DE618182C - Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern

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DE618182C
DE618182C DEST50744D DEST050744D DE618182C DE 618182 C DE618182 C DE 618182C DE ST50744 D DEST50744 D DE ST50744D DE ST050744 D DEST050744 D DE ST050744D DE 618182 C DE618182 C DE 618182C
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Studien und Verwertungs G M B
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H6/00Macromolecular compounds derived from lignin, e.g. tannins, humic acids

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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern Es ist vorgeschlagen worden, durch Einwirkung von Phenolen und bzw. oder organischen Basen auf kohleartige Brennstoffe, wie Steinkohle, Braunkohle, Torf; oder auf Lignin und Heißverpressung der erhaltenen Massen Preßkörper herzustellen.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß die Plastizität und das Steigvermögen der durch die Vereinigung der Phenole und bzw. oder organischen Basen mit den kohleartigen Brennstoffen oder mit Lignin erhaltenen plastischen Massen in den Formen außerordentlich gesteigert werden kann, wenn die Verpressung der Massen in Gegenwart geringer Mengen von Kautschuk, etwa 3 bis 5°/o der Massen, erfolgt. Aus kohleartigen Brennstoffen und den genannten Kautschukmengen allein gelingt es nicht, Preßkörper von befriedigender Festigkeit zu gewinnen. Der erzielte Erfolg beruht also auf der gleichzeitigen Anwendung sowohl der Phenole oder organischen Basen als auch des Kautschuks. Die erhöhte Steig- fähigkeit der Preßmasse in Formen ermöglicht es, auch sehr komplizierte Prellstücke mit Hilfe der neuen Preßmassen herzustellen.
  • Der Kautschuk kann in beliebiger Form zur Anwendung kommen, am besten aber erfolgt seine Anwendung in gelöster Form bzw. in Form einer Kautschukemulsion odei -milch.
  • Dem Kautschuk können gegebenenfalls @'ulkanisierungsmittel, wie Schwefel, zugemischt werden, so daß dann bei der in det Hitze stattfindenden Pressung der Massen unter der Wirkung des Vulk anisierungsmittels gleichzeitig eine Härtung derselben erfolgt. Wird die Pressung nicht bei einer für die Vulkanisierung genügend hohen Temperatur vorgenommen, so kann die Vulkanisierung auch nachträglich durch besondere Wärmebehandlung bewirkt werden.
  • Für das neue Verfahren können die verschiedensten Phenole, sei es getrennt, sei es auch in Mischung, zur Anwendung gebracht werden, und als organische Basen können ebenfalls solche verschiedenster Art Anwendung finden, in erster Linie natürlich solche, die leicht zugänglich und nicht zu teuer sind, wie Mono-, Di- öder Triäthanolamin, Anilin, Toluidin, Naphthylamin, Pyridin, Piperidin und Chinolin oder Mischungen davon. Auch kann man yter Umständen Mischungen von Phenolen und organischen Basen gleichzeitig zur Anwendung bringen.
  • Zweckmäßig werden die Phenole oder organischen Basen mit einem neutralen Lösungsmittel verdünnt zur Anwendung gebracht. Das Lösungsmittel und gegebenenfalls der überschuß jener Stoffe wird dann nach der Einwirkung auf die kohleartigen Substanzen entweder durch Destillation, beispielsweise unter vermindertem Druck, oder durch Auswaschen entfernt.
  • Die Massen können gemäß der Erfindung in beliebige Formen gepreßt werden, und man kann so Platten, Stäbe, Formstücke, Schalter, Griffe, Gebrauchsgegenstände verschiedenster Art oder Teile von solchen, kurz Formstücke verschiedenster Form, Größe und Ausbildung, Bestellen. Auch kann man die Preßkörper mit Stücken aus , anderem Material, z. B. Vetallstücken beliebiger Form, vereinigen, indem man die Metallteile beim Pressen in die Formen der Preßkörper in geeigneter Weise einsetzt. Ebenso können den Preßmassen Materialien anderer Art, z. B. Füllkörper, weitere Weichmachungs-oder Flußmittel u. dgl., vor der Verpressung zugesetzt werden.
  • Die gemäß der Erfindung erhaltenen Preßkörper lassen sich mechanisch durch Sägen, Bohren, Feilen und auf der Drehbank bearbeiten und sind in hohem Maße polierfähig. Sie besitzen ein außefordentlich starkes elektrisches Isolationsvermögen.
  • Ausfüh:rungsbeispi-el,e t r. zooo g gemahlene Braunkohle Werden mit r5oo ccm einer benzolischen Lösung von 125 ccm Anilin, 30 g Kautschuk und Vulkanisationsmitteln (Schwefel,- organische Beschleuniger u. dgl.) 3 Stunden in 'einem geschlossenen Knetwerk- bei einer Temperatur von etwa 8o° C zur Reaktion gebracht. =Das Lösungsmittel und ein etwa unvernbxgüchter Aüteil der `Base- wild dann im Vakuum aabdestillidrt und die:.Masse unter Rühren erkälten gelassen. "Die so erhaltene Mässe -wird bei einer Temperatur von:-et"va: i5aa C und einem Druck von Zoo bis= 6ao Atm. hydraulisch vexpreßt. ' - - . -2. zooo g gemahlene.Braunkohle werden mit einer Suspension von r2o ccm, Anilin: und .4o ccm " Kautschukmilch (Latex) und Pdlymerisationsmittel (Schwefel, organische -Beschleuniger u. dgl.) -in 5ooa ccm" Ammoniak 3- Stunden bei Zimmertemperatur 'vermischt. Dabei lagern sich Kautschuk und Anilin an die Braunkohle an. Das Ammoniak wird abfiltriert und die so erhaltene Masse nach dem Trocknen bei einer Temperatur von etwa =5o° C und einem Druck von Zoo bis 6öo Atm. hydraulisch verpreßt.
  • An Stelle der Braunkohle kann man für diese Ausführungsbeispiele auch Steinkohle usw. oder Lignin verwenden und an Stelle des Anilins andere organische Basen oder Phehole in geeigneten Mengen. Ebenso können an Stelle des Benzols andere geeignete Lösungsmittel Anwendung finden. Die Verpressung kann auch bei höheren oder niedrigeren Temperaturen und höheren oder niedrigeren Drucken als den angegebenen vorgenommen werden.- " .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜciir: z. Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern, indem man auf kohleartige Brennstoffe, wie Steinkohle, Braunkohle, Torf; oder auf Lignin Phenole und/oder er-Kanische Basen einwitrken läßt und die ethaltenen Massen heiß verpreßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Massen in Gegenwart geringer Mengen Kautschuk, etwa 3 bis -5"/, der Masse, heiß verpreßt werden. z: -Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Kautschuk in gelöster = Foren "bzw. als Kautschukmilch, gegebenenfalls mit einem. Zusatz von Vulk :änisierungsmtteln; angewandt "wird. '. - 3: Verfahren nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet;- Jaß :das Pressen in Gegehwart' von Füflstoffen und/oder von weiteren Weichxüachurigs- oder Flußmfttelnerfolgt.
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