DE615397C - Verfahren zur Druckhydrierung von Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Druckhydrierung von Kohlenwasserstoffen

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DE615397C
DE615397C DEA61847D DEA0061847D DE615397C DE 615397 C DE615397 C DE 615397C DE A61847 D DEA61847 D DE A61847D DE A0061847 D DEA0061847 D DE A0061847D DE 615397 C DE615397 C DE 615397C
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DE
Germany
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hydrogen
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wide
reaction
pipes
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DEA61847D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Wilhelm Rittmeister
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STEINKOHLEVERFLUESSIGUNG und S
Original Assignee
STEINKOHLEVERFLUESSIGUNG und S
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • C10G1/06Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal by destructive hydrogenation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Druckhydrierung von Kohlenwasserstoffen Die Durchführung der Druckwärmebehandlüng voll hochsiedenden Kohlenwasserstoffen jeder Art und Herkunft, wie z. B. Bitumina, Erdölen, Destillations- und Extraktionsprodukten daraus oder aus Braunkohle, Steinkohle u. dgl., im ununterbrochenen technischen Betriebe stößt auf erhebliche Schwierigkeiten, die durch die bei diesen Reaktionen auftreten-@len Koksbildungen und Koksabscheidungen bzw. Festsetzungen hervorgerufen werden. Diese Schwierigkeiten ergeben sich sowohl bei dem Krackverfahren, als auch bei dein Bergin-Verfahren, das mit Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen unter hohem Druck und unter hoher Temperatur arbeitet. Die ununterbrochene Durchführung dieser Verfahren ist außerordentlich erschwert und wird sogar unmöglich gemacht durch die Ansetzung des ausgeschiedenen Kokses in den Reaktionsapparaten. Diese Ansetzung und Ansammlung des Kokseg führt zur überhitzungsgefahr, zum Verstopfen der Rohre, zur vorzeitigen Unterbrechung des Betriebes sowie zur Unsicherheit der allgemeinen Betriebsführung.
  • Es ist wohlbekannt, daß durch verschiedene Mittel die Koksbildung verringert werden kann, jedoch läßt sie sich nicht vollständig vermeiden. Es wurde nun gefunden, daß Kohlenwasserstoffe jeglicher Art, selbst solche, die stark zur Verkokung neigen, im ununterbrochenen Betrieb unter Benutzung von an sich für die Druckhydrierung schon beschriebenen Reaktionsgefäßen, die aus senkrecht stehenden Rohrpaaren mit abwechselnd großem und kleinem Querschnitt der Rohre bestehen, ohne die bisherigen Übelstände in Gegenwart von Wasserstoff oder wasserstoffabgebenden Gasen zu leicht siedenden, wertvollen Motortreibstoffen, höher siedenden Ölen und Schmierölen ohne jede Koksabscheidung dann umgewandelt werden können, wenn in dem Rohr mit weitem Querschnitt das Reaktionsgut von oben nach unten und in dem Rohr von engem Querschnitt das Reaktionsgut von unten nach oben geführt wird.
  • Das in dem weiten Rohr oben eintretende Reaktionsgut wird gemäß diesem Verfahren unten abgezogen und in das enge aufwärts geleitet. In diesem engen Rohr ist die Geschwindigkeit des Stromes naturgemäß verhältnismäßig viel größer als in dem weiten Rohr, in dem eine geringe Strömungsgeschwindigkeit herrscht. Dadurch wird erreicht, daß solche Stoffe, die unter den vorhandenen Bedingungen flüssig sind und die zur Polymerisation und Koksbildung neigen, schnell nach dem Boden des Gefäßes geführt werden bzw. fallen und dort durch das übrige gasförmige bzw. dampfförmige Reaktionsgemisch mitgerissen werden durch den engen Ablaß und aufwärts in das nächste Rohr mit engem Querschnitt. Diese zur Koksbildung besonders neigenden Stoffe können sich also nirgends in der Apparatur ansetzen bzw. ansammeln und werden auf diese Weise schnell durch das Reaktionssystem geführt. Die übrigen gas- bzw. dampfförmigen Bestandteile haben dabei die genügende Reaktionszeit zur Umsetzung in .leicht siedende Kohlenwasserstoff e.
  • Es wird ferner noch der Vorteil erreicht, daß bei dem Abziehen am Boden des weiten Rohres in das nächstfolgende enge Rohr und in diesem engen Rohr eine gute und innige Durchmischung des Reaktionsgutes und eine innige und allseitige Berührung des zu behandelnden Materials mit Wasserstoff bzw. wasserstoffabgebenden Gasen erzielt wird.
