DE609136C - Sicherungsvorrichtung gegen Diebstahl sowie Schutzvorrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Sicherungsvorrichtung gegen Diebstahl sowie Schutzvorrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

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DE609136C
DE609136C DEB155226D DEB0155226D DE609136C DE 609136 C DE609136 C DE 609136C DE B155226 D DEB155226 D DE B155226D DE B0155226 D DEB0155226 D DE B0155226D DE 609136 C DE609136 C DE 609136C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60—VEHICLES IN GENERAL
    • B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R25/00—Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles
    • B60R25/01—Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles operating on vehicle systems or fittings, e.g. on doors, seats or windscreens
    • B60R25/04—Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles operating on vehicle systems or fittings, e.g. on doors, seats or windscreens operating on the propulsion system, e.g. engine or drive motor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Sicherungsvorrichtungen gegen Diebstahl sowie Schutzvorrichtungen, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei welchen beim Stoß gegen ein Hindernis durch das Trägheitsvermögen eines Gewichtes unter Federwirkung stehende Einrichtungen, z. B. solche zum Abschalten der Brennstoffzufuhr und des Zündstroms, ausgelöst werden.
Bei bekannten Sicherungsvorrichtungen oben angegebener Art ist der eine Arm eines Winkelhebels durch ein Gewicht belastet, wobei sich der Nachteil ergibt, daß der Winkelhebel auch dann verstellt und mithin die unter Federwirkung stehenden Einrichtungen ausgelöst werden, wenn das Kraftfahrzeug, beispielsweise während der Fahrt auf schlechten Straßen, heftigenErschütterungen oder Stößen ausgesetzt wird.
Der Zweck der Erfindung ist nun, den obenerwähnten Nachteil zu beseitigen und eine gleichzeitig als Schutzeinrichtung dienende Sicherungsvorrichtung zu schaffen, deren unter Federwirkung stehenden Einrichtungen durch die gewöhnlichen auf das Fahrzeug einwirkenden Stöße nicht beeinflußt, jedoch mit Sicherheit ausgelöst werden, sobald das Fahrzeug gegen ein Hindernis stößt.
Zur Erreichung des angestrebten Zweckes ist erfindungsgemäß das Gewicht an dem einen Arm eines Kniehebels in der Nähe des Verbindungspunktes mit dem anderen Arm angebracht. Der Kniehebel kann dabei durch einen von Hand bewegten Bowdenzug oder eine Starige aus seiner Ruhestellung gebracht werden, und die Stange oder der Bowdenzug ist durch eine Schießeinrichtung feststellbar. Zweckmäßig steht der Kniehebel durch Vermittlung eines Hebelgestänges unter dem Einfluß eines zweiten, drehbar gelagerten Gewichtes, welches in einer Ebene senkrecht zur Einknickebene des Kniehebels beweglich, ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung durch zwei Ausführungsbeispiele veranschaulicht.
Abb. ι zeigt die eine Ausführungsform, während
Abb. 2 eine abgeänderte Ausführungsform veranschaulicht.
In Abb. ι bedeutet a die Hauptleitungen des Akkumulators auf dem Fahrzeug. Diese Hauptleitungen können durch einen die festen Kontakte d überbrückenden beweglichen Kontakt b des Hebels c verbunden werden. e bezeichnet eine von dem Unterbrecher des Zündmagneten kommende Leitung und f eine von der positiven Klemme der den Akkumu-
lator speisenden Dynamo kommende Leitung. Die Leitungen d und / können beide durch den am Hebel c angeordneten beweglichen und die Kontakte h und i überbrückenden Kontakt b mit der Erdleitung g verbunden werden. / bezeichnet die zu der Spule einer Induktionszündvorrichtung führenden Leitungen. Für gewöhnlich sind die Leitungen / durch den Hebel c miteinander verbunden, to welcher die mit ihnen in Verbindung stehenden Kontakte m überbrückt, η bezeichnet die Brennstoffzuführungsleitung, in welcher ein Regelungshahn ο angeordnet ist. Dieser Hahn ist durch einen Draht oder durch ein Drahtseil mit dem Hebel c so verbunden, daß eine Abwärtsbewegung des Verbindungspunktes des Hebels mit dem Drahtseil ein Schließen des Hahnes gegen den Zug einer Feder q bewirkt. Das Drahtseil/" kann gewünschtenao falls durch eine Druck- und Zugvorrichtung ersetzt werden. Eine Feder r strebt, den Hebel c auf der rechten Seite seines Drehpunktes j nach unten zu drücken.
