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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines kugelförmigen Kieselgels
gemäß Anspruch
1.
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Kugelförmige Kieselgele werden vielfältig für einen
Katalysator, einen Katalysatorträger,
einen Füllstoff
für Kosmetika,
ein Medium für
Säulenchromatographie,
einen Harzfüllstoff,
ein Adsorptionsmittel oder ein Trocknungsmittel aus Sicht der Vielfältigkeit
bei der Teilchengröße, der
Porenstruktur und der physikalischen Oberflächeneigenschaften verwendet.
Für derartige
Anwendungen werden feste Teilchen ohne Vertiefungen oder Risse auf
der Oberfläche
bevorzugt.
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Als ein Verfahren zur Herstellung
des kugelförmigen
Kieselgels ist ein Emulgierverfahren bekannt. JP-A-4-154605 offenbart
ein Verfahren zum Emulgieren einer wässerigen Natriumsilikatlösung oder
eines Alkylsilikats in einem Lösungsmittel,
das keine Kompatibilität
damit aufweist, gefolgt von Gelieren mit beispielsweise einer Säure, einem
Alkali oder Wasser. Ferner offenbart JP-B-4-2525 ein Verfahren zum
Gelieren einer wässerigen
Natriumsilikatlösung
oder eines Alkylsilikats mit einer Säure, einem Alkali oder Wasser,
gefolgt von Emulgieren in einem Lösungsmittel, das keine Kompatibilität damit
aufweist, zum Granulieren.
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Durch derartige Emulgierverfahren
kann ein Gel aus festen kugelförmigen
Siliciumdioxidteilchen ohne Vertiefungen relativ leicht erhalten
werden. Jedoch ist der zu verwendende Emulgator im allgemeinen teuer
und folglich sind die Produktionskosten des kugelförmigen Kieselgels
gewöhnlich
hoch.
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Ferner ist als Verfahren zum Herstellen
eines kugelförmigen
Kieselgels ein Sprühverfahren
ebenso weit bekannt. JP A-61-168520, JP-A-7-138015 und JP-A-7-196310
offenbaren ein Verfahren zum Sprühtrocknen
eines Kieselsäuresols, um
ein kugelförmiges
Kieselgel herzustellen. JP-A-60-54914, JP-A-60-81012, JP-A-3-223107,
JP-B-4-68247 und JP-B-5-3413 offenbaren ein Verfahren zum Sprühtrocknen
einer Alkalisilikatlösung
zum Gelieren, gefolgt von Neutralisation, um ein kugelförmiges Kieselgel
herzustellen.
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In bezug auf das kugelförmige Kieselgel,
das durch ein derartiges Verfahren erhältlich ist, weisen die Teilchen
gewöhnlich
ein Porenvolumen von höchstens
etwa 0,6 cm3/g in vielen Fällen auf,
und es ist schwierig, die physikalischen Eigenschaften der Poren
zu kontrollieren. Ferner werden wahrscheinlich Teilchen mit einem
Teil gebildet, deren Oberflächen
vertieft sind.
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Die vorliegende Erfindung ist gemacht
worden, um die obigen Probleme zu überwinden, und es ist ein Gegenstand
der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen von festen
kugelförmigen Kieselgelteilchen
bereitzustellen, die keine Vertiefungen und Risse, eine hohe Teilchenfestigkeit
und eine enge Teilchengrößenverteilung
aufweisen.
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Die vorliegende Erfindung stellt
ein Verfahren zur Herstellung eines kugelförmigen Kieselgels bereit, umfassend
das Zuführen
eines flüssigen
Gemisches aus einer Alkalisilikatlösung und einer Säurelösung in
eine Sprühvorrichtung,
das Sprühen
des flüssigen
Gemisches, um Tröpfchen
zu erhalten, das Inkontaktbringen der Tröpfchen mit einer Flüssigkeit zum
Gewinnen eines Kieselgels und das Gewinnen des gebildeten kugelförmigen Kieselgels
zusammen mit der Flüssigkeit
zum Gewinnen eines Kieselgels, als eine Aufschlämmung.
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Die vorliegende Erfindung wird nun
in bezug auf die bevorzugten Ausführungsformen ausführlicher
beschrieben.
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In den beiliegenden Zeichnungen ist:
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1 ein
Querschnitt, der ein Beispiel einer Kieselgelherstellungsvorrichtung
darstellt, die in der vorliegenden Erfindung zu verwenden ist.
