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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Telezentrizitätsfehlerkompensation in einem
lithographischen Projektionsapparat, der umfasst:
- – ein Bestrahlungssystem
zur Zufuhr eines aus Strahlung bestehenden Projektionsstrahls,
- – Mustereinrichtungen
zum Mustern des Projektionsstrahls gemäß einem gewünschten Muster,
- – einen
Substrattisch zum Halten eines Substrats, und
- – ein
Projektionssystem zum Abbilden des gemusterten Strahls auf einen
Zielabschnitt des Substrats.
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Der
Begriff "Mustereinrichtung" oder "Musterungseinrichtung" ist breit auszulegen,
so dass er sich auf Einrichtungen bezieht, die dazu verwendet werden
können,
einen einfallenden Strahlungsstrahl mit einem gemusterten Querschnitt
zu versehen, der einem Muster entspricht, das in einem Zielabschnitt des
Substrats erzeugt werden soll, der Begriff "Lichtventil" wurde ebenfalls in diesem Zusammenhang verwendet.
Im Allgemeinen entspricht das Muster einer speziellen Funktionsschicht
in einer Vorrichtung, die in dem Zielabschnitt erzeugt wird, wie
etwa einer integrierten Schaltung oder einer anderen Vorrichtung
(siehe unten). Beispiele für
solche Musterungseinrichtungen umfassen:
- – Eine durch
einen Maskentisch gehaltene Maske. Das Konzept einer Maske ist in
der Lithographie wohlbekannt und umfasst Maskenarten, wie etwa Binär-, harte
Phasen-(alternating Phase-shift) und weiche Phasenmasken (attenuated phase-shift), sowie verschiedene
Hybrid-Maskenarten. Die Platzierung einer solchen Maske ("Retikel") im Strahlungsstrahl
bewirkt eine selektive Durchlassung (bei einer durchlässigen Maske) oder
Reflektion (bei einer reflektierenden Maske) der auf die Maske auftreffenden
Strahlung in Übereinstimmung
mit dem Muster der Maske. Der Maskentisch stellt sicher, dass die
Maske in einer gewünschten
Position im einfallenden Strahlungsstrahl gehalten werden kann und
dass sie relativ zum Strahl bewegt werden kann, sofern dies erwünscht ist.
- – Eine
programmierbare Spiegelanordnung. Ein Beispiel für eine solche Vorrichtung ist
eine matrixadressierbare Oberfläche
mit einer viskoelastischen Steuerschicht und einer reflektierenden Oberfläche. Das
Grundprinzip hinter einer solchen Vorrich tung besteht darin, dass
(beispielsweise) adressierte Bereiche der reflektierenden Oberfläche einfallendes
Licht als gebeugtes Licht reflektieren, während nicht adressierte Bereiche einfallendes
Licht als ungebeugtes Licht reflektieren. Unter Verwendung eines
geeigneten Filters kann das ungebeugte Licht aus dem reflektierten Strahl
herausgefiltert werden, wobei nur das gebeugte Licht zurückbleibt,
auf diese Weise wird der Strahl in Übereinstimmung mit dem Adressierungsmuster
der matrix-adressierbaren
Oberfläche
gemustert. Die erforderliche Matrixadressierung kann unter Verwendung
geeigneter elektronischer Einrichtungen durchgeführt werden. Mehr Informationen über derartige
Spiegelanordnungen können
beispielsweise den US-Patenten
US 5,296,891 und US
5,523,193 entnommen werden.
- – Eine
programmierbare LCD-Anordnung (Flüssigkristallanzeigeanordnung).
Ein Beispiel für eine
solche Konstruktion ist in dem US-Patent
US 5,229,872 angegeben.
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Aus
Gründen
der Einfachheit kann sich der Rest dieses Textes an bestimmten Stellen
spezifisch auf Beispiele beziehen, die einen Maskentisch und eine
Maske umfassen, die in solchen Fällen
besprochenen allgemeinen Grundlagen sind jedoch in dem breiteren
Zusammenhang der vorstehend dargelegten Musterungseinrichtung zu
sehen.
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Aus
Gründen
der Einfachheit kann das Projektionssystem nachfolgend als "Linse" bezeichnet sein,
dieser Begriff ist jedoch breit auszulegen, so dass er verschiedene
Arten von Projektionssystemen umfasst, einschließlich z.B. Brechungsoptik-,
Reflexionsoptik- und katadioptrischer Systeme. Das Bestrahlungssystem
umfasst im Allgemeinen ein Beleuchtungssystem ("Beleuchter"), das auch Elemente umfassen kann,
die in Übereinstimmung
mit einer beliebigen dieser Ausführungsarten
arbeiten, um den Projektionsstrahl einer Strahlung zu lenken, zu
formen oder zu steuern, wobei solche Elemente nachfolgend entweder
kollektiv oder einzeln ebenfalls als "Linse" bezeichnet sein können. Des Weiteren kann der
lithographische Apparat so ausgeführt sein, dass er zwei oder
mehr Maskentische und/oder zwei oder mehr Substrattische aufweist.
