DE60743C - Starre Hängebrücke - Google Patents
Starre HängebrückeInfo
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- DE60743C DE60743C DENDAT60743D DE60743DA DE60743C DE 60743 C DE60743 C DE 60743C DE NDAT60743 D DENDAT60743 D DE NDAT60743D DE 60743D A DE60743D A DE 60743DA DE 60743 C DE60743 C DE 60743C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D11/00—Suspension or cable-stayed bridges
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Bridges Or Land Bridges (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
PATENTSCHRIFT
KLASSE 19: Eisenbahn-, Strassen- und Brückenbau.
LOUIS CORMEROIS in NIMES. Starre Hängebrücke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Juli 1891 ab.
Die Hängebrücken enthalten gewöhnlich eine Parabel bildende Kabel, welche vermittelst
Hängestangen oder Seile den Brückenbelag tragen.
Wegen ihrer parabolischen Form gerade haben diese Kabel den grpfsen .Nachtheil, dafs
sie ,durch die Wirkung rollender Lasten und Windstöfse starken Gestaltsveränderungen ,ausgesetzt
sind.
Vorliegende Construction ,bezw.eckt, ,die erwähnten
Mängel zu mildern.
C C\ Fig. 4, sind Ufermauern einer Hängebrücke,
JB Bx die Kabelträger. Am oberen Ende αλ und b1 ,dieser letzteren sind zwei
Kabel befestigt, welche mit ,einer Neigung nach den Punkten α und b der Ufermauern gehen,
wo sie gleichfalls festgemacht werden. An ihren Kreuzungspunkten werden sie fest mit
einander verbunden. Der Punkt O wird dann ein ziemlich fester Punkt sein.
Vom festen Punkt O ,kann man schräge
Taue, Fig- 5, ausgehen lassen, um den Brüekenbelag
zu tragen..
Nimmt man .andererseits zwei Punkte dd1
an .den Kabeln, welche in .derselben Verticalebene
liegen., wie oben angedeutet., und verbindet ,dieselben durch eine starre Stange., so
wird ein beliebiger Punkt e .der letzteren ebenso ,ein ;ziemlicb fester Punkt sein ,und man
kann wie an Punkt O ,daran Stangen ,und
Hängetaue befestigen.
Schliefslich kann man ebensolche Punkte C1
erhalten, wenn man (Fig. 4) vier Punkte e e\ ff1 der grofsen Kabel durch Taue ef1, elf
verbindet and die letzteren am Kreuzungspunkt an einander befestigt.
Auf diese Weise lassen sich so viel ziemlich feste Punkte herstellen, als man nur wünscht.
Fig. 5 stellt die Anordnung der neuen Construction an einer Brücke dar, wovon die einzelnen
Joche je 100 m Länge haben.
P ist ein Pfeiler.
B Bl sind die Kabelträger, welche auf dem
Widerlager und dem Pfeiler sitzen.
alb,a,bl sind ,die schrägen Kabel, w.elche
über den Gipfel der Kabeiträger hinweggehen und an den Punkten α und b des Mauerwerks
und ,des Pfeilers befestigt sind.
Der Brückenbelag ist in gleiche Theile von 5 m Länge eingetheilt; auf diese Weise ,errgeben
sich 20 Brückenglieder.
Von ,den Gipfeln .der Kabelträger B werden
straffe .Taue α1—ι., α1 — ,2, a1
-4,
b1-—19, i»1.^— j8, bl-^ij, b] —16 ausgespannt.
Am Kreuzungspunkt Q der grofsen Kabel werden die Hängestange O ^- 10 befestigt und
die Taue 0—8, 0 — 9, O—10, 0—11,
,0—12 ausgespannt. Bei den. Abtheilungen 6
und 14 werden die starren Verbindungen dd1, d" d"' hergestellt und tij .deren Mitten, wie in
Punkt ,0, die Hängeeisen c~— 6, Ό1 —,14 befestigt
und schliefslich ,die Taue c^4, ,c—,5 ... .,
c—-;8, C---j .2, c=-—j 3 ...,., C--16 straff ,ausgespannt.
Der Brückenbelag ist alle 5 m .aufgehängt
und ist die ganze Brücke so zu .betrachten, als
ob sie aus einer Reihe kleiner Laufbrücken von 5 m Länge bestände.
Die zwischenliegenden Unterstützungspunkte c 0 c1 sind feste Punkte.
In Fig. 6 ist eine Brücke mit einem einzigen Gliede von 500 m Länge dargestellt.
Fig. 7 zeigt den den Ufermauern benachbarten Theil der Brücke in gröfserem Mafsstabe.
Fig. 8 zeigt gleichfalls in gröfserem Mafsstabe den mittleren Theil der Brücke.
Fig. 9 stellt ein Brücke der neuen Construction von iooo m Spannweite dar.
Fig. io zeigt eine geneigte Brücke von 140 m Trägweite; sie ist ebenso wie die vorhergehenden
Beispiele construirt.
Im Folgenden sollen einige Details gegeben werden.
