DE60004384T2 - Druckvorrichtung und verfahren um das "banding" phänomen auf einem bedruckten substrat zu vermeiden - Google Patents

Druckvorrichtung und verfahren um das "banding" phänomen auf einem bedruckten substrat zu vermeiden Download PDF

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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen Rotationsdruckvorrichtungen und -verfahren und im Besonderen Druckarbeitsgänge, bei denen zur Herstellung von Vignetten oder anderen Druckerzeugnissen eine Folge von kleinen Rasterpunkten von einem Rotationsdruckwerkselement auf einen Bedruckstoff übertragen wird.
  • Ausgangssituation der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein zwei Arten von Druckvorgängen. Bei der ersten überträgt ein Rotationsdruckwerkselement eine Folge von kleinen Rasterpunkten mit sich allmählich ändernder Dichte auf einen Bedruckstoff, bis sie verblassen und in die Hintergrundfarbe übergehen, die weiß oder von einer anderen Farbe sein kann. Diese spezielle Art von Aufdruck auf dem Bedruckstoff wird als Vignette bezeichnet. 1 zeigt eine herkömmliche Druckvorrichtung 10, bei der es sich um eine Flexodruckmaschine mit einem mit einer Flexodruckplatte 14 ausgestatteten Druckzylinder 12 handelt. Ein Gegendruckzylinder 16 drückt, während sich der Druckzylinder 12 und der Gegendruckzylinder 16 drehen und die Bedruckstoffbahn 18 in Längsrichtung bewegt wird, einen Bedruckstoff wie eine Bedruckstoffbahn 18 gegen den Druckzylinder 12. Auf diese Weise lässt sich auf dem Bedruckstoff 18 eine Vignette 20 herstellen.
  • Entsprechend 1 entstehen bei einer Vignette 20 besonders leicht sichtbare Fehler, die in der Branche als Streifen- oder Bandbildung oder durch das Rädergetriebe verursachte störende Muster bezeichnet werden. In einer Vignette 20 können speziell in einer Richtung im rechten Winkel zur Maschinenrichtung oder mit anderen Worten, im rechten Winkel zur Richtung des an dem sich drehenden Druckzylinder vorbei laufenden Bedruckstoffs 18 ein oder mehrere dunklere Streifen oder Bänder 22 entstehen. Häufig ist die Streifen- oder Bandbildung nicht erklärbar. Vom menschlichen Auge werden diese Streifen oder Bänder viel leichter bei Vignetten wahrgenommen, bei denen die Farbe allmählich von einem dunkleren in einen vollständig verblassten Bereich übergeht. Der problematischste Bereich einer Vignette ist in der Regel der mit einer Rasterpunktdeckung oder Dichte von 15 bis 70 % zu sein.
  • Wie zudem aus 1A zu entnehmen ist, sind die herkömmlichen Rasterpunkte zur Herstellung von Vignetten in einer einzigen Farbe rund. Ein Streifen oder ein Band kann schon bei einer sehr geringen durch die Maschinenteile der Druckvorrichtung 10 verursachten Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem rotierenden Druckzylinder 12 und dem sich bewegenden Bedruckstoff 18 entstehen. Dabei kommt es im Prinzip zu einem minimalen Rutschen zwischen dem Bedruckstoff 18 und dem Druckzylinder 12, wodurch sich die Rasterpunkte 24 zu Rasterpunkten 26 im Bereich 22 verformen. Hierbei weisen die Rasterpunkte 24 den vorgesehenen Durchmesser D1 auf, während die Rasterpunkte 26 einen Durchmesser D2 haben, der in Maschinenrichtung 28 vergrößert ist. Die sporadisch auftretende Relativbewegung von Druckzylinder 12 und Bedruckstoff 18 ist in der Regel kleiner als 0,001 Zoll. Häufig wird in der Branche der Standpunkt vertreten, dass die Streifen- oder Bandbildung auf ungenügend genaue Toleranzen zwischen den umlaufenden Teilen der Druckmaschine wie beispielsweise den Antriebsrädern der verschiedenen Zylinder zurückzuführen ist. Vielfache Versuche, die Mechanik einer Druckmaschine zu verbessern, um die Streifen- oder Bandbildung zu verhindern, sind jedoch fehlgeschlagen. Streifen oder Bänder entstehen vielmehr sporadisch und in unvorhersehbarer Weise, so dass die wahre Ursache für diese Mängel kaum verständlich ist.
