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Die
vorliegende Erfindung betrifft Einrichtungen und Verfahren für die Behandlung
von Haar, insbesondere das Erzeugen einer beabsichtigten Form, zum
Beispiel einer Welle oder Locke, an einer Haarsträhne.
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Eine
Haarlockenwickeleinrichtung nach dem Stand der Technik mit den im
Oberbegriff des beigefügten
Patentanspruchs 1 definierten Merkmalen ist offenbart in
US 3 631 868 . Diese Einrichtung
hat eine vorgeformte zylindrische Gestalt, um die eine Haarsträhne gewickelt
werden kann. Bei Gebrauch der Einrichtung kann die zylindrische
Gestalt für
die Bequemlichkeit des Benutzers für den Fall verformt werden,
dass der Kopf des Benutzers auf der Einrichtung aufliegt. In der
Druckschrift
US 5 472 003 ist
auch ein Halter aus Gewebe für
einen Ponyschwanz offenbart.
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Ein
erster Aspekt der Erfindung sieht auch eine Einrichtung für die Behandlung
einer Haarsträhne
vor, die eine zylindrische Röhre
umfasst, die an mindestens einem Ende offen ist, wobei die Röhre so ausgebildet
ist, dass sich eine Querabmessung davon beim Zusammenziehen in Längsrichtung
aus einem ersten Längszustand
in einen zweiten Längszustand
von einer ersten Abmessung auf eine zweite Abmessung erhöht, wobei
die Einrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass die Röhre in einen
vorgeformten Zustand vorgespannt ist, in dem die zylindrische Gestalt
der Röhre
deformiert ist, damit einer Haarsträhne, die bei Gebrauch in der
Röhre enthalten
ist, eine gewünschte
Form verliehen wird, wobei die Röhre
aus dem vorgeformten Zustand elastisch in die zylindrische Gestalt
manipuliert werden kann.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren für die Behandlung einer Haarsträhne gekennzeichnet
durch die folgenden Schritte: Einführen der Haarsträhne in eine
zylindrische Röhre, während sich
die Röhre
in einem in Längsrichtung zusammengezogenen
Zustand befindet, wobei die Haarsträhne in Längsrichtung durch die Röhre verläuft und
die Röhre
eine charakteristische Eigenschaft aufweist, die dann besteht, dass
sich eine Querabmessung der Röhre
erhöht,
wenn sich eine Längsabmessung
davon verringert; Auseinanderziehen der Röhre aus dem zusammengezogenen
Zustand; und Bewirken, dass die auseinander gezogene Röhre, die
die Haarsträhne
enthält,
eine bestimmte Form annimmt, damit der Haarsträhne in der Röhre eine
gewünschte
Struktur verliehen wird.
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Im
Folgenden wird eine Ausführungsform der
Erfindung als Beispiel mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen:
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1 eine
Röhre in
einem zusammengezogenen Zustand, wobei sich eine Haarsträhne hindurch
erstreckt,
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2 die
aus dem zusammengezogenen Zustand auseinander gezogene Röhre, wobei
sich die Haarsträhne
hindurcherstreckt,
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3 ein
anfängliches
Verdrehen der Röhre,
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4 ein
weiteres Verdrehen der Röhre,
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5 die
verdrehte Röhre
in einem in Längsrichtung
zusammengedrückten
Zustand,
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6 die
Röhre nach
einem quer erfolgten Biegen in einen Ziehharmonikazustand,
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7 und 8 ein
Ende der Röhre
versehen mit einem Mittel zum Ergreifen des Endes der Röhre, in
der eine Haarsträhne
enthalten ist,
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9 eine
Einrichtung zur Verwendung mit der Röhre zum Halten der Teile der
Röhre,
die bezüglich
einer Haarsträhne
angeordnet sind,
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10 die
Vorrichtung von 9 in Verbindung mit der Röhre, wobei
sich die Röhre
in einem gedehnten Zustand befindet,
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11 eine
der 10 ähnliche
Figur, wobei die Röhre
aus dem gedehnten Zustand zusammengezogen ist, und
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12 einen
Haken zur Verwendung mit der Röhre.
