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Die vorliegende Erfindung betrifft
die rückstoßhemmenden
Vorrichtungen für
Geschütze
und Mörser
und genauer die rückstoßhemmenden
Vorrichtungen, die eine Rücklaufbremse
und dieser Bremse zugeordnet einen Kompensator und einen Vorholer
umfassen.
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Es ist bekannt, die Rückstoßwirkungen
eines Geschützes
oder eines Mörsers
durch eine Schussbremse zu verringern. Außerdem ist bekannt, der Schussbremse
einen Kompensator und einen Vorholer zuzuordnen; das deutsche Patent
DE 103 975 vom 18. August
1898 schlägt
eine rückstoßhemmende
Vorrichtung vor, bei der eine Bremse, die mit einem Kompensator
ausgestattet ist, außer
ihrer Rolle als Bremse die Rolle eines Vorholers spielt.
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Die Vorrichtung gemäß diesem
Patent kann als eine rückstoßhemmende
Vorrichtung beschrieben werden, die eine Schussbremse, die als Vorholer dient,
und einen mit der Bremse durch eine Leitung verbundenen Kompensator
umfasst, wobei die Bremse einen Haupthohlraum, einen mit Löchern durchsetzten
Hauptkolben und eine Hauptstange mit einem mit dem Kolben fest verbundenen
Ende und einem Ende außerhalb
des Hohlraums umfasst, wobei der Kolben eine unvollkommene Sperre
bildet, die den Hohlraum in eine kleine Kammer, durch welche die
Stange hindurchgeht, und eine große Kammer unterteilt, wobei
der Kompensator einen Nebenhohlraum, einen dichten Nebenkolben,
um eine Nebenkammer im Nebenhohlraum abzugrenzen, und eine Rückholeinrichtung
aufweist, die auf den Nebenkolben einwirkt, um darauf abzuzielen,
das Volumen der Nebenkammer zu verringern, wobei der Haupthohlraum
und die Nebenkammer der Vorrichtung mit Flüssigkeit gefüllt sind,
wobei die Leitung die kleine Kammer mit der Nebenkammer verbindet
und wobei das System dafür
vorgesehen ist, mit der kleinen Kammer verwendet zu werden, welche
beim Rückstoß das Volumen
vergrößert.
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In der Vorrichtung gemäß dem Patent
DE 103 975 , das die Merkmale
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 abdeckt, ist die Nebenkammer nicht
direkt mit der Leitung verbunden, sondern über Kanäle, die in einen unbeweglichen
Kolben gebohrt sind, damit die Bewegungsgeschwindigkeit des Hauptkolbens bei
seiner Rückkehr
in die Schussposition abgebremst wird. Der Nebenkolben gleitet zwischen
dem unbeweglichen Kolben, den er umgibt, und den Seitenwänden der
Nebenkammer, die ihn umgeben. Die Verringerung der Geschwindigkeit
bei der Rückwärtsbewegung
wird durch Ventilelemente erzielt, die schließen, aber teilweise auch durch
die Kanäle.
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Die aus dem Nebenkolben, dem unbeweglichen
Kolben mit seinen Kanälen
und seinem Ventilelement gebildete Baugruppe ist schwierig herzustellen,
teuer und verhältnismäßig bruchempfindlich.
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Die vorliegende Erfindung hat zum
Ziel, diese Nachteile zu beseitigen.
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Dies wird insbesondere dadurch erzielt,
dass das Ventilelement so auf dem Hauptkolben einer rückstoßhemmenden
Vorrichtung angebracht ist, wie im Anspruch 1 definiert ist.
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Die vorliegende Erfindung wird besser
verstanden und weitere Merkmale werden deutlich anhand der nachfolgenden
Beschreibung und der Figuren, auf die sie sich bezieht. Es zeigen:
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1 eine
Schussbremse in einer Schnittansicht;
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2a bis 2d die verschiedenen Anwendungsarten
einer Schussbremse;
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3 eine
Schnittansicht einer Schussbremse, der ein Kompensator zugeordnet
ist;
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4 eine
Schnittansicht eines Vorholers;
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5 eine
Schnittansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung;
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6a bis 6d die Vorrichtung von 5 in vier Positionen, die
sie bei einem Schuss des Waffensystems, in das sie integriert ist,
nacheinander einnimmt.
