DE60871C - Vorrichtung zum Anlassen von Gasmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Anlassen von Gasmaschinen

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DE60871C
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DE
Germany
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ignition
mixture
machine
cylinder
cock
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DENDAT60871D
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English (en)
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BUSS, SOMBART & CO. in Magdeburg
Publication of DE60871C publication Critical patent/DE60871C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02NSTARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02N99/00Subject matter not provided for in the other groups of this subclass
    • F02N99/002Starting combustion engines by ignition means
    • F02N99/008Providing a combustible mixture outside the cylinder

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Inbetriebsetzung gröfserer Gasmaschinen verursacht bekanntlich dadurch gröfsere Schwierigkeiten, dafs das Andrehen der Schwungräder für einen Mann zu schwer wird und mehrere für diese Arbeit erforderlich werden. Die Anwendung kleiner Hülfsmaschinen, durch die der gröfsere Motor erst in Gang gebracht wird, erleichtert zwar die Inbetriebsetzung, erfordert aber eine recht kostspielige Anlage.. Deshalb wird folgende. Einrichtung vorgeschlagen. An einer geeigneten Stelle des Cylinders, am besten möglichst in der Nähe der Zündvorrichtung, befindet sich eine kleine Handpumpe, mit deren Hülfe man unter Offenhaltung des Auslafsventils zündfähiges Gemisch in die Maschine pumpt, deren Kurbel so gestellt wird, dafs bei Entzündung des Gemisches ein sofortiges Anspringen des Motors möglich ist.
Die Zündung bewirken wir mit der an dem Motor angebrachten Glühzündung, deren Construction aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist. Bei derselben tritt während der Compressionsperiode, und sobald der sich hin- und herbewegende Schieber dieses gestattet, frisches Gemisch vom Mischventil durch das Rohr η r in den glühenden Zündhut ^, während die in demselben befindlichen Rückstände von der vorhergehenden Verbrennung aufsen .um das Rohr r herum in den Raum i gedrückt werden. Beim Stillstand der Maschine kann kein zündfähiges Gemisch in den Zünder gelangen, so lange dasselbe nicht durch irgend ein mechanisches Hülfsmittel dorthin geschafft wird. Dies erreichen wir entweder dadurch, dafs wir im Cylinder Ueberdruck erzeugen, oder indem wir durch eine geeignete Vorrichtung frisches Zündgemisch vom Cylinder her durch die Zündung saugen.
Bei dem ersten Verfahren findet die Zündvorrichtung nach Fig. 1 in folgender Weise Verwendung: Nachdem durch die Gemischpumpe eine bestimmte Menge frischen Gemisches in die Maschine geschafft worden ist, wird das Auslafsventil geschlossen, der Hahn h, Fig. i, dagegen geöffnet. Hierauf pumpt man mittelst der Handpumpe noch so lange Gemisch in den Cylinder, bis durch den nunmehr entstehenden Ueberdruck zündfähiges Gemisch durch den Zündhut \ hindurch nach dem Räume m tritt und sich dabei entzündet; der Motor setzt sich in Bewegung, schliefst durch den Schieber oder auf eine andere geeignete Weise den Hahn h und arbeitet nunmehr allein weiter.
Bei Anwendung der Vorrichtung nach Fig. 2 wird zunächst, wie vorher, frisches Zündgemisch bei geöffnetem Auslafsventil in den Cylinder gepumpt, dann das Auslafsventil geschlossen und der Hahn h geöffnet. Saugt man nun mittelst des Kolbens k, indem man denselben nach links bewegt, die Rückstände aus der Zündvorrichtung heraus, bis frisches Gemisch zum Zündkörper gelangt, so entzündet sich dieses und leitet hierdurch die Verbrennung des Gemisches im Cylinder ein. Die Ausdehnung der verbrennenden Gase setzt den Motor in Bewegung, der nun vermöge der lebendigen Kraft des Schwungrades weiter läuft und normale Arbeitsvorgänge herbeiführt. Durch eine geeignete Vorrichtung wird entweder bei der Linksbewegung des Kolbens k oder durch den Schieber der Maschine der
Hahn h geschlossen, so dafs sich die Zündvorrichtung für die nächsten Zündungen wieder in ihrem normalen Zustande befindet. In beiden Fällen, sowohl gemäfs Anordnung nach Fig. ι als auch nach Fig. 2, ist selbstverständlich erforderlich, dafs ein zwischen Zündhut und Cylinderkanal eventuell vorhandenes Abschlufsorgan, wie hier z. B. Schieber s, so eingestellt ist bezw. in der Anlafsstellung des Motors so steht, dafs die Verbindung zwischen Cylinder und Zündhut offen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Gas- und Petroleummotoren, welche mit einer Zündvorrichtung versehen sind, die in der Weise arbeitet, dafs das Gemisch durch die Compression in der Maschine in einen Zündkörper gedrückt wird, wobei dasselbe die Rückstände der vorhergehenden Verbrennung vor sich her aus dem Zündkörper fortdrängt, die Anbringung entweder eines Hahnes h und Verdrängerraumes (m), in welchem beim Stillstand der Maschine die in den Räumen vor und hinter dem Zündkörper (n und i) befindlichen, nicht brennbaren Gase dadurch hineingedrängt werden, dafs mittelst einer Gemische pumpe frisches, zündfähiges Gemisch in den Cylinder der Maschine geschafft wird, welches vermöge der allmälig anwachsenden Pressung in den Zündkörper tritt und die Zündung herbeiführt, oder eines Hahnes (h) und eines mit der Hand verstellbaren Kolbens (k), der dazu dient, das in den Cylinder eingeprefste Gemisch in die Zündkörper hineinzusaugen, um dadurch beim Stillstande der Maschine eine Zündung behufs Ingangsetzung derselben zu ermöglichen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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