An dem dem Kontakt b entgegengesetzten Ende ist der Hebel c mit einer Kniehebel-. vorrichtung verbunden, die aus einem oder zwei an dem Hebel c angelenkten Lenkern t und einem mit dem oder den Lenkern t und mit einem festen Drehpunkt ν verbundenen Lenker u besteht. Ein einstellbarer Anschlag w begrenzt die Bewegung des Kniehebels über die Stellung hinaus, in welcher die Lenker t und u sich in gleicher Richtung befinden, und leine von dem Handgriff oder -knopf y betätigte Druck- und Zugvorrichtung χ dient dazu, die Kniehebelvorrichtung gegen den Anschlag w in ihre Verriegelungsstellung zu bringen oder sie in der entgegengesetzten Richtung zu bewegen, um die Kniehebelwirkung aufzuheben und die Glieder des Kniehebels in bekannter Weise gegeneinander einklappen zu lassen. Von dem Lenker u wird das Gewichts getragen, das mittels eines Schraubbolzen 2 oder durch irgendein anderes Mittel an irgendeiner Stelle des Lenkers u zwischen seinem festen Drehpunkte und seiner Verbindung mit den Lenkern f fest verbunden werden kann, um die Wirkung des Gewichtes in der im folgenden beschriebenen go Weise einstellen zu können.
Die Vorrichtung ist zweckmäßig in einem
Kasten 3 eingeschlossen, dessen Seite 4 der Vorderseite des Fahrzeuges zugekehrt ist, während die Seite 5 der Rückseite des Fahrzeuges zugewendet ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Wenn das Fahrzeug gegen ein Hindernis
stößt, so bewirkt der plötzliche Stoß auf das Fahrzeug, daß das Gewichts infolge seiner Trägheit den Verbindungspunkt zwischen den Lenkern t und u auf die rechte Seite einer den Drehpunkt ν mit dem Verbindungspunkt des Hebels t mit c liegenden Verbindungslinie bewegt, so daß die Feder r frei wird, um das rechtsseitige Ende des Hebels f niederzudrücken und das linksseitige Ende anzuheben. Der Batteriehauptstromkreis wird infolgedessen durch den Kontakt b unterbrochen und der Zündmagnet und die Dynamo über dieselbe Klemme geerdet. Zu gleicher Zeit wird die Brennstoffzufuhr durch den Hahn 0 abgesperrt und die Zündspulenleitungen j durch den Hebel c getrennt. Ein durch den Zusammenstoß des Fahrzeuges mit dem Hindernis hervorgerufener Unfall kann daher niemals einen Brand verursachen, der seine Ursache in einer die Entzündung des Brennstoffes veranlassenden Beschädigung der elektrischen Leitungen des Fahrzeuges hat, denn das elektrische System ist stromlos und *die Brennstoffzufuhr abgesperrt. Die Maschine wird ebenfalls abgestellt, weil der Zündmagnet geerdet, die Zündspule unterbrochen und die Dynamo unwirksam ist.
Um die Vorrichtung nach einem Unfall wieder in die Anfangsstellung zu bringen, wird der Handgriff^ betätigt, wodurch der Kniehebel in die Stellung zurückbewegt wird, in welcher die Glieder t sich gegen den An- go schlag w legen.
Der Handgriff y kann mit einem durch einen Schlüssel zu betätigenden Schloß verbunden sein, so daß die Vorrichtung als ein Vorbeugungsmittel gegen Diebstahl des Fahrzeuges dienen kann.
Durch Einstellung des Gewichtes s in verschiedene Stellungen gegenüber dem Gliede u kann die Empfindlichkeit der Einrichtung so geregelt werden, daß sie durch keinen Grad der Bremswirkung des Fahrzeuges zur Wirkung gebracht wird. In der Praxis dürfte die richtige Einstellung der Vorrichtung die sein, daß sie nur bei einem Zusammenstoß des Fahrzeuges mit einem Hindernis wirksam wird.
Das Gewichts ist hinsichtlich seines Verbindungspunktes mit dem Gliede u so angeordnet, daß Aufundabbewegungen des Fahrzeuges die Auslösung des Kniehebels nicht hervorzurufen streben, sondern eher den Kniehebel gegen den Anschlag w zu drücken bestrebt sind. Durch die Einstellung des letzteren wird ebenfalls die Empfindlichkeit der Einrichtung geregelt.