  • Weitere Versuche in Richtung Minderung der Streifen- oder Bandbildung befassen sich mit der Verwendung spezieller Arten von Bedruckstoffen. So wird in einem Artikel in der Ausgabe der Zeitschrift „Flexo magazine" vom August 1996 mit dem Titel „Final Report: Narrow Web Flexographic Banding (Abschlussbericht: Bandbildung auf schmalem Bedruckstoffband beim Flexodruck) vorgeschlagen, raue, absorbierende Bedruckstoffe zu verwenden, um die Häufigkeit der Streifen- oder Bandbildung zu verringern. Diese Bedruckstoffe sind jedoch in der Regel von geringerer Qualität, wie in dem Artikel erwähnt wird. Während man durch die Wahl einer bestimmten Art von Bedruckstoff die Sichtbarkeit dieser Mängel eventuell verhindern kann, ist es aber bei vielen Anwendungen einfach nicht möglich, die Art des Bedruckstoffs auszutauschen.
  • Das zweite Druckverfahren, auf das sich die vorliegende Erfindung bezieht, ist der Offsetdruck. Hierbei wird eine Vielzahl von Punktfolgen in einer Farbe je Vorgang auf den Bedruckstoff aufgebracht, so dass ein Muster und die endgültig für eine bestimmte Anwendung gewünschte Farbe entstehen. Bei einem herkömmlichen Offsetdruckverfahren, das auch als Vierfarbendruckverfahren bezeichnet wird, können vier Druckzylinder eingesetzt werden, um nacheinander die Farben Gelb, Magenta, Zyan und Schwarz aufzutragen. Zur Vermeidung von so genannten Moiremustern werden die Folgen der Punkte in unterschiedlichen Winkeln aufgebracht, die allgemein als Rasterwinkel bezeichnet werden. Bei diesem Druckverfahren kommt es zu ähnlichen, häufig jedoch weniger sichtbaren negativen Erscheinungen, die zu Mängeln wie Band- oder Streifenbildung führen können.
  • Um Probleme in der Rotationsdruckbranche wie die oben genannten Mängel beseitigen zu können, wäre es wünschenswert, Druckverfahren und -vorrichtungen zur Verfügung zu stellen, die die sichtbare Band- oder Streifenbildung auf Bedruckstoffen wesentlich verringern oder ganz verhindern.
  • In dem US-Patent Nr. 5379118 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem Bilder erzeugt werden, indem Punkte in einem quasiperiodischen Muster vorgesehen werden, das durch die Überschneidung der Flanken eines aus Rhombenformen gebildeten Musters entsteht und einer fünffachen symmetrischen versetzten Überdeckung entspricht. Es werden zwei Arten von Rhombenformen verwendet. Durch dieses Verfahren wird eine für das Drucken anwendbare Rasterung geschaffen.
  • Zusammenfassende Darstellung der Erfindung
  • Entsprechend einem Aspekt stellt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Vignette und zur Vermeidung von Streifen- oder Bandbildung während eines Rotationsdruckvorgangs bereit. Zu dem Verfahren gehört das Bewegen eines Bedruckstoffs in Längsrichtung, oder mit anderen Worten, in der Maschinenrichtung bezüglich eines Rotationsdruckwerkselements. Das Rotationsdruckwerkselement weist eine Außenfläche mit einer Folge von länglichen Rasterpunkten auf. Diese Punkte haben eine sich vorzugsweise in Längsrichtung erstreckende Länge, ihre Dichte nimmt parallel zur Längsrichtung zu. Die Punkte weisen eine sich zur Länge im rechten Winkel erstreckende Breite auf, wobei die Breite der Punkte wesentlich kleiner als die Länge ist. Die Breite eines jeden Punktes beträgt vorzugsweise etwa 10 bis etwa 50 % der Länge. Die Länge der Punkte erstreckt sich überwiegend parallel zur Maschinenrichtung, eine Abweichung von etwa 10° ist jedoch bei bestimmten Anwendungen zulässig.
  • Bei der Herstellung der Vignette wird vorzugsweise nur eine Farbe eingesetzt. Zum Verfahren gehört des Weiteren das Aufbringen eines Druckmediums wie Farbe auf die länglichen Druckpunkte und das Übertragen des Druckmediums von dem Rotationsdruckwerkselement auf den Bedruckstoff, so dass die Vignette entsteht.
