DE60327C - Spindel mit während des Ganges nachstellbarer Lagerbüchse und Kappenflügel - Google Patents

Spindel mit während des Ganges nachstellbarer Lagerbüchse und Kappenflügel

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DE60327C
DE60327C DENDAT60327D DE60327DA DE60327C DE 60327 C DE60327 C DE 60327C DE NDAT60327 D DENDAT60327 D DE NDAT60327D DE 60327D A DE60327D A DE 60327DA DE 60327 C DE60327 C DE 60327C
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Germany
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spindle
thread
cap
adjustable
bearing bushing
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DENDAT60327D
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M. KUCHENBECKER in Freiburg i. Schi
Publication of DE60327C publication Critical patent/DE60327C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/02Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
    • D01H7/24Flyer or like arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1891 ab.
Diese Erfindung bezweckt eine mehr oder minder beträchtliche Erhöhung der Geschwindigkeit von Feinspindeln, vornehmlich solcher, welche zur Werg- und Flachsverspinnung dienen, unter Ueberwindung der solchem Ziel sich seither entgegenstellenden Schwierigkeiten.
Geht man bei der üblichen Spindelführung und Einrichtung über eine gewisse Umdrehungsgeschwindigkeit hinaus, so tritt infolge ungenügender Lagerung der Spindel, sowie wegen einer dann stattfindenden Ausbauchung des Fadens zwischen Fadenbrett und Flügel bekanntlich ein Schleudern und Schwirren der Spindel ein bezw. bei stärkerer Bremsung des Fadens eine Schwächung oder gar ein Reifsen desselben. "
Zur Behebung dieser Nachtheile, welche zur Anwendung nur mä'fsiger Geschwindigkeiten leichter Flügel und sehr kurzer Spulen nöthigen, sorge ich für eine wesentlich vollkommenere Lagerung der Spindel, als bislang üblich, richte die Lagerschale bezw. Büchse selbst während des Betriebes nachstellbar ein und zugleich so, dafs durch den Wirtel keinerlei störende Durchbiegungen der Spindel hervorgerufen werden. Dadurch gewinnt die Spindel einen so ruhigen Gang, um sogar das Gewicht einer fadenleitenden Kappe über dem Flügel noch schadlos tragen zu können.
Fig. 13 veranschaulicht die · neue Spindel, welcher in übrigens bekannter Weise von den Verzugswalzen her und durch das Fadenbrett ν hindurch der Faden u zukommt. Anstatt ihn nun, wie es seither geschieht, sogleich in die Oese des Flügels c zu führen, leite ich ihn durch eine zweckentsprechend eingerichtete Kappe α hindurch und von da, über Ring h derselben hinweg, erst nach der Oese e, durch welche hindurch er auf die Spule aufläuft. Infolge der so geschehenden Unterstützung des Fadens bei α ist einer nachtheiligen Ausbauchung desselben auf dem Wege von ν nach e, selbst bei sehr hohen Umdrehungszahlen, vorgebeugt, infolge dessen ist auch eine nur geringe Bremsung der Spule (mittelst Gewichtes w) nöthig, wird mithin die Festigkeit des Fadens weniger in Anspruch genommen und sind also von dieser Seite her die einer Erhöhung der Geschwindigkeit entgegenstehenden Umstände beseitigt.
Das Oberlager der Spindel η richte ich, um jedes Auslaufen der Lagerhülse sofort unschädlich machen zu können, nachstellbar ein, ermöglicht durch eine jederzeit leicht zugängliche Mutter k mit Gegenmutter 0, und lasse den Wirtel i den oberen Lagertheil haubenartig übergreifen, nicht allein zum Schutz gegen ein Verspritzen des Schmierstoffes, sondern -auch behufs Gewinnung eines günstigeren Angriffes des vom Schnurenantrieb herrührenden seitlichen Zuges, welcher auf Durchbiegung der Spindel hinarbeitet; die dadurch und durch die längere Lagerung erzielte ruhigere Umdrehung der Spindel macht sich in der Verminderung jeglicher Schleuderneigung des oberen Spindeltheiles in solchem Mafse geltend, dafs. der letztere unbedenklich mit dem Gewicht der Kappe α belastet werden kann, eine Vornahme, welche die· seitherigen Spindeln nicht gestatten, indem hier jedes Obergewicht als schädlich gilt. . ■■:
Film
