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| Die Priorität der Anmeldung in Frankreich von, ,;a. Oktnher
1931 ist in .Anspruch genommen. |
Die Erfindung bezieht sich auf eine zttsanunengesetzte Beleuchtungsvorrichtung,
die durch eine Gruppe unter sich gleichartiger benachbarter Beleuchtungselemente
gebildet wird. Erfindungsgemäß besteht jedes derselben aus einer Leuchthülle in
Form einer konvexen Rotationsfläche, in der zur teilweisen Aufnahme des benachbarten
Elements eine -iussparung vorgesehen ist, die die Form einer konkaven Rotationsfläche
besitzt. Auf diese Weise läßt sich ein Beleuchtungselement dieser Art mit einem
gleichartigen Beleuchtungselement in der verschiedensten Weise kombinieren, indem
das zweite Eletnent in die Aussparung des ersten eingesetzt und der Aussparung des
zweiten Elements jede gewünschte Richtung im Raume gegenüber ,der Aussparung des
-ersten Eletnents erteilt wird. Durch Kombinationen entsprechender oder anderer
Elemente können voneinander verschiedene Beleuchtungsvorrichtungen geschaffen werden,
in denen die Mittelpunkte der verschiedenen Beleuchtungselemente sowohl nach geraden
als auch nach gekrümmten Linien angeordnet sind..
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Die Erfindung ermöglicht es also, eine praktisch unbegrenzte Zahl
von voneinander verschiedenen zusamnmengesetzten Beleuchtungsvorric.htunaen aus
einer gegea>enen Anzahl von Beleuchtungselementen zusammenzusetzen.
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Nach der Erfindung kann der Krümtnungsradius der Rota.tious$äche jeder
konkaven Aussparung gleich dem Krümmungsradius der konvexen Rotationsfläche des
betreffenden Elements sein.
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Die Hülle eines jeden Elements kann sphärisch sein. In diesem Fall
kann sie mit einer gleichfalls sphärischen Aussparung versehen sein. Bei dieser
Ausgestaltung ermöglicht sie die Erzielung einer Höchstzahl von Kombinationen mit
einer gegebenen Anzahl einander entsprechender Beleuchtungselemente, .da die Aussparung
irgendeines sphärischen Elements im Raum in allen möglichen Richtungen gegenüber
der Aussparung des benachbarten sphärischen Elements eingestellt werden kann. Mit
sphärischen Elementen dieser Art ist es möglich, charakteristische dekorative Beleuchtungsvorrichtunggen
zu schaffen, in denen die Mittelpunkte der Beleuchtungselemente längs gerader Linien
oder längs zweidimensionaler oder dreidimensionaler Kurven angeordnet sind.
Die
Hülle kann auch zylindrisch ausgebildet sein. Hierbei kann sie auch mit einer gleichfalls
zylindrischen Aussparung versehen sein. In diesem Fall kann die Aussparung irgendeines
Beleuchtungselements gegen-' über der des benachbarten Elements in jeder Richtung
um die Achse dieser zylindrischen Aussparung eingestellt werden, was auch noch die
Schaffung einer unbegrenzten Anzahl voneinander verschiedener zusammengesetzter
Beleuchtungsvorrichtungen ermöglicht.
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Im Fall, daß die zusammengesetzte Beleuchtungsvorrichtung aus zylindrischen
Elementen besteht, kann die Hülle eines jeden Elements aus Zylindern verschiedenen
Durchmessers mit einer einzigen Rotationsachse gebildet werden.
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Weiterhin kann bei allen einen Rotationskörper darstellenden Beleuchtungselementen
die Zahl der möglichen Kombinationen dadurch erhöht werden, daß das den Schlußstein
der Beleuchtungsvorrichtung bildende Beleuchtungselement keine Aussparung besitzt.
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Durch die Erfindung lassen sich mit asymmetrischen Beleuchtungselementen
zusammengesetzte Beleuchtungsvorrichtungen von svminetrischer Grundform schaffen,
was in zahlreichen Fällen ,von besonderer Bedeutung ist.
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Die Hüllen der Beleuchtungselemente können aus beliebigem lichtdurchlässigem
Werkstoff hergestellt werden, beispielsweise aus gepreßtem, geschliffenem, geblasenem
Glas o. dgl., Porzellan, jedem beliebigen durchsichtigen oder durchscheinende Stoff,
der weiß, opalisiert, gefärbt oder ungefärbt sein kann. Auf Grund der vielfachen
Anwendungsmöglichkeiten können .die einzelnen Elemente in Reihenfabrikation in großer
Menge hergestellt werden.
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Die zusammengesetzten Beleuchtungsvorrichtungen, die mit Hilfe derartiger
Elemente geschaffen werden, können verschiedenartig sein; sie können Kronleuchter,
Deckenbeleuchtungen; Reflektoren, Dekorationsstücke, Säulenkapitäle, Pfeilerverzierungen,
Dekorationen von Tischen oder anderen Möbeln, leuchtende Flächen, Motive oder Buchstaben
in Ankündigungsschriften usw. bilden.
