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Gebiet der
Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
im Allgemeinen Rotationsdruckvorrichtungen und -verfahren und im
Besonderen Druckarbeitsgänge,
bei denen zur Herstellung von Vignetten oder anderen Druckerzeugnissen
eine Folge von kleinen Rasterpunkten von einem Rotationsdruckwerkselement
auf einen Bedruckstoff übertragen
wird.
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Ausgangssituation
der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
allgemein zwei Arten von Druckvorgängen. Bei der ersten überträgt ein Rotationsdruckwerkselement
eine Folge von kleinen Rasterpunkten mit sich allmählich ändernder Dichte
auf einen Bedruckstoff, bis sie verblassen und in die Hintergrundfarbe übergehen,
die weiß oder
von einer anderen Farbe sein kann. Diese spezielle Art von Aufdruck
auf dem Bedruckstoff wird als Vignette bezeichnet. 1 zeigt eine herkömmliche Druckvorrichtung 10,
bei der es sich um eine Flexodruckmaschine mit einem mit einer Flexodruckplatte 14 ausgestatteten
Druckzylinder 12 handelt. Ein Gegendruckzylinder 16 drückt, während sich
der Druckzylinder 12 und der Gegendruckzylinder 16 drehen
und die Bedruckstoffbahn 18 in Längsrichtung bewegt wird, einen
Bedruckstoff wie eine Bedruckstoffbahn 18 gegen den Druckzylinder 12.
Auf diese Weise lässt
sich auf dem Bedruckstoff 18 eine Vignette 20 herstellen.
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Entsprechend 1 entstehen bei einer Vignette 20 besonders
leicht sichtbare Fehler, die in der Branche als Streifen- oder Bandbildung
oder durch das Rädergetriebe
verursachte störende
Muster bezeichnet werden. In einer Vignette 20 können speziell in
einer Richtung im rechten Winkel zur Maschinenrichtung oder mit
anderen Worten, im rechten Winkel zur Richtung des an dem sich drehenden
Druckzylinder vorbei laufenden Bedruckstoffs 18 ein oder
mehrere dunklere Streifen oder Bänder 22 entstehen. Häufig ist
die Streifen- oder Bandbildung nicht erklärbar. Vom menschlichen Auge
werden diese Streifen oder Bänder
viel leichter bei Vignetten wahrgenommen, bei denen die Farbe allmählich von
einem dunkleren in einen vollständig
verblassten Bereich übergeht.
Der problematischste Bereich einer Vignette ist in der Regel der
mit einer Rasterpunktdeckung oder Dichte von 15 bis 70 % zu sein.
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Wie zudem aus 1A zu entnehmen ist, sind die herkömmlichen
Rasterpunkte zur Herstellung von Vignetten in einer einzigen Farbe
rund. Ein Streifen oder ein Band kann schon bei einer sehr geringen
durch die Maschinenteile der Druckvorrichtung 10 verursachten
Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem rotierenden Druckzylinder 12 und
dem sich bewegenden Bedruckstoff 18 entstehen. Dabei kommt
es im Prinzip zu einem minimalen Rutschen zwischen dem Bedruckstoff 18 und
dem Druckzylinder 12, wodurch sich die Rasterpunkte 24 zu
Rasterpunkten 26 im Bereich 22 verformen. Hierbei
weisen die Rasterpunkte 24 den vorgesehenen Durchmesser
D1 auf, während
die Rasterpunkte 26 einen Durchmesser D2 haben, der in
Maschinenrichtung 28 vergrößert ist. Die sporadisch auftretende
Relativbewegung von Druckzylinder 12 und Bedruckstoff 18 ist
in der Regel kleiner als 0,001 Zoll. Häufig wird in der Branche der
Standpunkt vertreten, dass die Streifen- oder Bandbildung auf ungenügend genaue
Toleranzen zwischen den umlaufenden Teilen der Druckmaschine wie
beispielsweise den Antriebsrädern
der verschiedenen Zylinder zurückzuführen ist.
Vielfache Versuche, die Mechanik einer Druckmaschine zu verbessern,
um die Streifen- oder Bandbildung zu verhindern, sind jedoch fehlgeschlagen.