Bei solchen "Mehr-Tisch-" Vorrichtungen können die
zusätzlichen Tische
parallel eingesetzt werden oder es können an einem oder mehreren
Tischen vorbereitende Schritte durchgeführt werden, während ein
oder mehrere andere Tische zur Belichtung verwendet werden. Lithographische
Zwei-Tisch-Apparate sind beispielsweise in
US 5,969,441 und
US Serial-No. 09/180,011 , eingereicht
am 27. Februar 1998, (
WO 98/28665 und
WO 98/40791 ) beschrieben.
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Ein
lithographischer Projektionsapparat kann beispielsweise bei der
Herstellung von integrierten Schaltungen (ICs) verwendet werden.
In einem solchen Fall kann die Musterungseinrichtung ein Schaltungsmuster
erzeugen, das einer einzelnen Schicht der IC entspricht, wobei dieses
Muster auf einem Zielabschnitt (der ein oder mehrere Halbleiterplättchen umfasst)
eines Substrats (Siliziumwafer) abgebildet werden kann, das mit
einer Schicht aus strahlungsempfindlichem Material (Fotolack) überzogen ist.
Im Allgemeinen enthält
ein einzelner Wafer ein ganzes Netzwerk benachbarter Zielabschnitte,
die nacheinander, immer einer auf einmal, durch das Projektionssystem
bestrahlt werden. Bei dem vorliegenden Apparat, der eine Musterung
durch eine Maske auf einem Maskentisch verwendet, kann zwischen zwei
verschiedenen Maschinentypen unterschieden werden. Bei einem Typ
eines lithographischen Projektionsapparats wird jeder Zielabschnitt
durch Belichten des vollständigen
Maskenmusters auf den Zielabschnitt in einem Schritt bestrahlt,
ein solcher Apparat wird für
gewöhnlich
als Wafer-Stepper bezeichnet. Bei einem alternativen Apparat (der
für gewöhnlich als
Step-and-Scan-Apparat oder Scanner bezeichnet wird) wird jeder Zielabschnitt
durch progressives Scannen des Maskenmusters unter dem Projektionsstrahl
in einer gegebenen Referenzrichtung (der "Scan"-Richtung)
bestrahlt, wobei der Substrattisch gleichzeitig parallel oder antiparallel
zu dieser Richtung gescannt wird, da das Projektionssystem im Allgemeinen
einen Vergrößerungsfaktor
M (im Allgemeinen < 1)
hat, beträgt
die Geschwindigkeit V, mit der der Substrattisch gescannt wird,
einen Faktor M mal demjenigen, mit dem der Maskentisch gescannt
wird. Mehr Informationen in Bezug auf lithographische Vorrichtungen,
wie hierin beschrieben, sind beispielsweise
US 6,046,792 zu entnehmen.
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Da
der Bedarf, immer kleinere Merkmale bei höheren Dichten abzubilden, steigt,
ist es notwendig, Strahlung mit kürzerer Wellenlänge, z.B.
Ultraviolettlicht mit einer Wellenlänge von 157 nm oder 126 nm, zu
verwenden. Dies kann jedoch zu Problemen führen, die durch chromatische
Abweichung verursacht werden, welche die Leistung des Projektionsapparats
verschlechtern kann. Zwei Gründe
dafür bestehen
darin, dass erstens Strahlungsquellen, wie etwa Laser, zum Erzeugen
von Strahlung kürzerer
Wellenlänge
häufig
größere Linienbreiten
aufweisen, d.h. die Quelle ist weniger monochromatisch und enthält eine
größere Bandbreite
an Wellenlängen,
und dass zweitens das Dispersionsverhältnis des Brechungsindex zur
Wellenlänge
bei lichtbrechenden Medien, die für die Linsen verwendet werden,
bei kürzeren Wellenlängen häufig einen
steileren Gradienten hat, weshalb die Medien streuender sind, was
zu einer erhöhten
chromatischen Abweichung führt.
Eine Lösung
dieses Problems besteht darin, eine Projektionslinse zu konstruieren,
die achromatisch ist, z.B. durch Kombinieren von Linsenelementen,
die Stärken
entgegengesetzter Vorzeichen haben und aus Linsenmaterialien mit
unterschiedlichen Dispersionsverhältnissen gefertigt sind, so
dass die chromatische Abweichung im Wesentlichen behoben wird. Dies
erhöht
jedoch die Komplexität
und Kosten des Linsensystems, da zwei unterschiedliche Medien erforderlich
sind. Außerdem
nimmt die Anzahl möglicher
lichtbrechender Medien ab, wenn Licht mit einer relativ kurzen Wellenlänge verwendet
wird. Dies macht es äußerst schwierig,
eine Projektionslinse herzustellen, die achromatisch ist.
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Eine
alternative Lösung
besteht darin, ein katadioptrisches Linsensystem zu verwenden, das
wenigstens ein reflektierendes optisches Element umfasst. Dies ermöglicht es,
für sämtliche
Linsen ein einziges Material zu verwenden. Die Verwendung reflektierender
Elemente bei manchen Projektionssystembauarten bedeutet jedoch,
dass ein Bild achsenentfernt projiziert werden muss, um zu vermeiden, dass
ein Teil davon durch bestimmte Elemente im System verdeckt wird.