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Unter
Bezugnahme auf 1 der Zeichnungen hat eine für gewöhnlich zylindrische
Röhre 10 eine
Wand aus Elementen mit verwebten Fasern 11, 12,
die unter einem Win kel verlaufen, der sowohl zu einer Längsabmessung 13 als
auch zu einer Querabmessung 14 der Röhre geneigt ist. Als Folge
dieser Neigung der Elemente ist die Querabmessung 14 der Röhre, wenn
die Röhre
in Längsrichtung
auf die Längsabmessung 13 (siehe 1)
zusammengezogen ist, größer als
die Querabmessung 15 (siehe 2) der Röhre, wenn
diese sich mit einer Längsabmessung 16 gemäß 2 in
einem auseinander gezogenen Zustand befindet. Wenn sich demnach
die Röhre
gemäß 1 in
einem in Längsrichtung
zusammengezogenen Zustand befindet, wird das Einsetzen einer Haarsträhne 17 in
die Röhre durch
ein erstes offenes Ende 18 hiervon, durch die Röhre hindurch
und heraus aus einem zweiten offenen Ende 19 hiervon erleichtert.
Wenn die Röhre
aus dem zusammengezogenen Zustand in den in 2 gezeigten
auseinander gezogenen Zustand auseinander gezogen wird, nimmt die
Querabmessung der Röhre
ab und bewegt sich die Wand der Röhre radial nach innen, um die
Haare der Haarsträhne 17 zusammenzudrücken.
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Befindet
sich die Röhre
im auseinander gezogenen Zustand, so wird sie in eine bestimmte
Form manipuliert, um der in der Röhre enthaltenen Haarsträhne eine
gewünschte
Form zu verleihen. Bei einer in 3 gezeigten
Form der Manipulierung wird die Röhre abgeflacht und um ihre
Längsachse
verdreht, was durch eine gestrichelte Linie 20 dargestellt ist.
Das Verdrehen der Röhre
bewirkt, dass sich die Wand der Röhre aus einem im Allgemeinen
kreisförmigen
Querschnitt gemäß 1 und 2 abflacht in
einen flachen ovalen Querschnitt gemäß 3. Folglich
wird die in der Röhre
enthaltene Haarsträhne veranlasst,
eine im Allgemeinen schraubenförmige Gestalt
anzunehmen. Das Verdrehen der Röhre
kann gemäß 4 in
einem gewählten
Ausmaß fortgesetzt
werden, um der schraubenförmigen
Gestalt der Haarsträhne
einen gewünschten
Betrag der Verdrehung zu verleihen. Beim Verdrehen der Röhre im gewählten Ausmaß, kann
die Röhre
mit der dann enthaltenen Haarsträhne
in Längsrichtung
um einen gewünschten
Betrag zusammengedrückt
werden. Zum Beispiel können
die Windungen der Röhre
so eng aneinander liegen, wie es in 5 gezeigt
ist.
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Die
Haarsträhne
wird mit einem flüssigen Haarbehandlungsmittel
behandelt, damit das Haar die Form beibehält, die ihm infolgedessen erteilt
wurde, dass es in der Röhre
enthalten ist und dass die Röhre
verdreht wird. Die Behandlung des Haars mit dem flüssigen Behandlungsmittel
kann vor oder nach dem Einsetzen des Haars in die Röhre und
kann vor oder nach dem Verdrehen der Röhre erfolgen. Wenn das flüssige Behandlungsmittel
nach dem Einsetzen des Haars in die Röhre aufgebracht wird, kann
das Mittel durch die Zwischenräume
zwischen den Fasern 11, 12 aufgebracht werden.
