DE602001C - Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Hochoefen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von HochoefenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von Hochöfen Man hat schon früher versucht, zum Kühlen von Hochöfen o. dgl. den offenen Kühlkästen Druckwasser hoher Pressung zuzuführen, welches durch seinen hohen Druck gegen die Kühlflächen der Kästen gespritzt wird. Dabei mußte jedem Kasten das Wasser unter Druck zugeführt werden. Das aus jedem Kasten abfließende Wasser konnte infolge seiner Drucklosigkeit nicht mehr unmittelbar in gleicher Weise in anderen Kühlkästen unter Verspritzung Verwendung finden, obwohl seine Kühlfähigkeit noch nicht erschöpft war. Der Wasserverbrauch bei diesem bekannten Kühlverfahren war daher äußerst hoch, so daß. man später dazu überging, geschlossene Kühlkästen zu verwenden, durch die man das Wasser derart hindurchfließen ließ, daß alle Kühlflächen der Kästen vom Wasser berührt wurden. In diesen geschlossenen Kühlkästen ist eine Überwachung des Wasserdurchflusses und mithin der Kühlwirkutig kaum möglich, und we:,.3rhin setzen sich in diesen geschlossenen Kästen -große Schlammassen ab, welche ständig durch zahlreiche Bedienungsmanlischaften entfernt wer-t, müssen. Wird der Schlamm nicht rechtzeitig entfernt oder versagt die Kühlung, so reißen die Kühlkästen. Es tritt dann Wasser in clen Hochofen, und der normale Betrieb ist in Frage gestellt. Die Erfindung hat nun den Zweck, jederzeit eine übersichtliche und sichere Kühlung zu gewährleisten und den Wasserverbrauch zu verringern, so daß bis zu 70°10 Wasser gegenüber dem bisherigen Kühlsystem gespart werden können.
- Die Erfindung besteht darin, daß Luft von geringer Pressung in -den zum Kühlkasten fließenden Kühlwasserstrom eingeleitet oder durch den Spiegel des sich im Kühlkasten befindlichen Wassers von unten nach oben geblasen wird. Durch die Luft wird das Kühlwasser in feinem Sprühregen an die Kühlflächen der Kühlkästen geschleudert, so daß sich durch diel feine Verteilung des Kühlmittels in Form eines Sprühregens eine allseitige Benetzung der Kühlkästenflächen ergibt und somit eine hohe Kühlwirkung erreicht wird. Die Druckluft bewirkt nicht nur eine sehr feine Zerstä ubung des Kühlmittels, sondern ruft außerdem noch eine Unterkühlung desselben hervor, welche davon herrührt, daß die Druckluft bei .der Eiltspannung Wärme verbraucht.
- Da man mit sehr geringen Wasser- und Druckluftmengen arbeiten kann, ergeben sich verhältnismäßig einfache Vorrichtungen; Abschlußhäline für Wasser sind nur in geringer Anzahl nötig, weil eine heinigalig der Külilkästen nicht erforderlich ist, denn Schlamm kann sich in den Kühlkästen nicht absetzen, weil die Druckluft etwa vorhandenen Schlamm in feiner - Emulsion 'iin' Kühlmittel in der Schwebe hält. Auch für die Druckluftleitun-;en sind besondere --%#bsclilußliäline nicht erforderlich, weil man bei etwa notwendiger L'titerlirecliuji- der Druckluftleitungen mit einfachen Dichtungsstopfen auskommen kann.
- Zur Ausführung des Verfahrens kann man für den Kühlmittelstrom ein Mundstück benutzen, in das mit einer Drtickluftquelle verbundene Kanäle so münden, daß die austretenden Druckluftstrahlen das Kühlmittel in feiner Verteilung versprühen. Soll Druckluft durch den Flüssigkeitsspiegel der Kastenfüllung durchgeblasen werden, so wird eine Druckluftdüse mit geeignet gerichteten Kanälen unter dem Flüssigkeitsspiegel angeordnet.