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In den verschiedenen Figuren sind
die einander entsprechenden Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
bezeichnet. Es ist außerdem
zu beachten, dass alle Figuren Waffensystemen entsprechen, die in
der Regel dazu vorgesehen sind, Munition in einer Richtung parallel
zu den kurzen Seiten des Blattes und zur linken langen Seite des
Blattes orientiert abzuschießen,
wobei außerdem,
um die Figuren zu vereinfachen, die Rohre, die zum Abfeuern der
Munitionen dienen und die im Folgenden als Feuerrohre bezeichnet
sind, nicht dargestellt sind.
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1 ist
eine schematische Längsschnittansicht
einer Rücklaufbremse.
Diese Bremse umfasst einen mit einer Flüssigkeit 4 gefüllten Hohlraum 1,
einen Kolben 2, der sich in einer Richtung XX in dem Hohlraum
bewegen kann, und eine mit dem Kolben verbundene Stange 3,
wobei die Flüssigkeit 4 im
Allgemeinen Öl
ist. Der Hohlraum weist eine Längsachse
XX parallel zur Schussrichtung des betrachteten Waffensystems auf;
dieser Hohlraum besitzt einen gleich bleibenden, im Allgemeinen
kreisförmigen Querschnitt.
Die Stange ist parallel zur Richtung XX, wobei ihr erstes Ende am
Kolben befestigt ist; sie durchquert die Wand des Hohlraums durch
eine Öffnung,
deren Dichtheit durch eine Dichtung sichergestellt ist, so dass
sich ihr zweites Ende außerhalb
des Hohlraums befindet und ein Bewegen des Kolbens in seinem Hohlraum
ohne Flüssigkeitsverlust
möglich ist.
Der Kolben grenzt zwei Kammern in dem Hohlraum ab. Von diesen Kammern
wird im Allgemeinen jene, 11, die sich auf der gleichen
Seite des Kolbens 2 wie die Stange 3 befindet,
als kleine Kammer bezeichnet, während
die andere als große
Kammer 12 bezeichnet wird. Der Kolben ist mit Löchern durchsetzt,
wie etwa mit den Löchern 20,
deren Abmessungen kalibriert sind, um die Stärke der angestrebten Bremswirkung
sicherzustellen: Je kleiner der Gesamtquerschnitt dieser Löcher ist,
desto größer ist der
Widerstand gegenüber
einem Austausch von Bremsflüssigkeiten
zwischen den beiden Kammern.
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Bei 1 wird
angenommen, dass zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bremse betrachtet
wird, die Relativbewegung des Kolbens 2 in Bezug auf den Hohlraum 1 jene
ist, in deren Verlauf die Länge
der Stange, die sich außerhalb
des Hohlraums befindet, zunimmt, während sich das Volumen der
kleinen Kammer verringert und sich jenes der großen Kammer erhöht. In 1 ist die Bewegung der Stange
in Bezug auf den Hohlraum durch einen Pfeil D symbolisch dargestellt,
und die Flüssigkeitsübertragung,
die durch Veränderungen
des Kammervolumens mittels des Kolbens 2 herbeigeführt wird,
ist durch einen Pfeil Dp symbolisch dargestellt.
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Die Bremsen können in vier verschiedenen Konfigurationen
verwendet werden, je nachdem, ob das Feuerrohr mit der Stange oder
mit der Wand des Hohlraums fest verbunden ist, und je nachdem, ob bei
dem Rückstoß die Bewegung
der Stange gegenüber
dem Hohlraum eine Verringerung des Volumens der kleinen Kammer oder
eine Vergrößerung dieses Volumens
herbeiführt.