Nach ei ner Zeitdauer, während
der das Mittel auf das Haar wirkt, um das Halten der dem Haar erteilten
Form zu bewirken, wird das Haar durch Abziehen der Röhre von
der Haarsträhne
von den Begrenzungen der Röhre
befreit. Falls erforderlich, kann vor dem Abziehen der Röhre von
der Haarsträhne
auf das Haar Wärme
ausgeübt werden,
während
die Haarsträhne
in der Röhre
enthalten ist. Die Wärme
kann von einer äußeren Einrichtung
ausgeübt
werden, oder die Röhre
kann durch Fasern mit elektrischem Widerstand gebildet sein, durch
die ein elektrischer Strom geleitet wird, um in der Wand der Röhre Wärme zu erzeugen.
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In
den Zeichnungen erstreckt sich die Haarsträhne durch die Röhre und
darüber
hinaus. Es ist jedoch ersichtlich, dass die Länge der Röhre bezüglich der Länge der Haarsträhne so beschaffen
ist, dass die Haarsträhne
sich nicht aus dem Ende 19 der Röhre heraus erstreckt, wenn
die Röhre
sich in dem in 2 gezeigten auseinander gezogenen
Zustand befindet.
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Bei
Verwendung der Röhre
für die
Behandlung einer Haarsträhne
wird die Haarsträhne 17 vom übrigen Haar 21 auf
einer Kopfhaut 22 getrennt und das offene Ende 18 in
und durch die Röhre 10 gezogen.
Die Position der Röhre 10 auf
der Länge
der Haarsträhne 17 kann
dann so eingestellt werden, dass das offene Ende 18 der
Röhre an
die Wurzelenden des Haars und der Kopfhaut 22 angegrenzt.
Bei Bedarf kann jedoch die Röhre
an jeder der Position längs
der Länge
der Haarsträhne 17 angeordnet
werden, um einen gewählten
Teil der Länge
der Haarsträhne
zu behandeln.
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Wie
oben beschrieben hat die Röhre
eine Wand aus Elementen mit ineinander gewebten Fasern 11, 12,
die sich unter einem Winkel erstrecken, der sowohl zu einer Längsabmessung 13 als
auch zu einer Querabmessung 14 der Röhre geneigt ist. Während die
Wand der Röhre
aus ineinander verwebten Fasern 11, 12 gebildet
sein kann, kann die Wand der Röhre
in einer unterschiedlichen Weise gebildet sein, die keine ineinander
verwebten Fasern verwendet. Zum Beispiel kann anstelle von ineinander
verwebten Fasern die Wand aus Fasern oder anderen Elementen gebildet
sein, die sich übereinander erstrecken
und an Stellen verbunden sind, an denen die Fasern oder anderen
Elemente sich überkreuzen. Die
Wand der Röhre
kann durch Verbinden der Fasern oder anderen Elemente gebildet sein,
oder die Fasern oder anderen Elemente können zum Beispiel durch einen
Formprozess integral in der benötigten verbundenen
Beziehung gebildet sein.
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Es
sei hervorgehoben, dass, wenn die Röhre zusammengezogen oder auseinander
gezogen ist, der Neigungswinkel der die Wand der Röhre bildenden
Elemente sich ändert
und eine Zunahme bzw. Abnahme der Querabmessung der Röhre bewirkt.
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Die
die Wand der Röhre
bildenden Elemente sind biegsam und können aus syntheti schem Kunststoff
oder aus Metall bestehen. Falls gewünscht, können die Elemente elastisch
und nachgebend dehnbar sein. Wenn die Wand der Röhre ein Gitter aus Fasern oder
anderen miteinander verbundenen Elementen ist oder integral ausgebildet
ist, sei hervorgehoben, dass die Elemente oder die Verbindungen
zwischen den Elementen oder sowohl die Elemente als auch die Verbindungen
dazwischen ausreichend biegsam sind, um das erforderliche Zusammenziehen
und Auseinanderziehen der Röhre
zu gestatten.