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2 eine
perspektivische Ansicht, die ein Beispiel der Rotationsscheiben
darstellt, die in der vorliegenden Erfindung als eine der bevorzugten Ausführungsformen
zu verwenden ist.
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In der vorliegenden Erfindung wird
ein flüssiges
Gemisch, das durch vorheriges Mischen einer Alkalisilikatlösung und
einer Säurelösung erhalten
wird, einer Sprühvorrichtung
zugeführt.
In einem konventionellen Verfahren zur Herstellung eines kugelförmigen Kieselgels
durch eine Sprühgranulierung
wird ein Kieselsäuresol
oder eine Alkalisilikatlösung
versprüht,
um Tröpfchen
zu erhalten, und die Tröpfchen werden
für die
Gelierung erwärmt.
In einem derartigen Fall wird die Gelierung hauptsächlich durch
Eindampfen des Lösungsmittels
bewirkt, und folglich weisen die Kieselgelteilchen aufgrund der
Bewegung des Lösungsmittels
zur Oberfläche
der Kieselgelteilchen wahrscheinlich Hohlräume auf und Vertiefungen und
Risse werden wahrscheinlich gebildet. Andererseits wird in der vorliegenden
Erfindung ein flüssiges
Gemisch aus einer Alkalisilikatlösung
und einer Säurelösung versprüht, um Tröpfchen zu
erhalten, und die Kieselsäure,
erhalten durch Hydrolyse des Alkalisilikats, unterliegt der Polymerisation
zur Gelierung. Dieses Verfahren beinhaltet im wesentlichen keine
Veränderung
im Volumen, wobei die kugelförmigen
Kieselgelteilchen wahrscheinlich weniger Hohlräume aufweisen, und die Bildung
von Vertiefungen und Rissen unterdrückt wird.
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In einem Fall, wo eine Alkalisilikatlösung und eine
Säurelösung vorher
gemischt und zugeführt werden,
unterliegt ein Teil der Kieselsäure
in dem Alkalisilikat vorm Versprühen
der Polymerisation, wobei zu befürchten
ist, daß die
Gleichmäßigkeit
des Mischens beeinträchtigt
werden kann und das Siliciumdioxid der Gelierung untetliegen kann
und sich auf dem Zuführteil
ablagert. Folglich ist es notwendig, die Lösungen zu mischen und das Gemisch
unter Bedingungen, unter denen die Gelierung im wesentlichen nicht
vor dem Versprühen
stattfindet, zu versprühen. Andererseits
wird es bevorzugt, daß die
Gelierung schnell nach dem Versprühen stattfindet. In der vorliegenden
Erfindung werden die Tröpfchen,
die durch das Versprühen
des flüssigen
Gemisches erhalten werden, mit einer Flüssigkeit zum Gewinnen eines Kieselgels
in Kontakt gebracht, um das gebildete kugelförmige Kieselgel zu gewinnen,
wodurch ein einheitliches kugelförmiges
Kieselgel effizient und stabil für
einen langen Zeit raum hergestellt werden kann, selbst wenn die Lösungen gemischt
und unter Bedingungen versprüht
werden, unter denen die Gelierung im wesentlichen nicht vor dem
Versprühen
stattfindet.
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In der vorliegenden Erfindung wird
die Gelierrate durch entsprechendes Einstellen von beispielsweise
der Temperatur, der Konzentration, dem pH-Wert und der Konzentration
von koexistierenden Salzen der Alkalisilikatlösung und der Säurelösung eingestellt,
und die Wahl von beispielsweise der Sprühvorrichtung und deren Sprühbedingungen
trägt zur
Einstellung der Gelierrate bei.
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Als Flüssigkeit zur Gewinnung eines
Kieselgels wird Wasser oder eine wässerige Lösung bevorzugt. Wasser, das
im wesentlichen keinen gelösten Stoff,
wie deionisiertes Wasser, enthält,
kann verwendet werden, aber eine Lösung einer Säure, wie Schwefelsäure, oder
eine Lösung
eines Hydrogencarbonats oder eines Carbonats eines Alkalimetalls oder
eines Erdalkalimetalls wird aus Sicht der Wirkung, die Gelierung
aufgrund des pH-Wertes der Aufschlämmung aus kugelförmigem Kieselgel
zu beschleunigen, bevorzugt. Als wässerige Lösung, die zu diesem Zweck zu
verwenden ist, wird insbesondere eine wässerige Säurelösung, wie eine verdünnte wässerige
Lösung
von Schwefelsäure
oder Salzsäure,
oder eine wässerige
Natriumhydrogencarbonatlösung
bevorzugt.