Die 2a bis 2d veranschaulichen diese
vier Konfigurationen in vereinfachten schematischen Darstellungen,
in denen der Hohlraum 1 im Schnitt gezeichnet ist, um den Kolben 2 und
die Stange 3 zu zeigen. In diesen schematischen Darstellungen
geben Pfeile T, die von rechts nach links orientiert sind, die Schussrichtung
an und stellen folglich das Feuerrohr symbolisch dar. Diese Pfeile
sind durch ein gestricheltes Liniensegment entweder mit der Stange
oder aber mit dem Hohlraum verbunden, je nachdem, ob die Stange
oder der Hohlraum mit dem Feuerrohr fest verbunden ist, und folglich
je nachdem, ob der Hohlraum oder die Stange mit dem Träger des
betrachteten Waffensystems fest verbunden ist, wobei ein Pfeil D,
der dem Teil der Bremse zugeordnet ist, der fest mit dem Feuerrohr verbunden
ist, die Bewegung dieses Teils der Bremse beim Rückstoß angibt. Wie der Pfeil T,
der dem beweglichen Teil der Bremse zugeordnet ist, ist ein schraffiertes
Rechteck M dem unbeweglichen Teil der Bremse zugeordnet, es stellt
symbolisch den Träger des
Waffensystems dar.
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In dem Fall der 2a ist der Hohlraum 1 ortsfest
und der Rückstoß zieht
eine Verringerung des Volumens der kleinen Kammer nach sich; auf
die Stange 3 wirkt ein mechanischer Zug.
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In dem Fall der 2b ist der Hohlraum ebenfalls ortsfest,
wobei jedoch der Rückstoß das Volumen
der kleinen Kammer vergrößert; auf
die Stange 3 wird ein Druck ausgeübt.
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In dem Fall der 2c ist die Stange 3 ortsfest
und der Rückstoß zieht
eine Verringerung des Volumens der kleinen Kammer nach sich, auf
die Stange wirkt ein mechanischer Zug.
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In dem Fall der 2d ist die Stange 3 ebenfalls
ortsfest, wobei jedoch der Rückstoß das Volumen
der kleinen Kammer vergrößert; auf
die Stange 3 wird dann ein Druck ausgeübt.
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Die Bewegung der Kolben-Stange-Baugruppe
im Inneren des Hohlraums bewirkt eine Veränderung des für die Flüssigkeit
zur Verfügung
stehenden Volumens in der großen
und in der kleinen Kammer. 3 zeigt,
wie einer Bremse des Typs, der anhand 1 beschrieben
worden ist, ein Kompensator zugeordnet werden kann, um diese Volumenänderungen
zu kompensieren und um gleichzeitig die Volumenänderungen der Flüssigkeit,
die durch die Wärmedehnung
bedingt sind, zu kompensieren.
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Die Baugruppe gemäß 3 umfasst eine Bremse, die abgesehen
davon, dass sie eine Öffnung
A in der Wand des Hohlraums 1 in der Nähe desjenigen der beiden Hohlraumenden
aufweist, das sich in der großen
Kammer befindet, jener von 1 ähnlich ist.
Außerdem
umfasst diese Baugruppe einen Nebenhohlraum 1' mit einer Längsachse
YY parallel zu XX, wobei ein Kolben 2' in diesem Hohlraum gleiten kann,
wo er mit Hilfe eines Dichtungsrings 20' eine dichte Sperre zwischen einer
Kompensationskammer 13 einerseits und einer Nebenkammer 14 andererseits
bildet. Die Kompensationskammer ist mit der gleichen Flüssigkeit 4 wie
der Hohlraum 1 gefüllt,
mit dem sie über
die Öffnung
A kommuniziert. Die Nebenkammer 14 steht über ein
Loch V mit der Umgebungsluft in Verbindung. Diese Nebenkammer dient
der Aufnahme einer Schraubenfeder R. Diese Feder, die einen Druck
im Inneren der Kompensationskammer 13 erzeugt, absorbiert durch
Einwirken auf den Kolben 2' die
Volumenänderungen
der Kompensationskammer 13.