- Da durch die Entspannung der Druckluft eine erhebliche Unterkühlung des Kühlmittels erreicht wird, kann man das Kühlmittel durch eine Reihe von Kühlkästen hindurchleiten und immer wieder-gebrauchen. Die Kühlkästen lassen sich also durch einfache fiberlaufrohre verbinden. so daß das Cberlaufwasser eines obenliegenden Kühlkastens in den untenliegenden Kasten läuft und so fort, bis das Kühlwasser die zulässige Temperatur er= reicht. Da durch die Druckluftversprühung (las t berlaufwasser immer ;wieder von neuem unterkühlt wird, läßt es sich für eine große Zahl von untereinander angeordneten Kühlkästen ausnutzen. ' Nach der Erfindung lassen sich auch gerissene Kühlkästeil leicht weiterbenutzen, indem man in dieselben Einsatzkästen steckt, die nach der Erfindung gekühlt werden und ihre niedrige Temperatur den gerissenen Kästen mitteilen.
- Die Erfindung hat also eine Reihe von Forteilen, nämlich i. etwa ;oo,'o Ersparnis an Kühlmitteln, 2. Ersparnis an Überwachungspersonal, 3. Betriebssicherheit wegen Vermeidens j an Rissen an den 1,7,ülilkiisten und Sicherheit regen Eindringen von Wasser in den Ofen-:chacht, geringeres Kühlkastengewicht wegen )esseren Wirkungsgrades der Kühlflächen. Der Kraftaufwand für die Zerstäubungsluft ist recht gering. Bei einer Pressung von z. B. o,8 Atm. Winddruck einer Gebläsemaschine, die iooo cbm Wind in der Minute leistet, braucht man nur etwa 6o cbm Wind für 735o Kühlkästen eines Hochofens mit einer Tagesleistung von .4oo t Eisen für die Zerstäubung, also etwa 6°,lo der Leistung. Diese Mehrleistung kann erreicht werden, wenn die übliche Tourenzahl der 'Maschinen etwas gesteigert wird.
- Auf der Zeichnung ist im Schnitt durch einen Kühlkasten i eine Wasserdüse 2 dargestellt, an deren Unterseite durch Kanäle .4 aus der Leitung 3 Druckluft so gegen den austretenden Wasserstrom geleitet wird, daß dieser in feinster Verteilung zersprüht wird. Durch den überlauf ä strömt das überschüssige Kühlwasser ab und kann in den darunterliegenden Kühlkästen des Hochofens weiterbenutzt werden.
Claims (3)
- P 1TEN'r ANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Kühlen von Hochöfen mit Hilfe von Kühlkästen, gegen deren Kühlflächen das Kühlmittel gespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Luft von geringer Pressung (o,i bis o,2 Atm.) in den zum Kühlkasten (i) fließenden Kühlstrom eingeleitet oder durch den Spiegel des sich im Kühlkasten befindlichen Wassers von unten nach oben geblasen wird.
- 2. Vorrichtung für die Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch ,gekennzeichnet, daß an dem das Kühlmittel in den Kühlkästen einführenden Mundstück (2) Druckluftkanäle (4) so angeordnet sind, daß die durch die Kanäle strömenden Druckluftstrahlen das Kühlmittel fein verteilen und versprühen.
- 3. Vorrichtung für die Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckluftdüse unter dem Flüssigkeitsspiegel des sich im Kühlkasten befindlichen Kühlmittels so angeordnet ist, daß das Kühlmittel gegen die Flächen des Kühlkastens versprüht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV29666D DE602001C (de) | 1933-06-24 | 1933-06-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Hochoefen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV29666D DE602001C (de) | 1933-06-24 | 1933-06-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Hochoefen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE602001C true DE602001C (de) | 1934-08-29 |
Family
ID=7585054
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV29666D Expired DE602001C (de) | 1933-06-24 | 1933-06-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Hochoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE602001C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1060416B (de) * | 1957-10-15 | 1959-07-02 | Ewald W Rohde Dr Ing | Kuehlkasten |
-
1933
- 1933-06-24 DE DEV29666D patent/DE602001C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1060416B (de) * | 1957-10-15 | 1959-07-02 | Ewald W Rohde Dr Ing | Kuehlkasten |
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