DE608693C - Verfahren zur Herstellung von kaeltebestaendigem sulfoniertem Klauenoel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kaeltebestaendigem sulfoniertem Klauenoel

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DE608693C
DE608693C DEZ19544D DEZ0019544D DE608693C DE 608693 C DE608693 C DE 608693C DE Z19544 D DEZ19544 D DE Z19544D DE Z0019544 D DEZ0019544 D DE Z0019544D DE 608693 C DE608693 C DE 608693C
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DE
Germany
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cold
resistant
sulfonated
production
leather
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Expired
Application number
DEZ19544D
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English (en)
Inventor
Dr Ernst Mezey
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Zschimmer and Schwarz GmbH and Co KG
Original Assignee
Zschimmer and Schwarz GmbH and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von kältebeständigem sulfoniertem Klauenöl Eines der wertvollsten Fettungsmittel für Leder ist Klauenöl. Klanenöl gibt dem Leder, in emulgierter oder sulfonierter Form als Fettlicker angewandt, einen vollen Griff und hohe Geschmeidigkeit.
  • Die Einverleibung von Klauenöl in das Leder hängt in hohem Maße von der Art der Emulsionsbereitung ab. Eine mittels Seife oder sulfonierten Ölen hergestellte Klauenölemulsion ist grobteilig, unbeständig und wird von dem Leder ungleichmäßig aufgenommen. Die mittels Sulfonierung in der bisher üblichen Weise wasserlöslich gemachten Klauenöle sind dagegen meist zu feinteilig; das Klauenöl ist durch die gewaltsame Sulfonierung chemisch weitgehend verändert, wodurch die wertvollen fettenden Eigenschaften des natürlichenKlauenöles mehr oder weniger verlorengehen.
  • Die auf dem Markt befindlichen sulfonierten Klauenöle weisen vom Standpunkt der Lederfettung aus folgende Nachteile auf: i. Zu weitgehende Sulfonierung, wie soeben erwähnt.
  • a. Gehalt an Oxy- und Dioxystearinsäuren, die bei der Sulfonierung entstehen und im öl zum Teil gelöst sind, zum Teil sich absetzen. Diese oxydierten Fettsäuren haben einen hohen Schmelzpunkt und neigen im Leder zum Ausschlagen. Dieser Fettausschlag wird erst durch mechanisches Pressen, Bügeln, u. dgl. auf dem fertigen Leder hervorgerufen und setzt dessen Wert empfindlich herab. Außerdem bereitet die Erzielung einer gleichmäßigen Färbung vermittels Farbstoffen oder Farbpigmenten auf einem mit Oxyfettsäuren behafteten Leder große Schwierigkeiten.
  • 3. Mangelnde Kältebeständigkeit. Die meisten sulfonierten Klauenöle werden in der Kälte trüb, gebienAusscheidungen und zeigen dasselbe Verhalten auf der Lederoberfläche, wenn das Leder sich in kalten Räumen befindet. Die Folge ist ein Mattwerden oder direktes Ausschlagendes auf Hochglanz gestoßenen Leders.
  • Satzbildung. Die obenerwähnten Oxyfettsäuren setzen sich im Faß beim Lagern als mehr oder weniger starker Satz ab und bilden so einen direkten Verlust für den Verbraucher, der diesen Satz ohne Gefährdung seines Leders nicht verwenden kann.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Herstellung eines sulfonierten Klauenöls, welches von den obigen Mängeln in jeder Beziehung befreit ist.
  • Zu diesem Zweck wird kältebeständiges Klauenöl bei Temperaturen nicht über 5° in Gegenwart von indifferenten Lösungsmitteln mit nicht mehr als i 5 % Schwefelsäure behandelt, also schwach sulfoniert. Das Sulfonat löst sich im Wasser in Form einer milchigen Emulsion. Das Sulfonat wird wie üblich gewaschen und bei niedrigen Temperaturen neutralisiert. Das gegebenenfalls mitverwandte Lösungsmittel wird aus dem Sulfonat abgetrennt.
  • Ein so hergestelltes, äußerst schonend sulfoniertes Klauenöl ist klar, kältebeständig, bleibt satzfrei und liefert eine für die Lederfettung besonders hochwertige gleichmäßige Emulsion von optimaler Teilchengröße.
  • Nicht zu verwechseln ist dieses Verfahren mit der Herstellung von kalk-, säure- und salzbeständigen sulfonierten Ölen, die zumeist in der Textilindustrie Verwendung finden. Diese Produkte werden zwar vielfach auch in der Kälte und in Gegenwart von Lösungsmitteln sulfoniert, aber mit überschüssiger Schwefelsäure oder mittels sonstigerbesonders energisch wirkender Sulfonierungsmittel, wie z. B. Chlorsulfonsäure, und stellen im Gegensatz zu dem schwach sulfonierten Produkt der vorliegenden Erfindung hochsulfonierte öle dar, die zum Zweck der Lederfettung nicht geeignet sind.
  • Die Herstellung eines schwach sulfonierten Klauenöls für Leder mit den bezeichneten Eigenschaften unter den gegebenen Bedingungen ist also neu und stellt einen technischen und wirtschaftlichen Fortschritt dar.
  • Beispiel i oo kg kältebeständiges Klauenöl werden mit a5kg Tetrachlorkohlenstoff gemischt und bei - 5° mit 15 kg Schwefelsäure ¢ Stunden lang sulfoniert. Das so erhaltene Sulfonat wird in bekannter Weise von der überschüssigen Schwefelsäure und dem Lösungsmittel befreit und mit Natronlauge neutralisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH. Verfahren zur Herstellung von kältebeständigem sulfoniertem Klauenöl, dadurch gekennzeichnet, daß kältebeständiges Klauenöl bei Temperaturen von nicht über 5° mit nicht mehr als 150/0 Schwefelsäure in Gegenwart von indifferenten Lösungsmitteln sulfoniert und in bekannter Weise gewaschen und neutralisiert wird.
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