DE612909C - Auf Nebensprechstoerungen hochempfindliche spulenbelastete Fernmeldeleitung mit elektrostatischer Abschirmung - Google Patents
Auf Nebensprechstoerungen hochempfindliche spulenbelastete Fernmeldeleitung mit elektrostatischer AbschirmungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01B11/00—Communication cables or conductors
- H01B11/02—Cables with twisted pairs or quads
- H01B11/12—Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics
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- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
- Communication Cables (AREA)
Description
- Auf Nebensprechstörungen hochempfindliche spulenbelastete Fernmeldeleitung mit elektrostatischer Abschirmung An Fernmeldekabel, die zur Übertragung von Frequenzen oberhalb 350o Hz dienen, beispielsweise an Rundfunkübertragungsleitungen, werden besonders hohe: Anforderungen hinsichtlich derNebensprech- und Erdstörungsfreiheit gestellt. So führte man Rundfunkübertragungsleitungenentweder ineigenen K.abeln(VerbindungskabelzwischenAufnahmeort und Sender) oder aber in besonders ausgerüsteten Fernkabeln (Programmaustauschleitung eines allgemeinen Rundfunkdienstes). Dadurch gewinnt man zunächst die elektrostatische und elektromagnetische Schutzwirkung-de:s Kabelbleimantels und,der Armatur sowie einen in neueren Kabeln allgemein erreichbaren. geringeren inneren Störungsgrad. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, die Rundfunkleitungen noch mit einer eigenen elektrostatisch vollkommenen Abschirmung gegenüber den innerhalb des Kabels verlaufenden Nachbarleitungen zu versehen, z. B. in Form einer vollständig geschlossenen Umhüllung von Stanniol o. ,dgl.
- Mit Rücksicht auf die hohen noch zu übertragenden Frequenzen wurden die Rundfunkleitungen für größere Entfernungen besonders leicht pupinisiert, sie besitzen demn:acheinesehrhoheGrenzfrequenz (rooooHertz oder darüber). Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, die einen möglichst großen Spulenabstand vorschreibt, wurden sie bisher mit einem ziemlich niedrigeny Scheinwiderstand (etwa 500 Ohm) gebaut. Mit letzterem Umstand ist jedoch ein bedeutender Nachteil verbunden. Zufolge des geringen- Scheinwiderstandes treten nämlich in :den Rundfunkleitungen verhältnismäßig :große Ströme und ebensolche elektromagnetische Felder auf. Diese bewirken nicht nur mittelbar ein elektromagnetisch induziertes übersprechen zwischen den Nachbarleitungen, insbesondere zwischen etwa nicht belasteten (Signal-) Leitungen und den Rundfunkleitungen, sondern auch mittelbar ein Übersprechen infolge der in den Stanniolhüllen entstehendenWirbelströme. Für letztere Kopplungsart konnte noch kein Ausgleichsmittel gefunden werden und wird sich vermutlich auch keine dauernd wirksame Gegenmaßnahme angeben lassen, da diese Kopplungen von der Stromstärke abhängig sind und auch nicht zeitlich konstant bleiben. Aber auch die von Starkstromleitungen herrührenden Störungen sind zufolge des geringeren Widerstandes der Leitungen erheblich.
- Um diese Nachteile zu beseitigen, geht die Erfindung von dem Gedanken aus, :die ÜbertragungsstrÖme und damit die von diesen herrührenden Störungen herabzusetzen. Gemäß der Erfindung geschieht dies dadurch, daß Fernmeldekabel zur Übertragung von Frequenzen üher 350o Hz, insbesondere mit elektrostatisch geschirmten Leitungen für Rundfunkübertragung, mit erhöhtem Wellenwiderstand gebaut werden. Dadurch kann unter Umständen auf Verwendung verhältnismäßig starker, als Wirbelstromschutz wirkender Metallschirme, z. B. Stanniolumhüllungen, verzichtet werden, oder aber diese können dünner- bemessen werden. Vorteilhaft wird die Erhöhung .des Wellenwiderstandes sowohl für die Rundfunkleitungen als auch für die benachbarten Sprech- oder Signalleitungen, die nicht unbedingt selbst elektrostatisch geschirmt sein müssen, vorgenommen. Auf diese Weise kann die Nebensprechdämpfung um mindestens i Neper gehoben werden; außerdem wird das Verhältnis der von Hochspannungsleitungen induzierten Ströme zu den Rundfunkübertragungsströmeg günstiger, da sich jene proportional der Vervielfachung
Der Spulenabstand ist also für die Rundfunkleitung von i auf 0,4 km, für die übrigen Leitungen von i auf o,8 km herabgesetzt, was natürlich einen Mehraufwand an Spulen bedeutet.Rundfunkleitung Signalleitung Betriebskapazität .............. 0,o37ßF/km o,o4oyF/km Spuleninduktivität . . . . . . . . . . . . . 35 mH 300 mH Spulenabstand . . . . . . . . . . . . . . . . 400 m 80o m Grenzfrequenz . . . . . . . . . . . . . . . . 1q. ooo Hz 325o Hz Wellenwiderstand . . . , . . . . . . . . . . 1540 Ohm 3050 Ohm - Für die Signalleitungen genügen billige Spulen, wie sie etwa für Stadtkabel verwendet werden.