Streifen oder Bänder
entstehen vielmehr sporadisch und in unvorhersehbarer Weise, so
dass die wahre Ursache für diese
Mängel
kaum verständlich
ist.
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Weitere Versuche in Richtung Minderung
der Streifen- oder Bandbildung befassen sich mit der Verwendung
spezieller Arten von Bedruckstoffen. So wird in einem Artikel in
der Ausgabe der Zeitschrift „Flexo
magazine" vom August
1996 mit dem Titel „Final
Report: Narrow Web Flexographic Banding (Abschlussbericht: Bandbildung
auf schmalem Bedruckstoffband beim Flexodruck) vorgeschlagen, raue,
absorbierende Bedruckstoffe zu verwenden, um die Häufigkeit
der Streifen- oder Bandbildung zu verringern. Diese Bedruckstoffe
sind jedoch in der Regel von geringerer Qualität, wie in dem Artikel erwähnt wird.
Während
man durch die Wahl einer bestimmten Art von Bedruckstoff die Sichtbarkeit
dieser Mängel eventuell
verhindern kann, ist es aber bei vielen Anwendungen einfach nicht
möglich,
die Art des Bedruckstoffs auszutauschen.
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Das zweite Druckverfahren, auf das
sich die vorliegende Erfindung bezieht, ist der Offsetdruck. Hierbei
wird eine Vielzahl von Punktfolgen in einer Farbe je Vorgang auf
den Bedruckstoff aufgebracht, so dass ein Muster und die endgültig für eine bestimmte
Anwendung gewünschte
Farbe entstehen. Bei einem herkömmlichen
Offsetdruckverfahren, das auch als Vierfarbendruckverfahren bezeichnet
wird, können
vier Druckzylinder eingesetzt werden, um nacheinander die Farben
Gelb, Magenta, Zyan und Schwarz aufzutragen. Zur Vermeidung von
so genannten Moiremustern werden die Folgen der Punkte in unterschiedlichen
Winkeln aufgebracht, die allgemein als Rasterwinkel bezeichnet werden.
Bei diesem Druckverfahren kommt es zu ähnlichen, häufig jedoch weniger sichtbaren
negativen Erscheinungen, die zu Mängeln wie Band- oder Streifenbildung
führen
können.
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Um Probleme in der Rotationsdruckbranche wie
die oben genannten Mängel
beseitigen zu können,
wäre es
wünschenswert,
Druckverfahren und -vorrichtungen zur Verfügung zu stellen, die die sichtbare
Band- oder Streifenbildung auf Bedruckstoffen wesentlich verringern
oder ganz verhindern.
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In dem US-Patent Nr. 5379118 wird
ein Verfahren beschrieben, bei dem Bilder erzeugt werden, indem
Punkte in einem quasiperiodischen Muster vorgesehen werden, das
durch die Überschneidung der
Flanken eines aus Rhombenformen gebildeten Musters entsteht und
einer fünffachen
symmetrischen versetzten Überdeckung
entspricht. Es werden zwei Arten von Rhombenformen verwendet. Durch
dieses Verfahren wird eine für
das Drucken anwendbare Rasterung geschaffen.
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Zusammenfassende
Darstellung der Erfindung
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Entsprechend einem Aspekt stellt
die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Vignette und zur
Vermeidung von Streifen- oder Bandbildung während eines Rotationsdruckvorgangs
bereit. Zu dem Verfahren gehört
das Bewegen eines Bedruckstoffs in Längsrichtung, oder mit anderen
Worten, in der Maschinenrichtung bezüglich eines Rotationsdruckwerkselements.
Das Rotationsdruckwerkselement weist eine Außenfläche mit einer Folge von länglichen
Rasterpunkten auf. Diese Punkte haben eine sich vorzugsweise in
Längsrichtung
erstreckende Länge,
ihre Dichte nimmt parallel zur Längsrichtung
zu. Die Punkte weisen eine sich zur Länge im rechten Winkel erstreckende
Breite auf, wobei die Breite der Punkte wesentlich kleiner als die
Länge ist. Die
Breite eines jeden Punktes beträgt
vorzugsweise etwa 10 bis etwa 50 % der Länge. Die Länge der Punkte erstreckt sich überwiegend
parallel zur Maschinenrichtung, eine Abweichung von etwa 10° ist jedoch
bei bestimmten Anwendungen zulässig.