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Als das in der vorliegenden Erfindung
zu verwendende Alkalisilikat wird ein Natriumsilikat bevorzugt,
und Natriumsilikate, die Kieselsäure
und Natrium mit verschiedenen Molverhältnissen umfassen, können in
Abhängigkeit
der erwünschten
Eigenschaften des Kieselgels erhältlich
sein. Speziell wird eines bevorzugt, das ein SiO2/Na2O-Molverhältnis von 2,0 bis 3,4 aufweist.
In der Alkalisilikatlösung
beträgt
die Kieselsäurekonzentration
vorzugsweise 5 bis 30 Masse%, berechnet als SiO2.
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Die mit der Alkalisilikatlösung zu
mischende Säure
ist nicht besonders eingeschränkt,
aber Schwefelsäure
wird bevorzugt. Die Konzentration der Säurelösung beträgt vorzugsweise 10 bis 30 Masse-%.
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Die Alkalisilikatlösung und
die Säurelösung sind
vorzugsweise so, daß eine
Flüssigkeit,
die durch deren Mischen erhalten wird, einen pH-Wert von 4 bis 10
aufweist. Wenn der pH-Wert kleiner als 4 ist oder 10 überschreitet,
braucht die Gelierung gewöhnlich
lange und die Tröpfchen
sind wahrscheinlich in Kontakt mit der Wand oder dem Boden eines Behälters, der
in der Sprühvorrichtung
untergebracht ist, bevor die Tröpfchen
ausreichend Gelierung unterliegen, wobei sich die Kieselgelteilchen
wahrscheinlich miteinander verbinden werden, wodurch sich Agglomerate
bilden, oder sich die Ausbeute des kugelförmigen Kieselgels gewöhnlich verringert.
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Die Alkalisilikatlösung und
die Säurelösung werden
vor dem Mischen vorzugsweise bei einer Temperatur von höchstens
15°C zugeführt. Wenn
die Temperatur der Alkalisilikatlösung oder der Säurelösung 15°C überschreitet,
ist die Gelierzeit gewöhnlich
kurz, wodurch die Gelierung auf der Kontaktoberfläche stattfindet
und Ablagerungen gebildet werden können.
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In der vorliegenden Erfindung werden
die Alkalisilikatlösung
und die Säurelösung vorher
gemischt, bevor sie der Sprühvorrichtung
zugeführt werden.
Das flüssige
Gemisch wird so hergestellt, daß es
nicht Gelierung unterliegt, bevor es durch die Sprühvonichtung
versprüht
wird, um Tröpfchen
zu erhalten, und die Lösungen
werden in einem Zuführbehälter gemischt,
um das flüssige
Gemisch herzustellen, das der Sprühvorrichtung durch ein Zufühnohr zugeführt wird.
Hier wird es normalerweise bevorzugt, das Mischen schnell durchzuführen, und
es wird bevorzugt, das Mischen unmittelbar vor der Zuführung des
flüssigen
Gemisches der Sprühvonichtung
durchzuführen.
Folglich ist es wirkungsvoll, die Alkalisilikatlösung und die Säurelösung durch
getrennte Rohrleitungen zu einem Teil der Umgebung der Sprühvonichtung
zu transportieren, und sie durch einen Mischer zu mischen, bevor
sie der Sprühvorrichtung
zugeführt
werden.
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Die Temperatur in einer Atmosphäre, in der das
flüssige
Gemisch durch die Sprühvonichtung versprüht wird,
um Tröpfchen
zu erhalten, beträgt vorzugsweise
mindestens 20°C.
Wenn die Temperatur in der Atmosphäre weniger als 20°C beträgt, kommen
die Tröpfchen
in Kontakt mit der Wand oder dem Boden des Behälters, der in der Sprühvorrichtung
untergebracht ist, bevor die Tröpfchen
ausreichend Gelie rung unterliegen, wobei zu befürchten ist, daß sich die
Kieselgelteilchen miteinander verbinden werden, wodurch sich Agglomerate
bilden, oder sich die Ausbeute des kugelförmigen Kieselgels verringern
kann.