  • Obwohl die Vignette erfindungsgemäß mit Hilfe unterschiedlicher Typen von Rotationsdruckvorrichtungen hergestellt werden kann, ist ein bevorzugter Typ eine Flexodruckvorrichtung, bei der mindestens eine Flexodruckplatte zum Einsatz kommt, die an einem Rotationsdruckzylinder befestigt ist. Beim Einsatz solcher Anlagen wie einer Flexodruckmaschine erfolgt die Übertragung des Druckmediums direkt vom Druckzylinder auf den Bedruckstoff, beispielsweise durch Andrücken gegen den Druckzylinder, wozu ein Gegendruckzylinder eingesetzt wird. Bei anderen Druckanlagen kann die Übertragung des Farbstoffs indirekt von einer Reihe von umlaufenden Druckwerkselementen auf den sich bewegenden Bedruckstoff erfolgen. Andere Arten von Druckanlagen, die erfindungsgemäß eingesetzt werden können, sind Rollentiefdruckanlagen, Buch-, Offset-, FM-Schablonen- und stochastische Druckmaschinen.
  • Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Rotationsdruckwerkselement zum Drucken einer Vignette auf einen Bedruckstoff, beispielsweise nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren. Zu dem Druckwerkselement kann ein Zylinder oder ein anderes Rotationsdruckwerkselement gehören. In dem spezifischen Fall eines Flexodruckwerkselements kann eine flexible Platte, die in herkömmlicher Weise aus einem Thermoplastmaterial besteht, entsprechend den herkömmlichen Druckvorbereitungsarbeitsgängen chemisch geätzt werden, so dass man eine einzigartige Gestalt der Punkte entsprechend der Erfindung erhält. Die Punkte werden als erhabene längliche Rasterpunkte ausgeführt. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung haben die Punkte eine Länge, die sich bei der Übertragung des Druckmediums auf den Bedruckstoff innerhalb des Bereichs von etwa 10° zur Längsrichtung bzw. Maschinenrichtung erstreckt. Es wurde festgestellt, dass in bedruckten Bereichen mit einer Punktdeckung oder -dichte von etwa 40 bis 50 % die einzigartige erfindungsgemäße Punktgestalt von entscheidender Bedeutung ist. Allgemeiner gesagt, es hat den Anschein, dass das Problem der Streifen- oder Bandbildung in einem Dichtebereich von etwa 15 bis etwa 70 % für das menschliche Auge am deutlichsten zutage tritt.
  • Die Erfindung betrifft ferner ein Offsetdruckverfahren, das die Band- oder Streifenbildung auf dem bedruckten Bedruckstoff verhindert. Dieses Verfahren umfasst das regelmäßige Bewegen eines Bedruckstoffs in Längsrichtung bezüglich des zumindest ersten und zweiten Rotationsdruckwerkselements, die jeweils mit einer Folge von länglichen Druckpunkten, wie sie vorstehend beschrieben wurden, versehen sind. Diese Druckpunkte haben eine sich zumindest überwiegend in Maschinenrichtung erstreckende Länge und eine sich im rechten Winkel zur Länge erstreckende Breite. Die Breite ist wesentlich kleiner als die Länge, sie beträgt am besten etwa 10 bis etwa 50 % der Länge. Das Verfahren umfasst das Auftragen eines Druckmediums einer ersten Farbe auf die länglichen Druckpunkte am ersten Rotationsdruckwerkselement und das Übertragen des Druckmediums vom ersten Rotationsdruckwerkselement auf den Bedruckstoff, wodurch ein Muster der ersten Farbe erzeugt wird. Das Verfahren umfasst des Werteren das Aufbringen eines Druckmediums einer zweiten Farbe auf die länglichen Druckpunkte am zweiten Rotationsdruckwerkselement und das Übertragen des Druckmediums der zweiten Farbe vom Rotationsdruckwerkselement auf den Bedruckstoff, wobei ein Muster mit der zweiten Farbe und somit eine dritte Farbe auf dem Bedruckstoff erzeugt wird. Die dritte Farbe kann als eine vollkommen neue Farbe oder als eine andere Farbschattierung der ersten oder zweiten Farbe erscheinen, was im Fachgebiet bereits bekannt ist.