Ist die Kappe bei Anwendung hoher Umlaufsgeschwindigkeit erwiesenermafsen eine Vorbedingung, so bedarf es ihrer, umgekehrt, bei geringeren Geschwindigkeiten und namentlich bei grobem Garn nicht mit gleicher Nothwendigkeit; dann genügt vielmehr schon die nachstellbare Lagerung, um vergleichsweise immer noch eine zweckmäfsigere Verspinnung als seither durchzuführen.
Fig. ι bis 12 veranschaulichen die neue Spindel in einigen Ausführungsformen, und' zwar stellt Fig. ι dieselbe im Durchschnitt dar und Fig. 2 in der Ansicht, Fig. ia ist _ ein Durchschnitt des obersten Kappentheiles, Fig. 3 und 4 Oberansicht und Seitenansicht der Kappe, Fig. 5 und 6 zwei im rechten Winkel zu einander genommene Seitenansichten einer Abänderung der Kappe, Fig. 7 und 8 Oberansicht und Seitenansicht des oberen Theiles der das Oberlager tragenden Büchse, Fig. 9, ι ο und 11 Oberansicht, sowie zwei im rechten Winkel versetzte Seitenansichten der eigentlichen Lagerbüchse und Fig. 12 Längenschnitt einer Abänderung der Kappe.
Die oben den Flügel c tragende Spindel η wird in ihrem unteren Theil vollständig von einer Büchsem umgeben, welche durch-Mutter _p in einem Balken t der Spinnmaschine befestigt ist. Die Spindel setzt ihr Gewicht mittelst Kegelspitze auf die Schlufsschraube q erwähnter Büchse ab. In dem weiter ausgebohrten oberen Ende der Büchse m sitzt die theilweise geschlitzte innere Lagerbuchse / (Fig. i, 9 bis ii), mit abgestumpft kegelförmigem Kopfe und mit Knaggen r versehen, welche letzteren, in entsprechende Aussparungen von m sich einlegend (Fig. 8), ein unbeabsichtigtes Drehen der Büchse / verhindern.
Ueber den kegelförmigen Kopf von Z greift der hohlkegelig gebildete Kopf einer hülsenartig nach oben hin verlängerten Mutter k (Fig. ι und 2). Durch Abwärtsschrauben der letzteren erfolgt ein schärferes Anpressen der geschlitzten Theile der Lagerbüchse / gegen die Spindel; die so im Bedarfsfalle zu bewirkende Lagernachstellung kann durch Anschrauben einer Gegenmutter 0 gesichert werden. Der Kopf des Flügels c trägt in Fällen, wo eine Führung des Fadens auf seiner zwischen Fadenbrett und Oese e fallenden Länge, zur Verhinderung einer Ausbauchung, geboten erscheint, eine Kappe a, welche behufs Einfädelung des Fadens geeignet ausgearbeitet ist (s. Fig. ι, ιa, 2 bis 6 und 12). In eine Nuth am unteren Rande der Kappe, welcher auf dem FlUgelschenkel aufliegen (Fig. 1, 2 und 3) oder bis unter die letzteren herabreichen mag (Fig. 5 und 6), ist ein aufgeschnittener, federnder Ring h eingeklemmt.
Ein ähnlicher fadenführender Ring b (Fig. 1, ia und 3) sitzt in der oberen Einlauföffnung der Kappe, so zwar, dafs die aufgeschnittene Stelle dem Einfädelschlitz der Kappe entspricht. Diese Ringe, aus hartem, glattem Stoff gefertigt, lassen sich, wenn an einer Stelle durch den Faden abgenutzt, leicht verdrehen. Besteht die Kappe α aus hinreichend festem Stoffe, als welcher zunächst Metall in Betracht kommt, so kann der obere Ring b wegbleiben (Fig. 12).
Beim Einziehen wird der vom Fadenbrett kommende Faden durch den Einfädelschlitz des oberen Kappentheiles in die Mittelöffnung desselben eingeführt und über den Ring h weg nach der Oese e und weiter nach der aufgesteckten Spule geleitet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Spindel zur Werg- und Flachsyerspinnung, mit welcher ein ruhiger, nicht schleudernder Gang selbst bei hohen Geschwindigkeiten dadurch erzielt wird, dafs die innere Büchse (I) des sich weit herauf erstreckenden Oberlagers mittelst einer ihren Kopf keilflächig übergreifenden, während des Ganges frei zugänglichen Mutter (k) nachstellbar eingerichtet ist.
2. Bei einer mit nachstellbarer Lagerbuchse nach Anspruch 1. versehenen Spindel: eine deren Kopf bekrönende Führungskappe (a), welche mittelst einer nach Bedarf einen verstellbaren Ring (b) tragenden Oese den vom Fadenbrett kommenden Faden nach der Spindelachse hin leitet, in der Folge aber durch einen verstellbaren Ring (h) am unteren Umfang von der Spindel abhält, zur Verminderung der Stärke der Fadenbremsung.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT60327D Spindel mit während des Ganges nachstellbarer Lagerbüchse und Kappenflügel Expired - Lifetime DE60327C (de)

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