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Es wird bevorzugt, eine Flüssigkeit
zum Gewinnen eines Kieselgels zuzuführen, so daß die Tröpfchen die gewonnene Flüssigkeit
kontaktieren, nachdem die Tröpfchen
der Gelierung unterliegen. Beispielsweise kann es der gewonnenen
Flüssigkeit ermöglicht werden,
vom oberen Teil eines Behälters herunter
zu fließen,
um einen Vorhang der gewonnenen Flüssigkeit an der Fläche zu bilden,
an der das kugelförmige
Kieselgel eintrifft, um so das kugelförmige Kieselgel mit der gewonnenen
Flüssigkeit
in Kontakt zu bringen. Als bevorzugtes Verfahren wird der gewonnenen
Flüssigkeit
ermöglicht,
entlang der Innenwand eines Behälters,
der in der Sprühvorrichtung
untergebracht ist, herunter zu fließen, um das kugelförmige Kieselgel
zu gewinnen, wodurch das kugelförmige
Kieselgel als eine Aufschlämmung ohne
direkten Kontakt mit der Innenwand des Behälters gewonnen werden kann.
Die gewonnene Aufschlämmung
wird durch ein Verdickungsmittel konzentriert oder der Fest-Flüssig-Trennung mittels
einer Zentrifugalmaschine oder eines Bandfilters unterzogen, gefolgt
von Trocknen, um ein kugelförmiges
Kieselgel zu erhalten.
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In 1 wird
ein Beispiel einer Kieselgelherstellungsvorrichtung dargestellt,
die in der vorliegenden Erfindung geeignet verwendet werden kann.
In 1 bezeichnet das
Symbol A eine Sprühvorrichtung
und Symbol B bezeichnet einen Aufnahmebehälter. Die Sprühvorrichtung
A wird auf dem oberen Teil des Aufnahmebehälters bereitgestellt. Die versprühten Tröpfchen 1 fliegen
und bilden ein Kieselgel, und fließen entlang der Innenwand 2 des
Behälters
B zusammen mit einer Flüssigkeit
3 zum Gewinnen eines Kieselgels herunter. Die Flüssigkeit zum Gewinnen eines
Kieselgels wird von einer Zuführöffnung 5 zugeführt, die
auf einem Zuführrohr 4,
das am oberen Teil des Behälters
befestigt ist, gebildet wird. Hier bezeichnet Nummer 6 eine Aufschlämmung, die wieder
zu gewinnen ist.
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Als in der vorliegenden Erfindung
zu verwendende Sprühvorrichtung
sind verschiedene erhältlich.
Jedoch wird eine Sprühvorrichtung
vom Rotationsscheibentyp bevorzugt, die nachstehend ausführlicher
beschrieben wird.
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Die Sprühvonichtung vom Rotationsscheibentyp
umfaßt
vorzugsweise zwei Scheiben, die so miteinander verbunden sind, daß das flüssige Gemisch
einer Alkalisilikatlösung
und einer Säurelösung zwischen
den beiden Scheiben versprüht
wird, um so die Tröpfchen
in einem kurzen Zeitraum zu erhalten. Ein derartiger Typ von Rotationsscheiben
wird allgemein eine Vielblatt-Rotationsscheibe genannt.
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In 2 wird
ein Beispiel von Rotationsscheiben dargestellt, die in der vorliegenden
Erfindung geeignet verwendet werden können. In der Sprühvorrichtung
A vom Rotationsscheibentyp, die in 2 dargestellt
wird, wird eine Scheibe 13 an der Spitze einer Rotationswelle 11 befestigt
und eine Scheibe 12 wird an der Scheibe 13 mittels
einer großen
Anzahl an Verbindungsstiften 14 befestigt. Die Scheibe 12 weist
ein Loch im mittleren Teil auf, und die Rotationswelle 11 wird
durch das Loch geführt.
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Die Rotationswelle 11, die
Scheibe 12, die Scheibe 13 und die Verbindungsstifte 14 werden nämlich aneinander
befestigt, und sie rotieren mit der Rotation der Rotationswelle 11.
In 2 liegen die Verbindungsstifte 14 in
einer Zylinderform vor, aber die Verbindungsstifte 14 können verschiedene
Formen von beispielsweise einem Prisma oder einer Platte aufweisen.
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Durch das Loch in Scheibe 12 geht
ein Rohr 15 zum Zuführen
des flüssigen
Gemisches einer Alkalisilikatlösung
und einer Säurelösung so
hindurch, das es nicht in Kontakt mit der Rotationswelle 11 und der
Scheibe 12 kommt, um das flüssige Gemisch einem Raum zwischen
der Scheibe 13 und der Scheibe 12 zuzuführen. Das
Rohr 15 zum Zuführen
des flüssigen
Gemisches wird mit einem Mischer (nicht gezeigt) oder einem Mischgefäß für eine Alkalisilikatlösung und
eine Säurelösung stromaufwärts davon verbunden.
