DE616201C - OEfen zum Roesten, Calcinieren oder Reduzieren pulverfoermiger Stoffe - Google Patents

OEfen zum Roesten, Calcinieren oder Reduzieren pulverfoermiger Stoffe

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DE616201C
DE616201C DES103340D DES0103340D DE616201C DE 616201 C DE616201 C DE 616201C DE S103340 D DES103340 D DE S103340D DE S0103340 D DES0103340 D DE S0103340D DE 616201 C DE616201 C DE 616201C
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Germany
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furnace
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gas
calcining
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B5/00General methods of reducing to metals
    • C22B5/02Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes
    • C22B5/12Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes by gases
    • C22B5/14Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes by gases fluidised material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • öfen zum Rösten, Caleinieren oder Reduzieren pulverförmiger Stoffe Die Erfindung bezieht sich auf einen Ofen zum Rösten, Calcinieren oder Reduzieren pulverförmiger - Stoffe.
  • Es ist bekannt, zur Durchführung von Reaktionen zwischen pulverförmigen Stoffen und Gasen die festen Stoffe in dem Gas in der Schwebe zu halten und der 1VEschung eine Drehbewegung zu erteilen. Die Zuführung der Stoffe erfolgte bei einer bekannten Arbeitsweise von oben in Richtung der Achse des zylindrischen Ofens. Die behandelten Stoffe wurden dann zusammen mit dem Verbrennungsgas nach unten abgeleitet.
  • Um das Fallen der Stoffe in dem Ofenraum abzubremsen und die Berührungszeit mit den Gasen zu verlängern, ist man zur Vervollkommnung der bekannten Arbeitsweise dazu übergegangen, den festen Stoffen durch tangentiales Einblasen unter Druck im obere2i Ofenteil eine schraubenförmige, von oben nach unten gerichtete Drehbewegung zu erteilen und in der Achse dieser Bewegung einen ' von unten nach oben gerichteten Gasstrom durch den Ofen hindurchgehen zu lassen. Aber auch bei dieser Art der Stoff- und Gaszuführung waren die Ergebnisse nicht zufriedenstellend.
  • Erfindungsgemäß werden besonders günstige Ergebnisse dadurch erzielt, daß man die Behandlung des Gutes in,einemOfen vornimmt, der aus einem zylindrischen Teil besteht, welcher durch zwei mit ihrer Grundfläche gegeneinandergerichtete Kegel begrenzt ist. In den zylindrischen Teil mündet aber das Zuführungsrohr für das in Luft oder brennbarem Gas suspendierte Gut in tangentialer Richtung ein. Der obere Kegel mündet in ein an einen Ventilator angeschlossenes Saugrohr aus. An der Spitze oder der Wand des unteren, Kegels sind Öffnungen angebracht, durch die Luft oder Gas in den Ofen gesaugt wird. In der Wand des zylindrischen Ofenteiles können unterhalb der Einmündungsstelle für das einzublasende Gut noch Brenner angeordnet sein.
  • Der in der Achse der Drehbewegung des Gemisches von Gas und festem Stoff aufsteigende Gasstrom, der durch den Ventilator erzeugt wird, verursacht eine Trennung der festen Stoffe nach der Schwere, leas sich so auswirkt, daß die schweren und größeren Stoffteile der Drehbewegung folgen und langsam nach unten sinken, während die leichteren Stoffteile durch- den aufsteigenden Gasstrom mitgerissen -werden. Die dadurch geschaffene bessere Ausbreitung des Gutes, die gleichzeitig eine längere Berührungsdauer zwischen festem Gut und Gas zur Folge hat, führt zu einer vollkommeneren Umsetzung zwischen den beiden Komponenten und außerdem zu einer leichteren Abtrennung der schwereren Teile von den leichteren. Diese Erscheinung kann in gewissen Fällen von besonderer Bedeutung sein, z. B. bei der Behandlung von Eisenerzen zur Abtrennung der Kieselsäure. Da das Absaugen die gegenseitige Einwirkung der Komponenten begünstigt, ist hier auch ein erheblich schnelleres Arbeiten zu erzielen als mit den bekannten Verfahren bzw. für die gleiche Arbeitsmenge mit kleineren Ofenabmessungen auszukommen.
