DE617128C - Abfederung fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Abfederung fuer KraftfahrzeugeInfo
- Publication number
- DE617128C DE617128C DEB160575D DEB0160575D DE617128C DE 617128 C DE617128 C DE 617128C DE B160575 D DEB160575 D DE B160575D DE B0160575 D DEB0160575 D DE B0160575D DE 617128 C DE617128 C DE 617128C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- suspension
- cylinder
- cushioning
- sleeve
- block
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000000725 suspension Substances 0.000 title description 28
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 6
- 239000013013 elastic material Substances 0.000 claims description 3
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 2
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 239000002655 kraft paper Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60G—VEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
- B60G15/00—Resilient suspensions characterised by arrangement, location or type of combined spring and vibration damper, e.g. telescopic type
- B60G15/02—Resilient suspensions characterised by arrangement, location or type of combined spring and vibration damper, e.g. telescopic type having mechanical spring
- B60G15/04—Resilient suspensions characterised by arrangement, location or type of combined spring and vibration damper, e.g. telescopic type having mechanical spring and mechanical damper or dynamic damper
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
13. AUGUST 1935
13. AUGUST 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63 c GRUPPE
Ettore Bugatti in Molsheim, Elsaß, Frankreich Abfederung für Kraftfahrzeuge
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. April 1933 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abfederung für Kraftfahrzeuge, bei der zwischen
den gegeneinander beweglichen Teilen ein Block aus elastischem Material vorgesehen ist,
auf den die Last unter Vermittlung einer Schraubenfeder einwirkt und der infolge
seiner Querausdehnung auf den einen beweglichen Teil eine Bremswirkung ausübt. Bei
bekannten Aufhängungen dieser Art sitzt der
z. B. aus zusammendrückbarem Material bestehende oder von einer geschlitzten und zusammendrückbaren
Metallbüchse gebildete elastische Block unmittelbar auf der Stange eines den einen beweglichen Teil bildenden
Kolbens und mit gewissem Spiel zwischen einem den anderen beweglichen Teil bildenden
Zylinder und einem Teller, auf'den die Schraubenfeder
einwirkt. Diese Ausführung hat den Nachteil, daß sie es nicht gestattet, Gummi oder
einen anderen für die Einwirkung der Reibungswärme empfindlichen Stoff mit großem
Haftvermögen als elastisches Material zu benutzen, da der Block einen beweglichen Teil
unmittelbar bremsen muß. Da der eine bewegliehe Teil, nämlich die Kolbenstange, sich in
der Mitte des Blockes bewegt, so verteilt sich die entwickelte Wärme schwer und kann daher
ihre nachteiligen Wirkungen ausüben. Wegen des unentbehrlichen Spiels zwischen dem Block und seinem Sitz ist diese Abfederung
auch nicht imstande, bei einem schwächeren Stoß sofort in Wirkung zu treten.
Diese Nachteile sind bei der Abfederung gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß
der elastische Block kolbenartig in einen einseitig geschlossenen, außen in einer Hülse geführten
und Schraubenfedern aufnehmenden Hohlzylinder eingreift und von dessen Wandung durch, eine getrennte Hülse getrennt
ist.
Der Block ■ besteht vorzugsweise aus Gummi. Gummi ist bekanntlich einerseits
formveränderlich und elastisch, andererseits aber nicht zusammendrückbar, d. h. sein Volumen
bleibt ungeachtet aller Formänderungen im wesentlichen beständig. Verringert man die Abmessung eines Gummiblockes in
einer der drei Raumrichtungen durch Zusammendrückung, so vergrößert sich diejenige in
wenigstens einer der beiden anderen Riehtungen durch Auedehnung.