Dies bedeutet, dass sich das projizierte Bild nicht über die
optische Achse (d.h. das Zentrum) des Projektionssystems erstreckt.
Ein Beispiel für
eine katadioptrische Linse ist beispielsweise in
US 5,537,260 angegeben.
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Ein
solches Projektionssystem weist jedoch im Allgemeinen einen inhärenten Telezentrizitätsfehler
auf. Dabei ist das Problem des gleichzeitigen Kompensierens dieses
Fehlers und des Minimierens der Größe der Beleuchtungssystemlinsen
bei einem achsenentfernten Projektionssystem gegeben.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen verbesserten
mikrolithographischen Projektionsapparat bereitzustellen, der die
vorstehend genannten Probleme vermeidet oder vermindert.
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US-A 5,739,899 offenbart
einen lithographischen Projektionsapparat gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
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Erfindungsgemäß wird ein
lithographischer Projektionsapparat bereitgestellt, der umfasst:
- – ein
Beleuchtungssystem zum Bereitstellen eines aus Strahlung bestehenden
Projektionsstrahls,
- – eine
Einrichtung zum Halten einer Mustereinrichtung, wobei die Mustereinrichtung
zum Versehen des Projektionsstrahls mit Mustern in Übereinstimmung
mit einem gewünschten
Muster dient,
- – einen
Substrattisch zum Halten eines Substrats, und
- – ein
Projektionssystem zum Abbilden des gemusterten Strahls auf einem
Zielabschnitt des Substrats, das so angeordnet ist, dass der gemusterte
Strahl im Betrieb in Bezug auf die optische Achse des Projektionssystems
achsenentfernt projiziert wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die optische Achse des Beleuchtungssystems seitlich versetzt
ist, so dass sie im Wesentlichen parallel zur optischen Achse des
Projektionssystems, jedoch in Bezug auf diese achsenentfernt, verläuft und
dadurch, dass ferner ein keilförmiges
durchlässiges
optisches Element als Kompensationseinrichtung zum Kompensieren
von Telezentrizitätsfehlern
des Projektionssystems enthalten ist.
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Die
Kompensationseinrichtung, die auch als "Kompensator" bezeichnet wird, ermöglicht es,
den Telezentrizitätsfehler
des Projektionssystems bei einem achsenentfernten Projektionssystem
zumindest teilweise zu korrigieren, z.B. bei einem System, das katadioptrisch
ist und bei dem der gemusterte Projektionsstrahl das Projektionssystem
achsenentfernt durchquert, um die Verdeckung zu vermeiden.
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Da
der gemusterte Strahl achsenentfernt projiziert wird, wie vorstehend
beschrieben, sollte auch der bestrahlte Bereich in der Ebene der
Maske bezogen auf die optische Achse des Projektionssystems seitlich
versetzt sein. Die optische Achse des Beleuchters ist seitlich versetzt,
so dass sie parallel zur optischen Achse des Projektionssystems,
jedoch bezogen auf diese achsenentfernt, verläuft, und so dass sie bezogen
auf den bestrahlten Bereich im Wesentlichen zentriert ist. Dies
ermöglicht
es, die Größe des Beleuchters
sowie seiner Linsen und optischen Bauteile zu minimieren.
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Der
lithographische Projektionsapparat umfasst bevorzugt Mustereinrichtungen.
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Der
Kompensator ist bevorzugt in Bezug auf die austretende optische
Achse des Beleuchters schräg
gestellt. Dies ist eine relativ einfache Modifikation, damit das
Beleuchtungssystem im Hinblick auf einen Telezentrizitätsfehler
im Projektionssystem kompensiert werden kann.
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Der
Kompensator ist bevorzugt schräg
stellbar, um eine Einstellung der Telezentrizitätsfehlerkompensation zu ermöglichen.
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Der
Kompensator umfasst bevorzugt ein reflektierendes Element. Dieses
kann beispielsweise einen Spiegel im Beleuchter umfassen und ermöglicht es
einem bereits vorhandenen Spiegel, die zweifache Funktion sowohl
des Ablenkens des Strahls als auch des Korrigierens von Telezentrizitätsfehlern
aufzuweisen.
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Obgleich
das reflektierende Element, etwa ein Spiegel, typischerweise planar
ist, was zumindest eine grobe Telezentrizitätsfehlerkompensation ermöglicht,
ist es auch möglich,
dass das reflektierende Element ein nicht planares Profil aufweist,
damit die Telezentrizitätskompensation
mit der Position im Strahl variieren kann.