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Bei der Herstellung der Vignette
wird vorzugsweise nur eine Farbe eingesetzt. Zum Verfahren gehört des Weiteren
das Aufbringen eines Druckmediums wie Farbe auf die länglichen
Druckpunkte und das Übertragen
des Druckmediums von dem Rotationsdruckwerkselement auf den Bedruckstoff,
so dass die Vignette entsteht.
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Obwohl die Vignette erfindungsgemäß mit Hilfe
unterschiedlicher Typen von Rotationsdruckvorrichtungen hergestellt
werden kann, ist ein bevorzugter Typ eine Flexodruckvorrichtung,
bei der mindestens eine Flexodruckplatte zum Einsatz kommt, die an
einem Rotationsdruckzylinder befestigt ist. Beim Einsatz solcher
Anlagen wie einer Flexodruckmaschine erfolgt die Übertragung
des Druckmediums direkt vom Druckzylinder auf den Bedruckstoff,
beispielsweise durch Andrücken
gegen den Druckzylinder, wozu ein Gegendruckzylinder eingesetzt
wird. Bei anderen Druckanlagen kann die Übertragung des Farbstoffs indirekt
von einer Reihe von umlaufenden Druckwerkselementen auf den sich
bewegenden Bedruckstoff erfolgen. Andere Arten von Druckanlagen, die
erfindungsgemäß eingesetzt
werden können, sind
Rollentiefdruckanlagen, Buch-, Offset-, FM-Schablonen- und stochastische
Druckmaschinen.
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Die Erfindung betrifft des Weiteren
ein Rotationsdruckwerkselement zum Drucken einer Vignette auf einen
Bedruckstoff, beispielsweise nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren.
Zu dem Druckwerkselement kann ein Zylinder oder ein anderes Rotationsdruckwerkselement
gehören.
In dem spezifischen Fall eines Flexodruckwerkselements kann eine
flexible Platte, die in herkömmlicher
Weise aus einem Thermoplastmaterial besteht, entsprechend den herkömmlichen
Druckvorbereitungsarbeitsgängen
chemisch geätzt
werden, so dass man eine einzigartige Gestalt der Punkte entsprechend
der Erfindung erhält.
Die Punkte werden als erhabene längliche
Rasterpunkte ausgeführt.
Bei der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung haben die Punkte eine Länge, die sich bei der Übertragung
des Druckmediums auf den Bedruckstoff innerhalb des Bereichs von
etwa 10° zur
Längsrichtung
bzw. Maschinenrichtung erstreckt. Es wurde festgestellt, dass in bedruckten
Bereichen mit einer Punktdeckung oder -dichte von etwa 40 bis 50
% die einzigartige erfindungsgemäße Punktgestalt
von entscheidender Bedeutung ist. Allgemeiner gesagt, es hat den
Anschein, dass das Problem der Streifen- oder Bandbildung in einem
Dichtebereich von etwa 15 bis etwa 70 % für das menschliche Auge am deutlichsten
zutage tritt.