Im · folgenden wird die Erfindung in Ausführungsbeispielen
an Hand der beiliegenden Zeichnungen erläutert.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch die Federvorrichtung und
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1;"
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt einer anderen Ausführungsform und
Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3;
Fig. 5 zeigt im Längsschnitt eine doppelt wirkende Federung;;
Fig. 6 zeigt eine Federung nach Fig. 1 an einem Fahrzeug in Seitenansicht und
Fig. 7 die der Fig. 6 entsprechende Vorderansicht, teilweise im Schnitt;
Fig. 8 zeigt in Seitenansicht eine doppelt wirkende Federung nach Art der Fig. 5, aber
unsymmetrisch;
Fig. 9 stellt in Seitenansicht eine doppelt wirkende Federung nach Fig. 5 dar und
Fig. 10 eine Abart der Aufhängung nach Fig· 9-
Nach Fig. 1 und 2 gleitet ein Hohlzylinder α, dessen eines Ende a2 geschlossen ist, im Inneren
eines zweiten, festen Hohlzylinders b. Der Boden des Zylinders b trägt mittels eines
Fußes i einen festen Innenteller h. Auf diesem
ruht der aus einem oder mehreren vollen oder mit Hohlräumen durchsetzten Kautschukblöcken
bestehende Kautschukkolben d.
Der Kolben d wird seitlich von einer dehnbaren
Metallhülse f umgeben, die die Form eines, längs einer Mantellinie f1 geschlitzten
Zylinders und außen eine Reibfläche ■g besitzt. Schließlich befindet sich auf dem Kolben d ein
beweglicher oberer Teller e. So wird der KoI-
bend vollständig in dem Raum eingeschlossen, der durch den unteren Teller h, den oberen
Teller e und die seitliche Hülse / begrenzt wird, wobei die Hülse f zwischen dem Rand
des Tellers h und der Innenfläche des Zylinders
α gleiten kann.
Die auf den Boden a2 des beweglichen
Zylinders α wirkende Druckkraft in Richtung des Pfeiles F wird mittels der im Zylinder a
angeordneten Druckfeder c auf den Teller e übertragen. Die Verschiebung des Zylinders a
gegenüber dem festen Zylinder b wird durch eine Ringschulter a1 begrenzt, die an der
Innenfläche des Zylinders α vorgesehen ist und sich an den Rand des Tellers e anlegt.
Die Federung arbeitet wie folgt:
Unter der Wirkung der Kraft F. taucht der
Zylinder α in den Zylinder b, wobei die Feder c zusammengedrückt wird. Diese letztere drückt auf den Teller e, wodurch der
Kautschukkolben d in der Längsrichtung zusammengedrückt wird. Wegen der mangelnden
Kompressionsfähigkeit des Kautschuks dehnt sich der Kolben in der Querrichtung aus, vergrößert also seinen Durchmesser. Infolge
dieser Dehnung muß sich die dehnbare zylindrische Hülse / gleichfalls verbreitern
und sich dabei auf ihrer Reibfläche g an die Innenwand des Zylinders α anlegen, wodurch
dessen Bewegung gegenüber dem Kolben d und also auch gegenüber dem festen Zylinder &
gebremst wird.
Ersichtlich ist unter diesen Bedingungen die Bremsung um so stärker, je größer die
wirkende Kraft F ist. Insbesondere werden durch die Abfederung -gemäß der Erfindung
vollständig die Schwingungen mit großer Weite unterdrückt, die sonst bei aufgehängten
Fahrzeugen bei größeren Geschwindigkeiten leicht auftreten.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Federung unterscheidet sich von der vorstehend
beschriebenen nur . dadurch, daß die Belastung F nicht unmittelbar auf den Boden ar
des beweglichen Zylinders α drückt, sondern unterhalb des festen Zylinders b an einem
Zughaken k angreift.
Der Haken k überträgt die Kraft.F auf den
beweglichen Zylinder α mittels einer starren Zugstange /, die die Federung vollständig
durchsetzt und am Boden a2 des Zylinders a
befestigt ist. Damit die Stange j frei im Kautschukkolben
d gleiten' kann, läuft der obere Teller e in einen zylindrischen Schaft e1 aus,
der als Führung für die Stange / innerhalb des Kolbens d dient. Das untere Ende des
Schaftes e1 kann sich frei durch den unteren Teller h und dessen Fuß i verschieben.
