AT231402B - Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen

Info

Publication number
AT231402B
AT231402B AT467862A AT467862A AT231402B AT 231402 B AT231402 B AT 231402B AT 467862 A AT467862 A AT 467862A AT 467862 A AT467862 A AT 467862A AT 231402 B AT231402 B AT 231402B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
briquetted
fuels
coal
production
weight
Prior art date
Application number
AT467862A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Kowalewsky
Original Assignee
Paul Kowalewsky
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Paul Kowalewsky filed Critical Paul Kowalewsky
Priority to AT467862A priority Critical patent/AT231402B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT231402B publication Critical patent/AT231402B/de

Links

Landscapes

  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen unter Verwendung von Kohlenstaub oder sonstigen Kohlenabfällen und schwer entflammbaren flüssigen Brennstoffen, wie Erdöldestillationsrückständen, organischen Bindern und auf diese Binder einwirkenden Härtern. 



   Versuche, sogenannte Ölkohle herzustellen, sind bereits mannigfach durchgeführt worden, vgl. die 
 EMI1.1 
 



   Das Verfahren gemäss der erstgenannten Patentschrift sieht vor, die brennbaren Grundstoffe, wie Holzab- fälle, Torf, Kohlenstaub u. dgl. mit Öl und dem   i ! 1   der Erdölraffinerie bei dem Filtrieren der Ölmasse sich bildenden tonhaltigen und wasserlosen Filterkuchen zu vermengen. 



   Weiterhin wurde vorgeschlagen, ein Brikett aus Kohlenstaub,   Erdöldestillati0nsprodukten,   Härtern und Bindern herzustellen. Die Masse wird in der Kälte durch einen Längsschneider   geführt,   wo sie erhärtet und geschnitten wird. 



   Die bekannten Verfahren haben durchwegs den Nachteil, dass kein genügend druckfestes stückiges brikettiertes Gut entsteht, so dass den hiebei zusammengebackenen Kohlenstücken oder Briketts die für diese Produkte besonders wichtige Abriebfestigkeit und damit die ausreichende Festigkeit für den Trans- port und die Lagerung fehlt. 



   Diese Nachteile werden nach dem erfindungsgemässen Verfahren, vermieden, das sich darin kenn- zeichnet, dass Kohlenstaub oder   sic. nestige   Kohlenabfälle, schwer entflammbare flüssige Stoffe und unbrennbare pulverförmige Mineralstoffe, wie Kieselgur, Mergel, Bims, Kalk od. dgl., zu etwa gleichen Gewichtsteilen bei etwa   0-900C   in einem Mischer gemischt werden, wobei während des   mischorgan'"   ges ein Binder und ein Härter zugegeben wird, dass diese Masse nach dem Mischen ausgeschüttet, abgekühlt, im abgekühlten Zustand brikettiert und anschliessend dieser brikettierte Brennstoff unter Luftabschluss bei einer Temperatur von etwa 200 bis   3500C   in einer Inertgasatmosphäre zur Erzielung einer grösseren Härte thermisch nachbehandelt wird. 



   Durch die so angewendete Art der thermischen Nachhärtung erhalten die Briketts eine bedeutend bessere Lagerungsfähigkeit, da sie ihre im Pressvorgang noch vorhandene Plastizität verlieren und hart werden. Es wurde festgestellt, dass bei einer so behandelten Kohle die Punktfestigkeit bei zirka   50-52   kg liegt, während die Heizwerte zwischen 6000 und 7900 kcal/kg liegen. Die Ermittlung der"Punktfestigkeit" erfolgt in den   üblichen   Geräten, die für die Bestimmung der Druckfestigkeit Verwendung finden. Das fertige Brikett wird zwischen zwei feste Platten gelegt, die gegeneinander gedrückt werden. Das Gerät, das elektrisch betätigt wird, ist mit einer Registriervorrichtung ausgerüstet, deren Zeiger die Festigkeit des Briketts anzeigt. Bei einem ausreichend hohen Druck geht das Brikett entzwei oder es erhält einen Sprung.

   Es handelt sich also um eine Belastung des Briketts bis zum Bruch. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren soll an einem Beispiel noch näher erläutert werden : Es werden beispielsweise 23   Gew.-o   Mergel, Bims, Kalk oder Kieselgur in Pulverform in einen beispielsweise mit Dampf vorgeheizten Mischer gegeben, der auf 70-900C gebracht wird. Dann werden 32   Gew. -0/0   Heiz- öl oder Rückstandsöle, Säureteer od. ähnl. Abfallprodukte aus Erdölraffinerien zugemischt, die vorzugsweise eine Temperatur von   600C   haben sollen. Die beiden Bestandteile werden zunächst etwa   1-2   min lang gemischt, wobei während des   Alischvorganges, Gew.-%   Binder und Härter zugegeben werden. Diese bestehen aus einer wässerigen Lösung von Kasein, Borax, Formalin und Melamin, wobei Natriummetasilikat beigegeben sein kann. 