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Das flüssige Gemisch wird einem Raum
zwischen der Rotationswelle 11 und der Scheibe 12 zugeführt und
zwischen den Verbindungsstiften 14 äußerlich versprüht, um Tröpfchen zu
erhalten. Auf der Innenseite der Verbindungsstifte 14 kann
eine Vielzahl an Stiften zum Mischen außerdem bereitgestellt werden,
wodurch das Alkalisilikat und die Säure gleichmäßiger gemischt werden können.
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Auf den Rotationsscheiben kann ein
Teil des flüssigen
Gemisches der Gelierung unterliegen, wodurch in einigen Fällen Ablagerungen
gebildet werden. Aufgrund der Ablagerungen ist es gewöhnlich schwierig,
ein kugelförmiges
Kieselgel herzustellen, das für
einen langen Zeitraum stabil ist. Die Bildung von Ablagerungen kann
durch Verändern
von beispielsweise der Temperatur, der Konzentration, des Mischverhältnisses
oder der Konzentration der koexisitierenden Salze der Alkali-silikatlösung, der
Säurelösung und
des flüssigen
Gemisches davon unterdrückt
werden, um die Gelierrate einzustellen.
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Ferner wird es ebenso bevorzugt,
ein Material aus einem Fluorcarbonkunststoff, wie Polytetrafluorethylen
(nachstehend als PTFE bezeichnet), für den Bereich der Rotationsscheiben,
die mit dem flüssigen
Gemisch in Kontakt sind, einzusetzen oder diesen Bereich mit einem
Fluorcarbonkunststoff zu beschichten.
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Das durch die vorliegende Erfindung
erhaltene kugelförmige
Kieselgel enthält
ein Salz, das durch die Reaktion des Alkalisilikats und der Säure gebildet wurde,
und es wird bevorzugt, das Salz durch Waschen zu entfernen. Das
Waschverfahren ist nicht besonders eingeschränkt. Beispielsweise wird es
bevorzugt, eine Filterkuchenschicht des kugelförmigen Kieselgels auf der Oberfläche eines
Filtergewebes zu bilden, und wasserlösliche Verunreinigungen durch beispielsweise
Zentrifugalfiltration, Vakuumfiltration oder Filtration unter Druck
während
des Zuführens des
Waschwassers zu der Schicht auszuwaschen.
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Ferner wird es ebenso bevorzugt,
den Filterkuchen mit Wasser erneut zu verdünnen, um eine Aufschlämmung zu
erhalten, gefolgt durch ausreichendes Rühren, und den Filtrationsbetrieb
ein oder mehrere Male zu wiederholen, um Verunreinigungen zu entfernen.
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Das zum Waschen zu verwendende Wasser ist
nicht besonders eingeschränkt,
beispielsweise kann aber fließendes
Wasser, deionisiertes Wasser oder vollentsalztes Wasser unter Berücksichtigung von
beispielsweise der Reinheit des Endproduktes oder der akzeptablen
Menge an Verunreinigungen verwendet werden. Ferner ist das Verfahren
zum Verwenden von Wasser in diesem Fall nicht besonders eingeschränkt, und
ein Verfahren zur Verwendung von vollentsalztem Wasser allein oder
ein Verfahren zur Verwendung von fließendem Wasser zu erst und zur
Verwendung von deionisiertem Wasser in der letzten Hälfte kann
gegebenenfalls aus Sicht der Kosten ausgewählt werden.
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Nach dem Waschen wird das kugelförmige Kieselgel
getrocknet und, wenn es der Fall erfordert, einer Kalzinierungsbehandlung
unterzogen. Ferner kann eine Alterungsbehandlung in einem entsprechenden
Stadium bei dem Herstellungsverfahren mit beispielsweise dem Zweck
der Kontrolle der Porenmerkmale durchgeführt werden.