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Während die
Röhre oben
als Web- oder Maschenkonstruktion beschrieben wurde, können andere
Konstruktionen angewendet werden, die bewirken, dass die Querabmessung
der Röhre
zunimmt, wenn die Röhre
aus ihrem normalen, nicht zusammengezogenen Zustand zusammengezogen
wird, und die der Röhre
gestatten, in der gewünschten
Weise manipuliert zu werden.
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Es
sei hervorgehoben, dass nach dem Verdrehen der Röhre diese verdreht gehalten
werden muss, während
das Behandlungsmittel auf das Haar einwirkt. Demnach ist es zweckmäßig, das
Rohr in einem Halter zu montieren, der eine am Ende 18 der Röhre befestigte
erste Einrichtung und eine am Ende 19 der Röhre befestigte
zweite Einrichtung hat. Die zweite Einrichtung ist von der ersten
Einrichtung von Hand zur ersten Einrichtung hin und davon weg verschiebbar,
um der Röhre
ein Zusammen- bzw. Auseinanderziehen in Längsrichtung zu gestatten. Auch ist
die zweite Einrichtung gegenüber
der ersten Einrichtung drehbar, wodurch die Röhre und die dann enthaltene
Haarsträhne
wie oben beschrieben verdreht werden können. Vorzugsweise sind Mittel
vorgesehen zum Festlegen der zweiten Einrichtung gegenüber der
ersten Einrichtung in einer ersten Position derart, dass die Röhre zusammengezogen
und nicht verdreht ist, und in einer zweiten Position derart, dass
die Röhre
in verdrehtem Zustand gehalten wird. Wenn gewünscht ist, dass die verdrehte
Röhre,
die die Haarsträhne
wie oben beschrieben enthält,
kann die zweite Position der zweiten Einrichtung dieselbe wie die
erste Position sein, jedoch wird die zweite Einrichtung wenigstens
einer Umdrehung zum Verdrehen der Röhre unterworfen. Die an den
Enden der Röhre
befestigte Einrichtung kann unterschiedliche Durchmesser haben,
wodurch eine Einrichtung in die andere Einrich tung ineinander verschiebbar
eindringen kann, wenn die Röhre
in den in Längsrichtung zusammengezogenen
Zustand gedrückt
wird. Ebenfalls bei Bedarf kann der Halter zwischen der ersten und
der zweiten Einrichtung weitere Einrichtungen haben, wobei dann
alle Einrichtungen ineinander verschiebbar gebaut sind.
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Bei
einer alternativen Manipulierung der in 6 gezeigten
Röhre wird
nach dem Einsetzen der Haarsträhne
und dem Auseinanderziehen der Röhre in
ihren nicht zusammengezogenen Zustand die Röhre abgeflacht und dann einem
Biegen um eine Mehrzahl von Achsen 23–27 unterworfen, die
sich quer zur Röhre
erstrecken und auf der Länge
der Röhre
in wenigstens einer Richtung beabstandet sind, so dass Teile 28 der
Länge der
Röhre ziehharmonikaartig
aneinander liegen. Das Biegen der Röhre erteilt der in der Röhre enthaltenen
Haarsträhne eine
Wellenform. Die Schärfe
der Biegungen kann derart gewählt
werden, dass der in der Röhre
enthaltenen Haarsträhne 17 eine
gewünschte
Form erteilt wird. Die Achsen 23–27, um die die Haarsträhne enthaltende
Röhre gebogen
wird, können
sich senkrecht zur Länge
der Röhre
erstrecken, oder können
gegenüber
der Länge
der Röhre
geneigt sein.
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Wie
oben beschrieben hat die Röhre
einen im Allgemeinen kreisförmigen
Querschnitt und wird nach dem Einsetzen der Haarsträhne in die
Röhre abgeflacht
sowie dann in eine endgültige
Form manipuliert, um der in der Röhre enthaltenen Haarsträhne eine
gewünschte
Form zu erteilen. Die Röhre
kann jedoch bei Bedarf in die benötigte endgültige Form vorgeformt werden.
