DE557720C - Vorrichtung zum Einstechen der Sitzringnuten in Ventilkoerper u. dgl. und zum Einwalzen der Sitzringe in die Nuten - Google Patents
Vorrichtung zum Einstechen der Sitzringnuten in Ventilkoerper u. dgl. und zum Einwalzen der Sitzringe in die NutenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D39/00—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders
- B21D39/06—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of tubes in openings, e.g. rolling-in
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Description
Um Sitzringe z. B. in Bohrungen von Schiebergehäusen einfach und wirksam zu
befestigen, ist ein Strecken der meist aus einer Kupferlegierung bestehenden Ringe
bis zur festen Anlage in den unterschnittenen, eingedrehten Ringnuten der Gehäuse notwendig.
Um dies zu erreichen, kann man die Ringe entweder hämmern oder walzen, bis sie sich 'fest in die Nuten eingepreßt haben. Nach
dem Einpressen werden die Sitzflächen der Ringe auf einer Werkzeugmaschine nochmals
genau bearbeitet.
Die Bearbeitung durch Hämmern wird mit Preßluftwerkzeugen, und zwar häufig noch
von Hand vorgenommen. Diese Befestigung der Sitzringe kann natürlich nicht auf derselben
Werkzeugmaschine erfolgen, welche die Flanschen und Sitzringnuten bearbeitet, da sich das Gehäuse durch die schlagartige
ao Behandlung unbedingt aus der Lage versetzt, die es bei der Bearbeitung innehat. Es ist
daher notwendig, zuerst die Flanschen und Nuten der Gehäuse auf einer Werkzeugmaschine
fertigzustellen, dann das Gehäuse
as abzuspannen, den Sitzring einzuhämmern und in einer neuen Spannoperation die Dichtflächen
der Ringe zu bearbeiten. Es ist selbstverständlich, daß durch dieses doppelte Auf-
und Abspannen ein großer Teil der Gesamtarbeitszeit verlorengeht. Außerdem ist durch
das Hämmern, welches sehr kräftig erfolgen muß, die Gefahr des häufigen Bruches ziemlich
groß.
Das Einwalzen der Ringe geschah seither stets so, daß Rollen durch einen sich drehenden
und gleichzeitig axial bewegten Konus oder konischen Dorn radial auseinandergetrieben
wurden und so eine Streckung des Ringmaterials herbeiführten. Dies setzt einen starken axialen Druck in der antreibenden
Spindel voraus, der einerseits vom Spindelstock der Maschine, anderseits von der Aufspannvorrichtung
des Schiebergehäuses aufgenommen werden muß. Für diesen Arbeitsvorgang kommen daher nur kräftige Walzmaschinen
in Betracht, die auf die Dauer keine großen Genauigkeiten aufzuweisen brauchen. Die Verwendung von hochwertigen
Werkzeugmaschinen für das Einwalzen mit darauffolgendem Bearbeiten ist also zu verwerfen,
so daß die beiden Arbeitsgänge vielmehr auf getrennten Maschinen vorgenommen werden·
Vorliegende Erfindung stellt nun eine Einrichtung dar, welche gestattet, die Dichtringe
auf einer hochwertigen Werkzeugmaschine in einer einzigen Aufspannung nach dem Eindrehen
der Ringnuten in kürzester Zeit so gleichmäßig auszuweiten, daß eine unbedingt feste Verbindung zwischen Ring und Gehäuse
hergestellt ist. Die Dichtungsflächen der Ringe können dann anschließend sofort mit
einem, geeigneten Stahl fertigbearbeitet werden.
In Fig. I ist als Beispiel das Einziehen eines Dichtungsringes in ein Wasserschiebergehäuse
im Schnitt, dargestellt. Fig. II stellt einen Aufrißschnitt der Fig. I dar. Eine
Stirnansicht auf den Walzapparat mit Stahlhalter zeigt Fig. III. In Fig. IV ist die Wirkungsweise
der Walzvorrichtung gezeigt.
Auf der Planscheibe ι der Werkzeugmaschine ist ein Stahlhalterschlitten 2 in üblicher
Weise in Führungen gelagert und kann durch eine Gewindespindel 3 am Sechskant 4 diametral verschoben werden. Der Stahlhalterschlitten
2 tragt einen Bearbeitungsstahl 5, welcher die zum Eindrehen der Ringnuten in ein beispielsweise dargestelltes
Schiebergehäuse 6 erforderliche Form hat. In derselben Ebene wie der Stähl 5, aber
senkrecht zu diesem, sind im Stahlhalterschlitten 2 zwei ineinandergeschobene, einseitig
geschlossene Büchsen 7 und 8 angeordnet, von welchen jede eine Walzrolle 9 trägt. In dem Hohlraum der Büchsen 7 und 8
ist eine starke Feder 10 angeordnet, welche dieselben radial zu verschieben sucht. Durch
die beiden Exzenter n und 12, die am Ende der Welle 13 sitzen und in Schlitze der
Büchsen 7 und 8 eingreifen, werden letztere von der axialen Verschiebung durch die Feder
10 zurückgehalten. Die Welle 13· kann durch das Schneckenrad 14 und die Schnecke 15 gedreht
werden. Der in das Schiebergehäuse 6 einzusetzende und einzuwalzende Ring ist in
den Figuren mit 16 bezeichnet.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Zunächst werden die Büchsen 7 und 8
durch Drehen der Schneckenwelle 15 bzw. des Schneckenrades 14 und der Welle 13 mit
Exzenter 11 und 12 in ihre innerste Lage gebracht.
