DE616229C - Verfahren zum Aufschliessen von Tagebauen - Google Patents

Verfahren zum Aufschliessen von Tagebauen

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DE616229C
DE616229C DEM117860D DEM0117860D DE616229C DE 616229 C DE616229 C DE 616229C DE M117860 D DEM117860 D DE M117860D DE M0117860 D DEM0117860 D DE M0117860D DE 616229 C DE616229 C DE 616229C
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NIEDERLAUSITZER KOHLENWERKE
Mitteldeutsche Stahlwerke AG
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NIEDERLAUSITZER KOHLENWERKE
Mitteldeutsche Stahlwerke AG
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G65/00Loading or unloading
    • B65G65/28Piling or unpiling loose materials in bulk, e.g. coal, manure, timber, not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufschließen von Tagebauen Es ist bekannt, zum Aufschließen von Tagebauen für Braunkohlen o. dgl. Abraumförderbrücken zu verwenden, welche von Beginn des ersten Einschnittes an auf der Rasensohle fahren und -die Aufschlußhalde neben der Grube anschütten. Hierbei arbeitet der Abraumbagger an der Längsstrosse des Grabens, und das abwurfseitige Stützwerk der mit ihm gekuppelten Förderbrücke, muß sich nach Erreichen des ersten Einschnittes auf einer schrägen Haldenanschüttung in die Grube hineinarbeiten. Nach überführung in seine normale Arbeitslage fährt das Stützwerk dann in den meisten Fällen auf einer Zwischenberme der Halde.
  • Ein derartiges Au fschlußverfahren hat jedoch den Nachteil, daß das eine Brückenstützwerk beim Hineinrücken in die Grube auf einer hohen Anschüttung der Halde, welche des öfteren zu Ausbrüchen bzw. Rutschungen neigt, fahren muß. Es besteht somit die Gefahr, daß infolge des großen abwurfseitigen Auflagerdruckes die Rutschgefahr noch vergrößert und damit die Standsicherheit der Anlage gefährdet wird.
  • Auch sind Aufschlußverfahren bekannt, bei denen der Abraumbagger an einer quer zur Längsrichtung des Grabens liegenden Strosse arbeitet. Die Deckgebrgsmassen werden hierbei über stets zu rückende Förderhänder einem in einiger Entfernung von der Grube stehenden Absetzgerät zugeführt, welches die Anschüttung der Aufschlußhalde im Gelände vornimmt. Die Förderer sind hierbei meist auf große Entfernungen verlegt und; bestehen aus aneinandergelegten Gerüsten, die entsprechend dem Abbaufortschritt des Baggers dauernd von Hand a der mittels besonderer Hilfsgeräte gerückt werden müssen.
  • Bei dem zuletzt genannten Aufschlußverfahren werden Absetzgerät und die Zubringerförderer im späteren Normalbetrieb nicht zum Umlagern der Deckgebirgsmass,en von der Gewinnungsstelle über die Grube hinweg zur Halde benutzt.
  • Es ist fernerhin bei Tagebauanlagen bkannt, die Verbindung zwischen Bagger und Förderbrücke durch raumbeweglich und längs verschiebbar gelagerte Zubringerförderer -herzustellen.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufschließen von Braunkohlentagebauen o. dgl. mittels einer Abraumförderbrücke und mittels fördertechnisch mit dieser verbundener Gewinnungsgeräte; die während des Grubenaufschlusses an senkrecht zur Längsrichtung des Aufschlußgrabens liegender Strosse arbeiten. Das Neue besteht darin, daß die mit dem Bagger über einen raumbeweglich und verschiebbar gelagerten Zubringerförderer verbundene Förderbrücke auf Geländeoberfläche- neben dem Tagebau auf schräg zur Tagebaulängsrichtung angeordneter Fahrbahn verfährt. Durch dieses Verfahren wird erreicht, daß zum Aufschluß des- Braunkohlentagebaues -keine besonderen Hilfsgeräte erforderlich werden, sondern daß hierfür die für den späteren Normalbetrieb verwendeten endgültigen Geräte genügen. Auch bietet das Anschütten der Aufschlußhalde, weil die Abratunfördexbrücke auf Flur läuft, keine Schwierigkeiten, was besonders bei mächtigen Deckgebirgen sonst der Fall ist.
  • Da die Fahrbahnen, auf der die Förderbrücke bewegt wird, schräg zur Tagebaulängsrichtung verlegt sind, ist es möglich, eine vorteilhafte Verteilung der Aufschlußma.ssen auf eine größere Fläche vorzunehmen, ohne an -der Brücke selbst irgendwelche Hilfseinrichtungen anzubringen.