Wenn somit gewünscht
ist, dass die Röhre
gemäß 3 oder 4 eine
abgeflachte oder verdrehte endgültige
Form hat, wird sie in eine verdrehte abgeflachte Form vorgeformt.
Wenn alternativ gewünscht
ist, dass die Röhre
die in 6 gezeigte endgültige Ziehharmonikaform hat,
wird sie zu dieser Ziehharmonikaform vorgeformt. Wenn demnach gewünscht ist,
eine Haarsträhne
in die Röhre einzusetzen,
wird anfangs die vorgeformte Röhre
so verformt, dass sie sich im Wesentlichen geradlinig erstreckt
und sich in einen ungefähr
kreisförmigen Querschnitt öffnet, um
das Einsetzen der Haarsträhne
zu ermöglichen.
Dann wird die Röhre
freigegeben, worauf sie zur benötigten
vorgeformten endgültigen Form
zurückkehrt
und hierdurch der in der Röhre
enthaltenen Haarsträhne
die benötigte
Form erteilt.
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Um
das Einsetzen der Haarsträhne
in die Röhre 10 gemäß 7 und 8 zu
erleichtern, kann ein elastisches ringförmiges Element 30 jeweils an
jedem Ende der Röhre
befestigt werden. Normalerweise ist das Ringelement gemäß 8 oval,
so dass die Röhre 10 einen
ovalen Querschnitt hat. Wenn gewünscht
ist, eine Haarsträhne
in die Röhre ein zusetzen,
wird das Ringelement 30 zwischen Daumen und Finger bei
Position 31 und 32 so gehalten, dass, wenn der
manuelle Druck gemäß Pfeil 33, 34 ausgeübt wird,
sich der Ring in Richtung der Pfeile 35, 36 zu
einer kreisförmigen
Form gemäß 7 öffnet. Bei
Lösen des
manuellen Drucks auf den Ring nach dem Einführen der Haarsträhne in die
Röhre kehrt
der Ring in die in 8 gezeigte ovale Form zurück.
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Bei
noch einer weiteren unterschiedlichen Manipulation der Röhre nach
dem Einsetzen der Haarsträhne
und dem Auseinanderziehen der Röhre in
ihren nicht zusammengezogenen Zustand wird die Röhre an einer oder mehreren
Stellen auf ihrer Länge in
Querrichtung eingespannt, um eine Vergrößerung der Querabmessung der
Röhre zu
verhindern oder wenigstens zu beschränken, wenn die Röhre in Längsrichtung
zusammengezogen ist. Die Röhre wird
dann durch Zusammenziehen in Längsrichtung manipuliert,
wodurch bewirkt wird, dass sich die Wand der Röhre nur an Positionen aufbläht, wo sie der
Einspannung nicht unterworfen ist. Folglich werden die Haare der
Haarsträhne
in enger Nähe
an Stellen gehalten, die den Stellen entsprechen, an denen die Quereinspannung
auf die Röhre
ausgeübt wird,
und werden innerhalb der in Längsrichtung
zusammengezogenen Teile der Röhre
eingeschlossen, die sich herausbiegen zur Schaffung von Bereichen mit
vergrößerter Querabmessung
auf jeder Seite der Stelle, an der die Quereinspannung ausgeübt wird. Die
Manipulation der Röhre
auf diese Weise ist in 10 und 11 gezeigt,
wobei eine in 9 gezeigte Einspanneinrichtung 39 verwendet
wird.
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Gemäß 9 enthält die Einspanneinrichtung 39 zwei
bei 42 gelenkig verbundene Elemente 40, 41.
Jedes Element 40, 41 enthält ein Backenelement 43.