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Als Trocknungsverfahren kann ein
bekanntes Verfahren eingesetzt werden. Bevorzugt wird das an der
Luft trocken, Gefriertrocknen oder überkritische Trocknen, um so
das Schrumpfen von Poren während
des Trocknens zu verhindern. Es wird ebenso bevorzugt, eine Aufschlämmung, die
in Wasser dispergierte kugelförmige
Kiesefgelteilchen aufweist, durch Sprühtrocknen zu trocknen, wodurch
ein kugelförmiges
Kieselgel mit einem großen
Porenvolumen erhalten werden kann. Ferner kann Wasser vorm Trocknen
mit einem organischen Lösungsmittel,
wie einem Alkohol, der Kompatibilität mit Wasser und eine geringe
Oberflächenspannung
aufweist, ersetzt werden, wodurch das Schrumpfen von Poren während des
Trocknens verhindert werden kann.
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Durch das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren
kann ein kugelförmiges
Kieselgel mit einer mittleren Teilchengröße von vorzugsweise 1 bis 100 μm erhalten
werden. Ein stärker
bevorzugter Bereich der mittleren Teilchengröße ist von 30 bis 100 μm.
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Die Merkmale des kugelförmigen Kieselgels, das
durch das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren
erhalten wurde, kann durch Einstellen der Temperatur, der Konzentration,
des Mischverhältnisses
oder der Konzentration der koexistierenden Salze der Alkalisilikatlösung, der
Säurelösung und
des flüssigen
Gemisches davon oder durch eine Alterungsbehandlung kontrolliert
werden. Gemäß dem efindungsgemäßen Herstellungsverfahren
kann ein kugelförmiges
Kieselgel mit einem Porenvolumen von 0,01 bis 3,0 cm3/g,
einer spezifischen Oberfläche von
1 bis 1.000 m2/g und einer Druckfestigkeit
an Teilchen von 10 bis 100 MPa entsprechend hergestellt werden.
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In einem konventionellen Verfahren
zur Herstellung eines kugelförmigen
Kieselgels durch Sprühgranulieren
wird ein Kieselsäuresol
oder eine Alkalisilikatlösung
versprüht,
um Tröpfchen
zu erhalten, und die Tröpfchen
werden zur Gelierung erwärmt.
In einem derartigen Fall wird die Gelierung hauptsächlich durch
Eindampfen des Lösungsmittels
bewirkt, und folglich weisen die Kieselgelteilchen aufgrund der
Bewegung des Lösungsmittels
zur Oberfläche der
Kieselgelteilchen wahrscheinlich Hohlräume auf und Vertiefungen und
Risse werden wahrscheinlich gebildet. Andererseits ist die Gelierung
in der vorliegenden Erfindung der Neutralisation des Alkalisilikats und
der Polymerisation der Kieselsäure
zu verdanken. Dieses Verfahren erfordert im wesentlichen keine Veränderung
im Volumen, wodurch die kugelförmigen
Kieselgelteilchen wahrscheinlich weniger Hohlräume aufweisen und die Bildung
von Vertiefungen und Rissen unterdrückt wird.
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Das erfindungsgemäße kugelförmige Kieselgel ist nach der
Gelierung ein Hydrogel, da das Eindampfen eines Lösungsmittels
nicht erforderlich ist, und ein gegebenenfalls erwünschtes
Porenvolumen wird durch die Durchführung einer Alterungsbehandlung
in einem entsprechenden Stadium bei einer Nachverarbeitung erhalten.
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In bezug auf das durch die vorliegende
Erfindung erhaltene kugelförmige
Kieselgel und seinen Eigenschaften kann die Tröpfchengrößenverteilung der versprühten Tröpfchen durch
Sprühgranulierung unter
Einsatz von Rotationsscheiben kontrolliert werden, und die Teilchengrößenverteilung
der so erhaltenen Kieselgelteilchen wird eng sein.
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Die kugelförmigen Kieselgelteilchen, die durch
das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren erhalten
wurden, weisen eine einheitliche Teilchengröße und eine kugelähnliche
Form auf. Folglich können
sie bevorzugt beispielsweise für
ein Medium zur Flüssigchromatographie
verwendet werden.
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Die vorliegende Erfindung wird nun
in bezug auf die Beispiele ausführlicher
beschrieben. Jedoch ist es so zu verstehen, daß die vorliegende Erfindung keineswegs
auf derartige spezielle Beispiele beschränkt wird.
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Beispiel 1
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1.835,4 g einer wässerigen Natriumsilikatlösung, die
eine SiO2-Konzentration von 5,3 Masse-% und
ein SiO2/Na2O-Molverhältnis von
3,0 aufweist, und 258,2 g einer wässengen Schwefelsäurelösung von
20,0 Masse-% wurden schnell gemischt, um ein flüssiges Gemisch aus Natriumsilikat
und Schwefelsäure
herzustellen. Dieses flüssige
Gemisch wies einen pH-Wert von 4,8 und eine Viskosität von 20
cP auf.