  • Von wesentlichem Vorteil ist ferner, daß fliegende, d.h. stets zu rückende Förderbänder im Bereich des an der Querstrosse arbeitenden Baggers nicht mehr benötigt werden, weil die Abraummassen unmittelbar über dem mit der Förderbrücke in direkter Verbindung stehenden Zubringerförderer an diese weitergeleitet werden. Damit der Zubringerförderer dem an der Querböschung stetig verfahrenden Abraumbagger folgen kann, ist er in an sich bekannter Weise raumbeweglich und auf der Brücke selbst verschiebbar gelagert. Er kann mit dem Bagger nahezu bis an die eine Längsböschung geschwenkt werden, was dann von besonderem Vorteil ist, wenn der Bagger nach Beendigung der Aufschlußarbeit von der Querstrosse an die endgültige Längsstrosse- umgesetzt wird. Dabei wird die Abraumförderbrücke über eine Rampe in den Tagebau in ihre endgültige Normalarbeitstage überführt. Die letztbenannte Rampe kann in zweclnnäßiger Weise von dem Abraumbagger während der Aufschlußarbeit geschnitten werden.
  • Es ist noch zu bemerken, daß bereits: nach Herstellung eines kurzen Grabeneinschnittes gewinnbare Kohle zur Verfügung steht.
  • Auf der Zeichnung ist das Wesen der Erfindung im Schnitt und Grundriß sch--, matisch dargestellt. Der Aufschluß der Grube erfolgt an der quer zur Längsrichtung des Grabens verlaufenden Strosse, beispielsweise mittels eines Verbundbaggers i, der vorzugsweise eine bekannte, schwenkbare HocheimerleIter aufweist. Der Bagger i gibt die gewonnenen Massen an einen mit ihm *'in VeT-bindung stehenden Zubringerförderer 2 ab, der mit seinem anderen Ende auf einer Abraumförderbrücke 3 in bekannter Weise verfahrbar sowie schwenkbar und raumbeweglich abgestützt ist. Während der Aufschl.ußarbeit fährt die Brücke zunächst auf der Rasensohle q..
  • Das Aufschligßen der Grube wird in folgender Weise vorgenommen: Zunächst arbeitet sich der Bagger i in Pfeilrichtung gemäß Abb.2 beispielsweiseauf ein Zwischenplenum 5 herunter, von dem er mittels der Tief eimerleiter die Kohle frei, legt. Dies :erfolgt in der Weise, daß der Bagger um das Maß, welches für das spätere Hereinsetzen der Abraumförderbrücke erforderlich i'st, quer zur Längsböschung verfährt. Die Abraumförderbrücke 3 läuft hierbei neben dem Graben auf schräg zur Längsstrosse verlegten Gleisen 6, 7, welche entsprechend dem Arbeitsfortschritt im gleichen Winkel verschoben werden. Hierbei wird beim Verfahren des Baggers von der einen Endstellung zur anderen Endstellung die Abraumförderbrücke.3 beispielsweise von der voll ausgezogenen Lage gemäß Abb.2 in die gestrichelte Lage verfahren, wobei dann die Aufschlußhalde in gewisser Breite und Höhe angeschüttet wird.
  • Nachdem der Graben in seiner endgültigen Länge -hergestellt ist, wird die Abraumförderbrücke 3 beispielsweise auf einer schiefen Ebene, die zweckmäßig auch zum Abtransport der Kohle dienen kann, in den .Tagebau eingefahren, wobei der Umlagerungsprozeß in bekannter Weise weitergeführt werden kann. Hierbei muß der Bagger i von der Querstrosse an die Längsstrosse umgesetzt werden, und der Zubringerförderer kann in üblicher Weise ohne jede bauliche Umänderung bzw. zusätzliche Arbeiten zum Überführen der Abraummassen vom Bagger zur Brücke Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH; Verfahren zum Aufschließen von Tagebauen mittels einer Abraumförderbrücke und mittels fördertechniscU mit dieser verbundener Gewinnungsgeräte, die während des Aufschlusses an senkrecht zur Längsrichtung des Aufschlußgrabens liegenden Strossen arbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Bagger (i) über einen raumbeweglich und verschiebbar gelagerten Zubringerförderer (2) verbundene Förderbrücke (3) auf Geländeoberfläche neben dem :Tagebau auf schräg zur ,Tagebaulängsrichtung angeordneter Fahrbahnen - (6; 7) verfährt.
DEM117860D 1931-12-03 1931-12-03 Verfahren zum Aufschliessen von Tagebauen Expired DE616229C (de)

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