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Erfindungsgemäß umfasst
der Kompensator ein keilförmiges
durchlässiges
optisches Element. Das keilförmige
optische Element umfasst bevorzugt einen aus einer axial symmetrischen
Linse bestehenden Abschnitt. Dies hat den Vorteil, dass die Linse durch
gängige
Techniken hergestellt werden kann, um eine genaue Telezentrizitätsfehlerkompensation mit
der geeigneten Symmetrie bereitzustellen, wobei die Linse dann zugeschnitten
werden kann, um den keilförmigen
Abschnitt zur Einführung
in den Strahlpfad vorzusehen, um den Telezentrizitätsfehler
ungeachtet der Tatsache zu kompensieren, dass der Apparat ein achsenentferntes
Projektionssystem umfasst. Ein weiterer Vorteil besteht nun darin,
dass mehr als ein Kompensator in Form eines keilförmigen optischen
Elements aus einer einzelnen Linse erhalten werden kann.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung befindet sich bei einer einen Maskentisch verwendenden
Ausführungsform
das keilförmige
optische Element nahe einer Position, in der im Betrieb eine Maske
durch den Maskentisch gehalten wird, oder in einer im Wesentlichen
dazu konjugierten Position. Dies hat den Vorteil, dass die Telezentrizitätsfehlerkompensation im
Wesentlichen die Einstellung des Einfalls-/Austrittswinkels des
Lichtstrahls auf der Maske als Funktion der Position auf der Maske
erforderlich macht (d.h. der Kompensator wirkt als dezentrierte
Feldlinse).
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
einer Vorrichtung bereitgestellt, das die Schritte umfasst:
- – Bereitstellen
eines Substrats, das wenigstens teilweise mit einer Schicht aus
strahlungsempfindlichem Material überzogen ist, Bereitstellen
eines aus Strahlung bestehenden Projektionsstrahls unter Verwendung
eines Bestrahlungssystems,
- – Verwenden
einer Mustereinrichtung zum Versehen des Projektionsstrahls mit
einem Muster in seinem Querschnitt, und
- – Projizieren
des aus Strahlung bestehenden gemusterten Strahls auf einen Zielabschnitt
der Schicht aus strahlungsempfindlichem Material unter Verwendung
eines Projektionssystems, wobei der gemusterte Projektionsstrahl
in Bezug auf die optische Achse des Projektionssystems achsenentfernt
projiziert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die optische
Achse des Beleuchtungssystems seitlich versetzt ist, so dass sie
im Wesentlichen parallel zur optischen Achse des Projektionssystems,
jedoch in Bezug auf diese achsenentfernt, verläuft und dadurch, dass ein keilförmiges durchlässiges optisches
Element als Kompensationseinrichtung zum Durchführen einer Kompensation von
Tefezentrizitätsfehlern
des Projektionssystems eingesetzt wird.
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Bei
einem Herstellungsverfahren, das einen erfindungsgemäßen lithographischen
Projektionsapparat verwendet, wird ein Muster (z.B. in einer Maske)
auf einem Substrat abgebildet, das zumindest teilweise mit einer
Schicht aus energieempfindlichem Material (Fotolack) überzogen
ist. Vor diesem Abbildungsschritt kann das Substrat verschiedenen
Verfahren, wie etwa Grundieren, Fotolackbeschichtung und einem leichten
Trocknen (soft bake), unterzogen werden. Nach dem Belichten kann
das Substrat anderen Verfahren unterzogen werden, wie etwa einem Post-Exposure
Bake (PEB – nach
der Belichtung erfolgenden Trocken- oder Heizschritt), Entwickeln, starken
Trocknen (hard bake) und Messen/Untersuchen der abgebildeten Merkmale.
Dieser Verfahrensablauf wird als Basis für die Musterung einer einzelnen
Schicht einer Vorrichtung, z.B. einer IC, verwendet. Eine derartige
gemusterte Schicht kann dann verschiedenen Verfahren, wie etwa Ätzen, Ionenimplantieren
(Dotieren), Metallisieren, Oxidieren, chemomechanisches Polieren,
etc., unterzogen werden, die alle dazu dienen, eine einzelne Schicht
abschließend zu
bearbeiten. Wenn mehrere Schichten benötigt werden, dann muss das
ganze Verfahren oder eine Variante desselben für jede neue Schicht wiederholt werden.
Schließlich
ist eine Anordnung von Vorrichtungen auf dem Substrat (Wafer) vorhanden.
Diese Vorrichtungen werden dann durch eine Technik, wie etwa mechanisches
Trennen (dicing) oder Sägen, voneinander
gelöst,
wonach die einzelnen Vorrichtungen auf einem Träger montiert, mit Anschlussstiften
verbunden, etc. werden können.
Weitere Informationen bezüglich
solcher Verfahren können
beispielsweise dem Buch "Microchip
Fabrication: A Practical Guide to Semiconductor Processing", dritte Auflage, von
Peter van Zant, McGraw Hill Publishing Co., 1997, ISBN 0-07-067250-4
entnommen werden.
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Obgleich
in diesem Text spezifisch auf die Verwendung des erfindungsgemäßen Apparats
bei der Herstellung von ICs Bezug genommen wird, versteht es sich
ausdrücklich,
dass ein solcher Apparat viele andere Anwendungsmöglichkeiten
hat. Er kann beispielsweise bei der Herstellung von integrierten optischen
Systemen, Führungs-
und Erfassungsmustern für
Magnetblasenspeicher, Flüssigkristallanzeigebildschirmen,
Dünnfilmmagnetköpfen, etc.
verwendet werden. Ein Fachmann wird erkennen, dass, im Zusammenhang
mit solchen alternativen Anwendungen, jegliche Verwendung der Begriffe "Retikel", "Wafer" oder "Halbleiterplättchen" in diesem Text als durch
die allgemeineren Begriffe "Maske", "Substrat" bzw. "Zielabschnitt" ersetzt anzusehen
ist.
