AT231402B - Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von brikettierten BrennstoffenInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen unter Verwendung von Kohlenstaub oder sonstigen Kohlenabfällen und schwer entflammbaren flüssigen Brennstoffen, wie Erdöldestillationsrückständen, organischen Bindern und auf diese Binder einwirkenden Härtern.
Versuche, sogenannte Ölkohle herzustellen, sind bereits mannigfach durchgeführt worden, vgl. die
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Das Verfahren gemäss der erstgenannten Patentschrift sieht vor, die brennbaren Grundstoffe, wie Holzab- fälle, Torf, Kohlenstaub u. dgl. mit Öl und dem i ! 1 der Erdölraffinerie bei dem Filtrieren der Ölmasse sich bildenden tonhaltigen und wasserlosen Filterkuchen zu vermengen.
Weiterhin wurde vorgeschlagen, ein Brikett aus Kohlenstaub, Erdöldestillati0nsprodukten, Härtern und Bindern herzustellen. Die Masse wird in der Kälte durch einen Längsschneider geführt, wo sie erhärtet und geschnitten wird.
Die bekannten Verfahren haben durchwegs den Nachteil, dass kein genügend druckfestes stückiges brikettiertes Gut entsteht, so dass den hiebei zusammengebackenen Kohlenstücken oder Briketts die für diese Produkte besonders wichtige Abriebfestigkeit und damit die ausreichende Festigkeit für den Trans- port und die Lagerung fehlt.
Diese Nachteile werden nach dem erfindungsgemässen Verfahren, vermieden, das sich darin kenn- zeichnet, dass Kohlenstaub oder sic. nestige Kohlenabfälle, schwer entflammbare flüssige Stoffe und unbrennbare pulverförmige Mineralstoffe, wie Kieselgur, Mergel, Bims, Kalk od. dgl., zu etwa gleichen Gewichtsteilen bei etwa 0-900C in einem Mischer gemischt werden, wobei während des mischorgan'" ges ein Binder und ein Härter zugegeben wird, dass diese Masse nach dem Mischen ausgeschüttet, abgekühlt, im abgekühlten Zustand brikettiert und anschliessend dieser brikettierte Brennstoff unter Luftabschluss bei einer Temperatur von etwa 200 bis 3500C in einer Inertgasatmosphäre zur Erzielung einer grösseren Härte thermisch nachbehandelt wird.
Durch die so angewendete Art der thermischen Nachhärtung erhalten die Briketts eine bedeutend bessere Lagerungsfähigkeit, da sie ihre im Pressvorgang noch vorhandene Plastizität verlieren und hart werden. Es wurde festgestellt, dass bei einer so behandelten Kohle die Punktfestigkeit bei zirka 50-52 kg liegt, während die Heizwerte zwischen 6000 und 7900 kcal/kg liegen. Die Ermittlung der"Punktfestigkeit" erfolgt in den üblichen Geräten, die für die Bestimmung der Druckfestigkeit Verwendung finden. Das fertige Brikett wird zwischen zwei feste Platten gelegt, die gegeneinander gedrückt werden. Das Gerät, das elektrisch betätigt wird, ist mit einer Registriervorrichtung ausgerüstet, deren Zeiger die Festigkeit des Briketts anzeigt. Bei einem ausreichend hohen Druck geht das Brikett entzwei oder es erhält einen Sprung.
Es handelt sich also um eine Belastung des Briketts bis zum Bruch.
Das erfindungsgemässe Verfahren soll an einem Beispiel noch näher erläutert werden : Es werden beispielsweise 23 Gew.-o Mergel, Bims, Kalk oder Kieselgur in Pulverform in einen beispielsweise mit Dampf vorgeheizten Mischer gegeben, der auf 70-900C gebracht wird. Dann werden 32 Gew. -0/0 Heiz- öl oder Rückstandsöle, Säureteer od. ähnl. Abfallprodukte aus Erdölraffinerien zugemischt, die vorzugsweise eine Temperatur von 600C haben sollen. Die beiden Bestandteile werden zunächst etwa 1-2 min lang gemischt, wobei während des Alischvorganges, Gew.-% Binder und Härter zugegeben werden. Diese bestehen aus einer wässerigen Lösung von Kasein, Borax, Formalin und Melamin, wobei Natriummetasilikat beigegeben sein kann.
Nach Zugabe des Binders und Härters werden noch 38 Gew. 40 Kohlenstaub, Kohlengriess oder sonstige Kohlenabfallprodukte, wie Braun-, Mager-, Anthrazitschlamm zugemischt.
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Nach dem Mischvorgang wird die Masse ausgeschüttet und im Freien ausgekühlt. Nach Abkühlung der Masse wird diese in stückige Formen verpresst.
Nach dem Pressvorgang wird die Pressmasse unter Luftabschluss bei Verwendung einer Stickstoff- oder Kohlendioxydatmosphäre bei etwa 250-3500C in einem Ofen thermisch nachbehandelt, wodurch sie ihre gewünschte Härte und Druckfestigkeit erhält.
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nicht gebunden. Die Masse kann im allgemeinen aus 30-Sa Gew.-% Heizöl od. dgl. flüssigem Brennstoff, 20 - 32 Gew. -0/0 M rgel, Bims, Kalk oder sonstigen Abraumen, oder Kieselguren bestehen, wobei mindestens 28 Gew.-% Kohle zuzumischen sind und ein entsprechender Binder- und Härteranteil von 6 bis 10 Gew.-%.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von brikettierten Brennstoffen unter Verwendung vonKohlenstaub oder sonstigen Kohlenabfällen, schwer entflammbaren flüssigen Brennstoffen,wie Erdöldestillationsrückständen,organischen Bindern und auf diese Binder einwirkenden Härtern, dadurch gekennzeichnet, dass Kohlenstaub oder sonstige Kohlenabfälle, schwer entflammbare flüssige Stoffe und unbrennbare pulverförmige Mineralstoffe, wie Kieselgur, Mergel, Bims, Kalk od.
dgl.. zu etwa gleichen Gew.-Teilen bei etwa 70-90oC in einem Mi- scher gemischt werden, wobei wahren des Miscnvorganges ein Binder und ein Harter zugegeben wird, dass diese Masse nach dem Mischen ausgeschüttet, abgekühlt, im abgekühlten Zustand brikettiert und anschliessend dieser brikettierte Brennstoff unter Luftabschluss bei einer Temperatur von etwa 200 bis 3500C in einer Inertgasatmosphäre zur Erzielung einer grösseren Härte thermisch nachbehandelt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Inertgas Stickstoff oder Kohlendioxyd verwendet wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Binder und Härter eine wässerige Lösung von Kasein, Borax, Formalin und Melamin unter Beigabe einer geringen Menge Natriummetasilikat verwendet wird.
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