Jedes Element 40, 41 ist teilweise kugelförmig und
hat eine Öffnung 44 in
einem Oberteil hiervon (siehe 9) angrenzend
an das Backenelement 43. Der untere Teil jedes Elements 40, 41 ist
mit einem Tragschenkel 45 versehen. Die Anordnung der Öffnungen 44 und
der Tragschenkel 45 ist so, dass die Einspanneinrichtungen
aufeinander gestapelt werden können,
wobei die Schenkel 45 in die Öffnungen 43 einer
benachbarten Einspanneinrichtung eingreifen, um hierdurch die Einspanneinrichtungen
gegeneinander festzulegen. Das Element 40 ist entfernt
vom Scharnier 42 mit einer Klinke 46 versehen.
Die Klinke 46 kann mit einem Vorsprung 47 am Element 41 in
Eingriff kommen, wenn die Elemente 40, 41 geschlossen
sind, um die Elemente 40, 41 in Schließstellung
zu halten.
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10 und 11 zeigen
die Verwendung von zwei Einspanneinrichtungen 391 , 392 zusammen mit einer Kopfhauteinrichtung 49 mit
einer Röhre 10. Die
Kopfhauteinrichtung in von ähnlicher
Konstruktion wie die Einspanneinrichtungen 39 darin, dass
sie zwei Backenelemente hat, die mit den Schenkeln eines Einspannelements
in Eingriff kommen. Jedoch hat die Kopfhauteinrichtung 49 keine
Tragschenkel, sondern ist bei 50 so ausgebildet, dass sie
auf einer Kopfhaut 51 aufliegt. Wenn eine Haarsträhne 17 in und
durch die Röhre 10 eingesetzt
wurde, wobei ein Ende der Röhre
an die Kopfhaut 51 angrenzt, wird die Kopfhauteinrichtung 49 auf
die Kopfhaut aufgesetzt und geschlossen zum Klemmen der Röhre an einer
Stelle 54, die dem Ende der Röhre und dem darin enthaltenen
Haar zwischen den Backenelementen der Kopfhauteinrichtung benachbart
ist. Die Röhre
wird in einen langgestreckten Zustand auseinander gezogen, was in 10 gezeigt
ist. Die Einspanneinrichtungen 391 , 392 werden auf der Länge der Röhre 10 im Abstand
angeordnet und dann geschlossen zum Klemmen der Röhre und
des darin enthaltenen Haars an Stellen 521 bzw. 522 . Das Klemmen der Röhre und des Haars durch die
Einspanneinrichtungen 391 , 392 und durch die Kopfhauteinrichtung 49 dient
zum Verhindern des Verschiebens in Längsrichtung der Röhre zwischen
dem Haar und der Röhre
an den Stellen, an denen das Klemmen stattfindet. Die Einspanneinrichtungen 391 , 392 werden
dann von Hand zum Kopfhauteinrichtung in eine Position gemäß 1 verschoben,
in der die Schenkel 45 der Einrichtung 391 in
die Öffnungen 53 der
Kopfhauteinrichtung 49 und die Schenkel 45 der
Einrichtung 392 in die Öffnungen 44 der
Einrichtung 391 eingreifen. Als
Folge dieser Verschiebung der Einspanneinrichtungen werden Teile 55, 56 der
Röhre,
die sich zwischen den Stellen 54, 521 bzw.
zwischen 521 , 522 erstrecken
in Längsrichtung
zusammengezogen, wobei als Folge diese Teile der Röhre im Durchmesser größer werden
und sich nach außen
aufblähen,
vergl. 11. Es sei hervorgehoben, dass
das Verschieben der Einspanneinrichtungen nicht nur bewirkt, dass
sich die Teile 55, 56 der Röhre in Längsrichtung zusammenziehen,
sondern auch bewirkt, dass das in der Röhre enthaltene Haar in einer
verringerten Länge
der Röhre
von erhöhtem
Durchmesser enthalten ist. Folglich wird das Haar an den Stellen 54, 521 , 522 eng
aneinander liegend gehalten. Jedoch sind die Haare zwischen diesen
Stellen frei, um sich gegeneinander nach aussen zu bewegen und eine
zufällige Form
anzunehmen.
