DE616152C - Vorrichtung zum Ausstossen langer Werkstuecke aus der Matrize von Bolzenpressen - Google Patents

Vorrichtung zum Ausstossen langer Werkstuecke aus der Matrize von Bolzenpressen

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DE616152C
DE616152C DEK129757D DEK0129757D DE616152C DE 616152 C DE616152 C DE 616152C DE K129757 D DEK129757 D DE K129757D DE K0129757 D DEK0129757 D DE K0129757D DE 616152 C DE616152 C DE 616152C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J13/00Details of machines for forging, pressing, or hammering
    • B21J13/08Accessories for handling work or tools
    • B21J13/14Ejecting devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Ausstoßen langer Werkstücke aus der Matrize von Bolzenpressen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausstoßen langer Werkstücke aus der Matrize an Bolzenpressen. Bei den gebräuchlichen Vorrichtungen dieser Art liegt der mit seinem vorderen Ende in die Matrizenbohrung eingreifende und mit seinem hinteren Ende an einem kräftigen Druckbolzen abgestützte Ausstoßdorn (die sog. Nadel) bei Beginn des Ausstoßvorganges auf einer der vollen Werkstücklänge entsprechenden Länge frei in der den Druckbolzen führenden weiten Gestellbohrung. Wenn die Werkstücklänge ein gewisses Maß überschreitet und das Ausstoßen infolge nicht vollkommen glatter Wandungen der Matrizenbohrung eine große Kraft erfordert, kann es vorkommen, daß der Ausstoßdorn auf seinem freiliegenden Teil durchgeknickt wird.
  • Um diese Gefahr zu beseitigen, ist man üi neuerer Zeit dazu übergegangen, den Ausstoßdorn-bei Beginn und während des Ausstoßvorganges auf seinem hinter der Matrize liegenden Teil. zu führen. Zu dem Zwecke wird bei einer bekannten Ausstoßvorrichtung hinter der Matrize eine feste Büchse angeordnet, deren Bohrung den Ausstoßdorn auf ihrer ganzen Länge aufnimmt. Der Vorschub der Ausstoßstange kann dabei nicht- mehr durch den üblichen runden Druckbolzen geschehen, sondern es muß ein besonderes Zwischenstück eingeschaltet werden, das auf einer der Länge der auszustoßenden Werkstücke entsprechenden Länge in die Führungsbüchse des Ausstoßdorns eintritt. Da nun an Stelle des Ausstoßdorns das Zwischenstück bei Beginn des Ausstoßeis auf einer der Werkstücklänge entsprechenden Länge freiliegt, so muß das Zwischenstück so stark bemessen werden, daß es den auftretenden Knickbeanspruchungen gewachsen ist.
  • Diese Verstärkung des Zwischenstückes bereitet aber insofern Schwierigkeiten, als das Zwischenstück in die Dornführungsbüchse eintreten muß. Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, hat man dem Zwischenstück die Form einer Platte gegeben, die sowohl in der Mitte als auch an beiden Längsrändern mit Wülsten versehen ist. In der Führungsbuchse für den Dorn werden dementsprechend eine mittlere und zwei seitliche parallele Bohxungen vorgesehen, die durch zwei Schlitze miteinander in Verbindung stehen, so daß ider dadurch gebildete Kanal das plattenförmige Zwischenstück aufnehmen kann. Wegen der verwickelten Gestalt des Zwischenstückes und des Kanals in der Führungsbüchse für Dorn und Zwischenstück ist diese Einrichtung umständlich und kostspielig in der Herstellung. Außerdem bedingt die Anordnung des Zwischenstückes, dessen Länge etwas größer sein muß als die größte vorkommende Werkstücklänge, eine große Baulänge der Vorrichtung.
  • Bei einer anderen Ausführungsform dieser bekannten Dornführung ist zusätzlich zu der hinter der Matrize fest angeordneten Führungsbüchse noch eine zweite, mit dem Ausstoßdorn starr verbundene und dessen ganzen Huh mitmachende Büchse angeordnet. Aus den Mänteln der beiden Büchsen sind dabei sektorartige Teile derart ausgeschnitten, daß sich die stehengeblebenen Sektoren der beweglichen Büchse in den Ausschnitten der festen Büchse führen. Auch diese Einrichtung ist noch verhältnismäßig verwickelt und kostspielig. Außerdem weist sie wieder eine große Baulänge auf, da der Ausstoßdorn um die Länge der beweglichen Büchse länger sein muß, als die größte vorkommende Werkstücklänze beträgt.
