DE616288C - Mit metallischer Fluessigkeit, insbesondere Quecksilber, gekuehlte Antikathode fuer Roentgenroehren - Google Patents
Mit metallischer Fluessigkeit, insbesondere Quecksilber, gekuehlte Antikathode fuer RoentgenroehrenInfo
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Description
Um die Antikathoden von Röntgenröhren wirksam zu kühlen, hat man bereits verschiedene
Wege beschriften.
Man ist dazu übergegangen, die aus festem StojEf, z. B. Platin, bestehende Antikathode
durch strömende Flüssigkeiten, z. B. Wasser, zu kühlen. Da die auftretenden Temperaturen
sehr hoch sind, so ist diese Art der Kühlung unzureichend, da sie nur mittelbar ist, d.h.
abgekühlt wird nicht die Antikathode selbst, sondern das strömende Wasser, das seine
niedrige Temperatur sodann auf die Antikathode zu übertragen hat. Eine andere bekannte
Möglichkeit besteht darin, die Antikathode durch eine metallische Flüssigkeit, z. B. Quecksilber, zu kühlen und dabei die
Antikathode zum Boden eines Rückflußkühlers zu machen. Das verdampfende Quecksilber
soll in dem Rückflußkühler kondensiert werden und sodann wieder aus diesem
zurückfließen, um zur Antikathode zu gelangen. Da Quecksilber erst bei 3 570 siedet,
so muß diese Kühlung als ungenügend angesehen werden. Schließlich hat man auch Quecksilber schon zur Übertragung der Wärme
von der festen Antikathode auf die Kühlflüssigkeit, ζ. Β. Wasser oder Öl, verwendet.
Auch hier ist die Abführung der Wärme natürlich erschwert. Die vorliegende Erfindung
bezieht sich nun ebenfalls auf eine mit metallischer Flüssigkeit^ insbesondere Quecksilber,
gekühlte Antikathode für Röntgenröhren. Erfindungsgemäß besteht der von den Elektronen getroffene Teil aus einem
dünnwandigen, vakuumdichten, die Elektronen nicht wesentlich abbremsenden Teil, hinter
dem sich die metallische Flüssigkeit strömend vorbeibewegt 'und neben der Wärmeabfuhr
als Bremsfläche für die Elektronen zur Erzeugung der Röntgenstrahlen dient.
Auf diese Weise ist erreicht, daß die einzelnen Quecksilberteilchen nur für ganz kurze
Zeit der Einwirkung der Elektronen ausgesetzt sind. Es treten infolgedessen an und für
sich schon nur niedere Temperaturen auf, welche durch die Abkühlung der strömenden
Flüssigkeit leicht wieder heruntergedrückt werden können. Als Flüssigkeit kommen
Quecksilber, aber auch andere Stoffe in Betracht, z. B. leicht schmelzbare Legierungen
von Blei und Wismut.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen- zwei Ausführungsformen von mit der erfindungsgemäßen
Antikathode ausgestatteten Röntgenröhren, und zwar zeigt
Fig. ι einen Aufriß der ersten Ausführungsform mit teilweisem Schnitt,
Fig. 2 die Antikathode dieser Ausführungsform im Schrägriß und vergrößertem Maßstab
und
Fig. 3 einen Aufriß der zweiten Ausführungsform mit teilweisem Schnitt.
61628S
Gemäß Fig. ι und 2 besteht die Antikathode aus einem Hohlkörper i, an den
zwei Stutzen 2 und 3 zur Zu- und Ableitung der metallischen Flüssigkeit angeschlossen
sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind an den Hohlraum 1 der Antikathode zwei
konzentrische Rohre 4, 5 angeschlossen, deren inneres, 4, der Zuleitung und deren äußeres
der Ableitung der Flüssigkeit dient.
Die anodische Flüssigkeit zirkuliert im Innern der Antikathode 1, von welchem der
den Kathodenstrahlen ausgesetzte Teil 6 der Wandung eine so geringe Masse pro Oberflächeneinheit
besitzt, daß nur ein kleiner Anteil an Elektronen absorbiert wird. Der Rest derselben wird also von der flüssigen
Substanz selbst absorbiert hinterläßt Her seine elektrische Ladung und verwandelt da
ao seine Energie in Wärme und Strahlung, deren Charakteristik nach den bekannten physikalischen Gesetzen von ihrer Geschwindigkeit
und von der Natur des Stoffes abhängt, aus dem die flüssige Substanz zusammengesetzt
ist.
Die erzeugte Wärme verteilt sich in der Flüssigkeit in einer um so größeren Tiefe,
je höher die Geschwindigkeit der Elektronen und ihrer Eindringungsfähigkeit ist. Die Erhöhung
der in der Röhre verwandten elektrischen Spannung begünstigt, anstatt sie zu schädigen, wie dies bei den jetzt existierenden
Röhren der Fall ist, die Erhöhung seiner Arbeitsleistung·, weil bei Erhöhung der Spannung
auch das Volumen der Flüssigkeit wächst, in der die Wärme aufgespeichert wird.
Nach dem Durchgang durch die Antikathode kann man die Wärme ableiten, indem
man die Flüssigkeit durch einen entsprechenden Kanal in eine Kühlvorrichtung führt, so daß die Kühlung sowohl mit Luft
oder Gas oder mittels einer Schlange in gleichviel welcher Flüssigkeit vor sich geht.
Die erfindungsgemäße Antikathode ist an Röntgenröhren verschiedenster Art anwendbar.
Die Oberfläche der Antikathode, welche den Elektronenstoß erhält, kann schräg (Fig. 2) oder senkrecht (Fig· 1) zum Elektronenstrom
gerichtet sein.
Claims (1)
- Patentanspruch:Mit metallischer Flüssigkeit, insbesondere Quecksilber, gekühlte Antikathode für Röntgenröhren, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Elektronen getroffene Teil der Antikathode aus einem dünnwandigen, vakuumdichten, die Elektronen nicht wesentlich abbremsenden Teil besteht, hinter dem sich die metallische Flüssigkeit strömend vorbeibewegt und neben der Wärmeabfuhr als Bremsfläche für die Elektronen zur Erzeugung der Röntgenstrahlen dient.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| FR616288X | 1931-11-05 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE616288C true DE616288C (de) | 1935-07-24 |
Family
ID=8981492
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|---|---|---|---|
| DET41586D Expired DE616288C (de) | 1931-11-05 | 1932-11-02 | Mit metallischer Fluessigkeit, insbesondere Quecksilber, gekuehlte Antikathode fuer Roentgenroehren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE616288C (de) |
| FR (1) | FR741148A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE923565C (de) * | 1943-03-15 | 1955-02-17 | Philips Nv | Roentgenroehre |
| DE948253C (de) * | 1952-01-23 | 1956-08-30 | Dr Paul Vierkoetter | Kuehlverfahren und Einrichtung zu dessen Durchfuehrung |
| DE1289923B (de) * | 1965-04-27 | 1969-02-27 | Atomic Energy Of Canada Ltd | Neutronen-Generator zur Erzeugung hoher Neutronenfluesse |
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| DE102004013620B4 (de) | 2004-03-19 | 2008-12-04 | GE Homeland Protection, Inc., Newark | Elektronenfenster für eine Flüssigmetallanode, Flüssigmetallanode, Röntgenstrahler und Verfahren zum Betrieb eines solchen Röntgenstrahlers |
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1932
- 1932-11-02 DE DET41586D patent/DE616288C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR741148A (de) | 1933-02-04 |
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