  • Der Ofen gemäß der Erfindung kaum ferner zur Oxydation von Schwefel oder Kohle, zur Reduktion von Calciumsulfat oder zur Verarbeitung zinkhaltiger Stoffe dienen. Hierbei wird das vorhandene Zink reduziert und verflüchtigt und der gebildete Zinkdampf zu Zinkoxyd verbrannt.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des Ofens gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar dienen diese öfen für, die Behandlung von zinkhaltigen Stoffen. -Der Ofen A in Abb. i weist bei 3 den zylindrischen Teil des Ofens auf, der von den beiden mit ihren Grundflächen g egeneinandergerichteten Kegeln i und a oben und unten begrenzt wird. In der Nähe des oberen Kegels münden eüi oder mehrere Zuführungsrohr-e4 tangential in die zylindrische Wand des Ofens ein, durch die Gut mittels brennbarer Gase eingeblasen wird.
  • Um das Gas, das den zerkleinerten festen StoiF in der Schwebe hält, einzuführen, ist ein Saugventilator 5 vorgesehen, der durch das Rohr 6 Luft oder brennbares Gas, z. B. Acetylen oder Leuchtgas, in Mischung mit Verbrennungsluft, die durch das Rohr 7 ankommt, ansaugt.
  • Durch den Trichter 8 wird das Gut dauernd dem Gasstrom zugegeben. Man kann auch die zu behandelnden Stoffe in' die Leitung zwischen dem Ventilator und dem Ofen einführen. An Stelle der breinibaren- Gase kann man auch eine Mischung von Kohlenstaub und zu behandelndem Gut ansaugen.
  • Durch die öffnung 15 am unteren Kegel z wird Luft in den Ofen gesaugt. Schließlich ist das Saugrohr eines Ventilators 9 mit der Spitze des oberen Kegels i verbunden.
  • Im Inneren des Ofens wird der den zu behandelnden Stoff in Schwebe haltende Gasstrom gezündet und erfährt hierin eine schraubenförmige Bewegung von oben nach unten. Im Verlauf dieser Drehbewegung haben die Teilchen genügend Zeit, zu verbrennen, sich in Berührung mit den Verbrennungsgasen zu reduzieren oder zu oxydieren. Die dabei erzeugten Gase werden zusammen mit den leichteren Teilchen durch den Ventilator g angesaugt, der gleichzeitig durch das Rohr i o eine gewisse Menge Luft ansaugt, die genügt, um beispielsweise in dem Rohr i i die Zinkdämpfe von ihrer Einführung in den Ventilator zu oxydieren. Dieser drückt mit. den Gasen die leichten festen Teilchen, z. B. Zinkoxyd, in eine Kondensationskammer 12, wo sie sich absetzen können.
  • Man kann auch das Rohr i i in einen Lasten 13 einschließen und die Verbrennungsluft vor ihrer Einbringung in den Ofen durch diese gebildete Wärm:erückgewinnungsanlage hindurchstreifen lassen..
  • Im Falle der Gewinnung von Zinkoxyd kann man den Ventilator auch zweiteilig ausbilden und durch den einen Teil- des Zinkoxyds, gegebenenfalls .neben Zinkdampf, und durch den anderen Teil Luft ansaugen. Die Mischung von Luft und Zinkoxyd geht alsdann ausschließlich in dem Druckiolu- des Ventilators vor sich, wodurch vermieden wird, daß - seine Flügel durch die infolge der Verbrennung des Zinkes hervorgerufene Temperatursteigerung beschädigt werden.
  • Es sei weiter darauf hingewiesen, daß die durch die öflnung 15 eindringende Luft die Abwärtsbewegung der schwereren Körner abbremst, so daß sie, bevor sie in den Samnmelbehälter i ¢ fallen, genügend Zeit zur Unisetzung mit den Gasen finden.