Die Arbeitsweise dieser zweiten Ausführungsform der Federung ist die gleiche wie
die der ersten.
Fig. 5 zeigt im Längsschnitt die Vereinigung von zwei Federungen der in Fig. 3 und 4
gezeigten Art, die mit den Enden gegeneinanderliegen und zwei fest miteinander verbundene
Zylinder b und eine gemeinsame Zugstange j aufweisen. Die Bewegungen der Zugstange
j gegenüber dem Zylinderaggregat b werden in beiden Richtungen gebremst, SO' daß
die Federung doppelt wirkend ist.
In Fig. 5 sind die beiden Elemente der Federung symmetrisch dargestellt; indessen
kann der eine bewegliche Zylinder α einen geringeren Durchmesser besitzen als der andere,
wobei dann der feste Zylinder b einen eingezogenen Teil von entsprechendem Durchmesser
besitzt (Fig. 8).
Die Fig. 6 und 7 zeigen die Aufhängung eines Rahmens m an einer Radachse r mittels
einer Blattfeder 0 in Verbindung mit einer einfachen Federung a, b der in Fig. 1 und 2
dargestellten Art.. Der Zylinder b ist bei 1 an einen am Rahmen m festen Träger m1 angelenkt;
der Zylinder α ist bei η an einen an der Radachse oder der Feder 0 festen Teil angelenkt.
Fig. 8 stellt eine ähnliche Aufhängung dar, bei der die Anbringung abweicht: der Zylinder
b ist hier nicht am Rahmen m angelenkt, sondern starr befestigt; zur Erzielung der erforderlichen
Bewegungsfreiheit muß dann iao der Zylinder α mit der Radachse r oder der
Feder 0 durch einen Lenker q verbunden wer-
den, der bei η an den Zylinder α und bei p. an
einen mit der Radachse r oder der Feder ο festen Teil angelenkt wird.
Die bei dieser Ausführungsform verwandte Federung kann einfach oder doppelt wirkend
sein.
Die Ausführungsformen der Fig. 9 und 10 verwenden lediglich doppelt wirkende Federungen
der gleichen Art ohne andere Aufhängungsfedern.
In Fig. 9 wird die Radachse r des mit ν bezeichneten
Rades mit dem Rahmen m durch eine Stange t verbunden, die bei ^ an den
Rahmen angelenkt ist. Andererseits ist die Zugstange / einer doppelt wirkenden, im wesentlichen
senkrechten Federung an ihrem einen Ende mit der Radachse r gelenkig verbunden und der Zylinder b bei u an den Rahmen m
angelenkt.
Man erhält so ein Gelenkdreieck u, r, s, dessen eine Seite elastisch ist, da sie durch
die Federung gebildet wird.
Die Fig. 10 stellt eine abweichende Aufhängung dar, bei welcher der Zylinder b der
Federung nicht gelenkig, sondern starr mit dem Rahmen verbunden und die Federung
nicht senkrecht, sondern parallel "zu dem Rahmen angeordnet ist.
Hierbei werden die Bewegungen der Radachse r über einen bei 2 am Rahmen m angelenkten
Winkelhebel χ auf eine Zugstange q übertragen, die bei y mit dem Hebel χ und
bei η mit dem Ende der Stange / der Federung
gelenkig verbunden ist.
Selbstverständlich können die nur beispielsweise beschriebenen Ausführungsformen in
Einzelheiten abgeändert werden, ohne daß am Wesen der Erfindung dadurch etwas geändert
wird.
Man kann ferner auch mehrere einfach wirkende Federungen nach Fig. 1 und 2 miteinander
kuppeln, z, B. mit den entgegengesetzten Enden gegeneinander, um die Bremswirkung zu erhöhen.