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Die
Backenelemente der Kopfhautvorrichtung 49 und die Einspanneinrichtungen
können
mit Mitteln versehen sein, um die Wirksamkeit des Klemmens der Röhre und
des darin enthaltenen Haars zu verbessern, um ein in Längsrichtung
der Röhre
erfolgendes Verschieben des Haars, der Röhre und der Einspanneinrichtung
oder der Kopfhauteinrichtung gegeneinander zu verhindern. Dies bedeutet
eine Verbesserung der Wirksamkeit des Klemmens und kann eine oder
mehrere Dome oder Stifte an den Backenelementen umfassen, die in
die Zwischenräume zwischen
den Fasern oder anderen die Röhre
bildenden Elementen und zwischen die Haare der in der Röhre enthaltenen
Haarsträhne
eindringen.
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Die
Kopfhauteinrichtung 49 und die Einspanneinrichtungen 391 , 392 können von
der Röhre 10 getrennt
sein und können
während
einer Behandlung der Haarsträhne
an der Röhre
angebracht werden, oder es können
nach Wunsch eine oder mehrere der Einrichtungen an der Röhre an einer
gewünschten Stelle
auf der Länge
der Röhre
befestigt werden.
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Während oben
Beispiele für
bestimmte Formen beschrieben wurden, in die die Röhre manipuliert
oder vorgeformt werden kann, sei hervorgehoben, dass die Röhre in andere
bestimmte Formen manipuliert oder vorgeformt werden kann, um einer Haarsträhne eine
gewünschte
Form zu verleihen. Es ist demnach ersichtlich, dass die Erfindung
nicht auf die speziellen Beispiele beschränkt ist, die oben offenbart
wurden.
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Das
Einsetzen der Haarsträhne
in die Röhre erfolgt
zweckmäßig unter
Verwendung eines Hakens oder eines langgestreckten Handgriffs. Der
Haken wird durch die Röhre
geführt,
bis er austritt, und wird dann mit der Haarsträhne in Eingriff gebracht. Der Haken
wird dann durch die Röhre
herausgezogen und zieht hierdurch die Haarsträhne in und durch die Röhre. Wenn
die Röhre
in eine bestimmte endgültige Form
vorgeformt wurde, streckt der Durchtritt des Hakens durch die Röhre diese
und erleichtert das nachfolgende Ziehen der Haarsträhne in und
durch die Röhre.
Es sei jedoch hervorgehoben, dass der Haken eine Form haben sollte,
die den Durchtritt des Hakens durch die Röhre sowohl während des
Einsetzens des Hakens als auch während
des Herausziehen des Hakens gestattet, ohne in die Maschen der Röhre einzugreifen.
Demnach wird die Schaffung eines Hakens bevorzugt, der eine in 12 gezeigte Form
hat. Der Haken befindet sich an einem langgestreckten Handgriff 61,
von dem nur ein Teil gezeigt ist, und hat einen ersten Zahn 62,
der sich von einem vorderen Ende 63 des Hakens rückwärts erstreckt. Der
erste Zahn 62 ist so geformt, dass sich ein freies Ende
des Zahns gegenüber
dem äußeren Profil
des Hakens nach innen erstreckt. Im Gebrauch wird eine Haarsträhne unter
dem ersten Zahn eingefangen und zieht die Haarsträhne in und
durch die Röhre.
Weil sich jedoch das freie Ende des Zahns gegenüber dem äußeren Profil des Hakens nach
innen erstreckt, ist das freie Ende von den Maschen der Röhre beabstandet
und ergreift daher die Maschen nicht. Falls gewünscht, kann ein zweiter Zahn 63 vorgesehen werden.