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Dieses flüssige Gemisch wurde dem mittleren
Teil der Rotationsscheiben eines Sprühtrockners vom Rotationsscheibentyp,
wie in 2 gezeigt, zugeführt und
zur Granulierung versprüht.
Als Sprühtrockner
wurde ein Production-Minor-Sprühtrockner,
hergestellt von Niro Japan, verwendet. Als Betriebsbedingungen des
Sprühtrockners
betrug der Heißluftstrom
110 m3/h, die Temperatur beim Zulauf von
Heißluft
betrug 250 °C
und die Temperatur beim Ablauf der Heißluft betrug 110 °C. Die Zuführrate des
flüssigen
Gemisches betrug 70 cm3/min. In bezug auf
die verwendeten Rotationsscheiben wurde die Fläche, die mit dem flüssigen Gemisch
in Kontakt sein wird, mit PTFE beschichtet, wobei der Durchmesser
100 mm und die Rotationsgeschwindigkeit 12.000 U/min betrug.
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Der Sprühtrockner wurde auf dem obersten Teil
eines Behälters
(Durchmesser: 1,4 m, Höhe:
0,8 m) bereitgestellt. Als Flüssigkeit
zum Gewinnen eines kugelförmigen
Kieselgels wurde eine wässerige Natriumhydrogencarbonatlösung von
5 Masse-% aus dem oberen Teil der Innenseite des Behälters versprüht, und
der wässerigen
Natriumhydrogencarbonatlösung
wurde es ermöglicht,
entlang der Innenwand des Behälters
herunter zu fließen,
um eine benetzte Wand zu bilden. Diese wässerige Lösung fing die Teilchen auf,
die die Wand erreichten, und das kugelför mige Kieselgel wurde als Aufschlämmung gewonnen.
Diese Aufschlämmung
wies einen pH-Wert von 8,0 und eine Feststoftgehaltkonzentration
von 0,1 Masse% auf.
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Dann wurde Schwefelsäure zu der
Aufschlämmung
gegeben, um den pH-Wert auf 6,0 einzustellen, gefolgt durch 1 Stunde
Erwärmen
bei 60 °C,
um eine Alterungsbehandlung durchzuführen. Diese Aufschlämmung wurde
der Fest-Flüssig-Trennung
unterzogen und ein so erhaltener Kuchen wurde mit deionisiertem
Wasser in einer Menge vom 100fachen des Feststoffgehalts gewaschen,
gefolgt durch Trocknen mit einem Sprühtrockner, um ein kugelförmiges Kieselgel
zu erhalten.
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Dieses kugelförmige Kieselgel wies ein Porenvolumen
von 0,66 cm3/g, eine spezifische Oberfläche von
470 m2/g, eine mittlere Teilchengröße von 48,0 μm und eine
Druckfestigkeit von 21 MPa auf. Hier wurden das Porenvolumen und
die spezifische Oberfläche
des kugelförmigen
Kieselgels durch AUTOSORB 3B, Markenname, hergestellt von YUASA IONICS,
gemessen. Die mittlere Teilchengröße wurde durch MICROTRAC HRA-X100,
Markenname, hergestellt von Nikkiso Co., Ltd. gemessen. Die Druckfestigkeit
wurde durch eine Mikrokompressionstestmaschine MCTM-500, hergestellt
von SHIMADZU CORP., durch Auswahl von Teilchen, die im wesentlichen
dieselbe Teilchengröße wie die
mittlere Teilchengröße aufweisen,
gemessen.
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Ferner wurde das Aussehen der kugelförmigen Kieselgelteilchen
durch ein Rasterelektronenmikroskop beobachtet, um zu bestätigen, daß die Teilchen
keine Vertiefungen oder Risse auf der Oberfläche aufweisen. In Bezug auf
die Struktur im Inneren der kugelförmigen Kieselgelteilchen wurde
bestätigt,
daß die
Teilchen fest sind, und zwar in einer derartigen Weise, daß die Kieselgelteilchen
in ein Epoxidharz eingebettet und fixiert wurden, eine Probe mit einer
Dicke von 0,1 μm
durch ein Mikrotom hergestellt wurde und ein Schnitt der Probe durch
ein Lichtmikroskop beobachtet wurde. Es wurde beobachtet, daß ein kugelförmiges Kieselgel
mit Hohlräumen, das
durch ein anderes Verfahren erhalten wurde, Raum im Inneren der
Teilchen hatte, und Teilchen mit Hohlräumen und Teilchen, die fest
sind, konnten eindeutig durch Beobachten unter Verwendung eines Durchlichtmikroskops
unterschieden werden.