   Nach Zugabe des Binders und Härters werden noch 38   Gew. 40 Kohlenstaub,   Kohlengriess oder sonstige Kohlenabfallprodukte, wie Braun-, Mager-, Anthrazitschlamm zugemischt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Nach dem Mischvorgang wird die Masse ausgeschüttet und im Freien ausgekühlt. Nach Abkühlung der Masse wird diese in stückige Formen verpresst. 



   Nach dem Pressvorgang wird die Pressmasse unter Luftabschluss bei Verwendung einer Stickstoff- oder Kohlendioxydatmosphäre bei etwa 250-3500C in einem Ofen thermisch nachbehandelt, wodurch sie ihre gewünschte Härte und Druckfestigkeit erhält. 
 EMI2.1 
 nicht gebunden. Die Masse kann im allgemeinen aus   30-Sa Gew.-%   Heizöl   od. dgl.   flüssigem Brennstoff,   20 - 32 Gew. -0/0 M rgel,   Bims, Kalk oder sonstigen Abraumen, oder Kieselguren bestehen, wobei mindestens 28 Gew.-% Kohle zuzumischen sind und ein entsprechender Binder- und Härteranteil von 6 bis 10   Gew.-%.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen unter Verwendung vonKohlenstaub oder sonstigen Kohlenabfällen, schwer entflammbaren flüssigen Brennstoffen,wie Erdöldestillationsrückständen,organischen Bindern und auf diese Binder einwirkenden Härtern, dadurch gekennzeichnet, dass Kohlenstaub oder sonstige Kohlenabfälle, schwer entflammbare flüssige Stoffe und unbrennbare   pulverförmige Mineralstoffe,   wie Kieselgur, Mergel, Bims,   Kalk od.

   dgl..   zu etwa gleichen Gew.-Teilen bei etwa   70-90oC in einem Mi-   scher gemischt werden, wobei wahren des Miscnvorganges ein Binder und ein Harter zugegeben wird, dass diese Masse nach dem Mischen ausgeschüttet, abgekühlt, im abgekühlten Zustand brikettiert und anschliessend dieser brikettierte Brennstoff unter Luftabschluss bei einer Temperatur von etwa 200 bis 3500C in einer Inertgasatmosphäre zur Erzielung einer grösseren Härte thermisch nachbehandelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Inertgas Stickstoff oder Kohlendioxyd verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Binder und Härter eine wässerige Lösung von Kasein, Borax, Formalin und Melamin unter Beigabe einer geringen Menge Natriummetasilikat verwendet wird.
AT467862A 1962-06-09 1962-06-09 Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen AT231402B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT467862A AT231402B (de) 1962-06-09 1962-06-09 Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT467862A AT231402B (de) 1962-06-09 1962-06-09 Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT231402B true AT231402B (de) 1964-01-27

Family

ID=3566996

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT467862A AT231402B (de) 1962-06-09 1962-06-09 Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT231402B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0409014B1 (de) Verfahren für die Herstellung von Brennstoff-Briketts
DE2212460B2 (de) Verwendung wässeriger Suspensionen von Butadien-Acrylnitril-Copolymeren als Bindemittel für Feinkohle
DE2253454A1 (de) Verfahren zum herstellen kohleund eisenhaltiger briketts
DE1177602B (de) Verfahren zur Vermeidung des Festsetzens oder Verklemmens von Formkoks in Horizontalkokskammeroefen
AT231402B (de) Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen
DE3335484C2 (de)
DE1696509B1 (de) Verfahren zum Herstellen von Brennstoffbriketts
DE958554C (de) Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels fuer die Brikettierung von zerkleinerten Brennstoffen
DE1100535B (de) Verfahren zur Herstellung kohlenstoffhaltiger Formkoerper
DE69003612T2 (de) Brennstoffbriketts.
DE3727464C2 (de)
AT85534B (de) Verfahren zum Brikettieren von Kohle und anderen pulverförmigen Körpern.
DE751321C (de) Verfahren zum Erzeugen von stand- und druckfesten Presslingen aus Braunkohlenkoks
DE3939018C1 (en) Method of making furnace briquettes - has raw sand and carbon carrying material mixes before heating
US2025776A (en) Method of manufacturing fuel briquettes
DE631014C (de) Verfahren zum Herstellen von Steinkohlenbriketts
DE527031C (de) Verfahren zur Erzeugung eines Bindemittels fuer die Brikettherstellung
AT126561B (de) Verfahren zur Herstellung von Brennstoffpreßlingen.
DE2526721A1 (de) Verfahren zum herstellen von formkoks
AT92798B (de) Verfahren zur Herstellung von Briketts.
DE484555C (de) Waermeschutzmasse
DE1177603B (de) Verfahren zur Herstellung von Hochofen- oder Giessereikoks
DE898439C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Rueckstaenden der Druckhydrierung von Kohlen, Teeren und Mineraloelen oder von Druckextraktionsprodukten von Kohlen
DE1671360B1 (de) Verfahren zur Haertung von Briketts
DE957936C (de) Verfahren zur Bereitung von Preßgut