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Wenn die Bewegung der Stange gegenüber dem
Hohlraum in Richtung eines Pfeils D die Länge der Stange 3,
die sich im Inneren des Hohlraums befindet, verringert, ergibt sich
folglich:
- – ein
Abfließen
von Flüssigkeit
aus der kleinen Kammer in Richtung der großen Kammer auf Grund der Verringerung
des Volumens der kleinen Kammer, wobei dieser Strom durch einen
Pfeil Dp symbolisch dargestellt ist;
- – eine
Vergrößerung des
Gesamtvolumens, das für
die Flüssigkeit
in dem Hohlraum zur Verfügung steht,
da sich das Volumen, das von der Stange in dem Hohlraum eingenommen
wird, verringert. Daraus resultiert eine Erhöhung des Drucks der Flüssigkeit
in der Kammer 11 und in Übereinstimmung damit eine Bewegung
des Kolbens 2' unter der
Wirkung der Feder R, um das Volumen der Kompensationskammer zu verkleinern,
wobei ein Pfeil Dc die Bewegung des Kolbens 2' schematisch
darstellt und ein Pfeil Dt den resultierenden Flüssigkeitsstrom aus der Kompensationskammer 13 in
Richtung der großen
Kammer 12 symbolisch darstellt.
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Es wird hervorgehoben, dass bei weiteren Varianten
des Ausbaus gemäß 3 die Nebenkammer 14 ohne
Verbindung zur äußeren Atmosphäre sein
kann und die Feder hier durch ein Gas unter Druck ersetzt sein kann
oder aber die Feder R sich in der Kompensationskammer befinden kann
und ein Zug auf sie ausgeübt
werden kann. Genauso ist es keineswegs unerlässlich, dass die Nebenkammer ihre
Achse YY parallel zur Achse XX des Hohlraums 1 hat, sie
braucht sogar mit dem Hohlraum 1 nur über eine Leitung direkt mechanisch
verbunden zu sein, die wie die Öffnung
A in 3 die große Kammer
mit der Kompensationskammer kommunizieren lassen würde.
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Das erneute Einstellen des Feuerrohrs
in die Schuss-Ausgangsposition, nachdem es eine Munition abgefeuert
hat und bei diesem Schuss zurückgestoßen ist,
ist im Allgemeinen durch einen hydropneumatischen Vorholer sichergestellt,
wo bei der Vorholer zur Aufgabe hat, einen Teil der Rückstoßenergie
zu speichern, um sie dann wieder abzugeben, um das Rohr bis in die
Ausgangsposition zurückzuführen.
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4 ist
eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines solchen
Vorholers. Diese Figur zeigt zwei Hohlräume 1a, 1b mit
den Längsachsen
X'X' und YY' und mit gleich bleibenden Querschnitten.
Diese in 4 im Längsschnitt
gezeigten Hohlräume
sind über
eine Leitung W in der Nähe
ihres ersten Endes miteinander verbunden. Die ersten Enden der Hohlräume 1a und 1b sind
verschlossen, während
nur vom Hohlraum 1b das zweite Ende verschlossen ist.
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In dem Hohlraum 1 kann ein
Kolben 2a gleiten, der mit einer Stange 3a mit
einer zur Achse X'X' parallelen Achse
fest verbunden ist. Die Achse X'X' muss parallel zur
Rückstoßrichtung
des Feuerrohrs sein, was für
die Achse Y'Y' nicht notwendig
ist: Sie kann einen beliebigen Winkel mit der Rückstoßrichtung des Feuerrohrs bilden.
Der Kolben 2a ist mit einer Dichtung versehen, um eine
dichte Sperre im Inneren des Hohlraums 1a zu bilden. Ebenso
durchquert die Stange 3a das erste, verschlossene Ende des
Hohlraums 1a durch eine Öffnung, die mit einer Dichtung
versehen ist, um die Dichtheit der Durchführung zu gewährleisten.
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In dem Hohlraum 1b kann
ein Kolben 2b in Richtung der Achse Y'Y' gleiten.