Nach Abb. 2 werden die beweglichen Teile von Kugellagern, getragen, und die Teile sind außerdem so angeordnet, daß auf die Schalter und den die Brennstoffzufuhr regelnden Hahn keine wirksame Bewegung" übertragen wird, bevor nicht die Kniehebelteile t und 11 iao zusammengeklappt sind oder sich über 'die Totpunktlage nach der rechten Seite der Ab-
bildung bewegt haben. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß der Widerstand, welchen das Gewicht .3 zur Überwindung der Kniehebelwirkung zu überwinden hat, kon-S stant ist und daß die Betätigung der Schalter und des Hahnes vollkommen unabhängig bewirkt wird. Das Drahtseil p, welches zu dem die Brennstoffzufuhr regelnden Hahn führt, trägt zwei Ringe p1 und p2, zwischen
ίο welchen sich ein auf dem drehbaren Ende des Hebels c angeordneter Arm c1 so bewegt, daß er den Ring/)2 zum Absperren des Brennstoffes nicht eher betätigen kann, als bis der Kniehebel eingeknickt ist. Eine ähnliche An-Ordnung zweier Ringe x1 und x2 ist auf dem Drahtseil χ zur Betätigung des Kniehebels von Hand vorgesehen, so daß diese Ringe während der selbsttätigen Wirkungsweise dieses Kniehebels unbeeinflußt von diesem sind. Die Federn r. sind bestrebt, den um den festen Punkt j drehbaren Hebel c anzuheben. An dem oberen Ende des Kniehebels u ist ein Hubnocken 7 angeordnet, der beim Einknicken des Kniehebels das Ende 8 eines drei-
s5 armigen Hebels beeinflußt,, dessen einer Arm 9 den Kontakt b zur Herstellung und Unterbrechung der Verbindung zwischen den Hauptbatterieleitungen α und zwischen den Spulenleitungen j trägt, während ein anderer Arm 10 die Kontaktklingen 11 trägt, um die Klemmen des Zündmagneten und die positiven Dynamoleitungen e und / zu berühren und über die Leitung d zu erden. Eine Feder 12 zieht den Arm 8 des dreiarmigen Hebels gegen den Nocken 7, aber die Kontakte h, d und m begrenzen diese Bewegung, so daß der Arm 8 mit den Nocken 7 nicht in Berührung kommt, bevor nicht der Kniehebel eingeknickt worden ist.
Auf einem feststehenden Zapfen 14 ist ein schwingbarer Gewichtskörper 13 frei angeordnet, der auf entgegengesetzten Seiten der Hubnocken gleichartige Vertiefungen 15 und 16 aufweist, mit denen ein Ring 17 in Eingriff kommen kann, der auf einem bei 19 drehbar gelagerten und den Knickpunkt der Knickhebelglieder t und 11 beeinflussenden Hebel 18 angeordnet ist. Bei dieser Anordnung wird eine Stoßkraft, welche quer zu der die Bewegung des Gewichtes 2 oder das Überschlagen des Fahrzeuges hervorrufenden Kraft gerichtet ist, eine Schwingbewegung des Gewichtes 13 bewirken, so daß der Teil 17 in die eine oder andere der Aussparungen 15 und 16 eintreten kann, worauf der Hebel 18 den Kniehebel beeinflußt und das Einknicken desselben hervorruft. Das Gewicht 13 muß sich über einen ziemlich großen Winkelbetrag drehen, bevor der Hebel 18 bewegt wird, um zu erreichen, daß dieser Hebel nur auf Stöße oder Kippbewegungen des Fahrzeuges anspricht, auf welche es eingerichtet ist. 20 ist ein abnehmbarer Deckel für die auf der Decke des Gehäuses 3 angeordneten Teile.
Die Vorrichtung kann in einfacher und gedrangter Bauart als eine in sich geschlossene Vorrichtung hergestellt werden, die in ein Fahrzeug eingebaut und mit den elektrischen und anderen Teilen verbunden werden kann. Es ist selbstverständlich nicht notwendig, daß die Vorrichtung zur Regelung aller der angegebenen Teile dient, z. B. kann ein Fahrzeug nur Magnet- oder Spulenzündung besitzen, und eine Regelung der Dynamo kann für die Sicherheit des Fahrzeuges in einzelnen Fällen als nicht notwendig angesehen werden.
Die Vorrichtung hat den Vorteil, Flugzeuge gegen Feuersgefahr zu schützen, wenn es gegen ein Hindernis trifft. Sie kann ferner dazu benutzt werden, gewünschtenfalls einen über der Maschine angeordneten Feuerlöschapparat zu betätigen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Sicherungsvorrichtung gegen Diebstahl sowie Schutzvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei welcher beim Stoß gegen ein Hindernis durch das Trägheitsvermögen eines Gewichtes tinter Federwirkung stehende Einrichtungen, go z. B. solche zum Abschalten der Brennstoffzuführung und des1 Zündstromes, ausgelöst werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht an dem einen Arm eines Kniehebels in der Nähe des Verbindungspunktes mit dem anderen Arm angebracht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kniehebel durch einen von Hand bewegten Bowdenzug oder eine Stange aus seiner Ruhestellung gebracht werden kann, der oder die durch eine Schließeinrichtung feststellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, lo5 dadurch gekennzeichnet, daß der Kniehebel mit den Abschaltvorrichtungen mittelbar durch Nocken und Leerlaufeinrichtungen verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, n0 dadurch gekennzeichnet, daß der Kniehebel durch Vermittlung eines Hebelgestänges unter dem Einfluß eines zweiten, drehbar gelagerten Gewichtes steht, welches in einer Ebene senkrecht zur Ein- ng knickebene des Kniehebels beweglich ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEB155226D 1932-03-17 1932-04-14 Sicherungsvorrichtung gegen Diebstahl sowie Schutzvorrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge Expired DE609136C (de)

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