DE60439C - Regulator für Reactions-Turbinen - Google Patents
Regulator für Reactions-TurbinenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03B—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
- F03B15/00—Controlling
- F03B15/02—Controlling by varying liquid flow
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein schnelllaufendes Reactions-Wasserrad, auf dessen Welle unmittelbar
die Armatur einer Dynamomaschine angeordnet'isf.
Das Wasserrad zeichnet sich zunächst dadurch aus, dafs der Einlauf des zum Betrieb
dienenden Druckwassers von etwa 30 bis 50 Atmosphären so eingerichtet ist, dafs das
gesammte Gewicht des Motors nebst der auf seiner Welle angeordneten Armatur nahezu, ausgeglichen
wird, so dafs die stehende Welle mit aufserordentlich geringer Reibung läuft, und
dafs ferner die Reibung, welche das Wasserrad selbst an der Luft findet, dadurch auf ein
Minimum verringert wird, dafs die Rohre des Wasserrades, durch welche das Wasser ausfliefst,
innerhalb einer Trommel untergebracht werden, so dafs nur die Ausflufsenden. aus
derselben herausragen. · Andererseits ist unmittelbar an dem Rade ein selbstthätig wirkender
Regulator angeordnet, der auf die die Mündungen der Wasserrohre einengenden Schieber
so einwirkt, dafs auch bei wechselnder Beanspruchung die gleiche Umdrehungszahl in
der Zeiteinheit erzielt wird, was bei Kolbenmotoren nicht erreichbar ist.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein in dieser Weise ausgebildetes, zum unmittelbaren
Betrieb einer Dynamomaschine dienendes Reactions-Wasserrad in Fig. ι im Verticalschnitt;
Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt.
Der Zuflufs des Betriebswassers erfolgt durch das Rohr α, welches mit dem Boden B des
Gehäuses G fest verbunden ist. In der Verlängerung der Rohrmündung ist eine Stopfbüchse
b am Boden B angeordnet, in welche die am Gehäuse G der Höhe nach einstellbare
Spurlagerhülse d reicht, deren obere Endfläche den Spurzapfen f des Wasserrades R trägt.
Der Zapfen f findet seine seitliche Unterstützung in der Lagerhülse g des Gehäuses G.
Die innere Bohrung der Spurlagerhülse d entspricht genau der inneren Bohrung des
Zapfens f und ist so bemessen, . dafs der auf das Wasserrad R wirkende, vertical gerichtete
Wasserdruck das gesammte Wasserrad R sammt der auf der oberen Welle W desselben angeordneten
Armatur A der Dynamo derart hebt, dafs das Ganze gleichsam in der Schwebe gehalten
wird und somit mit geringster Reibung am Zapfen f sich dreht. Das Uebergewicht
der Last wird nur so grofs bemessen, dafs eine hinreichende Dichtung in der Lauffläche zwischen
dem Spurzapfen f und der Lagerhülse d gesichert bleibt. Damit sich diese Lauffläche
beständig von selbst immer wieder dicht einschleift, wird der Spurzapfen f zweckmäfsig
aus Stahl, die Lagerhülse d hingegen aus Bronze gefertigt. Die beiden Ausflufsrohre h
des Wasserrades sind innerhalb einer cylindrischen Trommel T angeordnet, welche an dem
Körper des Wasserrades befestigt ist und sich mit demselben dreht. Es wird hierdurch ein
Druck gegen die Luft in Flächen normal zur Bewegungsrichtung der Rohre h, d. h. das un-
unterbrochene Verdrängen der Luft, vermieden, und so verbleibt nur eine geringe Flächenreibung
am äufseren Umfang und auf der oberen und unteren Fläche der Trommel.
Um zu verhindern, dafs das in das Gehäuse G geschleuderte Wasser wieder mit dem Rade in
Berührung kommt, sind in dem Gehäuse G Ablenkbleche k und I angeordnet.
Die obere Nabe des Wasserades R ist mit der Welle W verbunden, welche den Anker A
nebst dem Commutator der Dynamo trägt und am oberen Ende gelagert ist.
Damit das Wasserrad auch bei wechselnder Beanspruchung stets mit derselben Geschwindigkeit
sich dreht, ist unmittelbar mit dem Rade ein Regulator verbunden, der auf Absperrschieber
i wirkt, welche die Ausflufsöffnungen der beiden Rohre h verengen. Die Schieber i
werden zu diesem Zweck direct oder mittelst Hebels o, wie aus Fig. 2 ersichtlich, mit einer
am Wasserrade R in einem Durchmesser desselben geführten horizontalen Stange η verbunden,
welche an einem Ende ein Gewicht in trägt und bei χ von einem Gewicht P beeinflufst
wird, das die obere Nabe des Wasserrades umgiebt und um eine seitlich gelegene
horizontale Achse ρ drehbar mit dem Rade R verbunden ist. Auf diese Weise wird der
durch die Masse m der Stange η erzeugten, auf Schliefsung der Schieber i gerichteten
Centrifugalkraft durch das Gewicht P das . Gleichgewicht gehalten, während gleichzeitig
infolge der nach gleicher Richtung hin sich einstellenden Schieber i der Einflufs des austretenden
Wassers auf dieselben aufgehoben wird.