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Die Erfindung betrifft ferner ein
Offsetdruckverfahren, das die Band- oder Streifenbildung auf dem
bedruckten Bedruckstoff verhindert. Dieses Verfahren umfasst das
regelmäßige Bewegen
eines Bedruckstoffs in Längsrichtung
bezüglich
des zumindest ersten und zweiten Rotationsdruckwerkselements, die
jeweils mit einer Folge von länglichen Druckpunkten,
wie sie vorstehend beschrieben wurden, versehen sind. Diese Druckpunkte
haben eine sich zumindest überwiegend
in Maschinenrichtung erstreckende Länge und eine sich im rechten
Winkel zur Länge
erstreckende Breite. Die Breite ist wesentlich kleiner als die Länge, sie
beträgt
am besten etwa 10 bis etwa 50 % der Länge. Das Verfahren umfasst das
Auftragen eines Druckmediums einer ersten Farbe auf die länglichen
Druckpunkte am ersten Rotationsdruckwerkselement und das Übertragen
des Druckmediums vom ersten Rotationsdruckwerkselement auf den Bedruckstoff,
wodurch ein Muster der ersten Farbe erzeugt wird. Das Verfahren
umfasst des Werteren das Aufbringen eines Druckmediums einer zweiten
Farbe auf die länglichen
Druckpunkte am zweiten Rotationsdruckwerkselement und das Übertragen
des Druckmediums der zweiten Farbe vom Rotationsdruckwerkselement
auf den Bedruckstoff, wobei ein Muster mit der zweiten Farbe und
somit eine dritte Farbe auf dem Bedruckstoff erzeugt wird. Die dritte
Farbe kann als eine vollkommen neue Farbe oder als eine andere Farbschattierung
der ersten oder zweiten Farbe erscheinen, was im Fachgebiet bereits
bekannt ist.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
zudem ein Rotationsdruckwerkselement zur Nutzung in einem Offsetdruckvorgang
entsprechend dem vorstehend beschriebenen Verfahren. Dieses Druckwerkselement
weist erfindungsgemäß und in Übereinstimmung
mit dem Druckwerkselement, das zur Herstellung einer Vignette eingesetzt
wird, längliche,
sich in der Maschinenrichtung oder, mit anderen Worten, im rechten
Winkel zur Rotationsachse des Druckwerkselements erstreckende Punkte
auf. Bei der bevorzugten Ausführungsform
erstreckt sich die Länge
dieser Punkte zur Maschinenrichtung parallel, wobei bei verschiedenen
Anwendungen, wie oben beschrieben, allerdings eine Abweichung von
beispielsweise etwa 10° zulässig ist.
Beim Offsetdrucken ist es z. B. wichtig, dass sich die dunkleren
oder die den Farbton wesentlich dominierenden Farben genau in Maschinenrichtung
erstrecken. Andere, weniger gut erkennbare Farben können von
der Maschinenrichtung abweichen. Insbesondere bei dunklen Farben
sollte ein Rasterwinkel von mehr als 10° nicht zu Punkten führen, deren
Längsrichtung
dem Rasterwinkel entspricht. Mit anderen Worten, während ein
vorherrschender Rasterwinkel einer jeden Folge von Punkten dazu
genutzt werden kann, Moiremuster zu verhindern, sollte die Längsrichtung
der länglichen Punkte
doch die genannten Grenzwerte nicht überschreiten.
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Erfindungsgemäß erhalten die Punkte eine solche
Gestalt, dass auf der Kontaktlinie zwischen dem Bedruckstoff und
dem Druckwerkselement, wenn es zu einem Rutschen oder zu einer Relativbewegung
zwischen dem sich bewegenden Bedruckstoff und dem rotierenden Druckwerkselement
oder -zylinder kommt, nur eine minimale zusätzliche Menge Farbe übertragen
wird. So wird eine Streifen- oder Bandbildung, die früher wahrgenommen
wurde, für das
menschliche Auge unsichtbar. Wird ein länglicher Punkt wie z. B. ein
elliptischer Punkt so gedruckt, dass dessen Längsrichtung mit der Maschinenrichtung übereinstimmt,
so wird die Menge an zusätzlich übertragener
Farbe, kommt es zum Rutschen, klein gehalten. Das heißt, die
mit Farbe bedeckte Fläche
entlang den auf der Rutschlinie angeordneten Punkten ist weniger
vergrößert als
bei Nutzung herkömmlicher
runder Punkte. Zudem ist es im Allgemeinen anzustreben, die länglichen
Punkte zu verketten, und zwar ebenfalls in Maschinenrichtung, um
zusätzlich
eine sichtbare Streifen- oder Bandbildung auf dem Druckerzeugnis
zu verhindern.