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In
dem vorliegenden Dokument werden die Begriffe Strahlung, Strahlungsstrahl
und Strahl im Prinzip so verwendet, dass alle Arten von elektromagnetischer
Strahlung enthalten sind, einschließlich Ultraviolettstrahlung
(z.B. mit einer Wellenlänge
von 365, 248, 193, 157 oder 126 nm) und EUV.
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Ausführungsformen
der Erfindung werden nun rein beispielhaft unter Bezugnahme auf
die begleitenden schematischen Zeichnungen beschrieben. Es zeigt/zeigen:
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1 einen
lithographischen Projektionsapparat gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung,
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2(a) und (b) Diagramme von Projektionslinsensystemen
zur Darstellung von Nicht-Telezentrizität bzw. Telezentrizität,
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3 den
Telezentrizitätsfehler
eines Projektionssystems in Bezug auf ein achsenentferntes Beleuchtungssystem,
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4 einen
Beleuchter und ein Projektionssystem, die eine schräg stellbare Spiegeltelezentrizitätsfehlerkompensationseinrichtung
umfassen, und
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5 einen
Beleuchter und ein Projektionssystem, die eine erfindungsgemäße keilförmige Telezentrizitätsfehlerkompensationseinrichtung
umfassen.
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In
den Figuren geben entsprechende Bezugszeichen oder -ziffern entsprechende
Teile an.
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1 stellt
schematisch einen erfindungsgemäßen lithographischen
Projektionsapparat dar. Der Apparat umfasst:
- – ein Bestrahlungssystem
LA, Ex, IL zum Bereitstellen eines aus Strahlung (z.B. UV- oder EUV-Strahlung)
bestehenden Projektionsstrahls PB,
- – einen
ersten Objekttisch (Maskentisch) MT, der mit einem Maskenhalter
zum Halten einer Maske MA (z.B. eines Retikels) ausgestattet ist,
- – einen
zweiten Objekttisch (Substrattisch) WT, der mit einem Substrathalter
zum Halten eines Substrats W (z.B. eines mit Fotolack beschichteten
Siliziumwafers) ausgestattet ist,
- – ein
Projektionssystem ("Linse") PL (z.B. ein lichtbrechendes
oder katadioptrisches System oder eine Spiegelgruppe) zum Abbilden
eines bestrahlten Abschnitts der Maske MA auf einem Zielabschnitt
C (der ein oder mehrere Halbleiterplättchen umfasst) des Substrats
W.
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Wie
hier dargestellt, ist der Apparat vom durchlässigen Typ (d.h. er hat eine
durchlässige
Maske). Im Allgemeinen kann er jedoch auch beispielsweise vom reflektierenden
Typ sein (mit einer reflektierenden Maske).
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Das
Bestrahlungssystem umfasst eine Quelle LA (z.B. eine Hg-Lampe oder
einen Excimer-Laser), die einen Strahl einer Strahlung erzeugt.
Dieser Strahl wird einem Beleuchtungssystem IL zugeführt, und
zwar entweder direkt oder nach dem Passieren einer Konditionierungseinrichtung,
wie z.B. eines Strahlexpanders Ex. Der Beleuchter IL umfasst Justiermittel
AM zum Einstellen des äußeren und/oder inneren
radialen Ausmaßes
(des σ-Außen- bzw. σ-Innenmaßes) der
Intensitätsverteilung
im Strahl. Darüber
hinaus umfasst er im Allgemeinen verschiedene andere Bauteile, wie
etwa einen Integrator IN und einen Kondensor CO. Auf diese Weise
hat der auf die Maske MA auftreffende Strahl PB in seinem Querschnitt
eine gewünschte
Gleichförmigkeit
und Intensitätsverteilung.
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Es
wird in Bezug auf 1 darauf hingewiesen, dass sich
die Quelle LA im Gehäuse
des lithographischen Projektionsapparats befinden kann (wie es häufig der
Fall ist, wenn die Quelle LA z.B. eine Quecksilberlampe ist), sie
kann jedoch auch vom lithographischen Projektionsapparat entfernt
sein, wobei der von ihr erzeugte Strahlungsstrahl in den Apparat
gelenkt wird (z.B. mit Hilfe von geeigneten Richtspiegeln), wobei
dieses letztere Szenario häufig der
Fall ist, wenn die Quelle LA ein Excimer-Laser ist. Die vorliegende Erfindung
und die vorliegenden Ansprüche
umfassen beide dieser Szenarien.