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Die mit Hilfe dieser Elemente hergestellten Zusammenstellungen ergeben
auf Grund der Kontinuität ihrer Umrisse und der Homogenität ihrer Elemente ein besonderes
charakteristisches Aussehen, dessen Verschiedenheiten unbegrenzt sind.
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Die Hülle eines jeden Einzelelementes kann auf der Seite des Beschauers
offen sein und alsdann einen Reflektor für .die in seinem mittleren Teil angeordnete
Lichtquelle bilden oder nur auf der Seite des Beschauers geschlossen sein und alsdann
einen Lichtzerstreuer bilden. Auch kann jede Hülle aus zwei Teilen bestehen, deren
einer als Reflektor und. deren anderer als Lichtzerstreuer ausgebildet ist; diese
beiden Teile können getrennt in den bereits beschriebenen Anordnungen identischen
Gruppierungen verwendet werden. Auf diese Weise ist es möglich, Zusammenstellungen
zu bilden, die mir aus Reflektoren, und andere Zusammenstellungen zu bilden, die;
nur aus Lichtzerstreuern bestehen.
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Das Reflektionsvermögen eines jeden keflektors kann naturgemäß durch
Versilberung oder jedes andere Mittel gesteigert werden. In gleicher Weise kann
jeder Lichtzerstreuer mit einer oder mehreren mattierten, gravierten, gefärbten
oder gemalten Flächen versehen sein, um die Zerstreuung des Lichtes zu verstärken.
Auch kann jeder Lichtzerstreuer Teile verschiedener Durchsichtigkeit enthalten,
um jeden gewünschten Durchtritt der Lichtstrahlen zu erzielen.
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In den Dekorationsleuchtzusammenstellungen können die- Lichtquellen
im Prinzip, wie bereits ausgeführt, im Innern eines jeden Elementes angeordnet sein.
Sie können jedoch auch, außerhalb dieser Elemente, beispielsweise bei der Anbringung
der Zusammenstellung unter einer Decke, unter den Reflektoren oder oberhalb von
Lichtzerstreuern angeordnet sein. Insbesondere kann jedoch in einer Zusammenstellung
von Lichtzerstreuern eine gemeinsame Lichtquelle für eine ganze Gruppe von Elementen
oder gar für die ganze Zusammenstellung verwendet werden. Bei Zusammenstellungen
für Ankündigungen können die Lichtquellen mit einem Verdunkelungsschalter zusammenarbeiten,
der aufeinanderfolgendeBeleuchtungen in gleicher oder in verschiedenen Farben usw.
ermöglicht. Auch kann die Einrichtung für derartige Ankündigungen auf ,einer oder
mehreren Flächen Buchstaben oder Zeichen tragen, die durch Gravieren, Schleifen,
Formen oder Bemalen angebracht sind. Zu dem gleichen Zwecke können auch die Zusammenstellungen
selbst in der Form von Buchstaben oder Zeichen ausgebildet sein.
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Für ;die Anbringung der Hüllen -der Elemente sowie der Lichtquellen
kann jede geeignete Befestigung verwendet werden. Die Hülle eines jeden Elementes
kann zu diesem Zwecke mit einer Öffnung versehen sein, die von einem mit Haltemitteln
für die Hülle zusammenwirkenden Kragen umgeben ist.
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Die schematischen, lediglich als Ausführungsbeispiele gegebenen, den
Umfang der Erfindung in keiner Waise begrenzenden Zeichnungen zeigen Fig. i und
z eine Seitenansicht und Unteransicht eines sphärischen Elementes mit
sphärischer
Aussparung, deren Krümmungsradius gleich dem Krümmungsradius der das Element bildenden
Kugel ist, Fi:g. 3 eine schaubildliche Darstellung einer leuchtenden Deckendekoration,
die durch 1#.lemente nach Fig. i und 2 gebildet wird, Fig. q. eine Teilansicht einer
längs eines bogenförmigen Gesimses angeordneten Lampenreihe, die aus den gleichen
Elementen hergestellt ist, Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung .der Dekoration
einer Türöffnung, die durch eine Gruppe von Elementen der genannten Art -ebildet
wird; die mit einem sphärischen l=Ueinent ohne Aussparung kombiniert ist, hig. 6
- eine Ansicht eines zylindrischen Elementes mit zylindrischer Aussparung, Fig.
7 eine Zusammenstellung einer Leuchtdekoration aus zylindrischen Elementen, Fig.8
eine andere zusammengesetzte Beleuchtungsvorrichtung aus zylindrischen oder sphärischen
Elementen, Fig. 9 eine in Buchstabenform angeordnete Beleuchtungsvorrichtung, Fig.
io eine Seitenansicht eines zylindrischen Elementes mit seitlicher Aussparung, dessen
Erzeugende durch eine gebrochene Linie gebildet wird, Fig. i i eine Ansicht des
Elementes nach Fig. io von unten, Fig.12 eine schaubildliche Darstellung einer zusammengesetzten
Leuchtdekoration, die durchElemente, ähnlich denen nach Fig. io und i i, gebildet
wird.