  • Naturgemäß ist es von Vorteil, auch bei dieser Art des Vorgehens die bekannten Mittel zur Verminderung der Koksbildung anzuwenden. Zu bemerken ist ferner, daß die Wirkung des Verfahrens noch durch Benutzung von Katalysatoren oder Anbringung von Kontaktmassen unterstützt werden kann, wobei die Kontaktmassen zweckmäßig in den Röhren mit weitem Querschnitt angebracht werden.
  • Bei der Wahl der Dimensionierung des Systems ist darauf zu achten, daß das Reaktionsvolumen der weiten Röhre so gewählt wird, daß bei verhältnismäßig tiefen Reaktionstemperaturen schon bemerkenswerte Ausbeuten an niedrigsiedenden Produkten gewonnen werden, während bei der Wahl der Dimensionierung der engen Röhre ein gewisser Spielraum besteht; jedoch soll das Verhältnis der Querschnitte immer so sein, daß eine erheblich größere Strömungs-Z, g e schwindigkeit in dein engen Rohr herrscht.
  • Als zu behandelndes Ausgangsmaterial eignen sich alle Kohlenwasserstoffe hochsiedender Art, gleich welcher Herkunft.
  • Die Reaktionsgefäße brauchen nicht vollständig senkrecht zu stehen, sondern es genügt eine nahezu senkrechte Lage bzw. eine von der waagerechten erheblich abweichende Lage.
  • Der Querschnitt der weiten Rohre kann z. B. 7o bis Soo mm betragen und kann größer oder kleiner sein, während die engen Rohre Querschnitte von 4 bis 30 mm haben können.
  • Bei Verwendung einer Serie von hintereinandergeschalteten Röhrenpaaren kann der Querschnitt der weiten Rohre untereinander gleich oder voneinander verschieden sein, ebenso der der engen Rohre. Unter Umständen ist es zweckmäßig, die Strömungsgeschwindigkeit in irgendeinem Teil des Verfahrens zu verändern, was leicht durch ein verschiedenartig gewähltes Querschnittsverh@iltnis innerhalb eines Röhrenpaares herbeigeführt werden kann.
  • Ebenfalls ist es unter Umständen zweckmäßig, so vorzugehen, daß die Strömungsgeschwindigkeit in der ganzen Serie stetig oder unstetig wächst oder sich verringert.
  • Auch ist es unter Umständen angebracht, die Temperatur der Reaktionsgefäße gesondert und unabhängig voneinander zu regeln, so daß in der Serie entweder ein oder mehrere mittelständige Röhrenpaare auf einer höheren oder niedrigeren Temperatur stehen als das Gesamtsystem, oder es ist möglich, stetig oder, unstetig im Gesamtsystem die Temperatur dem Austrittsende zu zu steigern oder zu verringern. Auch ist es möglich, die Reaktion so zu leiten, daß in den engen Rohren eine wesentliche Reaktion nicht vor sich geht, und es ist fernerhin möglich, verschieden wirkende Kontaktmassen in den einzelnen weiten Rohren des Systems anzuordnen. Ebenfalls ist es unter Umständen zu empfehlen, in dem einen Teil der Apparatur mehr auf eine reine Spaltung und in dem anderen Teil mehr auf eine reine Hydrierung hinzuarbeiten.
  • Ferner kann ein Teil des Reaktionsgutes an irgendeiner beliebigen Stelle aus dem System abgezogen werden, wodurch sich auch Druckunterschiede herstellen lassen.
  • Die bauliche - Anordnung der Reaktionsgefäße geschieht zweckmäßig bündelweise nebeneinander, jedoch ist die sternförmige Anordnung, wobei die Rohre weiten Durchinessers im Kern des Sterns angeordnet werden, möglich. Unter Umständen ist auch ein Ineinanderbauen von engen und weiten Röhren angebracht.
  • Beispiel In je vier hintereinandergeschalteten weiten (a, b, c, d) und engen (a1, b1, cl, dl) Gefäßen (in beiliegender Skizze schematisch dargestellt) wurden in z5o Stunden 3oo Liter eines stark schwefelhaltigen Texas-Gasöls, das besonders zu Polymerisationen neigt, unter Zoo Atm. Wasserstoffdruck bei 46o° hydriert. Das angewandte Texas-Gasöl hatte ein spez. Gewicht von 0,857 und folgende Siedegrenzen: -23o' = 2 0/0, -25o° = 9 %, -300° = 51 '/o, --330° = 71,5 0/0@ -360°85%.