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Der
Strahl PB erfasst anschließend
die in einem Maskenhalter auf einem Maskentisch MT gehaltene Maske
MA. Nachdem er die Maske MA passiert hat, tritt der Strahl PB durch
die Linse PL, die den Strahl PB auf einen Zielabschnitt C des Substrats
W fokussiert. Mit Hilfe der interferometrischen Verschiebungs- und
Messeinrichtung IF kann der Substrattisch WT exakt bewegt werden,
z.B. um andere Zielabschnitte C im Pfad des Strahls PB zu positionieren. Ebenso
kann die erste Positionierungseinrich tung dazu verwendet werden,
die Maske MA in Bezug auf den Pfad des Strahls PB exakt zu positionieren,
z.B. nach einer mechanischen Rückholung
der Maske MA aus einem Maskenarchiv oder während eines Scans. Im Allgemeinen
wird die Bewegung der Objekttische MT, WT mit Hilfe eines Langhubmoduls (Grobpositionierung)
und eines Kurzhubmoduls (Feinpositionierung) umgesetzt, die nicht
explizit in 1 dargestellt sind. Bei einem
Wafer-Stepper jedoch (im Gegensatz zu einem Step-and-Scan-Apparat) kann
der Maskentisch MT nur mit einem Kurzhubaktuator verbunden oder
feststehend sein.
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Der
dargestellte Apparat kann in zwei unterschiedlichen Betriebsarten
verwendet werden:
- 1. In der Step-Betriebsart
wird der Maskentisch MT im Wesentlichen stationär gehalten und ein vollständiges Maskenbild
in einem Schritt (d.h. in einem einzelnen "Blitz") auf einen Zielabschnitt C projiziert.
Der Substrattisch WT wird dann in x- und/oder y-Richtung verschoben, so
dass ein anderer Zielabschnitt C durch den Strahl PB bestrahlt werden
kann.
- 2. In der Scan-Betriebsart gilt im Wesentlichen dasselbe Szenario,
außer
dass ein gegebener Zielabschnitt C nicht in einem einzelnen "Blitz" belichtet wird.
Stattdessen kann der Maskentisch MT mit einer Geschwindigkeit v
in eine gegebene Richtung (der so genannten "Scan-Richtung", z.B. der x-Richtung) bewegt werden,
so dass bewirkt wird, dass der Projektionsstrahl PB (der nun allgemein
die Form eines Spalts hat) ein Maskenbild scannt, wobei der Substrattisch
WT gleichzeitig ebenfalls in dieselbe oder die entgegengesetzte Richtung
mit einer Geschwindigkeit V = Mv bewegt wird, wobei M die Vergrößerung der
Linse PL ist (typischerweise M = 1/4 oder 1/5). Auf diese Weise
kann ein relativ großer
Zielabschnitt C belichtet werden, ohne Abstriche bei der Auflösung machen
zu müssen.
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Die 2(a) und (b) stellen schematisch Projektionssysteme 10 zum
Formen eines Bildes einer ersten Ebene 12 dar, wie etwa
einer gemusterten Oberfläche
eines Retikels, in einer zweiten Ebene 14, wie etwa einer
mit Fotolack beschichteten Oberfläche eines Wafers. 2(a) zeigt ein nicht telezentrisches Projektionssystem 10.
Hierbei bezieht sich der Begriff "nicht teiezentrisch" auf eine Situation, in der die durchschnittlichen
Winkel, unter denen die Lichtstrahlen eines bildformenden Strahlungsstrahls
(der von einem Objektpunkt auf der Oberfläche 12 ausgestrahlt
wird) den Ebenen 12 und 14 gegenüberliegen, erheblich
von 90° abweichen.
Folglich wird, wenn das Retikel oder der Wafer längs der optischen Achse der Linse
aufwärts
oder abwärts
bewegt wird, das Bild seitlich bewegt, wie durch die Pfeile A in 2(a) gezeigt. Im Folgenden werden die
durchschnittlichen Winkel als "durchschnittliche
Strahlwinkel" bezeichnet.
Im Gegensatz zu dem Projektionssystem 10 gemäß 2(a) ist das Projektionssystem 10 gemäß 2(b) telezentrisch: nun betragen die durchschnittlichen
Strahlwinkel 122 und 142 (in 2(b)) eines
bildformenden Strahls in Bezug auf die Ebenen 12 und 14 im
Wesentlichen 90°.
Folglich wird die Bildposition durch das Bewegen entweder der Objektebene
oder der Bildebene nicht beeinträchtigt.
Wenn beispielsweise die Ebene 12 aufwärts oder abwärts bewegt
wird, bewegt sich die Position des Bildes nicht zur Seite, obgleich
sie selbstverständlich
in den und aus dem Fokus gebracht wird. Diese Anordnung ist eindeutig
vorteilhaft, beispielsweise wenn es darum geht, aufeinander folgende
lithographische Schichten übereinander
zu legen.
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Ein
praxisnahes Projektionslinsensystem wird jedoch niemals perfekt
telezentrisch sein. Es wird immer einen kleinen Resttelezentrizitätsfehler geben.