Dieser Kolben ist mit einer Dichtung versehen, um eine dichte Sperre
zwischen den zwei Kammern 15 und 16 zu bilden,
die er im Inneren dieses Hohlraums abgrenzt. Der zwischen den Kolben 2a, 2b enthaltene
Raum, der auch das Innere der Leitung W und die Kammer 15 einschließt, ist
mit einer Flüssigkeit 4 gefüllt, während die
Kammer 16, die zwischen dem Kolben 2b und dem
zweiten Ende des Hohlraums 1b eingeschlossen ist, mit einem
Gas 5 unter Druck gefüllt
ist, so dass die der Stange 3a gegenüberliegende Seite des Kolbens 2a unter
Atmosphärendruck
steht, während die
Flüssigkeit
im allgemeinen Öl
und das Gas Stickstoff ist.
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Wenn eine Munition abgefeuert wird, äußert sich
der Rückstoß in einer
Bewegung der Stange 3a in Bezug auf den Hohlraum 1 ausgehend
von einer Schuss-Ausgangsposition.
Diese Relativbewegung ist durch einen Pfeil D symbolisch dargestellt.
Der Rückstoß presst
das Öl
durch die Leitung W und in Richtung des Pfeils Ds in den Raum des
Hohlraums 2b, der zwischen der Leitung W und dem Kolben 2b eingeschlossen
ist. Der Kolben wird in Richtung des Pfeils Dr zurückgestoßen, wobei
er den Stickstoff, der in der Kammer 16 enthalten ist,
komprimiert. Der komprimierte Stickstoff kann sich dann entspannen, wobei
er den Kolben 2b zurückstößt, der
das Öl
zum Hohlraum 1a treibt und folglich die Kolben-Stange-Baugruppe 2a–3a bis
in die Schuss-Ausgangsposition zurückführt, die durch einen nicht
gezeigten Anschlag definiert ist.
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Auch hier kann, wie wenn die Schussbremse allein
oder mit einem Kompensator verwendet wird, das Feuerrohr entweder
mit der Stange 3 fest verbunden sein, und dann sind die
Hohlräume 1a, 1b ortsfest,
oder aber mit den Hohlräumen 1a, 1b und die
Kolben-Stange-Baugruppe 2a–3a ist
ortsfest. Außerdem
ist zu beachten, dass die Hohlräume 1a, 1b in 4 voneinander getrennt dargestellt
sind, dies jedoch nicht zwingend ist, sie könnten wie die beiden Hohlräume der
Bremse mit Kompensator der 3 nebeneinander
liegen.
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Bei einer Variante des Vorholers
gemäß 4 kann das Gas unter Druck
des Hohlraums 16 durch eine Feder ersetzt sein, die bei
dem Rückstoß zusammengedrückt wird,
oder durch eine Feder im Hohlraum 15, wobei diese letztere
Feder bei dem Rückstoß einem
mechanischen Zug ausgesetzt ist.
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5 ist
eine Längsschnittansicht
einer Bremse mit Kompensator, die so ausgelegt ist, dass sie die
Rolle des Vorholers spielt. Abgesehen von Verbesserungen, die für ihre Funktion
nicht unbedingt notwendig sind, entspricht diese Bremse dem Vorholer
gemäß 4, bei dem das Ende des
Hohlraums 1a, das der Stange gegenüberliegt, versperrt ist, bei
dem der Kolben 2a bevorzugt nicht dicht ist und bei dem
der gesamte Hohlraum 1 mit Flüssigkeit gefüllt ist.
Um jedoch die so gebildete Bremse als Vorholer betreiben zu können, muss
auf ihre Stange bei einem Rückstoß ein Druck
ausgeübt
werden, d. h. sie muss in irgendeiner der durch die 2b, 2d veranschaulichten
Konfigurationen sein, wobei diese Konfigurationen jene sind, bei
denen der Rückstoß ein Komprimieren
des Gases oder der Feder, die anstelle des Gases verwendet wird,
bewirkt oder die Feder, die mit Be zug auf den Gegenstand der 4 erwähnt worden ist, die in der
Kammer 15 angeordnet sein könnte, auseinandergezogen wird.