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft zudem ein Rotationsdruckwerkselement zur Nutzung in einem Offsetdruckvorgang entsprechend dem vorstehend beschriebenen Verfahren. Dieses Druckwerkselement weist erfindungsgemäß und in Übereinstimmung mit dem Druckwerkselement, das zur Herstellung einer Vignette eingesetzt wird, längliche, sich in der Maschinenrichtung oder, mit anderen Worten, im rechten Winkel zur Rotationsachse des Druckwerkselements erstreckende Punkte auf. Bei der bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich die Länge dieser Punkte zur Maschinenrichtung parallel, wobei bei verschiedenen Anwendungen, wie oben beschrieben, allerdings eine Abweichung von beispielsweise etwa 10° zulässig ist. Beim Offsetdrucken ist es z. B. wichtig, dass sich die dunkleren oder die den Farbton wesentlich dominierenden Farben genau in Maschinenrichtung erstrecken. Andere, weniger gut erkennbare Farben können von der Maschinenrichtung abweichen. Insbesondere bei dunklen Farben sollte ein Rasterwinkel von mehr als 10° nicht zu Punkten führen, deren Längsrichtung dem Rasterwinkel entspricht. Mit anderen Worten, während ein vorherrschender Rasterwinkel einer jeden Folge von Punkten dazu genutzt werden kann, Moiremuster zu verhindern, sollte die Längsrichtung der länglichen Punkte doch die genannten Grenzwerte nicht überschreiten.
  • Erfindungsgemäß erhalten die Punkte eine solche Gestalt, dass auf der Kontaktlinie zwischen dem Bedruckstoff und dem Druckwerkselement, wenn es zu einem Rutschen oder zu einer Relativbewegung zwischen dem sich bewegenden Bedruckstoff und dem rotierenden Druckwerkselement oder -zylinder kommt, nur eine minimale zusätzliche Menge Farbe übertragen wird. So wird eine Streifen- oder Bandbildung, die früher wahrgenommen wurde, für das menschliche Auge unsichtbar. Wird ein länglicher Punkt wie z. B. ein elliptischer Punkt so gedruckt, dass dessen Längsrichtung mit der Maschinenrichtung übereinstimmt, so wird die Menge an zusätzlich übertragener Farbe, kommt es zum Rutschen, klein gehalten. Das heißt, die mit Farbe bedeckte Fläche entlang den auf der Rutschlinie angeordneten Punkten ist weniger vergrößert als bei Nutzung herkömmlicher runder Punkte. Zudem ist es im Allgemeinen anzustreben, die länglichen Punkte zu verketten, und zwar ebenfalls in Maschinenrichtung, um zusätzlich eine sichtbare Streifen- oder Bandbildung auf dem Druckerzeugnis zu verhindern.
  • Aus der nun folgenden ausführlichen Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die dazugehörigen Zeichnungen sollten für Fachleute diese und wertere Ziele, Vorteile und Merkmale der Erfindung verständlicher werden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine perspektivische Teilansicht einer Druckvorrichtung für die Herstellung von Vignetten entsprechend dem Stand der Technik,
  • 1A eine vergrößerte Ansicht einer Einzelheit 1A von 1,
  • 2 eine perspektivische Teilansicht einer Druckvorrichtung zur Herstellung von Vignetten entsprechend der Erfindung,
  • 2A eine vergrößerte Ansicht einer Einzelheit 2A von 2,
  • 2B eine vergrößerte Ansicht einer Einzelheit 2B von 2,
  • 2C eine vergrößerte Ansicht einer Einzelheit 2C von 2,
  • 3A eine vergrößerte Ansicht ähnlich der 2A, jedoch mit einem für einen Offsetdruckvorgang vorgesehenen Punktemuster,
  • 3B eine vergrößerte Ansicht eines werteren Rotationsdruckwerkselements ähnlich dem von 3A, jedoch mit einem Punktemuster, das einen anderen Rasterwinkel aufweist,
  • 3C eine vergrößerte Ansicht ähnlich den 3A und 3B, jedoch mit einem Punktemuster einer anderen Farbe und mit einem weiteren anderen Rasterwinkel,
  • 3D eine vergrößerte Ansicht ähnlich den 3A bis 3C, die jedoch ein weiteres Druckwerkselement mit einem Punktemuster einer werteren Farbe mit einem weiteren anderen Rasterwinkel zeigt.
  • Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • 2 veranschaulicht eine Druckvorrichtung 30, allgemein als Flexodruckvorrichtung dargestellt. Selbstverständlich können andere Rotationsdruckmaschinen zur Ausführung der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden. Im Allgemeinen gehört zur Druckvorrichtung 30 eine Druckwalze 32 mit einer daran befestigten Flexodruckplatte 34, wie sie üblich ist bei herkömmlichem zweiseitigem Klebeband (nicht gezeigt). Von einer herkömmlichen Gegendruckwalze 36 wird ein Bedruckstoff 38 gegen die Druckwalze 32 gedrückt. Bei dem Bedruckstoff 38 handelt es sich in der Regel um eine Bahn eines Materials wie Papier, das sich in Längsrichtung bewegt, die zur umlaufenden Druckwalze 32 und zur entgegengesetzt umlaufenden Gegendruckwalze 36 eine Tangente bildet. Bei anderen Verfahren können Einzelbögen eines Materials als Bedruckstoff vorgesehen sein. Eine ausführlichere Beschreibung einer geeigneten Reihen-Flexodruckmaschine ist in dem US-Patent Nr.
  • 5 570 633 gegeben, das auf den Zessionar der vorliegenden Erfindung übertragen ist und dessen Offenbarung hiermit durch Bezugnahme im vollen Umfang Bestandteil dieses Patents geworden ist. Entsprechend einem Aspekt der Erfindung wird zur Herstellung einer Vignette 40 auf dem Bedruckstoff 38 die Flexodruckplatte 34 mit der entsprechenden Form hergestellt. Wie dargestellt ist, wird die Vignette 40 in der Farbe von einem dunkleren Bereich bis hin zur Hintergrundfarbe nach und nach blasser. In diesem Fall ist der Hintergrund weiß, er kann jedoch genauso gut von anderer Farbe sein.
  • Wie am besten der 2A zu entnehmen ist, dient die Flexodruckplatte 34 zur Übertragung einer Folge von länglichen Punkten 42 auf den Bedruckstoff 38. Wie zudem gezeigt ist, kann eine Anzahl von Reihen dieser Punkte in einem Bereich 46 des Verrutschens entsprechend den Punkten 44 verformt sein. Bei herkömmlichen Rotationsdruckvorgängen, wie sie unter Bezugnahme auf die 1 und 1A beschrieben wurden, führt dies zu einem oder mehreren sichtbar dunkleren Streifen oder Bändern in Querrichtung der Vignette. Erfindungsgemäß bilden die verformten länglichen Punkte 44 jedoch keinen sichtbaren Streifen bzw. kein sichtbares Band in der Vignette 40. Was dies anbelangt, so ist die vergrößerte Fläche der übertragenen Farbe eines jeden verformten Punkts 44 im Vergleich zu den herkömmlichen runden Punkten minimal. Während in dem Bereich 46 die Länge D1 der Punkte 42 um 10 bis 15 % auf D2 im Bereich 46 zunehmen kann, führt dies auf Grund der Punkteorientierung und der im Vergleich zur Länge verringerten Breite der Punkte nicht zu sichtbaren Streifen oder Bändern. Obwohl bei Vergrößerung die Unterschiede zwischen dem Verformungsbereich 22 gemäß 1A und dem Verformungsbereich 46 gemäß 2A nicht ohne weiteres sichtbar sind, werden unerwarteterweise die sichtbaren Streifen oder Bänder durch die Punktegestalt entsprechend 1A hervorgerufen, während erfindungsgemäß jedoch bei dem Beispiel von 2A keine sichtbaren Streifen oder Bänder erscheinen. Von Bedeutung ist, dass die entsprechende Länge der Punkte 42 zumindest im Wesentlichen in Maschinenrichtung ausgerichtet ist, die durch den Pfeil 48 angezeigt wird.
  • Dies steht im Zusammenhang mit der Richtung, in der sich der Bedruckstoff 38 bewegt, während die Farbe an der Berührungsstelle zwischen dem Druckzylinder 32 und der Gegendruckdruckwalze 36 übertragen wird. Die länglichen Punkte 42 können eine Abweichung bis zu etwa 10° zur Maschinenrichtung haben, wohingegen bei bestimmten Anwendungen, beispielsweise bei bestimmten weniger intensiven Farben, immer noch die Vorteile der Erfindung zu beobachten sind. Am günstigsten ist es jedoch, von vornherein die Länge der Punkte 42 parallel zur Maschinenrichtung auszurichten.
