DE61501C - Vorrichtung zum Schätzen von Entfernungen - Google Patents

Vorrichtung zum Schätzen von Entfernungen

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DE61501C
DE61501C DENDAT61501D DE61501DA DE61501C DE 61501 C DE61501 C DE 61501C DE NDAT61501 D DENDAT61501 D DE NDAT61501D DE 61501D A DE61501D A DE 61501DA DE 61501 C DE61501 C DE 61501C
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Dr. reuter, ordentl. Lehrer am König WilbeJms-Gymnasium, in Höxter
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Der Doppelseher besteht aus zwei Spiegeln, welche in einem Rahmen so zusammengesetzt sind, dafs sie unter einem sehr stumpfen, fast gestreckten Winkel zusammenstofsen.
In Fig. ι bezeichnet ABCD den Rahmen, aecf den einen, e.bfd den anderen Spiegel, ef ist die Linie, in welcher die Spiegel zusammenstofsen, I m η der stumpfe Winkel, welchen die Spiegelebenen zu einander bilden.
In Fig. 2 bezeichnet I m η den Querschnitt der beiden Spiegel. Es geht aus dieser Figur nach den bekannten Gesetzen über die Reflexion durch Spiegel hervor, dafs ein Gegenstand ρ infolge der zweifachen Reflexion durch die Spiegel / m und m η dem beobachtenden Auge ο doppelt als p' und p" erscheint. Die Gröfse des Winkels, unter welchemp' undp" dem Auge ο erscheinen, bleibt stets dieselbe, vorausgesetzt, dafs der Neigungswinkel der beiden Spiegel I m η nicht verändert wird.
Hieraus geht hervor, dafs, je weiter der Gegenstand ρ von dem Beobachter ο entfernt ist, um so mehr die Abweichung der Bilder p' und p" von einander wächst. Demnach wird man bei der Beobachtung mit dem Doppelseher aus der Entfernung der Bilderp' undp" von einander schliefsen können auf die Entfernung des beobachteten Gegenstandes vom Beobachter.
Um den Doppelseher praktisch zu verwerthen, wird man am besten die Spiegel unter einem solchen Winkel zusammensetzen, dafs bei einer Entfernung des beobachteten Gegenstandes von 200 m die Entfernung der Doppelbilder von einander eine normale Mannshöhe oder 1,70 tn beträgt. Sieht man z. B. bei der Beobachtung eines Mannes, dafs die Entfernung der Doppelbilder von einander etwa 3Y2 Mannshöhe beträgt, so wird sich ergeben, dafs der beobachtete Mann vom Beobachter etwa 700 m entfernt ist.
Will man möglichst genau beobachten , so wird man ein Fernrohr oder einen Krimstecher zu Hülfe nehmen. Der Doppelseher ist zu diesem Zweck mit einem Haken zu versehen , welchem an dem Fernrohr eine Oese derart entspricht, dafs der Doppelseher vor dem Objectivglas befestigt werden kann.
Es bleibt noch zu beweisen, dafs die Gröfse des Winkels χ (s. Fig. 2), unter welchem die Bilder p' und p" dem Auge ο erscheinen, dieselbe bleibt, falls der Neigungswinkel der Spiegel I m η sich nicht verändert.
Die Fig. 2 kann zum Zweck der gröfseren Deutlichkeit nicht den wirklichen Gröfsenverhältnissen entsprechen.
Die Linien ο α und 0 b bezeichnen den Abstand der Spiegel vom Auge. Dieser beträgt höchstens 0,25 m. Die Linien b-p, b-p', a-p und a-p" betragen in Wirklichkeit mindestens 200 m, da auf, geringere Entfernungen der Doppelseher nicht in Anwendung kommt.
Die Linie ab ist aufserordentlich klein. Denn da nach der Construction der Spiegel p'p" erst bei einer Entfernung von 200 m 1,70 m beträgt, so kann die Länge von a b, angenommen, dafs ο α gleich 0,25 m ist, höchstens einige Millimeter betragen.
Da also die Linien ρ α und ρ b auf 200 oder mehr Meter Entfernung nur um einige Millimeter von einander abweichen, so kann man sie als parallel ansehen. Es ist demnach:
Winkel pdm—pbn = ß,
ferner:
Winkel pam als Aufsenwinkel gleich Winkel amd -\- α dm; oder:
Winkel a = γ + β,
γ = α — β.
Nun ist in dem Viereck ο α m b:
Winkel χ = 4.R — [β + {iR — γ) + {2R— a)] x=4jR— β — 2R + Y— 2R+CL
ΛΓ = (α — ß)+y; (α — ß) = y
λ: = 2y.
y bezeichnet den Winkel, um welchen die Spiegel / m und m η von einander abweichen.
Somit ist bewiesen, dafs der Winkel χ stets doppelt so grofs ist als der Winkel y, um welchen die Spiegel I m und m η von einander abweichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Entfernungsschätzen mit oder ohne Fernglas, bei welcher zwei unter einem stumpfen Winkel zusammengesetzte Spiegel zwei Bilder eines Gegenstandes derart erzeugen, dafs aus dem Abstand der Bilder von einander auf die Entfernung des beobachteten Gegenstandes vom Beobachter geschlossen werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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