  • Bei. einer Stauchpresse mit hin und her beweglicher Matrize, bei der das Ausstoßen der Werkstücke dadurch geschieht, daß die Matrize gegenüber dem feststehenden Aus= stoßen zurückläuft, ist es auch schon bekanntgeworden, den außerhalb der Matrizenbohrung liegenden Teil des Ausstoßdornes nur stellenweise zu führen. Zu dem Zwecke sind in einer weiteren Bohrung des mit der Matrize beweglichen Maschinenteils mehrere im Abstand voneinander angeordnete verschiebbare Führungskörper vorgesehen, die beim Rücklauf der Matrize ,an einem am Ausstoßdorn vorgesehenen Bund anstoßen und dadurch mit Bezug auf den beweglichen Maschinenteil aus ihrer Ruhestellung entfernt werden. Beim Wiedervorgang der Matrize gelangen die Führungskörper dadurch im. ihre Ausgangsstellung zurück, daß sie vom Ausstoßdorn durch Reibung oder durch. in Rasten des Dorns eingreifende federbelastete Schnappkugeln so lange festgehalten. werden, bis sie an ihren durch je eine Schulter der Bohrung des beweglichen Maschinenteils gebildeten Sitz gelangen. Diese Einrichtung ist nicht nur wegen der großen Zahl ; von Führungskörpern, sondern auch deshalb verhältnismäßig verwickelt und kostspielig, weil zur Führung der Körper eine mehrfach abgesetzte Bohrung vorhanden sein muß, die nur durch ein mehrfach unterteiltes Einsatzrohr gebildet -werden kann. Weiterhin ist die Einrichtung unzuverlässig in der Wirkuing, weil die Rückführung der Führungskörper in ihre wirksame Stellung vom Zustand , von Reibungsflächen oder vom Zustand der kleinen Belastungsfedern der Schnappkugeln abhängt, die leicht erlahmen oder zu Bruch gehen können. -Ein dritter, nicht zum Stand der Technik gehörender Vorschlag geht dahin, zur Führung des Dorns außerhalb der Bohrung der feststehenden Matrize entweder eine den Dorn umgebende Schraubenfeder oder einen oder mehrere Ringe zu verwenden, die sich in einem engeren Teil der hinter der Matrize liegenden Gestenbohrung führen und beim Vorschub des Ausstoßdorns durch. die diesen tragende oder verschiebende Stange (den Druckbolzen) in einen weiteren Teil der Gestenbohrung geschoben werden. Wähnend die aus einer Schraubenfeder bestehende Führung beim Rückgang des Ausstoßers selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückkehrt, sind bei Anordnung eines oder mehrerer Führungsringe besondere Rückführfedern notwendig, die zwischen dem Ring oder den Ringen einerseits und der Ausstoßerstange und einer Schulter der Gestenbohrung anderseits sowie bei mehreren. Ringen auch noch zwischen den einzelnen Ringen einzuschalten sind. Auch 'hei dieser Einrichtung besteht also wieder der Mangel, daß das ordnungsmäßige Arbeiten der Führungskörper vom Zustand von Federn abhängig ist, die der Gefahr des Erlahmens oder Zuhruchgehens ausgesetzt sind.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Ausstoßvorrichtung derjenigen Art, bei der zur stellenweisen Unterstützung und Führung des außerhalb der Matrizeribührung liegenden Teiles des Ausstoßdorns ein in dessen Längsrichtung verschiebbarer Führungskörper dient. Die Erfindung besteht darin, daß der Führungskörper sowohl beim Vorschub, als auch beim Rückzug des Ausstoßdorns von diesem nach einem Leerlauf zwangsläufig mitgenommen wird. Die Einrichtung mach der Erfindung zeichnet sich nicht nur durch ihre Einfachheit, sondern gleidhzeitig durch Zuverlässigkeit aus, da die Rückbewegung des Führungskörpers in seine wirksame Stellung nicht mehr vom Zustand von Reibungsflächen oder von leicht erlahmenden oder zerbrechenden Federn abhängig ist, sondern alle Bewegungen des Führungskörpers rein zwangsläufig erfolgen. Dadurch ist das ordnungsmäßige Arbeiten der Führung für den außerhalb der Matrizenbohrung liegenden Dornteil sichergestellt, so daß Störungen sowie Brüche des Ausstoßdorns nicht vorkommen können.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Dabei zeigen Fig. i einen lotrechten. Längsschnitt mit in der rückwärtigen Endlage befindlichem Ausstoßdorn, Fig. a .einen waagerechten Längsschnitt mit in der vorderen Endlage befindlichem Ausstoßdorn, Big. 3 eine Ansicht der den Führungskörper enthaltenden verschiebbaren Büchse von oben.