Durch Exzentrischstellen des Stahlhalterschiebers 2 mit der Spindel 3 kann nunmehr
mit dem entsprechend geformten Stahl 5 die Nut für den Dichtungsring in das Gehäuse
6 eingedreht werden. Hierauf wird der Stahlhalterschieber 2 wieder auf Mitte Planscheibe
i gestellt und nach Einlegen des einzuwalzenden Ringes 16 durch Drehen der
Schneckenwelle 15 die Büchsen 7 und 8 mit Rollen 9 radial nach außen freigegeben. Bei
Inbetriebsetzung der Maschine werden jetzt die Rollen 9 innerhalb der Ringbohrung so
abrollen, daß die Ovalbildung des Ringes stets an einer anderen Stelle entsteht (siehe
Fig. IV). Der Ring ist nach einigen Umdrehungen durch dieses Ovalziehen so gestreckt
und geweitet, daß er gleichmäßig und fest an der Bohrung des Gehäuses 6 anliegt.
Ein Mitdrehen des Ringes bei der Drehung der Walzeinrichtung ist deshalb ausgeschlossen,
weil die Reibung zwischen Ring und Gehäuse größer ist als zwischen Ring und Walzrollen.
Man kann selbstverständlich auch mehrere Walzrollen einsetzen oder die Walzrollen
durch sauber polierte Gleitbolzen ersetzen und damit die gleiche Wirkung erzielen.
Setzt man den beschriebenen kombinierten Apparat (ζ. Β durch Auswechseln des Stahl- 6σ
halterschiebers) in die Planscheibe oder Werkspindel einer Werkzeugmaschine ein,
mit welcher vorher die Flanschen und Dichtungsnuten bearbeitet worden sind, so kann
man jetzt in derselben Aufspannung auch die Dichtungsringe einziehen, ohne daß Verschiebekräfte
axial oder in anderer Richtung auf das Gehäuse wirken. Dies wird selbst dann nicht eintreten, wenn der Stahlhalterschieber
nicht genau zentrisch eingestellt worden ist, weil sich die Rollen 9 durch die
freie Beweglichkeit der Büchsen 7 und 8 stets an den Ring 16 anlegen können.
Nach dem Einwalzen werden die Büchsen mit den Rollen durch die oben beschriebene
Vorrichtung zurückgezogen, und man kann durch geeignete Einstellung des Stahles 5 sofort
die Dichtungsfläche des eingewalzten Ringes bearbeiten, indem man in bekannter Weise die Planscheibe 1 bzw. die Werkspindel
axial verstellt und den Stahlhalterschieber 2 aus dem Mittel verschiebt.
Es lassen sich also mit der Vorrichtung in einer einzigen Aufspannung des Werkstückes
alle notwendigen Operationen hintereinander ausführen, wie: Eindrehen der Ringnuten,
Einwalzen des Dichtungsringes und Bearbeiten desselben an der Dichtungsfläche. Natürlich
lassen sich mit dieser Vorrichtung bei geeigneter Ausführung auch Lagerbüchsen go
oder ähnliches in Bohrungen einwalzen und bearbeiten.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Einstechen von Sitzringnuten in Ventilkörper und zum
Einwalzen der Sitzringe in die Nuten mit anschließendem Bearbeiten derselben, dadurch
gekennzeichnet, daß an einem auf einer Planscheibe (1) diametral verstellbaren
Stahlhalterschieber (2), der den zum Einstechen der Ringnut dienenden
Stahl (5) trägt, in der Umlaufebene des Stahles Walzrollen (9) angeordnet sind. die radial von einem Punkte des Stahlhalterschiebers
aus, der auf den Mittelpunkt der Planscheibe einstellbar ist, nach außen verstellbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, da- no durch gekennzeichnet, daß die Rollenträger
als ineinandergleitende, einseitig geschlossene Büchsen (7 und 8) ausgebildet sind, die durch eine in ihnen angeordnete
Druckfeder (10) auseinandergespreizt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC45287D DE557720C (de) | 1931-08-30 | 1931-08-30 | Vorrichtung zum Einstechen der Sitzringnuten in Ventilkoerper u. dgl. und zum Einwalzen der Sitzringe in die Nuten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC45287D DE557720C (de) | 1931-08-30 | 1931-08-30 | Vorrichtung zum Einstechen der Sitzringnuten in Ventilkoerper u. dgl. und zum Einwalzen der Sitzringe in die Nuten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE557720C true DE557720C (de) | 1932-08-26 |
Family
ID=7026079
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC45287D Expired DE557720C (de) | 1931-08-30 | 1931-08-30 | Vorrichtung zum Einstechen der Sitzringnuten in Ventilkoerper u. dgl. und zum Einwalzen der Sitzringe in die Nuten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE557720C (de) |
-
1931
- 1931-08-30 DE DEC45287D patent/DE557720C/de not_active Expired
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