Durch Versuche ist festgestellt, dafs eine genaue Regelung ohne diese Anordnung - der
Schieber nicht durchführbar ist. Wenn zwischen der Wirkung des Gewichtes P und der
Centrifugalkraft der Masse m Gleichgewicht, eingetreten ist, so wird jede Geschwindigkeitsvermehrung zur Folge haben, dafs die Masse m
sich mehr von dem Mittelpunkt des Rades R entfernt und die Schieber i die Mündungen
der Rohre h so verengen, dafs der Wasserverbrauch zum Arbeitsverbrauch sich in das
richtige Verhältnifs stellt. Zur Erzielung einer gleichmäfsigen Geschwindigkeit dient die Feder t,
welche durch das unter dem Einflufs der Centrifugalkraft der Masse m sich hebende Gewicht
P gespannt wird. Durch Einstellung des am Gewicht P angeordneten Anschlages u für
die Feder t kann die Spannung der" letzteren so geregelt werden, dafs für die gleiche
Normalgeschwindigkeit noch zwischen der Zunahme der Centrifugalkraft der Masse m und
der vergröfserten Spannung der Feder t Gleichgewicht besteht und den Bedingungen des
Isochronismus· und der Stabilität des Regulators daher vollkommen Rechnung getragen ist.
Die Schwingungen des Gewichtes P um seine Achse ρ werden durch Stellschrauben ν begrenzt,
welche auf den Zapfens einwirken.
Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen im Horizontal- bezw. Verticalschnitt die Ausflufsenden
der Rohre h mit den Schiebern in gröfserem Mafsstabe. Die Ausflufsstutzen hl sind nach
vorn zu (im Sinne der Bewegungsrichtung) keilförmig verlängert und enthalten kurz hinter
dem Ende je einen Bolzen h 2, um welchen
der betreffende Schieber i, der mittelst zweier Arme i1 mit dem Bolzen verbunden ist, sich
drehen kann. Die hintere Fläche der Ausflufsstutzen ist ein Theil einer Cylinderfläche,
deren Achse mit der Mitte des Bolzens h% zusammenfällt.
Der Schieber i hat auf seiner inneren Fläche dieselbe Rundung. Die in dem
'oben angegebenen Sinne wirkende Verbindungsstange η der beiden Schieber greift an Zapfen i2
an, welche in dem einen Arm i1 jedes Schiebers befestigt sind.
Sobald die Umdrehungszahl eine zu grofse wird, tritt durch die Schleuderkraft des auf
der Verbindungsstange η sitzenden Gewichtes m eine Verschiebung der Stange η im Sinne des
Pfeiles Fig. 3 ein, wodurch die Schieber um die Bolzen h2 nach auswärts schwingen und
die Ausflufsöffnungen mehr und mehr absperren bezw. schliefslich ganz schliefsen. Wird
dann die Umdrehungszahl wieder eine geringere, so wird die Stange η durch das Gewicht P,
Fig. ι und 2, welches beständig bestrebt ist, sich in die Gleichgewichtslage zur Drehungsachse
einzustellen, wieder zurückgeschoben und hierdurch der Ausflufs aus den beiden Rohren
wieder geöffnet bezw. vergröfsert. Es leuchtet ein, dafs die Wirkung des Gewichtes P auch
mittelst einer Feder erzielt werden könnte, und dafs das Gewicht P und die Feder t zusammen
durch eine einzelne Feder ersetzt werden könnten, welche folgenden Bedingungen Genüge zu
leisten hätte:
Erstens mUfste die Anfangsspannung der Feder gleich sein der Schleuderkraft, welche
die Masse m bei normaler Umdrehungsgeschwindigkeit hat.
Zweitens müfste jede Ortsveränderung der Masse m eine entsprechende Zusammendrückung
der Feder herbeiführen, und diese Zusammendrückung müfste der durch die Verschiebung
der Masse m bedingten Zunahme der Schleuderkraft der Masse genau entsprechen.
Durch die ersterwähnte Bedingung wird der Widerstand der einzelnen Windung der Feder
und durch die zweite Bedingung die Anzahl der Windungen bestimmt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:
Bei einem schnelllaufenden Wasserrade:
ein isochroner Regulator, bestehend aus einer horizontal verschiebbar am Wasserrade gelagerten Stange (n), welche die Absperrschieber (i) zur Verengung der Ausflufsöffnung steuert und unter dem Einflufs einer Masse (m) eines um eine seitliche Achse am Radkörper drehbar aufgehängten Gewichtes (P) und einer Feder (t) bezw. . einer das Gewicht (P) und die Feder (t) ersetzenden Feder steht;b) die Verbindung der beiden Absperrschieber (i) durch eine Stange (n) in der Weise, dafs dieselben sich gleichzeitig nach derselben Richtung bewegen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60439C true DE60439C (de) |
Family
ID=334581
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60439D Expired - Lifetime DE60439C (de) | Regulator für Reactions-Turbinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60439C (de) |
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0
- DE DENDAT60439D patent/DE60439C/de not_active Expired - Lifetime
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