  • Der Sammelbehälter i q. kann auch beispielsweise durch ein Rohr 16 mit der Wärmerückgewirinungsanräge 13 verbunden werden. Man saugt dann die Luft durch diesen Sammelbehälter hindurch.
  • Man kann schließlich in dein unteren Kegel--> des Ofens senkrechte Luftspalten anbringen. Der hier eindringende Luftstrom bewirkt, daß die leichten Teilchen nach der Mitte des Ofens zu befördert werden, wo sie von den aufsteigenden Gasen ergriffen werden. Die groben Körner sind besonders einer Schleuderbewegung unterworfen. Hierdurch wird eine leichtere Trennung der schweren absinkenden Teilchen von den leichten, die von dem aufsteigenden Gasstrom mitgenommen werden, erreicht.
  • In der Abb. z ist dargestellt, wie man eine oder zwei ringförmige Gasleitungel i 6 am zylindrischen Teil des Ofens anordnen kann. Von diesen Leitungen speist jede eine Reihe von Brennern 17, die unterhalb der Einmündung des Rohres ¢ verteilt angeordnet sind. Während des Durchganges des Gutes durch den zylindrischen Tei13 ist es somit in Berührung mit dem verbrennenden Gas, wodurch . eine vollkommenere Röstung oder Calci.nierung erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE. i. Ofen zum Rösten, Calcinieren oder Reduzieren pulverförmiger Stoffe, gekennzeichnet durch einen zylindrischen Ofenraum, der von zwei mit ihrer Grundiiäche gegeneinandergerichteten K(-elti oben und unten beDrecizt ist, ein in der '.Nähe des oberen Tiegels in die zylindrische Wand tan-ential eüimücidendes Zuführungsrohr für das mit Luft oder brennbaren Gasen einzublasende Gut; ein an der Spitze des oberen Kegels ausmündendes Saugrohr, das an einen Ventilator angeschlossen ist, und durch ati der Spitze oder der Wand des unteren Kegels angebrachte Ütfnungcn, durch die Luft oder Gas in den Ofen gesaust wird. Ofen nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Einmündungsstelle des Zuführungsrohres für das einzublasende Gut rings um die Wand des zylindrischen Ofenraumes Brenner angeordnet sind.
DES103340D 1931-02-26 1932-02-20 OEfen zum Roesten, Calcinieren oder Reduzieren pulverfoermiger Stoffe Expired DE616201C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE910633C (de) * 1935-03-11 1954-05-03 Eugene Camille Saint Jacques Ofen zum Agglomerieren oder zum Verklinkern von pulverfoermigen Stoffen
DE973942C (de) * 1949-05-13 1960-07-28 Koppers Gmbh Heinrich Verfahren zur Durchfuehrung endothermer Reaktionen zwischen festen und gasfoermigen Stoffen
DE1143039B (de) * 1953-11-04 1963-01-31 Heraeus Schott Quarzschmelze Optische Geraeteteile aus Quarzglas
DE1178001B (de) * 1956-12-08 1964-09-10 Polysius Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Waerme-austausch zwischen staubfoermigem Gut und Gas in der Sch, insbesondere zur Vor-behandlung von Zementrohrgut mit Abgasen eines nachgeschalteten Fertigbrennofens

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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DE973942C (de) * 1949-05-13 1960-07-28 Koppers Gmbh Heinrich Verfahren zur Durchfuehrung endothermer Reaktionen zwischen festen und gasfoermigen Stoffen
DE1143039B (de) * 1953-11-04 1963-01-31 Heraeus Schott Quarzschmelze Optische Geraeteteile aus Quarzglas
DE1178001B (de) * 1956-12-08 1964-09-10 Polysius Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Waerme-austausch zwischen staubfoermigem Gut und Gas in der Sch, insbesondere zur Vor-behandlung von Zementrohrgut mit Abgasen eines nachgeschalteten Fertigbrennofens

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