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Kettenlose Mercerisiermaschine Den Gegenstand vorliegender Erfindung
bildet eine weitere Vervollkommnung an foulard- und kettenlosen. Mercerisiermaschmen,
bei denen das. Gewebe in dauernder Berührung mit den Förderwalzen durch einen Tränk-
und unmittelbar ansehUe.Bend durch einen Waschtrog geführt wird, nach Patent
579 622.
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Eine derartige Maschine besteht in der Hauptsache aus einem Imprägnierabteil
und unmittelbar anschHeßendem Waschabteil. Beide Abteile besitzen je .eine Anzahl
in die Flotte eintauchende Förderwalzen, auf denen wieder zwischen je zwei Förderwalzen
eine Überführungswalze aufliegt. Am Ende des Imprägnierabteils ist die letzte Förderwalze
mit der folgenden Überführungswalze als besonders starkes Hauptquetschwerk ausgebildet,
deren Oberwalze von der folgenden ersten Führungswalze im Waschbehälter in beliebigem
Abstande,eingestellt werden kann, so daß es möglich ist, etwaige Längenveränderungen
des Gewebes durch langsameres oder schnelleres Laufenlassen einer der leiden Walzengruppen
in hekannter Weise zu bewirken bzw. den Lauf der Maschine diesen Veränderungen anzupassen.
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Bei der Behandlung von Geweben, die sich infolge der Quellung, z.
B. durch Merceri,sier,-laugen, durch ,das Quetschwerk leicht ausmangeln lassen bzw.
sich leicht hängen, entstehen oft vor dem Hauptquetschwerk Falten.
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Derartige Falten lassen sich wohl dadurch vermeiden, indem man das
Gewebe am Einlasser der Maschine übermäßig spannt. Bei B.aumwallgeweben läßt sich
dieser Übelstand leicht beheben. Anders liegt es aber bei Geweben aus Fasern, die
sich ehr viel strekken, also äußerst schonend behandelt werden müssen, und demzufolge
am Einla.ß nur ganz mäßig gespannt werden dürfen, z. B. Leinen und Kunstseide, ferner
solchen Geweben, bei denen es lediglich darauf ankommt, das Gewebe nur zu laugieren,
um es einerseits zu verdichten, und schließlich bei Mischgeweben aus Baumwolle und
Kunstseide, bei denen die Baumwollfäden so mit Lauge getränkt werden, daß sie :einen,
Meroerisierglanz erhalten und infolge der Laugeneinwirkung im folgenden Farbbade
die Farbe ebenso schnell aufsaugen wie die Kunstseidenfäden, um dadurch seine gleichmäßige
Färbung zu erhalten. ,#£uch Gewebe aus Leinen dürfen nicht ausgereckt werden, wenn
sie einer Krump:fbehandlung in der Kette unterwarfen werden. Aus diesem Grunde müssen
diese Gewebe lose in die Maschine eingelassen werden. Ferner zieht sich auch Leinen
nicht so sehr zusammen wie Baumwolle, es wird vielmehr durch die Behandlung mixt
Natronlauge weicher
und nachgiebiger und L#ßt sich bei hohem Quetschdruck
zwischen Walzen leichter in die Länge mangeln.
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Diesem Übelstande abzuhelfen, ist der Zweck der Erfindung. Es wird
dies dadurch. erreicht, daß man die letzte überführungswalze vor dem Hauptquetschwerk
derart stehbar einrichtet, daß sie in eignem beliebigen Abstande von der folgenden
Quetschwa12je gehalten werden kann, so, daß die vor dem. Hauptquetschwerk liegende
Walzengruppe durch .einen in bekannter Weise regelbaren Antrieb in ihrer Fördergeschwindigkeit
dem Verhalten des Gewebes angepaßt werden kann, dabei aber beim Langsarnerlaufen
der Walzengruppe im Trinktrog eine unmittelbare Friktion zwischen der Unterwalze
des Hauptquetschwerkes und der letzten. Oberwalze des Trinktroges, was ein wesentlicher
Vorteil ist, vermieden und somit leine schonende Behandlung empfindlicher Gewebe
ermöglicht wird. Diese VezvoRkkomrn.-nung ist demnach besonders anzuwenden bei der
Behandlung von Geweben, welche leicht Längenveränderungen aufweisen, wie z. B. Kunstseide,
Leinen, und Krepp.
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In der Zeichnung ist eine solche Maschine nach der Erfindung beispielsweise
dargestellt. Es zeigen: Abb. i eine Seitenansicht, Abb. z eine Gewebeführung mit
Faltenbildung an der Unterwalze des- Quetschwerks bei starker Abquetschung, Abb.
3 ,eine Gewebeführung mit in Abstand eingestellten Walzen, wobei jede Faltenbfdung
vermieden wird.
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Das Gewebe ist mit A bezeichnet. B ist der Flottenbehälter
des Imprägnierabteils und C der Behälter für die Spülflotte. Die untere Reihe Förderwalzen,
welche mixt D1, D2 usw. bis DIO bezeichnet ist, taucht in die Flotte ein und ist
gruppenweise angetrieben. Die letzte Förderwalze G des Imprägnierabteils mit der
folgenden überführungswalzeF sind als besonders starkes Hauptquetschwerk ausgebildet
und .erhalten @ebenfalls einem bieson,-deren Antrieb. Alle übrigen oberen überführungswalzen,
welche mit El, E= usw. bis EI' bezeichnet sind, außer der Walze F, liegen
auf den unteren Förderwalzen Dl, D2 usw. lose auf. Die OberwaUe F des Hauptquetschwerks
ist derart einstellbar bzw. schwenkbar gelagert, daß zwischen dieser und der nächsten
Förderwalze D#6 ein beliebiger Abstand gehalten werden kann. Ebenso isst auch die
letzte überfüllrungswalze E5 vor dem Hauptquetschwerk derart einstellbar gelagert,
daß zwischen dieser und der Unterwalze G des Hauptquüschwerks ebenfalls ein beliebig
kurzer Abstand gehalten werden kann. Auf diese Weise wird vor und hinter dem Hauptquetschwerke
je eine Stelle geschaffen, an der ,ein Ausgleich in der Gewebespannung stattfinden
kann, da das Quetschwerk unabhängig von der vorderen sowie hinteren Walzengruppe
angetrieben wird. Die Fördergeschwindigkeit dieser Walzengruppen isst - b.ei,-spielsweise
durch Riementriebe und konic!che Riemenscheiben gegeneinander regelbar.
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Die Führungen H und I( der Oberwalze F sowie der (Jberführungswalze
F6 sind um die Achsen der Unterwalzen G und Dri schwenkbar gelagert und finit als
Spindeln ausge,-bildeten Stützen L und 1 versehen. Durch Verstellen dieser Spindeln
känn man seinen beliebig kleinen Zwischenraum zwischen den Walzen E5 und Cr sowie
zwischen den Walzen F und Dß .einstellen, wie dies in Abb. 3 ersichtlich ist.