DE613592C - Schlingertankanlage fuer Schiffe - Google Patents
Schlingertankanlage fuer SchiffeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B39/00—Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude
- B63B39/02—Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude to decrease vessel movements by displacement of masses
- B63B39/03—Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude to decrease vessel movements by displacement of masses by transferring liquids
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Description
Zum Abdämpfen von Schiffsschwingungen benutzt man allgemein den Frahmschen
Schlingertank, der aus zwei auf den beiden Schiffsaeiten angebrachten Tankbehältern besteht
(Abb. 1). Die beiden. Tankbehälter α sind
durch eine Verbindungsleitung δ miteinander verbunden, die an den unteren Seiten der
Tankbehälter einmündet. Bei dieser Anordnung tritt beim Schlingern des Schiffes ein
statisches Moment auf, das durch die Schwerpunktsverlagerung der Tankflüssigkeit verursacht
wird, und ein dynamisches Moment, das durch die Übertrittsbewegung von einer Tankseite zur anderen, also durch die Bewegung
im Rohr b, hervorgerufen wird. Das dynamische Moment wirkt dem statischen Moment
entgegen, so daß die Gesamtwirkung aus dem Unterschied der beiden Einzelwirkungen
besteht.
Es ist auch schon bekanntgeworden, daß man zur Erhöhung der Wirkung die unteren
an den beiden Tankseiten einmündenden Wasserverbindungsrohre hochzieht und oberhalb
der Schwingachse des Schiffes miteinander verbindet. Anordnungen dieser Art haben den Nachteil, daß das Wasserverbindungsrohr
besonders lang ist und vier Umleitungen um etwa 900 aufweist, so daß die
Wasserströmung stark gedrosselt ist. Es ist ferner der Nachteil damit verbunden, daß die
günstige Wirkung des hochliegenden Verbindungsrohres nur zum Teil ausgenutzt wird.
Im Gegensatz dazu mündet das hochliegende Verbindungsrohr d .der beiden Tankseiten nach
der Erfindung unmittelbar unterhalb der Oberflache c der Tankflüssigkeit bei ruhendem
Schiff in die beiden Flüssigkeitstanks ein (Abb. 2), mit dem Erfolg, daß die Wirkung
des statischen Moments voll zur Wirkung des dynamischen Moments zuzuzählen ist. Damit
keine Luft beim Schlingern des Schiffes in die Verbindungsleitung b eintritt, ist die Verbindungsleitung
δ innerhalb des Tanks durch, ein Saugrohr d fortgeführt, das möglichst weit
von der Schiffsachse zwecks Erzielung eines größtmöglichen dynamischen Momentenbeitrages
!entfernt ist.
Man kann die Verbindungsleitung b noch beträchtlich über dem Wasserspiegel c in den
Tank einmünden lassen, wenn man für eine so Entlüftung der Verbindungsleitung sorgt, die
etwa durch das Entlüftungsrohr e vorgenommen wird.
Statt der selbsttätig wirkenden Schlingertanks werden auch gesteuerte Schlingertanks
vorgesehen, bei denen die Übertrittsbewegung der Tankflüssigkeit nicht durch, die
Schräglage des Schiffes, sondern durch eine Pumpe / (Abb. 3) oder durch Preßluft gesteuert
wird, die auf den Raum über der Flüs- 6q
sigkeit des allseits abgedichteten Tanks einwirkt. Die Steuerung erfolgt dabei so, daß
die Bewegung der Tankflüssigkeit, wenn die Schwingung abgedämpft werden soll, um 900
der Schiffsschwingung nacheilt. Es kann auch ein halb gesteuerter Tank verwendet werden,
bei dem in der Verbindungsleitung an Stelle der Pumpe/ ein Drosselventil eingebaut ist,
das beim Durchschwingen des Schiffes durch die Mittellage für kurze Zeit selbsttätig oder
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von Hand geschlossen oder gedrosselt wird. Auch beim gesteuerten Tank kann man zweckmäßig
die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung; nämlich das hochliegende Verbindungsrohr,
verwenden. Der gesteuerte Tank β (Abb. 3) muß im Schiff möglichst tief liegen,
während die Verbindungsleitung in möglichst großer Entfernung von der Schiffsmittellinie
nach oben geführt ist. Auch bei dieser An-Ordnung wird man, um 'ein Versagen der Anordnung
durch 'eingeschlossene Luft in der Verbindungsleitung zu verhindern, eine Entlüftungsleitung
€ vorsehen, durch die etwa mitgerissene Luftteile dauernd abgesaugt werden.
In den Abbildungen ist die Drehachse, um die das Schiff schwingt, mit D bezeichnet.
Die dynamische Wirkung der übertretenden Tankflüssigkeit ist um so größer, je weiter
die senkrechten Rohrteile der Verbindungsleitung b von der Achse und je weiter das
waagerechte Stück von der Drehachse Z) entfernt sind.
Claims (3)
1. Schlingertankanlage für Schiffe, bei der die Seitentanks durch einen oberhalb
der Schwingungsachse des Schiffes angeordneten Wasserkanal verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der Wasserverbindungskanal möglichst hoch am Tank 'einmündet und innerhalb des Tanks bis in
die Tiefe der Tankflüssigkeit durch Saugrohre fortgesetzt ist.
2. Anlage nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wasserverbindungsleitung durch -eine Entlüftungsvorrichtung
lemtlüftbar ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 unter Verwendung einer Pumpe oder eines Gebläses
zum Aktivieren der Bewegung der Dämpfungsmassen, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Verwendung tief im Schiff liegender Seitentanks die horizontalen und vertikalen
Schenkel der Wasserverbindungsleitung in möglichst großem Abstand von der Schwin- 4^
gungsachse des Schiffes angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF76901D DE613592C (de) | 1934-01-12 | 1934-01-12 | Schlingertankanlage fuer Schiffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF76901D DE613592C (de) | 1934-01-12 | 1934-01-12 | Schlingertankanlage fuer Schiffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE613592C true DE613592C (de) | 1935-05-22 |
Family
ID=7112756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF76901D Expired DE613592C (de) | 1934-01-12 | 1934-01-12 | Schlingertankanlage fuer Schiffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE613592C (de) |
-
1934
- 1934-01-12 DE DEF76901D patent/DE613592C/de not_active Expired
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