DE616895C - Verfahren zum Schlichten von Textilien - Google Patents

Verfahren zum Schlichten von Textilien

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DE616895C
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Germany
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castor oil
sizing
products
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DENDAT616895D
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English (en)
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Firma Louis Blumer in Zwickau
Publication date
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Publication of DE616895C publication Critical patent/DE616895C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/507Polyesters
    • D06M15/51Unsaturated polymerisable polyesters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

Gemäß dem Patent 605 573 werden für das Schlichten von insbesondere Kunstseide Kondensationsprodukte verwandt, die durch Kondensation von mehrbasischen Säuren, mehrwertigen Alkoholen und Rizinusöl erhältlich sind. Es zeigte sich nun, daß man Rizinusöl ganz oder teilweise auch durch billigere öle, wie Leinöl, Kokosöl, Talg, Erdnußöl, Sojaöl usw. bzw. deren Fettsäuren, ersetzen kann'.
Auch Kolophonium und andere billige Harzsäuren lassen sich teilweise mit verwenden. Diese Produkte stellen zwar in der Regel nicht ganz so hochwertige Schlichtmittel dar wie die mit Rizinusöl erhaltenen Produkte, dafür aber weisen sie den für die Praxis außerordentlich wichtigen Vorteil der größeren Billigkeit auf, so daß sie technisch ebenfalls vorteilhaft verwendbar sind. Die Herstellung der Produkte erfolgt nach bekanntön
ao Verfahren, die Verwendung zu Schlichtzwekken gemäß Patent 605 573.
Beispiel 1
225 Teile Phthalsäureanhydrid, 300 Teile Kokosölfettsäure, 150 Teile Stearinsäure und 175 Teile Glycerin werden so lange auf etwa 2600 C erhitzt, bis die Säurezahl auf etwa 15 gesunken ist. Das Produkt wird sodann durch Zusatz konzentrierter wäßriger Leimlösung und von etwas Ammoniak in wäßrige Emul· sion übergeführt. Gegebenenfalls kann man sich hierzu einer Homogenisiermaschine bedienen. Es werden außerordentlich fein disperse Produkte erhalten, so daß beim Verdünnen mit Wasser durchscheinende, also beinahe molekulare Lösungen erzielt werden. Kunstseide wird mit einer 50/oigen wäßrigen Lösung des Harzes getränkt, ausgepreßt bzw. geschleudert 'und getrocknet. Es wird ein geschlichtetes Garn erhalten, das selbst bei langem Lagern nicht zum Vergilben neigt und das tropenfest ist.
Dem Schlichtemittelbad können gegebenenfalls auch noch bekannte Schlichtmittel bzw. Schlichtmittelzusätze, wie Seife, Tonerdesalze, öle, Netzmittel usw., zugegeben werden.
Beispiel 2
Man verwendet ein Kondensationsprodukt, das durch einstündiges Erhitzen von 60 Teilen Rizinusöl, 50 Teilen Maleinsäureanhydrid, 100 Teilen Kolophonium und 50 Teilen Glycerin auf 2250C und darauffolgende Zugabe von 90 Teilen Rizinusöl und 200 Teilen Leinöl sowie weiteres mehrstündiges Erhitzen auf 2800 C erhalten worden ist. Das Kondensationsprodukt von der Säurezahl 18 wird in der zehnfachen Menge Benzin gelöst, gege-
benenfalls unter Zusatz von.etwas Terpentinöl oder Xylol. Die Kunstseide wird mit dieser Lösung durchtränkt, abgeschleudert oder abgepreßt und getrocknet. Es wird ein hervorragender SchlichtefTekt erzielt, der sich auch durch Zugabe von Sikkativen, wie Manganoder Bleisalz, noch beschleunigen läßt, andererseits aber auch durch Zugabe von trocknenden oder michttrocknenden ölen, von Harzen, von öllöslichen Emulgiermitteln u.dgl. bekannten Zusätzen in seiner Wirkung modifiziert werden kann.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Weitere Ausbildung des Gegenstandes gemäß Patent 605 573, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechende Kondensationsprodukte zur Anwendung gelangen, die aber unter Verwendung von anderen fetten ölen als Rizinusöl oder Fetten oder deren Fettsäuren bzw. Kolophonium oder anderen Harzsäuren ganz oder teilweise an Stelle von Rizinusöl hergestellt worden sind.
DENDAT616895D Verfahren zum Schlichten von Textilien Expired DE616895C (de)

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