  • Die 2B und 2C zeigen hellere bzw. dunklere Bereiche der Flexodruckplatte 34. Im Grunde genommen stellen diese Figuren einen Verkettungseffekt länglicher Punkte 42a dar, der bei einer Erhöhung der Punktedichte für dunklere Bereiche der Vignette 40 bevorzugt wird. Dieser Verkettungseffekt verhindert zudem eine sichtbare Streifen- oder Bandbildung. Was dies anbelangt, so werden Verformungen in Maschinenrichtung unsichtbar gemacht, da die länglichen Punkte 42a in der Maschinenrichtung ineinander übergehen.
  • Die 3A bis 3D sind vergrößerte Ansichten entsprechender Flexodruckplatten oder anderer Rotationsdruckwerkselemente 50, 52, 54 und 56. Jedes dieser Druckwerkselemente kann zur Übertragung einer anderen Farbe in einem Offsetdruckvorgang eingesetzt werden. Erfindungsgemäß erstreckt sich, wie vorstehend ausgeführt, an diesen entsprechenden Druckplatten oder Druckwerkselementen 50, 52, 54 und 56 jeder der länglichen Druckpunkte 58, 60, 62 und 64 zumindest im Wesentlichen in Maschinenrichtung, die durch die Achse 66 veranschaulicht wird, und dies trotz der Tatsache, dass der Rasterwinkel der entsprechenden länglichen Punkte 58, 60, 62 und 64 davon wesentlich abweichen kann. In 3A ist ein Rasterwinkel α angegeben, der –30° betragen kann. In 3B ist ein Rasterwinkel β angegeben, der –15° betragen kann. In 3C wird eine Punkteorientierung wie bei der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform angewendet, d. h. mit einem Rasterwinkel von 0°. 3D zeigt einen Rasterwinkel γ, der 15° betragen kann.
  • Bei bestimmten Anwendungen kann es auch nur erforderlich sein, dass die am meisten den Farbton oder die Farbtöne bestimmenden Farben oder dunkelsten Farben in Form von länglichen Punkten zumindest im Wesentlichen auf die Maschinenrichtung ausgerichtet werden, wie hierin beschrieben. Dies ergibt sich daraus, dass hellere oder weniger die Farbtöne bestimmende Farben keine Streifen- oder Bandbildung verursachen, wenn eine Differenz zwischen der Geschwindigkeit des Bedruckstoffs und der Geschwindigkeit des Rotationsdruckwerkselements auftritt. Wie auch beim erfindungsgemäßen Drucken von Vignetten wird die Längsrichtung aller länglichen Punkte zumindest im Wesentlichen vorzugsweise in Maschinenrichtung ausgerichtet, bei bestimmten Anwendungen kann es jedoch erforderlich sein, dass nur die Punkte in den problematischsten Dichtebereichen auf die Maschinenrichtung ausgerichtet werden müssen. Wie oben beschrieben, wird als ein solcher Bereich gegenwärtig der Dichtebereich von etwa 15 bis 70 %, insbesondere der Dichtebereich von 40 bis 50 %, betrachtet.
  • Durch die Beschreibung der vorliegenden Erfindung anhand der bevorzugten Ausführungsform sowie durch die ausführliche Beschreibung dieser Ausführungsform beabsichtigt der Anmelder keine diesbezügliche Einschränkung oder Eingrenzung des Schutzumfangs der beigefügten Patentansprüche. Für Fachleute dürften ohne weiteres zusätzliche Vorteile und Modifikationen erkennbar sein. Dies ist eine Beschreibung der vorliegenden Erfindung einschließlich der bevorzugten Verfahren zu deren Realisierung entsprechend dem gegenwärtigen Kenntnisstand. Die Erfindung sollte jedoch allein anhand der beigefügten Patentansprüche definiert werden.