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In den verschiedenen Zeichnungen beziehen sich die gleichen Bezugszeichen
auf gleiche Elemente oder Teile.
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Bei der Mehrzahl ,der Darstellungen ist aus Gründen der Klarheit die
im Innern eines jeden Elementes angeordnete Lichtquelle nichtdargestellt. Naturgemäß
kann überall dort, wo -diese Darstellung fortgelassen wurde, eine Anbringung derselben
erfolgen.
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In Fig. i und 2 ist i ein Leuchtelement, das durch eine sphärischeHülle
gebildet wird, in deren Innerem eine Lichtquelle?, wie eine elektrische Lampe oder
eine Gruppe elektrischer Lampen, angeordnet ist. Diese sphärische Hülle i ist asymmetrisch
ausgebildet; im dargestellten Falle wind die Asymmetrie durch einen konkaven sphärischen
Teil bedingt, dessen Krümmungsradius gleich dem Krümmungsra dius der Hülle ist.
Ein auf der Hülle angebrachter Kragen q. kann gleichzeitig für die Befestigung der
Hülle in ihrem Träger und für die Anbrintgung der Lichtquelle 2 verwendet werden.
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Wie bereits dargelegt, besteht die Hülle i aus einem für die Lichtstrahlen
durchlässigen Werkstoff, -der durchsichtig oder durchscheinend wie Glas, Porzellan,
gefärbt oder ungefärbt, verziert oder unverziert sein kann. Wie ersichtlich, ergibt
sich bei Einfügung eine Leuchtelementes i in die konkave Kugelkalotte 3 eines identischen
Elementes i die Möglichkeit, das erstgenannte Element in jedem Sinne in der s.p,härischen
Kalotte 3 zu drehen und infolgedessen die Aussparung ;@ und den Kragen 4 des erstgenannten
Elementes in bezug auf das letztgenannte Element i beliebig zu orientieren. Wie
in Fig. 3 dargestellt, kann man die Mittelpunkte einer Gruppe von Elementen i in
ihrer Aufeinanderfolge auf einer beliebigen Linie, beispielsweise einem Kreise oder
einer Ellipse, anordnen, um eine Leuchtdekoration, heispielsweise die Dekoration
einer Decke 5, zu bilden oder, wie in Fig. q. dargestellt, eine fortlaiifende Dekorationslampenreilie
längs eines beliebigen geradlinigen oder gekrümmten Gesimses 6 zu bilden. Die Linie
dieses Gesimses kann in einer Ebene gekrümmt sein, wie an einer ebenen Mauer, oder
dreidimensional gekrümmt, wie an einer Wendeltreppe.
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Fig. 5 zeigt .die gleichen Elemente i für die Bildung der Dekoration
eines Türrahmens 7. Zwischen die asymmetrischen Elemente i .ist ein symmetrisches
Element 8 eingeschaltet.
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Dieses symmetrische Element 8 wird durch eine symmetrische regelmäßige
Hülle gebildet und im dargestellten Falle in der Mitte der zusammengesetzten Dekoration
angebracht. Es könnte jedoch auch an beliebiger Stelle der genannten Zusammenstellung
an Stelle irgendeines der Elemente i angebracht «-erden.
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Eine ähnliche Leuchtdekoration kann in gleicher Weise mittels in Fig.
6 dargestellter zylindrischer Elemente erzielt werden (Fig. 7 und 8).
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Fig.9 zeigt eine Dekoration, die für Ankündi.gungs- oder Reklamezwecke
oder auch für andere Zwecke in Form von Buchstaben ausgebildet ist und 'durch entsprechende
zylindrische oder sphärische Elemente gebildet wird. Bei der zylindrischen Ausgestaltung
der Elemente kann die Hülle die verschiedensten Dekorationsformen erhalten, indem
sie nicht nur aus einem einfachen Zylinder, sondern aus mehreren gleichachsigen
Zylindern besteht, d. h. indem sie eine zusanimengesetzte Oberfläche nach Art der
in Fig. io und il dargestellten erhält. Die zylindrischen Einzelflächen- der Leuchthüllen
nach diesen Abbildungen können miteinander durch ebene oder gekrümmte Kronen verbunden
werden.
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Fig. 12 zeigt eine zusammengesetzte Leuchtdekoration, die aus Elementen
besteht, die durch Reflektören i' und 3' sowie von Leuchtzerstreuern i" oder 3"
nach Fig.-v gebildet werden.
Wie bereits .dargelegt, sind die beschriebenen
und dargestellten Elemente und Zusammenstellungen lediglich beispielsweise gegeben,
zahlreiche andere Möglichkeiten lassen sich naturgemäßschaffen, ohne ,den Boden
der Erfindung zu verlassen.