Reitnagel Z und die vorher zu gravirende Walze auf der Spindel P, Fig. 1, befestigt, so dafs die Walze in dem nöthigen Abstande von der Umdrehungsachse, die geneigte Walzenachse aber in einer Ebene radial zur Umdrehungsachse gehalten wird. Aehnliches gilt von der Uebertragung der Verzierung von der Walze auf die Gehäuserücken oder Deckel.
Statt ein Halb kann das Verhältnifs des Durchmessers der Eindrückwalze zu denjenigen der zu verzierenden Ringflächen auch ein Drittel oder ein Viertel sein, entsprechend wird dann das Diagramm (Fig. 13) geändert. Auch kann man die Verzierung auf die Fläche Q1 der Matrize von einer Walze übertragen, die vorher gravirt und gehärtet ist, wie es für erhöhte Verzierungen von Gehäuserücken und Deckeln der Fall ist. Indem man dieselbe Verzierung in eine Walze und eine Matrize gravirt und sie von diesen überträgt, kann man auf den Gehäuserücken oder Deckeln erhöhte oder vertiefte Verzierungen reproduciren.
Die Einrichtung zum Verzieren von Gehäuseringen ist aus Fig. 1 bezw. 19 bis 24 ersichtlich. Mit F2 ist eine kleine Planscheibe auf der Spindel A einer Drehbank L bezeichnet; T stellt einen Theil des Reitstockes und Z den Reitnagel dar. Auf der Platte G2 mit radialer Führungsrippe g sitzt ein Schlitten S2 und ein Halter D2 für die Walze an einem .Ansatz s2 des Schlittens S2. Durch ein Auge g ' der Platte G2 führt eine Schraubenspindel S1, die in Muttergewinde des Schlittens eintritt und ein Vierkant h bezw. ein Handrad h 2 trägt. Der Platte G2 gegenüber kann man an der Planscheibe ein Gegengewicht O anordnen.
Mittelst der Spindel 5' kann man die Eindrückwalze jR3 an die Umfiäche des Gehäuseringes J3 drücken. Diese Walze pafst auf das Profil des Gehäuseringes und trägt die Verzierung oder besser einen Theil derselben. Sie sitzt auf einem Bolzen Q, der in Halter P2 gelagert ist, dessen Zapfen p2 in ein Loch e der Fläche E des Halters D2 eingesteckt werden kann. Der Zapfen kann genau passen, soll sich aber behufs Anpassung der Walzen an den Gehäusering etwas drehen können.
Der Gehäusering Ja wird von einem Halter W2, Fig. 23 und 24, getragen. Derselbe sitzt an einem Zapfen n>, der in den Reitnagel Z eingesteckt ist. Die Kappe w1 des Halters ist auf das Aufsenende des Zapfens geschraubt, und mittelst einer Schraube w* wird auf dem Ringe J3 eine Deckscheibe ws gehalten (Fig. 19). Der Ring selbst pafst sich einem Stufenprofil der Kappe w1 an.
Bei passender Einstellung der Platte G2 und des Schlittens S2, Fig. 19, wird nun der Halter D2 nöthigenfalls noch auf dem Bolzen d gedreht und mittelst der Schraube d2 festgestellt. Dann wird noch der Halter P2 mit der Walze Rs eingestellt, so dafs deren Seitenflächen parallel zur Planscheibe stehen. Endlich stellt man den Werkstückhalter W2 selbst mittelst der Schraube Y, Fig. 1, ein, bis der Gehäusering Js der Walze R3 genau gegenüberliegt, rückt noch die Walze mittelst der Spindel S1 heran, bis sie fest am Gehäuseringe anliegt, und treibt dann die Spindel A, wie schon beschrieben, nach vor- und rückwärts an," wobei man bei jedem Wechsel der Drehung die Spindel S1 ein wenig anzieht, um die Walze fester an den Ring zu rücken. Nach Vollendung eines Ringes dreht man die Spindel zurück, spannt einen neuen Ring ein u. s. w.
Für jede Form und Gröfse eines Gehäuseringes mufs natürlich eine Walze Vorhanden sein. Ebenso mufs die Kappe w1 des Halters W2 für verschiedene Gröfsen der Ringe eine verschiedene sein. Sonst können aber alle Theile der Halter VF2, D2 und P2 Anwendung finden. Wenn man endlich den Dorn P, Fig. 7, an die Stelle des Halters P2 setzt, oder in das Loch e2 mit einer passenden Walze R oder R2 einsteckt, den Halter D2 passend einstellt (Fig. 3 und 8) und die Nabe und Kappen des Halters W, Fig. 5 und 6, an die Stelle der Kappe und Schraube des Halters W2 setzt, so kann man auch die Einrichtung dazu verwenden, um Gehäuserücken und Deckel in der beschriebenen Weise zu verzieren.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren , Uhrgehäuserücken , - Deckel, oder -Ringe zu verzieren, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Eindrückwalze mit eingravirter Verzierung auf dem festliegenden Werkstück zum Rollen gebracht wird, wodurch bei freier Drehung der Eindrückwalze um ihre Achse die betreffende Verzierung in die zu verzierende Fläche eingewalzt wird.
  2. 2. Zur Ausübung des zu 1. bezeichneten Ver-
    fahrens die an einer Drehbank anzuordnende Einrichtung, darin bestehend, dafs an der Planscheibe (F) ein Schlitten (S) mit einem Walzenhalter (D) angeordnet ist, an dessen Spindel (P) die Eindrückwalzen (R1R2) frei drehbar sind, während der Reitstock (T) .zum Tragen des Werkstückhalters (w) mit Endtheil (I) dient, auf welchen der Uhrgehä'userücken oder -Deckel aufgebracht wird, so dafs bei Drehung der Planscheibe (F) und der damit verbundenen Drehung der Eindrückwalze um die Achse der Planscheibe die Verzierung in das Werkstück eingewalzt wird.
    Das Verfahren, unter Benutzung der zu 2. bezeichneten Einrichtung die zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens zum Verzieren von Uhrgehäuserücken oder -Deckeln erforderlichen Eindrückwalzen mit Verzierungen zu versehen, darin bestehend, dafs man einen Pra'geblock (Q) als Werkzeug benutzt, welcher auf seiner vollen Umfläche oder auf einem aliquoten Bruchtheil derselben mit einer eingravirten Verzierung versehen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT61844D Verfahren und Einrichtung zum Verzieren von Uhrgehäusen und zugehörigen Theilen Expired - Lifetime DE61844C (de)

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