  • In der Gestellwanda einer Bolzenpresse bekannter Art sitzt die Matrize b, welche in ihrer Bohrung c den Werkstab d aufnimmt, der durch Stauchen seines aus der Matrizenböhrung herausragenden Endes mit einem beliebig gestalteten Kopf f versehen wird. Die Gestellwand n enthält hinter der Matrize b eine zur Matri enbohrung gleichachsige Bohrung g, welche die Ausstoßvorrichtung aufnimmt. Diese Vorrichtung besteht aus einem zylindrischen Dorn 1a von dem Werkstab d gleichem Durchmesser und einem daran sich anschließenden Druckbolzen i, der ebenfalls zylindrisch ist, aber einen größeren Durchmesser als der Dorn lt hat, so daß er den auftretenden Knickbeanspruchungen gewachsen äst. Der Druckbolzen! kann unter Vermittlung einer Stange k durch ein nicht gezeichnetes Getriebe bekannter Art gegen die Matrize b vorbewegt werden, um den Dornft zwecks Ausstoßens des Werkstückes.d vorzuschieben. Der Ausstoßdornh greift mit seinem vorderen Ende in die Matrizenbohrung c ein, während er mit seinem hinteren Ende, das, wie bekannt, einen kleinen Bund oder Kopf m aufweist, in einer Höhlung am vorderep. Ende des Druckbolzens abgestützt ist. Im gezeichneten Beispiel ist die Ausstoßvorrichtung auf die größtmögliche Werkstücklänge eingestellt. Der Dorn h greift deshalb nur mit einem ganz kurzen Ende in die Matrizenbohrung c ein, während er im übrigen innerhalb der Gestellbohrung g liegt. Um den Dorn bei Beginn und während des Ausstoßens gegen Durchknicken zu schützen, ist .er auf einem Teil seiner Länge in einem Körper tt geführt, und zwar vorzugsweise so, daß sich die Führung bei Einstellung der Ausstoßvorrichtung auf die größtmögliche #Verkstücklä.nge und bei vollständig zurückgeschobenem Dorn h etwa in der Mitte der Dornlänge befindet, wie aus Fig. t ersichtlich ist. Der Führungskörpern Befindet sich am vorderen Ende einer Büchse o, die in der Gestellbohrung g verschiebbar geführt ist. In die Büchse o greift von hinten her der Druckbolzen! ein, der auf diese Weise mit seinem vorderen Ende in der Büchse o geführt ist. Der Bolzen i weist am vorderen Ende einen kleinen Bund oder Flansch p auf, während die Büchse o am hinteren Ende einen als Anschlag für den Bund p dienenden kleinen Innenflansch g besitzt.
  • Nach -dem Anstauchen des Kopfes f am Werkstab d wird der fertige Kopfbolzend, f wie üblich durch den Dorn h ausgestoßen, indem der Dorn durch den Bolzen! und die Druckstange k ' vorgeschoben wird. Die Büchse o mit dem Führungskörper n bleibt dabei zunächst stehen, und es bewegt sich der Druckbolzen weiter in die Büchse hinein. Nach Zurücklegung eines Teilhubes, nämlich bei der gezeichneten Einstellung auf die größtmögliche Werkstücklänge nach dem halben Hub-, stößt der Druckbolzen! oder auch der Kopf m des Dorns h an den Führ ungskörper it und nimmt diesen sowie die Büchse o mit, so daß diese Teile am restlichen Hub des-Dorns teilnehmen, wie Fig. 2 zeigt. Bei Einführung eines neuen Werkstabes in die Matrize & wird der Dorn h durch den Werkstab zurückgeschoben, wobei der Dorn seinerseits Bolzen! und Druckstangek zurückschiebt. Dabei bleibt die Büchse o mit dem Führungskörper it zunächst wieder stehen. Sobald jedoch der Bundp des Druckbolzens.! an den Büchsenflansch q anschlägt, werden Büchse o und Führungskörpern mitgenommen, so daß die Teile wieder in die in Fig. z gezeichnete Stellung gelangen. Wie ersichtlich, ist der Ausstoßdorn: sowohl -bei Beginn als auch während. des Aus;stoßens auf einem Teil seiner freien Länge geführt und abgestützt, so daß er nicht durchknicken kann. Wird die Ausstoßvorrichtung durch Verstellung der Druckstange k auf eine kürzere Bolzenlänge eingestellt, was zur Folge hat, daß der Dorn k in seiner rückwärtigen Endstellung um einen größeren. Betrag, als in Fig. t gezeichnet, in die Matrizenbohrung c eingreift, dann wird selbsttätig auch die rückwärtige Endlage der Büchse o um einen entsprechenden Betrag nach vorn verlegt. Die Führung und Abstützung des Dorns durch den Körper n findet dann nicht mehr in der Mitte der Dornlänge, sondern an deiner auf der vorderen Hälfte des Dorns liegenden Stelle statt. Die größte freie ungestützte Dornlänge ist aber in keinem Falle größer als die Hälfte der größten überhaupt vorkommenden Werkstücklänge, so daß der Dorn stets gegen Durchknicken geschützt ist.