  • Hieraus wurde ein Öl vom spez. Gewicht o,82o@mit folgendenS.iedegrenzenerhalten:.Bis 2oo° - 420/0, 25o° - 6o010, 330° = 92%.
  • Die Apparatur war nach Beendigung des Versuches koksfrei. Versuche mit dem gleichen Ausgangsmaterial in einer anderen Apparatur, die aus liegenden Rohren bestand, oder in einer Apparatur, die für die Aufwärtsbewegung verhältnismäßig weite Rohre besaß, führten bei geringeren Ausbeuten in etwa 50 bis 70 Stunden zu solchen Verstopfungen und Koksabscheidungen, daß die Versuche abgebrochen werden mußten: Unter Benutzung der gleichen Apparatur von vier paarweise hintereinandergeschalteten, abwechselnd engen und weiten, senkrecht stehenden Rohren wurde das gleiche Ausgangsmaterial (Texas-Gasöl) unter den gleichen Reaktionsbedingungen, nämlich bei 2ooAttn. Wasserstoffdruck und bei 46o° C bei gleichem Öl- und Wasserstoffdurchsatz hydriert, und zwar unter Aufwärtsbewegung des Reaktionsgutes in den weiten Rohren. Dies wird in einfacher Weise dadurch erreicht, daß man 01 und Wasserstoff in umgekehrter Richtung durch die Apparatur strömen läßt, indem man Öl- und Gaseintritt mit dem Austritt (Kondensation) vertauscht. Das Reaktionsgut strömt dann durch das enge Rohr d1 abwärts und durch das weite Rohr d aufwärts. Die gleiche Strömungsrichtung findet in den anschließenden weiten und engen Rohren statt.
  • Das hydrierte Öl hatte ein spez. Gewicht von o,818 bis o,820 und folgende Siedegrenzen: -200° =-- 4o bis 45 -25o° = 57 °%" -330° - 86 °/0.
  • Durch diese Versuchsanordnung läßt sich also etwa die gleiche Ausbeute an bis 2oo° siedenden Ölen erzielen, wie beim ersten Versuchsbeispiel,- die Ausbeute an Benzin war sogar in gewissen Betriebsabschnitten etwas höher. Die höhere Benzinausbeute erklärt sich aus der bei dieser Arbeitsweise eintretenden Koksbildung, die schon nach 68 Betriebsstunden zu den ersten Verstopfungen und Betriebsstörungen Anlaß gab und die sich dann im Verlaufe von weiteren 3 Stunden so verstärkte, daß eine weitere Durchführung des Versuches wegen völliger Verstopfung des Apparates durch Koksabscheidung unmöglich wurde.
  • Während man mit der beanspruchten Arbeitsweise unter Abwärtsbewegung des Reaktionsgutes in den weiten Rohren unter Vermeidung von Koksbildung i5o und mehr Betriebsstunden ohne - Störung durcharbeiten kann, ist man bei der umgekehrten Arbeitsweise schon nach etwa der Hälfte der Zeit (71: Stunden) durch Koksbildung, die zur Verstopfung der Apparatur führt, zum Abbruch des Versuches gezwungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE-i. Verfahren zur Druckwärmebehandlung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffen, wie Bitumina, Erdöle, Destillationsprodukte und Fraktionen und Extraktionsprodukte der Erdöle, Braun- und Steinkohle, in Gegenwart von Wasserstoff und wasserstoffhaltigen oder Wasserstoff abgebenden Gasen zur Erzeugung von wertvollen niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffen in einem System von paarweise hintereinandergeschalteten abwechselnd weiten und- engen, senkrecht oder fast senkrecht stehenden Rohren, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch von Ausgangsmaterial und Wasserstoff in den weiten Rohren von oben nach unten und in den sehr engen Rohren von unten nach oben strömt. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Katalysatoren angewendet werden.
DEA61847D 1931-05-07 1931-05-07 Verfahren zur Druckhydrierung von Kohlenwasserstoffen Expired DE615397C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1253691B (de) * 1959-10-27 1967-11-09 Union Carbide Corp Verfahren zur kontinuierlichen Hydrierung von Kohle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1253691B (de) * 1959-10-27 1967-11-09 Union Carbide Corp Verfahren zur kontinuierlichen Hydrierung von Kohle

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