Sowohl auf der Objektseite (der der Oberfläche 12 zugewandten
Seite) als auch auf der Bildseite (der der Oberfläche 14 zugewandten
Seite) eines telezentrischen Projektionssystems 10 weichen
die durchschnittlichen Strahlwinkel 122 und 142 in 2b (leicht) von 90° ab. Diese Abweichung, die den
Telezentrizitätsfehler
darstellt, zeigt eine Abhängigkeit
von der Seitenposition des Punktes 121 in Bezug auf die
optische Achse 0 des Projektionssystems. 3 stellt
eine Draufsicht eines Projektionslinsensystems mit einer optischen
Achse 0 dar, wobei die konzentrischen Kreise 20, 22, 24 und 26 die
Konturen im Wesentlichen gleicher Telezentrizitätsfehler darstellen. Als Beispiel
können
bei den Konturen 20 bis 26 die Winkelfehler Werte
in Milliradiant (mRad), wie etwa +1, 0, –1 bzw. –2, aufweisen. Diese stellen die
Winkelfehler auf dem Retikelniveau dar, sie sind jedoch auf dem
Waferniveau infolge des Vergrößerungsfaktors
M des Projektionslinsensystems selbstverständlich größer, z.B. viermal größer bei
M = 1/4.
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Das
Beleuchtungssystem muss einen telezentrizitätskorrigierten Beleuchtungsstrahl
liefern, bei dem der Einfallswinkel 123, in 2(b), mit der Seitenposition variiert,
um so den inhärenten
Telezentrizitätsfehler
im Projektionssystem 10 zu kompensieren. Idealerweise sollte
der einfallende Strahl, der den Punkt 121 in 2(b) beleuchtet, richtungsabhängig so
sein, dass sein durchschnittlicher Strahlwinkel 123 genau
mit dem durchschnittlichen Strahlwinkel 122 übereinstimmt,
der durch den Telezentrizitätsfehler
des Projektionssystems gebildet wird. Der Resttelezentrizitätsfehler
des Beleuchtungssystems IL stimmt jedoch, sofern nicht Vorkehrungen
getroffen werden, im Allgemeinen nicht mit dem Telezentrizitätsfehler
des Projekti onssystems überein. Das
Konzept der "Kompensation" und die Begriffe "Kompensationseinrichtung" und "Kompensator" beziehen sich, wie
hierin verwendet, auf die Kompensation (d.h. Verringerung) einer
Nichtübereinstimmung zwischen
den Telezentrizitätsfehlern.
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Wenn
die optische Achse des Beleuchters koaxial mit dem Projektionslinsensystem
verläuft, dann
sind die Telezentrizitätsfehler
axial symmetrisch, weshalb auch die Kompensation axial symmetrisch
sein kann, so dass sie durch herkömmliche Linsen bereitgestellt
werden kann. Wie vorstehend erläutert,
kann es jedoch erwünscht
sein, eine achsenentfernte Projektion zu verwenden. Das Rechteck 30 stellt
den Beleuchtungsspalt eines Beleuchtungssystems dar, der in Bezug
auf die optische Achse O des Projektionssystems achsenentfernt ist.
Es ist im Allgemeinen vorteilhaft, die Größe der Austrittsapertur des
Beleuchters zu minimieren, so dass sie gerade groß genug
ist, das Spaltbild 30 zu umfassen. In diesem Fall ist das
achsenentfernte Feld des Beleuchtungssystems durch den gestrichelten
Kreis 32 angezeigt, der auf der Achse O' zentriert ist. Der Durchmesser des
Kreises 32, der die Apertur des Beleuchters darstellt,
ist eindeutig kleiner als der Durchmesser der Apertur des Projektionssystems,
z.B. des Kreises 26.
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Wie
aus 3 ersichtlich, ist die durch den Beleuchter bereitzustellende
Telezentrizitätsfehlerkompensation,
angegeben durch die Bögen
der Kreise 20, 22, 24 und 26,
die das Feld 32 des Beleuchters kreuzen, asymmetrisch.
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4 zeigt
ein Beispiel, welches nicht Teil der Erfindung ist, zum Kompensieren
einer asymmetrischen Telezentrizitätsabweichung. 4 zeigt
einen Beleuchter 40, der eine Strahlformungsoptik 42, wie
etwa ein Zoom-Axicon-Modul, und einen Integrator, wie etwa eine
Facettenlinse oder einen Integratorstab, ein Feldlinsensystem, eine
Retikelabdeckungseinrichtung 46 und ein zugeordnetes Retikelabdeckungslinsensystem 48 umfasst.
Der Beleuchter 40 stellt einen Strahlungsstrahl zum Beleuchten
eines Retikels 50 bereit, wobei ein Bild desselben dann
durch das Projektionssystem 54 auf den Wafer 52 projiziert
wird. Die auf das Retikel 50 auftreffende Beleuchtung hat
die Form eines Spaltes, dargestellt durch das in 3 gezeigte
Rechteck 30. Das Retikel 50 und der Wafer 52 werden
in diesem Fall gescannt, so dass der Spalt und sein Bild über das
Retikel 50 bzw. den Wafer 50 streichen. Der Beleuchter 40 umfasst
einen Spiegel 56. Der Spiegel 56 ist schräg stellbar,
so dass sein Winkel gewählt
werden kann, um den Beleuchtungsstrahl abzulenken (auf diese Weise
beträgt
der durchschnittliche Einfallswinkel 123 der auf das Retikel 50 fallen den Strahlung
nicht länger
90), um den nicht kreisförmig symmetrischen
Telezentrizitätsfehler
des Projektionssystems 54 zu kompensieren.