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In 5 sind
folglich ein Haupthohlraum 1 mit der Achse XX und einem
Kolben 2, eine Stange 3, eine kleine Kammer 11,
eine große
Kammer 12 und ein sekundärer Hohlraum 61, der über eine Öffnung C
mit der kleinen Kammer 11 kommuniziert, und eine Kompressionskammer 62,
die mit einem Gas unter Druck 5 gefüllt ist, sichtbar. Der Kolben 2 ist
durch die Löcher,
wie etwa 20, nicht dicht.
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Es wird die Anwesenheit einer Kontrollstange 7 in
der großen
Kammer 12 und eines hohlen Abschnitts in der Kolben-Stange-Baugruppe 2-3 gegenüber der Stange 7 hervorgehoben. Die mit
dem Hohlraum 1 fest verbundene Stange 7 ist kegelstumpfförmig profiliert
und dringt in Abhängigkeit
von der Position des Kolbens 2 in dem Hohlraum 1 mehr
oder weniger weit in den hohlen Abschnitt der Stange 3 ein. Diese
Baugruppe Kontrollstange-hohler Abschnitt bildet ein herkömmliches
System, um einen Druck der Bremse zu erzielen, der während des
Rückstoßes so gleichmäßig wie
möglich
ist.
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Außerdem wird hervorgehoben,
dass in der kleinen Kammer 11 in Verbindung mit dem Kolben 2 ein
Ventilelement 21 mit einer Rückstellfeder 22 ausgerüstet ist.
Das Ventilelement ist mit Löchern,
wie etwa den Löchern 210,
durchsetzt, die einen Querschnitt besitzen, der ungefähr viermal
kleiner als jener der Löcher 20 ist,
und die Feder 22 hat das Bestreben, das Ventilelement 21 an
den Kolben 2 zu pressen. Solange das Ventilelement gegen
den Kolben gepresst ist, mündet
jedes Loch 210 in einem Loch 20 und umgekehrt.
Nun wird aber das Ventilelement 21 solange gegen den Kolben 2 gepresst,
wie der Druck in der großen
Kammer 12 kleiner als der Druck in der kleinen Kammer zuzüglich des
Drucks, der von der Feder 21 auf das Ventilelement ausgeübt wird,
ist, jenseits davon öffnet
das Ventilelement.
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Die 6a bis 6d nehmen die Darstellung der
Bremse mit Kompensator der 5 in
einer Konfiguration gemäß 2d, d.
h. mit ortsfester Stange 3 und be weglichen Hohlräumen 1, 6 wieder
auf, dies ist durch einen Masseblock, der das Bezugszeichen M1 trägt, in 6a symbolisch dargestellt.
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Außerdem nimmt eine Dämpfungseinrichtung
aus Kautschuk eine feste Position ein; sie ist durch ein Rechteck,
das sich gegen einen Masseblock stützt, symbolisch dargestellt.
Diese Elemente, die in 6a das
Bezugszeichen N bzw. M2 tragen, bestimmen nach dem Rückstoß eine Rückkehr in eine
Schussposition, die als Ausgangsposition bezeichnet wird: die Position,
in der die Hohlräume 1, 6 mit
der Dämpfungseinrichtung
N in Kontakt kommen.
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Wenn eine Munition abgefeuert wird,
nimmt das Feuerrohr, das mit den Holräumen 1, 6 fest
verbunden ist, diese Letzteren bei seinem Rückstoß mit sich. Die Hohlräume sind
zum Zeitpunkt der Auslösung
des Schusses in der Ausgangsposition entsprechend 6a; der Rückstoß führt sie bis zu einer maximalen
rückwärtigen Position,
die in 6c gezeigt ist.
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6b zeigt
die Bremse, wie sie sich beim Rückstoß des Feuerrohrs
darstellt, in einer Zwischenposition zwischen der Ausgangsposition
und der maximalen rückwärtigen Position.