Claims (15)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Vignette unter Verwendung von Druckfarbe in einer Farbe, wobei das Verfahren das Bewegen eines Bedruckstoffs (38) bezüglich eines Druckwerkselements (32, 34, 50, 52, 54, 56), das eine Außenfläche mit einer Folge von Druckrasterpunkten (42a, 58, 60, 62, 64) aufweist, das Aufbringen eines Druckmediums auf die Druckrasterpunke (42a, 58, 60, 62, 64) an dem Druckwerkselement (32, 34, 50, 52, 54, 56) und zur Herstellung einer Vignette das Übertragen des Druckmediums vom Druckwerkselement auf den Bedruckstoff (38) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Druckwerkselement um ein Rotationsdruckwerkselement (32, 34, 50, 52, 54, 56) handelt, der Bedruckstoff (38) bezüglich eines Rotationsdruckwerkselements in einer Maschinenrichtung (48, 66) bewegt wird und dass die Rasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) länglich sind und eine sich zumindest vorwiegend in der Maschinenrichtung erstreckende Länge, eine parallel zur Maschinenrichtung zunehmende Dichte und eine sich im rechten Winkel zur Länge erstreckende Breite aufweisen, wobei die Breite weniger als 50 % der Länge beträgt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Breite etwa 10 bis etwa 40 % der Länge ausmacht.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem sich die Längen der Rasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) im Wesentlichen parallel zur Maschinenrichtung (48, 66) erstrecken.
  4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem zu dem Rotationsdruckwerkselement eine Flexoplatte (34, 50, 52, 54, 56) gehört.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem zum Druckwerkselement ein Druckzylinder (32) gehört und der Schritt der Übertragung des Druckmediums des Werteren die direkte Übertragung des Druckmediums vom Druckzylinder (32) auf den Bedruckstoff (38) durch Pressen des Bedruckstoffs mit Hilfe eines Gegendruckzylinders (36) gegen den Druckzylinder umfasst.
  6. Verfahren zur Herstellung einer Vignette, wobei das Verfahren das Bewegen eines Bedruckstoffs (38) bezüglich eines Druckwerkselements (32, 34, 50, 52, 54, 56) mit einer Folge von Druckrasterpunkten (42a, 58, 60, 62, 64) daran, das Aufbringen eines Druckmediums auf die Druckrasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) an dem Druckwerkselement (32, 34, 50, 52, 54, 56) und zur Herstellung der Vignette das Übertragen des Druckmediums von dem Druckwerkselement auf den Bedruckstoff (38) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Druckwerkselement um einen Druckzylinder (32) einschließlich einer Flexodruckplatte (34, 50, 52, 54, 56) mit Druckrasterpunkten (42a, 58, 60, 62, 64) daran handelt, dass der Bedruckstoff (38) bezüglich des Druckzylinders (32, 50, 52, 54, 56) in einer Maschinenrichtung (48, 66) bewegt wird, und dass die Rasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) erhaben und länglich sind, wobei die Druckrasterpunkte eine sich zumindest überwiegend in der Maschinenrichtung (48, 66) erstreckende Länge, eine in einer Richtung parallel zur Maschinenrichtung (48, 66) vorhandene zunehmende Dichte und eine sich zur Länge im rechten Winkel erstreckende Breite aufweisen, wobei die Breite wesentlich kleiner als die Länge ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem die Breite etwa 10 bis etwa 50 % der Länge ausmacht.
  8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, bei dem sich die Längen der Rasterpunkte im Wesentlichen parallel zur Maschinenrichtung (48, 66) erstrecken.
  9. Druckwerkselement zum Drucken einer Vignette auf einem Bedruckstoff (38), der in einer Maschinenrichtung (48, 66) durch eine Druckmaschine bewegt wird, wobei Bestandteil des Druckwerkselements (32, 34, 50, 52, 54, 56) eine Druckfläche mit einer Folge von Druckrasterpunkten (42a, 58, 60, 62, 64) für die Aufnahme eines auf den Bedruckstoff zu übertragenden Druckmediums ist, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Druckwerkselement um ein Rotationsdruckwerkselement (32, 34, 50, 52, 54, 56) mit einer Rotationsachse handelt und dass die Rasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) länglich sind und beim Übertragen des Druckmediums auf den Bedruckstoff (38) eine sich zumindest überwiegend parallel zur Maschinenrichtung (48, 66) und sich zumindest überwiegend im rechten Winkel zur Rotationsachse erstreckende Länge, eine parallel zur Maschinenrichtung (48, 66) zunehmende Dichte und eine sich im rechten Winkel zur Länge erstreckende Breite aufweisen, wobei die Breite wesentlich kleiner als die Länge ist.