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In bezug auf die erhaltenen kugelförmigen Kieselgelteilchen
wurden Teilchen, die Teilchengrößen allein
innerhalb eines Bereiches von 40 bis 63 μm aufweisen, unter Verwendung
eines Siebs getrennt. Die kugelförmigen
Kieselgelteilchen wurden in eine Säule, die einen inneren Durchmesser
von 50 mm und eine effektive Länge
von 200 mm aufweist, gepackt, um eine Säule für Flüssigchromatographie herzustellen.
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Ein Entwickler (normal-Hexan: 90
Vol%, Dioxan: 10 Vol%) wurde hergestellt, um durch die Säule bei
einer Fließgeschwindigkeit
von 50 cm3/min zu fließen, und Flüssigchromatographen von Anisol
und Orthonitroanisol wurden gemessen (Nachweiswellenlänge: 254
nm). Die Anzahl der theoretischen Böden betrug 5.500 Böden/m.
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Wenn ein Kieselgel in einer zerbrochenen Form
mit Teilchengrößen von
40 bis 63 μm,
einem Porenvolumen von 0,77 cm3/g und einer
spezifischen Oberfläche
von 561 m2/g (LiChroprep Si60, Markenname, hergestellt von Kanto
Chemical Co., Inc.) verwendet wurde, um die Messungen unter denselben Bedingungen
durchzuführen,
betrug die Anzahl an theoretischen Böden 3.200 Böden/m. Es wurde bestätigt, daß die Leistungen
der Flüssigchromatographie
durch das Herstellen der Kugelform verbessert wurden.
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Beispiel 2 (Vergleichsbeispiel)
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Das in Beispiel 1 verwendete flüssige Gemisch
wurde der Sprühgranulierung
durch einen Sprühtrockner
vom Rotationsscheibentyp unterzogen. Die Bedingungen für den Betrieb
des Sprühtrockners
waren dieselben wie in Beispiel 1. Ferner waren die verwendeten
Rotationsscheiben dieselben wie sie in Beispiel 1 verwendet wurden, und
der Betrieb wurde unter denselben Bedingungen durchgeführt. Jedoch
wurde keine Flüssigkeit
zum Gewinnen eines kugelförmigen
Kieselgels versprüht.
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Das meiste des versprühten und
granulierten kugelförmigen
Kieselgels lagerte sich an der Wand eines Trockenbehälters ab
und nur eine kleine Menge davon wurde gewonnen. Das gewonnene Gel wurde
durch ein Mikroskop beobachtet, wobei unregelmäßige kugelförmige Teilchen und Agglomerate von
unregelmäßigen Teilchen
beobachtet wurden.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren
können
feste kugelförmige
Kieselgelteilchen ohne Vertiefungen oder Risse auf der Oberfläche mit
einer kompakten Ausrüstung
effektiv hergestellt werden. Die Gelierrate kann durch Kontrollieren
von beispielsweise der Temperatur, der Konzentration, des Mischverhältnisses
oder der Konzentration von koexistierenden Salzen einer Alkalisilikatlösung oder
einer Säurelösung, durch
Kontrollieren der Bedingungen für
eine Alterungsbehandlung oder durch Auswahl geeigneter Sprühbedingungen eingestellt
werden, und die physikalischen Eigenschaften der kugelförmigen Kieselgelteilchen
können ebenso
eingestellt werden.
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In Bezug auf das zu erhaltende kugelförmige Kieselgel
ist die mechanische Festigkeit der Teilchen hoch und die Poreneigenschaften
können
ohne weiteres eingestellt werden. Folglich kann das kugelförmige Kieselgel
vorzugsweise für
beispielsweise einen Katalysator, einen Katalysatorträger, ein
Pigment für
Kosmetika, ein Medium für
Säulenchromatographie,
einen Harzfüllstoff,
ein Adsorptionsmittel, ein Trocknungsmittel, ein gewichtssparendes
Material, einen Dielektrizitätskonstantenverringemden
Füllstoff,
einen Wärmedämmstoff
oder ein schalldichtes Materal verwendet werden.