  • Um die mit dem Innenflansch q versehene Büchse o über den Druckbolzen! streifen zu können, ist der am vorderen Ende der Büchse vorgesehene Führungskörper n herausnehmbar angeordnet, und zwar besteht @er aus einem Bolzen, der in gegenüberliegenden. Querlöchern r der Büchsenwandung sitzt. Um endlich den am hinteren Ende mit einem Kopf oder Bundm versehenen Diarnh in den Führungskörpern einbringen zu können, ist einerseits der diesen Körper bildende Bolzen in den Löchern s^ der Büchsenwandung drehbar, anderseits ist die Büchse o oberhalb und unterhalb des Führungsbolzens n mit je einem nach dem vorderen Büchsenrand hin offenen Ausschnitts versehen. Der Ausstoßdorn h kann also, wie in Fig. r strichpunktiert gezeichnet, bei mit seiner Bohrung t lotrecht stehendem Führungskörper n bis, zum Anschlag seines Kopfes m in die Bohrung t ,eingeführt werden, worauf der Dornhunter Drehung des Bolzens n in die Achsenrichtung der Büchse o eingestellt werden kann.
  • Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt, vielmehr sind mancherlei Abänderungen möglich. Insbesondere könnte die Länge des Druckbolzens d kürzer sein als gezeichnet, und zwar kann dieser Bolzen bis auf die Hälfte der größten Werkstücklänge verkürzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Ausstoßen langer Werkstücke aus der Matrize von Bolzenpressen, bestehend aus einem Ausstoßdorn, der während des Ausstoßvorganges auf seinem außerhalb der Matrizenbohrung liegenden Teil zur Verhinderung des Knickens durch einen im. der Längsrichtung des Dorns verschiebbaren Körper geführt ist, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, durch welche der Führungskörper (n) sowohl beim Vorschub als auch beim Rückzug des Ausstoßdorns (h) von diesem nach einem Leerlauf zwangsläufig mitgenommen wird. z. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, rlaß sich der Führungskörper (n) am vorderen Ende einer in der Gestellbohrung (g) gleitenden Büchse (o) befindet, in der von hinten der den Ausstoßdorn (h) vorschiebende Druckbolzen (i) eingreift; wobei die -Büchse (o) beim Vorschub des Ausstoßdorns durch. Anschlag des Druckbolzens (i) am Führungskörper (n), beim Rückhub dagegen durch das Zusammenwirken eines am vorderen Druckbolzenende vorgesehenen Bundes (p) mit einem Innenflansch (g) am hinteren Büchsenende mitgenommen wird. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper aus einem in Querlöchern (r) der Büchsenwandung (o) drehbar und herausnehmbar sitzenden Bolzen (rz) mit einer vom Ausstoßdorn (h) durchsetzten Querbohrung (t) besteht und die Büchse (o) um 9o° zu den Querlöchern für den Bolzen versetzt nach dem vorderen Büchsenrande hin offene Schlitze (s) von mindestens .der Bolzenstärke besitzt, um einen in bekannter Weise am hinteren Dornende mit einem Druckkopf (m) versehenen Dorn durch den Bolzen stecken zu können.
DEK129757D 1933-04-08 1933-04-08 Vorrichtung zum Ausstossen langer Werkstuecke aus der Matrize von Bolzenpressen Expired DE616152C (de)

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