DE60746C - Gefäfsverschlufs für sterile bezw. zu sterilisirende Flüssigkeiten - Google Patents
Gefäfsverschlufs für sterile bezw. zu sterilisirende FlüssigkeitenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D81/00—Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents
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- Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Apparaten zur Sterilisirung der Milch, deren Erwärmung im Wasserbade, in Kochtöpfen,
event, in Dampf kochtöpfen erfolgen soll, ist es von höchster Wichtigkeit, dafs die
Luft, welche in den Apparat eintritt, wenn man die Milch abzapft, absolut frei ' von
Bacterien ist. Dazu ist es nothwendig, dafs die Watte, welche als Filtrirmaterial dient, sehr
sorgsam gegen Dämpfe geschützt wird, welche vom Innern des Apparates oder vom Wasserbad
bezw. Kochtopf oder Dampfkochtopf einwirken.
Feucht gewordene Watte durchwächst leicht mit Bacterien und functionirt nicht mit derselben
Leichtigkeit wie trockene. Es ist daher eine leicht eintretende Folge, dafs der Abzapfhahn
solcher zum Einsetzen in Wasserbäder bestimmten Sterilisirungsgefäfse angesichts der
nach dem Slerilisiren im Innentopf herrschenden Luftverdünnung nicht regelrecht wirkt,
sondern dafs in Folge des Luftmangels im Innentopf durch den Ablafshahn die äufsere
Luft in das Gefäfs gezogen und durch die damit verbundene Bacterieneinwanderung dessen
Inhalt gefährdet, wird. Es ist aber der Zweck eines solchen Zapfgefäfses, zu gestatten, dafs
eine beliebige Quantität Milch ohne Gefährdung des Restinhaltes dem Apparate entnommen
werden kann.
Der auf der beiliegenden Zeichnung dargestellte Sterilisir- und Zapfapparat zeigt einen
gröfseren .Blechkochtopf mit Feuerrand. In diesen ist der Sterilisirtopf hineingesetzt. Der
Deckel des letzteren ist mit einem eigenartigen Wattefilter ausgerüstet, welcher durch einfaches
Heben und Senken des Verschlufsbügels d das Durchströmen der Luft gestattet bezw. die
Zuführungskanäle c und g luft- und dampfdicht abschliefst.
Das konische Küken α ist luft- und dampfdicht
eingeschliffen, b ist die Wattenkapsel, c das Luftzuführungsrohr, e e sind Bolzen, an
welche der Verschlussbügel anzulehnen ist, wenn das Filterventil geöffnet werden soll, f ist der
Luftzuführungskanal von aufsen, der bei geöffnetem Ventil, d. h. hochgerichtetem Bügel d,
mit c communicirt, während der Kanal g die Verbindung der Wattekapsel mit dem inneren
Topf vermittelt, sobald der Bügel aufrecht steht.
Die Fig. 2 der Zeichnung zeigt das Wattefilter geschlossen und dazu ist der Bügel
heruntergelegt. Jetzt hat der Luftzuführungskanal f keine Verbindung mit dem Luftrohr c,
auch der Kanal g ist verschlossen, weil das in das Küken α gebohrte Loch g abgewendet
liegt. Es kann also aus dem Sterilisirapparat Die' Fig. 3 der Zeichnung zeigt das Wattefilter
kein Dampf in die Wattekapsel eindringen, ebensowenig äufsere Luft durch die Kanäle fc.
geöffnet. Nun communiciren beide Kanäle mit einander, die Luft tritt bei f ein, steigt in c
hoch, passirt die Watte, setzt ihre Keime ab und tritt durch den durch das Kükenloch gebildeten
Kanal g in den eigentlichen Sterilisirraum, so dafs nun durch den unten angebrachten
Ablafshahn beim Oeffnen die sterilisirte Flüssigkeit auch leicht abfliefst und nicht etwa die
Flüssigkeit stockt oder gar durch den geöffneten Hahn infolge der Luftverdünnung in
den Apparat bacterienhaltige Luft heraufgezogen und der Inhalt des Apparates gefährdet wird.
Das Filter ist mit leichter Mühe aus einander zu nehmen und zu reinigen.
Die Desinfection der Luft wird um so gründlicher bewirkt, als die Luft durch das Zuführungsrohr c gezwungen wird, ihren Weg von oben
her durch den ganzen Wattekegel hindurch zu nehmen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Gefäfsverschlufs für sterile bezw. zu sterilisirende Flüssigkeiten, bestehend aus einem mit Filtrirmaterial gefüllten Gehäuse, welches durch einen doppelt durchbohrten Hahn (a) mittelst eines Bügels (d) mit solcher Anordnung, dafs der Deckel des Gefäfses den etwa offen gebliebenen Hahn schliefsen mufs, zu gleicher Zeit sowohl gegen das Flüssigkeitsgefäfs, als auch die äufsere Luft schliefsbar bezw. derart eingerichtet ist, dafs bei der bezüglichen Hahnstellung die .äufsere Luft durch eine der Hahnbohrungen ffJ und eine Röhre (c) in das Gehäuse eintritt, das Filtrirmaterial desselben von oben nach unten durchstreicht und darauf durch die zweite Bohrung (g) des Hahnes in das Flüssigkeitsgefäfs gelangt.Hierzu l Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60746C true DE60746C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60746D Expired - Lifetime DE60746C (de) | Gefäfsverschlufs für sterile bezw. zu sterilisirende Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60746C (de) |
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