Wie bei den Hängebrücken, welche man gegenwärtig construirt, werden Stahldrahtseile
benutzt. Die Anzahl der Drähte, sowie ihre Durchmesser hängen offenbar von der gewünschten
Tragfähigkeit des Bauwerkes ab.
Es besteht ein Unterschied zwischen der Inanspruchnahme der Kabeltheile a1 0, ob1
und α ο, ob.
Der Wirkung der beständigen Lasten, welche auf den Punkt O, Fig. 11, ausgeübt wird,
sind fast ausschliefslich die ersteren ausgesetzt.
Die anderen nehmen die Spannungen auf, indem sie einer Verrückung des Punktes O
entgegenwirken. ' Sie tragen allerdings einen Theil der Lasten, welche auf die Punkte c
und c1 wirken, aber man wird bemerken, dafs
diese Wirkung verhältnifsmäfsig schwach ist, da sie sich nur insofern bemerkbar macht, als
die Taubündel al 0, 0 b1 in den Punkten d1 d'"
eine Depression erleiden.
Die unteren Kabeltheile a 0 und 0 b brauchen
daher weniger Litzen oder solche von kleinerem Durchmesser zu haben als die oberen al o,
ο b\ Fig. 12.
Jedes Glied der Bündel α1 ο, ο b\ a 0, 0 b
wird mittelst Spanner angezogen, welche im Kreuzungspunkt ο auf einem Gerüst angebracht
sind; dieses Gerüst wird von zwei rechteckigen Rahmen gebildet, welche durch eine horizontale Achse verbunden werden.
Die Stange und die Tragtaue, welche der Mitte des Brückenjoches entsprechen, haben ihren
Stützpunkt auf dieser Achse. Bei grofsen Brücken ist für die Punkte c C1 C2 ... d (I1,
d1 d\ . . . eine ähnliche Anordnung getroffen
(Fig. 6).
Die starren Stangen ddl, d" d"' . . . sind jede
aus zwei Stücken T-Eisen hergestellt und werden an ihrem oberen und unteren Ende vermittelst
Bügel an den grofsen schrägen Kabeln befestigt. In der Mitte c dieser Stangen sind
Bolzen angebracht, welche den Hängestangen und Tauen zur Befestigung dienen.
Durch Futterringe werden letztere aus einander gehalten bezw. vor gegenseitiger Reibung
geschützt. Die Befestigungspunkte α und b sind so tief als möglich angebracht, so tief,
als es die Höhe des Brückenbelages über dem höchsten Wasserstande erlaubt.
Die Fig. 14 und 15 zeigen die Art und Weise der Befestigung der schrägen Kabel an
den Pfeilern oder Ufermauern.
Ankerstangen K sind mit geringer Steigung an ihrem Innenende in das Mauerwerk eingelassen.
Durch Eisenrahmen L soll einem Ausreifsen jener vorgebeugt werden, während
eingemauerte Balken die Rahmen selbst festhalten. Schliefslich vervollständigt eine runde
Eisenstange N, welche durch die Köpfe geht und um welche sich die Kabelspanner legen,
das Ganze in einfacher Weise.
Um die Kabel al o, bl ο zu spannen, genügt
es, bei O ein genügendes Gewicht wirken zu lassen oder (was im allgemeinen einfacher ist)
auf diesen Punkt einen Zug auszuüben mittelst Kabels und Winde, welche auf einem beschwerten
Boot oder im Grunde der Schlucht senkrecht unter dem Punkt O aufgestellt ist.
Claims (4)
1. Eine Hängebrücke, dadurch gekennzeichnet, dafs die beiden Tragkabel jeder Seite zwischen
den oberen Punkten der Kabelträger und einem Punkte der Ufermauer oder eines Pfeilers schräg und sich kreuzend
straff ausgespannt und am Kreuzungspunkte an einander befestigt werden.
2. Eine in Anspruch 1. gekennzeichnete Hängebrücke, bei welcher sich kreuzende kleine,
rautenförmig angeordnete Taue an die grofsen schräg liegenden Kabel anschliefsen
und an den Kreuzungspunkten eine feste Verbindung herstellen, um die festen
Zwischenpunkte c C1 . . . zu halten.
3. Bei einer Hängebrücke, wie unter 1. und 2.
gekennzeichnet, die Hängestangen und Tragtaue, welche von den Kreuzungspunkten Cc1... der rautenförmig gespannten
Taue und dem Kreuzurigspunkt O der grofsen Kabel ausgehen, zu dem Zweck,
den Brückenbelag zu tragen.
4. Bei Hängebrücken, wie unter 1. gekennzeichnet, ein verticales Kabel, welches, von
dem Kreuzungspunkt der grofsen schrägen Kabel ausgehend, auf dem Grunde des
Flusses oder der Schlucht befestigt wird, derart, dafs es der geringsten Hebung des
centralen Punktes entgegenwirkt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60743C true DE60743C (de) |
Family
ID=334854
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60743D Expired - Lifetime DE60743C (de) | Starre Hängebrücke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60743C (de) |
-
0
- DE DENDAT60743D patent/DE60743C/de not_active Expired - Lifetime
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