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Ein
planarer Spiegel 56 kann dazu verwendet werden, eine (grobe)
Telezentrizitätsfehlerkompensation
bereitzustellen. Gemäß einem
anderen Beispiel kann der Spiegel 56 jedoch mit einem Profil versehen
sein, um eine genauere Telezentrizitätsfehlerkompensation bereitzustellen,
um der notwendigen Fehlerkompensation für eine perfekte Übereinstimmung
mit dem inhärenten
Telezentrizitätsfehler des
Projektionssystems 10 genauer zu entsprechen, wie in 3 gezeigt.
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Eine
Ausführungsform
der Erfindung ist in 5 gezeigt. Bei dieser Ausführungsform
befindet sich ein keilförmiges
durchlässiges
optisches Element 58 im Beleuchtungsstrahlpfad. Gemäß einer Ausführungsform
kann das Element 58 einfach ein keilförmiges Prisma zum Bereitstellen
einer (groben) Telezentrizitätsfehlerkompensation
sein. Bezug nehmend auf 3 kann eine Linse jedoch mit
demselben Durchmesser wie die Apertur des Projektionssystems ausgeführt und
auf der optischen Achse O zentriert sein und zur Kompensation des
Telezentrizitätsfehlers,
wie z.B. durch die Konturen 20 bis 26 gezeigt,
angefertigt werden. Ein Abschnitt dieser Linse kann dann aus einer
Seite herausgeschnitten werden, welcher groß genug ist, um den Durchmesser des
Beleuchters 32 oder zumindest den vom Spalt 30 umgebenen
Abschnitt abzudecken. Dieser Abschnitt der Linse ist keilförmig und
verfügt über eine
asymmetrische Telezentrizitätsfehlerkompensation
als Funktion der Position, die im Allgemeinen ansonsten äußerst schwierig
herzustellen wäre.
Unter Verwendung dieser Technik könnten wenigstens zwei keilförmige Elemente 58 aus
einer einzelnen Linse erhalten werden. Das Profil des keilförmigen Elements 58 ist derart,
dass der Strahl, an jeder Position auf dem Element, um einen Winkel
abgelenkt wird, der dazu geeignet ist, den durch die (vorstehend
genannten) Winkelwerte der Konturen 20 bis 26 angegebenen Telezentrizitätsfehler
zu kompensieren.
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Das
optische Element 58 könnte
im Prinzip an einer beliebigen Stelle in dem durch den Beleuchter 40 verlaufenden
optischen Strahlpfad angeordnet werden. Bei einer Ausführungsform,
wie in 5 gezeigt, ist das Element nahe dem Retikel 50 angeordnet.
Es wirkt dann wie eine so genannte Feldlinse. Feldlinsen beeinflussen
typischerweise die durchschnittliche Ausbreitungsrichtung eines
Strahlungsstrahls (den durchschnittlichen Strahlwinkel) als Funktion
der Seitenposition des Strahls an der Feldlinse, ohne die Apertur
des Strahls erheblich zu beeinflussen. Eine Telezentrizitätsfehlerkompensation besteht
aus dem Einstellen des Einfallswinkels 123 des auf das
Retikel 50 fallenden Beleuchtungsstrahls als Funktion der
Position, bevorzugt ohne die Apertur (σ-Außen- und σ-Inneneinstellungen) des Beleuchtungsstrahls
erheblich zu beeinflussen. Somit führt eine Feldlinse diese exakte
Funktion aus. Alternativ könnte
das optische Element 58 nahe der Retikelabdeckungseinrichtung 46 angeordnet
werden. An anderen Positionen im Beleuchter 40 ist nicht
dieselbe Unterscheidung zwischen Position und Winkeln gegeben, die
Pupillenebene 60 beispielsweise entspricht der Fourier-Transformation
der Strahlverteilung am Retikel 50, so dass Positionen
in der Ebene 60 den Einfallswinkeln am Retikel 50 entsprechen. Folglich
ist es schwieriger, die geeignete Telezentrizitätsfehlerkompensation an einer
allgemeinen Position im Beleuchter 40 bereitzustellen.
Das keilförmige Element 58 könnte selbstverständlich in
anderen konjugierten Ebenen im Beleuchter 40 angeordnet werden,
da die Variation des Winkels mit der Position zwischen konjugierten
Ebenen entsprechend wäre.
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Die
Merkmale der vorstehend beschriebenen und in 5 dargestellten
Ausführungsform
und das Beispiel gemäß 4 könnten selbstverständlich in
Kombination verwendet werden, beispielsweise bei einem Beleuchter 40,
der einen schräg
stellbaren Spiegel und ein keilförmiges
optisches Element umfasst. Alternativ oder zusätzlich dazu, könnte das keilförmige optische
Element schräg
stellbar sein, um eine Einstellung der Telezentrizitätsfehlerkorrektur bereitzustellen.
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Obgleich
spezifische Ausführungsformen der
Erfindung vorstehend beschrieben worden sind, versteht es sich,
dass die Erfindung auch anders als beschrieben in die Praxis umgesetzt
werden kann. Die Beschreibung soll die Erfindung nicht einschränken, welche
durch die nachfolgenden Ansprüche
definiert ist.