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Einrichtung zur Umwandlung von intensitätsveränderlichen Signalen
in intensitätsgleiche Signale veränderlicher Dauer, insbesondere zum Zwecke der
Bildübertragung Es sind Einrichtungen bekannt, durch die bei der übertragung von
intensitätsveränderlichen Signalen der Einfluß von Schwankunu Tbertragungs-"en und
Störungen auf dem C
wege dadurch ausgeschaltet wird, daß die Signale in intensitätsgleiche
Signale veränderlicher Dauer umgewandelt werden. Bei einer bekannten Einrichtung
dieser Art, die insbesondere zur elektrischen Bildübertragung ,dienen soll, wird
diese Umwandlung mit Hilfe eines durch die intensitätsveränderlichen Signale mittels
eines Saitengalvanometers mehr oder weniger stark ausgeblendeten Lichtbündels vorgenommen,
das weiter durch einen feststehenden Spalt ausgeblendet und durch hinter dem Spalt
vorbeibewegte öffnungen hindurch auf die lichtelektrische Zelle gerichtet wird.
Die bewegten Offnungen sind am Rande :einer umlaufenden Scheibe angeordnet und haben
eine in radialer Richtung spitz zulaufende Form, so daß die Dauer des Lichtdurchtrittes
je nach der Größe des durch denebenfalls radial verlaufenden Spalt ausgeblendeten
Lichtbündels, die der Intensität des einwirkenden Signals entspricht, verschieden
ist.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung einer derartigen
Einrichtung und besteht darin, daß das Lichtbündel von den intensitätsveränderlichen
Signalen abgelenkt, durch radiale Schlitze einer umlaufenden Scheibe ausgeblendet
und durch eine hinter der Scheibe ortsfest angeordnete öffnung hindurchgerichtet
wird, die in Richtung der Ab-
lenkung des Lichtbündels spitz zuläuft und als
Tönungsleiter wirkt. Nach Durchtritt durch die Tönungsleiter fällt der Lichtstrahl
dann auf die Lichtzelle. Zweckmäßig wird die Form des durch die umlaufenden Schlitze
hindurchtretenden Lichtbündels so gewählt, daß seine radiale Ausdehnung im Verhältnis
zu der radialen Höhe der Tönungsleiter gering ist. Gegenüber der bekannten Einrichtung
besitzt die neue Anordnung erhebliche Vorteile. Während bei der bekannten Einrichtung
in der urnlaufenden Scheibe eine große Anzahl von als Tönungsleitern. wirkenden
öffnungen hergestellt werden muß, ist bei der neuen Anordnung nur die Herstellung
einer einzigen Tönungsleiter erforderlich. Da die als Tönungsleiter wirk-ende öffnung
meist eine verhältnismäßig komplizierte, dem angestrebten Umwandlungsgesetz entsprechende
Form besitzt, -wird somit durch die neue Anordnung eine erhebliche Vereinfachung
erzielt, zumal -sich bei der praktischen Anwendung derartig-er Einrichtung-en häufig
die Notwendigkeit ergibt, das Umwandlungsgesetz
der Lichtsignale
zu ändern, so daß abwechselnd verschiedene Tönungsblenden verwendet werden müssen.
Weiterhin ist hervorzuheben, daß bei der neuen Anordnung die umgeformten Signale
praktisch eine gleichbleibende Intensität besitzen, während bei der b#ekannten Einrichtung,
bei der sich der Lichtdurchlaßquerschnitt je nach der Ablenkung des Saitengalvanometers
ändert, die umgeformten Signale nicht nur hinsichtlich ihrer Dauer, sondern auch
hinsichtlich der Intensität veränderlich sind, was insofern nachteilig ist, als
hierdurch die Einstellung einer bestimmten Lichtdosierung sowie die optimale Ausnutzung
der an der übertragung beteiligten Verstärker und übertragungsmittel erschwert ist.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Figuren erläutert.
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Fig. i zeigt schematisch die Anordnung des mit Radialschlitzen versehenen
Rades und der Tönungsblende.
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Fig. 2 zeigt den Verlauf des Lichtbündels. Fig. 3 veranschaulicht
die Entstehung des Bildes bei der Wiedergabe von einzelnen Aufzeichnungen veränderlicher
Länge.
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Die den Helligkeitswerten des Bildes entsprechenden veränderlichen
Ströme werden einem Oszillographen zugeführt, dessen Spiegel M ein von einer Lichtquelle
ausgesandtes Lichtbündel A-B auf die umlaufende Scheibe D wirft. In der umlaufenden
Scheibe sind radiale Schlitze in-n, p-q usw. . angeordnet, während sich hinter
der Scheibe die als Tönungsleiter dienende öffnung g, Iz,
1 befindet. Der Abstand der Schlitze ist so gewählt, daß sich immer nur ein
Schlitz vor der Tönung#leiter befindet. Die Aellse der umlaufenden Scheibe liegt
in einer Ebene, die durch die optische Achse der Anordnung und die Symmetrieachse
der Tönungsblende hindurchgeht.
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In dem zu M in bezug auf die Linse L (Fig. --) konjugierten
Brennpunkt ist eine lichtelektrische Zelle C angeordnet, die mit einem Verstärker
verbunden ist. Die auf die Zelle in einem bestimmten Augenblick fallende Lichtmenge
ist konstant, da sie dem durch eine öffnung von gleichbleibenden Abmessungen hindurchtretenden
Licht entspricht, wobei die öffnung bestimmt ist durch die Breite des unveränderlichen
Lichtbündels und die Breite des unveränderlichen Schlitzes. Die Dauer des Signals
ist veränderlich und abhängig von der Lage des Lichtstreifens A-B in bezug auf die
Tönungsleiter. Bei der Ablenkung x-y wird ein sehr kurzes Lichtsignal auf die Zelle
treffen, während bei der Ablenkung z-i dieses Lichtsignal sehr lang und in den dazwischenliegenden
Stellungen von mittlerer Dauer sein wird. Nach entsprech#ender Verstärkung erhält
man demnach elektrische Signale von gleichbleibender Intensität, deren Dauer jedoch
veränderlich istt und abhängig von den Tönungswerten des zu übertragenden Bildes
nach einem Gesetz, das man nach Belieben durch die Form der Tönungsleiter gestalten
kann. Im Empfänger wird die Umformung der Ströme in Lichtwerte mit irgendeinem bekannten
Verfahren durchgeführt.
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Fig. 3 zeigt in beträchtlicher Vergrößerung Z>
den Endzustand
der Wiedergabe, wobei die Aufeinanderfolge der Aufzeichnungen mit verschiedener
Länge den Eindruck der Tönung erzeugt. Der Abstand zwischen deji Mitten benachbarter
Aufzeichnungene#e'#e" hängt nur von der Frequenz ab, mit der die Schlitze
-der Scheibe D., die unter sich gleiche Ab-
stände besitzen, urnlaufen.
Der Antrieb der geschlitzten Scheibe wird zweckmäßig mit dem Antrieb des Bildsenderzylinders
gekuppelt und so eingerichtet, daß seine Geschwindigkeit je nach der erwünschten
Rasterung einstellbar ist.