  10. Druckwerkselement nach Anspruch 9, bei dem die Breite etwa 10 bis 50 % der Länge beträgt.
  11. Druckwerkselement nach Anspruch 9 oder 10, zu dessen Bestandteilen des Weiteren eine an einem Rotationsdruckzylinder (32) befestigte Flexodruckplatte (34, 50, 52, 54, 56) gehört.
  12. Druckwerkselement zum Drucken einer Vignette auf einem Bedruckstoff, der in einer Maschinenrichtung durch eine Druckmaschine bewegt wird, wobei das Druckwerkselement (32, 34, 50, 52, 54, 56) eine Druckfläche hat, die eine Folge von erhabenen Druckrasterpunkten (42a, 58, 60, 62, 64) zur Aufnahme eines auf den Bedruckstoff (38) zu übertragenden Druckmediums aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Druckwerkselement um eine Flexodruckplatte (34, 50, 52, 54, 56) handelt und dass die Rasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) eine längliche Form und eine Länge, Breite und Dichte haben, wobei sich die Länge bei der Übertragung des Druckmediums auf den Bedruckstoff (38) innerhalb von 10 ° zur Maschinenrichtung (48, 66) erstreckt, die Dichte allmählich in einer Richtung parallel zur Maschinenrichtung (48, 66) zunimmt und maximal eine Rasterpunktabdeckung von 100 % erreicht und sich die Breite im rechten Winkel zur Länge erstreckt, wobei die Breite wesentlich geringer als die Länge ist.
  13. Offsetdruckverfahren, das folgendes umfasst: Bewegen eines Bedruckstoffs (38) bezüglich eines zumindest ersten und zweiten Druckwerkselements (32, 34, 50, 52, 54, 56), das jeweils mit einer Folge von Rasterpunkten (42a, 58, 60, 62, 64) versehen ist, Aufbringen eines Druckmediums einer ersten Farbe auf die Druckrasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) am ersten Druckwerkselement (32, 34, 50, 52, 54, 56), Übertragen des Druckmediums vom ersten Druckwerkselement auf den Bedruckstoff (38), um ein Muster mit der ersten Farbe zu erzeugen, Aufbringen eines Druckmediums einer zweiten Farbe auf die Druckrasterpunkte am zweiten Rotationsdruckwerkselement und Übertragen des Druckmediums der zweiten Farbe vom Druckwerkselement auf den Bedruckstoff (38), um ein Muster mit der zweiten Farbe und dabei eine für das menschliche Auge sichtbare dritte Farbe zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Druckwerkselementen um Rotationsdruckwerkselemente (32, 34, 50, 52, 54, 56) handelt, dass der Bedruckstoff bezüglich der Rotationsdruckwerkselemente in einer Maschinenrichtung (48, 66) bewegt wird und dass die Rasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) länglich und in unterschiedlichen Rasterwinkeln angeordnet sind, wobei die Rasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) an jedem Druckwerkselement eine sich zumindest überwiegend in Maschinenrichtung (48, 66) erstreckende Länge und eine sich im rechten Winkel zur Länge erstreckende Breite aufweisen, wobei die Breite weniger als 50 % der Länge ausmacht.
  14. Druckwerkselement zum Einsatz beim Offsetdrucken auf einem in einer Maschinenrichtung durch eine Druckmaschine transportierten Bedruckstoff, wobei das Druckwerkselement (32, 34, 50, 52, 54, 56) eine Druckaußenfläche mit einer Folge von Druckrasterpunkten (42a, 58, 60, 62, 64) zur Aufnahme eines auf den Bedruckstoff (38) zu übertragenden Druckmediums aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Druckwerks element um ein Rotationsdruckwerkselement (32, 34, 50, 52, 54, 56) handelt und dass die Rasterpunkte (42a, 58, 60, 62, 64) länglich sind und bei der Übertragung des Druckmediums auf den Bedruckstoff (38) eine sich zumindest überwiegend in der Maschinenrichtung (48, 66) erstreckende Länge und eine sich im rechten Winkel zur Länge erstreckende Breite haben, wobei die Breite weniger als 50 % der Länge ausmacht.
  15. Druckwerkselement von Anspruch 14, bei dem die Breite etwa 10 bis 40 % der Länge beträgt.
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