Claims (4)
1. Abfederung für Kraftfahrzeuge, bei der zwischen den gegeneinander beweglichen
Teilen ein Block aus elastischem Material vorgesehen ist, auf den die Last unter Zwischenschaltung einer Schraubenfeder
einwirkt und der infolge seiner Ouerausdehnung auf den einen beweglichen
Teil eine Bremswirkung ausübt, dadurch gekennzeichnet, daß der elastische Block (d) kolbenartig in einen einseitig
geschlossenen, außen in einer Hülse (b) geführten und Schraubenfedern (c) aufnehmenden
Hohlzylinder (α) eingreift und von dessen Wandung durch eine geschlitzte Hülse (f) getrennt ist.
2. Abfederung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
geschlitzten Hülse (/) und dem beweglichen Hohlzylinder (α) ein Reibbelag (g)
eingeschaltet ist.
3. Abfederung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus zwei
gleichen, einander entgegengesetzt wirkenden Feldereinrichtungen mit einer gemeinsamen
Zugstange (/) besteht.
4. Abfederung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange
(/), mittels deren die Kraft an dem einen beweglichen Teil (α) angreift und die den
elastischen Block (d) durchdringt, von diesem durch eine sie umgebende Büchse
(e1) getrennt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR409968X | 1932-08-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE617128C true DE617128C (de) | 1935-08-13 |
Family
ID=8897557
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB160575D Expired DE617128C (de) | 1932-08-30 | 1933-04-21 | Abfederung fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE617128C (de) |
| GB (1) | GB409968A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182535B (de) * | 1958-04-05 | 1964-11-26 | Daimler Benz Ag | Vorrichtung zur Tilgung der Schwingungen von Kraftfahrzeugraedern und deren Aufhaengungen |
-
1933
- 1933-04-21 DE DEB160575D patent/DE617128C/de not_active Expired
- 1933-08-29 GB GB23942/33A patent/GB409968A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB409968A (en) | 1934-05-10 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102016001594B3 (de) | Fahrwerksystem für ein Kraftfahrzeug, Kraftfahrzeug | |
| DE102013018574A1 (de) | Pedalsimulator | |
| DE718514C (de) | Seitenpuffer mit Stossfedern | |
| CH631120A5 (de) | Vorrichtung zur uebertragung der zug- und bremskraefte zwischen drehzapfenlosen drehgestellen und dem hauptrahmen von drehgestell-schienenfahrzeugen - insbesondere triebfahrzeugen. | |
| DE617128C (de) | Abfederung fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE602005005009T2 (de) | Stoßdämpfer | |
| DE605668C (de) | Abfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE69303023T2 (de) | Tandem-hauptbremszylinder mit verringertem druckunterschied | |
| DE439192C (de) | Fluessigkeitsstossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE697299C (de) | Zug- oder Druckuebertragungsorgan | |
| DE877775C (de) | Zughakenanordnung mit einem Quertraeger und einer Zugstange fuer Eisenbahnwagen | |
| DE4112213C1 (en) | Stop on goods vehicle suspension - limits inward motion of end of leaf spring | |
| DE730271C (de) | Luftfederung fuer schwere Kraftfahrzeuge | |
| DE2449853A1 (de) | Scheibenbremse fuer schienenfahrzeuge | |
| DE533299C (de) | Abfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE913130C (de) | Fussbetaetigungseinrichtung von Kraftfahrzeugen, insbesondere zur Betaetigung der Kupplung, der Bremsen od. dgl. | |
| DE843818C (de) | Auflaufbremse mit Reibungsdaempfung mittels Reibbacken und Spreizstuecken, insbesondere fuer Anhaenger von Strassenfahrzeugen | |
| DE917049C (de) | Federlasche | |
| DE1955235U (de) | Schwingungsdaempfer mit federbelastetem reibglied. | |
| DE1555226A1 (de) | Lastabhaengige hydro-pneumatische Federung | |
| DE601364C (de) | Luftfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE701569C (de) | Bremsgestaenge mit selbsttaetiger AEnderung der UEbersetzung nach Massgabe der Belastung der Endachsen bzw. der Drehgestelle | |
| AT133949B (de) | Federnde Zug- und Stoßvorrichtung für Eisenbahnfahrzeuge. | |
| AT93950B (de) | Abgefederte Aufhängung für Fahrzeuge. | |
| DE209302C (de) |