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Vorrichtung zum Zerschneiden von Leim- oder Gelatinegallerten Die
Erfindung betrifft eine Leimschneidemaschine zum Schneiden von Leim oder Gelatine
in Tafel-, Stäbchen- oder Würfelform. Es ist bei einer derartigen Maschine bereits
bekannt, den Leimblock zum Zwecke seiner Zerteilung mittels eines Kolbens durch
einen Zylinder zu pressen, an dessen anderem Ende Schneidgatter mit senkrecht zueinander
verlaufenden Bewegungsrichtungen angeordnet sind. Die hierbei entstehenden Leimstreifen
werden von einem dahinter umlaufenden Messer in würfelähnliche Stücke zerhackt.
Diese Maschine hat den Nachteil, daß die leicht verschmutzenden Gatter und auch
das Messer während des Betriebes nicht ausgewechselt werden können. Außerdem erfolgt
die Zerteilung des Blockes in mehreren aufeinanderfolgenden Schnittebenen, so daß
dadurch ungenaue, unsaubere und unregelmäßige Schnitte entstehen.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt, mit Hilfe von im einzelnen an
sich bekannten Mitteln eine Vereinfachung der Herstellung und des Aufbaues der Maschine
sowie eine Verbilligung und Beschleunigung des Arbeitsv organges. Gleichzeitig sollen
die vorgenannten Nachteile beseitigt und eine Maschine geschaffen werden, mit welcher
die Herstellung jeder beliebigen Form, also sowohl Tafelwie auch Stäbchen- und Würfelform
im gleichen Arbeitsgang möglich ist und andererseits ein sauberes und einwandfreies
Arbeiten gewährleistet wird, was insbesondere durch leichte Auswechselbarkeit der
Schnittwerkzeuge während des Betriebes angestrebt wird.
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Erreicht wird dieser Zweck dadurch, daß auf einem Tisch zwischen zwei
feststehenden auswechselbaren, senkrechten Schneidgattern eine in horizontaler Richtung
hin und her zu bewegende Wand angeordnet ist, mit der die Leimgallertblöcke durch
die Schneidgatter hindurchgetrieben werden, und daß an beiden Enden des Tisches
waagerechte, feststellbare Drehscheiben mit zum weiteren Zerkleinern der Leimtafeln
dienenden eingebauten Schneidrahmen mit gitter- oder maschenartigen Drähten vorgesehen
sind, durch welche die Leimtafeln mittels eines senkrecht geführten Stempels gepreßt
werden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt. Es zeigen Abb. i die Leimschneidemaschine in Draufsicht,
Abb.2 eine Seitenansicht der Maschine, Abb.3 einen Querschnitt durch die Tafelschneidevorrichtung,
Abb. ,l eine Stirnansicht mit teilweisem Schnitt der Würfelschneidevorrichtung.
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Zwei langgestreckte Tischplatten (i und 2 werden von Stützen 3 an
den Enden und iii der Mitte des Tisches getragen. Die Platten i und 2 stehen in
einem gewissen Abstand voneinander, so daß zwischen ihnen ein Schieber .l hin und
her bewegt werden kann. Der Schieber 4 trägt . auf seiner Oberseite eine feststehende
senkrechte
Wand 5 und ist auf der Unterseite mit einer Zahnstange 6 versehen, in die ein Zahnrad
7 eingreift. Das Zahnrad sitzt auf einer Welle 8 und kann durch eine Handkurbel
9 oder auch von einem Motor aus angetrieben werden. Seitlich von der feststehenden
Wand 7 des Schiebers 4 sind auf den Tischplatten feststehende Wände io angeordnet,
zwischen denen sich die Wand 5 beim Antrieb des Schiebers durch den Zahntrieb 6,
7 hin und her bewegen kann. Durch diese Anordnung werden zwei Kammern gebildet,
in denen die Leimblöcke Aufnahme zur weiteren Verarbeitung finden. An den Enden
der Kammern sind Schneidwerkzeuge in Gestalt von übereinander angeordneten Messern
i i vorgesehen, durch die die Leimblöcke bei Bewegung der Wand 5 in der einen oder
anderen Richtung hindurchgetrieben werden, so daß sie in einzelne Tafeln zerfallen.
Die beiden Kammern sind nach oben durch einen abnehmbaren Deckel 12 mit Verschlußriege113
verschlossen.
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Die durch die Bewegung des Schiebers 4 aus den Leimblöcken hergestellten
Leimtafeln werden von Hand oder mittels mechanischer Fördervorrichtungen über Auflaufflächen
und Scheiben 14 gebracht, die je um eine Achse 15 drehbar sind. Die Scheiben 14
sind mit Ausschnitten 16 versehen, in die Rahmen 17 eingelegt sind. Die Rahmen 17
tragen entweder gitter- oder maschenartig gespannte Drähte 18 aus Stahl, auf die
die Leimplatten aufgelegt werden.
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Über der Scheibe 14 ist an der Stelle, an der der Schnitt erfolgen
soll, ein Stempel 19 angeordnet, der mittels einer Stange 2o an einem Hebelei aufgehängt
ist. Der Hebel 21 ist auf der einen Seite in einer Stütze 22 gelagert und auf der
anderen Seite mit einer Zugstange 23 beweglich verbunden. Die Zugstange 23 ist in
der hohlen Achse 15 der Scheibe 14 geführt und wird durch einen an ihrem unteren
Ende befestigten Tritthebel 24 bewegt. Die Rückführung der Zugstange erfolgt durch
eine Feder 25, die oben am Hebel 2 1 anliegt.
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An der äußeren Tischkante der Platte sind Riegel 26 oder sonstige
Feststellvorrichtungen angebracht, die zum Feststellen der Scheiben 14 dienen. Sind
beispielsweise die Schneidrahmen 17 mit Leimtafeln gefüllt, so wird die Scheibe
festgestellt, und zwar in der Lage, in der sich einer der Rahmen über dem durch
die Tischplatten i und 2 gebildeten Zwischenraum befindet. Zu diesem Zweck sind
an entsprechenden Stellen Einschnitte in den Scheiben 14 vorgesehen, in die die
Riegel 26 eingreifen. Die Riegel sind nach jedem Schnitt leicht zu lösen, und durch
Drehen der Platte kann sofort die nächste Leimtafel unter den Stempel 19 gebracht
werden. Inzwischen lassen sich die leeren Rahmen wieder neu füllen bzw., falls sie
verschmutzt sind, auswechseln,.
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Durch die getrennte Anordnung der Tafel-und der Kleingchneidwerkzeuge
ist ein sauberes und trotzdem schnelles Arbeiten gewährleistet; außerdem lassen
sich auf Wunsch Leimtafeln für sich herstellen. Der Antrieb der Maschine kann sowohl
von Hand wie auch durch Motorkraft erfolgen.