- Durch die beschriebene Pupinisierungsart kann, ein vollwertiger elektrostatischer Ausgleich (z. B. durch Kondensatoren) vorausgesetzt, ohne besondere Maßnahmen zur Verringerung der magnetischen Kopplungen bei der Montage (z. B. Adervertauschung) ein Mindestwert der Nebensprechdämpfung »bei Sprache« von iq.,o Neper garantiert bzw. ein solcher von etwa 14,5 _Neper ohne weiteres erreicht werden.
- Werden die' elektromagnetischen Kopplungen durch Adervertauschungen noch weiter herabgesetzt, so ist ohne weiteres ein Mindestwert von 14,5 Neper gewährleistet bzw. ein Mindestwert von 15 Neper erreichbar.
- Wie bereits angedeutet, ist eine Voraussetzung für die vorteilhafte Anwendbarkeit dieses Verfahrens zur Erhöhung,der Nebensprechdämpfung durch Erhöhung :des Wellenwiderstandes, daß praktisch nur elektromagnetische Kopplungen vorhanden sind, daß also die statische Abschirmung lückenlos gedes Scheinwiderstandes, diese jedoch nur mit der Wurzel daraus verringern.
- In welcher Weise die Ausführung dieser Erhöhung der Wellenwiderstände vorzunehmen ist, möge das folgende Beispiel zeigen.
- Die Grenzfrequenz einer in bisher üblicher Weise angelegten Rundfunkübertragungsleitung möge etwa 1q. ooo Hz, ihr Scheinwiderstand etwa 57o Ohm, der Scheinwiderstand :der mit den Rundfunkleitungen gemeinsam verseilten belasteten Sprech- und Signalleitungen möge etwa q.oo Ohm betragen. Die Pupinspulen liegen in Abständen von i km.
- Durch die Anwendung der erfindungsgemäßen Verbesserung wird aber die Kabelanlage nach folgenden Angaben bemessen, wodurch zwischen den Rundfunkleitungen die \Tebensprechdämpfung um i Neper, zwischen den Signalleitungen um 1,5 Neper erhöht wird. -schlossen ist oder aber der Ausgleich elektrostatischer Kopplungen durch Anwendung geeigneter Ausgleichskondensatoren durchgeführt ist.
- Die vorgeschlagene Wellenwi.derstandserhöhung aller Leitünigen kommt in erster Linie für längere Rundfunkkabel in Betracht. Bei kürzeren Kabeln, bei denen die Reflexionserscheinungen am Anfang und Ende der Übertragungsleitungen keine Bedeutung besitzen, kann das Arbeiten mit geringeren Stromstärken und höheren Spannungen dadurch erreicht werden, daß die Eingangs- und Ausgangsscheinwiderstände aller an das Kabel angeschlossenen Apparate -möglichst hoch gewählt werden.
- Es kann .aber auch von Vorteil sein, z. B. bei besonders stark durch äußere Störungen beeinflußten Stellen, nur einzelne Stücke -der Kabelverbindung mit höherem Wellenwiderstand auszurüsten. Die Anpassung der einzelnen Abschnitte kann dann zweckmäßig durch Transformätoren geschehen, die gleichzeitig die Transformation auf geringere Stromstärken und höhere Spannung vornehmen.
- Ebenso wie die der Rundfunkleitung unmittelbar benachbarten Leitungen vorzugsweise mit größerem Wellenwiderstand gebaut werden sollen, ist es auch zweckmäßig, auf einen höheren Wellenwiderstand sämtlicher im gleichen Kabel verlegter Leitungen zu achten. Soweit dies möglich ist, sollten auch die in der Nähe verlegten Starkstromleitungen mit einem größeren Verhältnis von Spannung zu Stromstärke gebaut werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Auf Nebensprechstörungen hochempfindliche, spulenbelastete Fernmeldeleitung mit elektrostatischer Abschirmung zur Übertragung von Frequenzen über 3500 Hz, -insbesondere für Rundfunkzwecke, jedoch unter Ausschluß von Bildfunkkabeln, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Übertragung ,der höheren Frequenzen dienende Leitung zur Verringerung der Wirkung der elektromagnetischen Kopplungen einen hohen, über iooo Ohm liegenden Scheinwiderstand, insbesondere Wellenwiderstand, besitzt. -
- 2. Fernmeldekabel nach Ansprurch i, dadurch gekennzeichnet, daß auch die den elektrostatisch abgeschirmten Leitungen benachbarten Leitungen oder alle Leitungen des Kabelfis mit erhöhtem Wellenwiderstand ausgeführt sind.
- 3. Fernmeldekabel nach Anspruch i bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrostatisch abgeschirmten 'Leitungen mit einem Spulenabstand unter i km pupinisiert sind. q.. Fernmeldekabel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auch die benachbarten Leitungen der elektrostatisch geschirmten Leitungen mit einem Spulenabstand unter i km pupinisiert sind.
Priority Applications (1)
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| DES97274D DE612909C (de) | 1931-03-11 | 1931-03-11 | Auf Nebensprechstoerungen hochempfindliche spulenbelastete Fernmeldeleitung mit elektrostatischer Abschirmung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE612909C true DE612909C (de) | 1935-05-08 |
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ID=7520630
Family Applications (1)
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| DES97274D Expired DE612909C (de) | 1931-03-11 | 1931-03-11 | Auf Nebensprechstoerungen hochempfindliche spulenbelastete Fernmeldeleitung mit elektrostatischer Abschirmung |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE612909C (de) |
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1931
- 1931-03-11 DE DES97274D patent/DE612909C/de not_active Expired
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