Ein Pfeil D stellt symbolisch die Verlagerung der Hohlräume 1, 6 beim
Rückstoß dar. Der
Rückstoß zieht
eine starke Erhöhung
des Drucks in der großen
Kammer 12 nach sich, was ein Öffnen des Ventilelements 21 zur
Folge hat, wodurch ein schneller Übergang der Flüssigkeit aus
der großen
Kammer in die kleine Kammer 11 ermöglicht wird. Ein Pfeil Dp stellt
den Flüssigkeitsstrom
durch den Kolben 2 symbolisch dar. Die Erhöhung des
Drucks in der großen
Kammer bewirkt:
- – einen Flüssigkeitsstrom, durch den Pfeil
Dr symbolisch dargestellt, von der kleinen Kammer in Richtung der
Nebenkammer 61;
- – einen
Druck auf den Kolben 60, der das in der Kompressionskammer 62 eingeschlossene
Gas komprimiert.
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Wenn die Erhöhung des durch den Rückstoß bedingten
Drucks nachlässt,
befinden sich die Hohlräume 1, 6 in
der von 6c veranschaulichten
Position, wo bei sich das Ventilelement 21 wieder schließt. Der
Druck in der Kompressionskammer 62 ist maximal und wird
folglich den Kolben 60 zurückstoßen und dadurch einen Flüssigkeitsrückstrom
in Gang setzen, der zu einer Verlagerung der Hohlräume 1, 6 führt, während der
sich die Länge
der Stange 3, die sich im Inneren des Hohlraums 1 befindet,
verringert.
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6d zeigt
die Bremse, wie sie sich bei der Rückkehr in die Ausgangsposition
darstellt. Die Darstellung entspricht einer Zwischenposition, wobei
auf der Zeichnung die Verlagerungen der Hohlräume 1, 6 durch
einen Pfeil D' und
der Flüssigkeit
durch die zwei Pfeile Dr' und
Dp' dargestellt
sind. Diese drei Pfeile entsprechen jeweils den drei Pfeilen D,
Dr, und Dp von 6b, sind
jedoch entgegengesetzt gerichtet.
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Die Rückkehr ist abgeschlossen, wenn
die Hohlräume 1, 2 mit
der Dämpfungseinrichtung
N in Kontakt kommen, d. h. dann, wenn die Bremse in die Position
zurückgekehrt
ist, die in 6a gezeigt
ist.
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Es wird hervorgehoben, dass durch
das Ventilelement die Durchflussmenge der Flüssigkeit, die von der kleinen
zur großen
Kammer strömt,
vermindert ist und dass folglich die Bewegungsgeschwindigkeit bei
der Rückkehr
verringert ist. Die Regulierung, die die Bremse für die Bewegungsgeschwindigkeit
des Feuerrohrs bei seiner Rückkehr
liefert, ist folglich unabhängig
von der Regulierung, die sie für diese
Geschwindigkeit bei dem Rückstoß liefert.
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Auch hier können verschiedene Varianten vorgeschlagen
werden, insbesondere:
- – keine Verwendung einer Kontrollstange
und Verwendung einer herkömmlichen
Kolben-Stange-Baugruppe, wie in den 1 und 3 gezeigt ist;
- – Ersetzen
des Gases durch eine Feder, die in der Kompressionskammer 62 zusammengedrückt wird
oder in der Nebenkammer 61 einen Zug erfährt, wobei
die Kammer 62 dann mit der Atmosphäre in Verbindung steht;
- – ein
Nebenhohlraum 6 ohne gemeinsame Wand mit dem Haupthohlraum 1 und/oder
ein Nebenhohlraum 6, dessen Längsachse eine von der Längsachse
des Haupthohlraums verschiedene Richtung aufweist;
- – ein
Kolben, der nicht mit Löchern
durchsetzt ist, sondern der einen Querschnitt aufweist, der kleiner
als jener des Hohlraums ist, um an seinem äußeren Umfang den Flüssigkeitsaustausch
zwischen der kleinen und der größeren Kammer
zu ermöglichen.