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Aus der nun folgenden ausführlichen
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die dazugehörigen
Zeichnungen sollten für
Fachleute diese und wertere Ziele, Vorteile und Merkmale der Erfindung
verständlicher
werden.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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In den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
perspektivische Teilansicht einer Druckvorrichtung für die Herstellung
von Vignetten entsprechend dem Stand der Technik,
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1A eine
vergrößerte Ansicht
einer Einzelheit 1A von 1,
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2 eine
perspektivische Teilansicht einer Druckvorrichtung zur Herstellung
von Vignetten entsprechend der Erfindung,
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2A eine
vergrößerte Ansicht
einer Einzelheit 2A von 2,
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2B eine
vergrößerte Ansicht
einer Einzelheit 2B von 2,
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2C eine
vergrößerte Ansicht
einer Einzelheit 2C von 2,
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3A eine
vergrößerte Ansicht ähnlich der 2A, jedoch mit einem für einen
Offsetdruckvorgang vorgesehenen Punktemuster,
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3B eine
vergrößerte Ansicht
eines werteren Rotationsdruckwerkselements ähnlich dem von 3A, jedoch mit einem Punktemuster, das
einen anderen Rasterwinkel aufweist,
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3C eine
vergrößerte Ansicht ähnlich den 3A und 3B, jedoch mit einem Punktemuster einer
anderen Farbe und mit einem weiteren anderen Rasterwinkel,
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3D eine
vergrößerte Ansicht ähnlich den 3A bis 3C, die jedoch ein weiteres Druckwerkselement
mit einem Punktemuster einer werteren Farbe mit einem weiteren anderen
Rasterwinkel zeigt.
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Ausführliche Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
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2 veranschaulicht
eine Druckvorrichtung 30, allgemein als Flexodruckvorrichtung
dargestellt. Selbstverständlich
können
andere Rotationsdruckmaschinen zur Ausführung der vorliegenden Erfindung
eingesetzt werden. Im Allgemeinen gehört zur Druckvorrichtung 30 eine
Druckwalze 32 mit einer daran befestigten Flexodruckplatte 34,
wie sie üblich ist
bei herkömmlichem
zweiseitigem Klebeband (nicht gezeigt). Von einer herkömmlichen
Gegendruckwalze 36 wird ein Bedruckstoff 38 gegen
die Druckwalze 32 gedrückt.
Bei dem Bedruckstoff 38 handelt es sich in der Regel um
eine Bahn eines Materials wie Papier, das sich in Längsrichtung
bewegt, die zur umlaufenden Druckwalze 32 und zur entgegengesetzt
umlaufenden Gegendruckwalze 36 eine Tangente bildet. Bei
anderen Verfahren können
Einzelbögen
eines Materials als Bedruckstoff vorgesehen sein. Eine ausführlichere
Beschreibung einer geeigneten Reihen-Flexodruckmaschine ist in dem US-Patent
Nr.
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5 570 633 gegeben, das auf den Zessionar der
vorliegenden Erfindung übertragen
ist und dessen Offenbarung hiermit durch Bezugnahme im vollen Umfang
Bestandteil dieses Patents geworden ist. Entsprechend einem Aspekt
der Erfindung wird zur Herstellung einer Vignette 40 auf
dem Bedruckstoff 38 die Flexodruckplatte 34 mit
der entsprechenden Form hergestellt. Wie dargestellt ist, wird die
Vignette 40 in der Farbe von einem dunkleren Bereich bis
hin zur Hintergrundfarbe nach und nach blasser. In diesem Fall ist
der Hintergrund weiß,
er kann jedoch genauso gut von anderer Farbe sein.
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Wie am besten der 2A zu entnehmen ist, dient die Flexodruckplatte 34 zur Übertragung
einer Folge von länglichen
Punkten 42 auf den Bedruckstoff 38. Wie zudem
gezeigt ist, kann eine Anzahl von Reihen dieser Punkte in einem
Bereich 46 des Verrutschens entsprechend den Punkten 44 verformt sein.
Bei herkömmlichen
Rotationsdruckvorgängen, wie
sie unter Bezugnahme auf die 1 und 1A beschrieben wurden, führt dies
zu einem oder mehreren sichtbar dunkleren Streifen oder Bändern in
Querrichtung der Vignette. Erfindungsgemäß bilden die verformten länglichen
Punkte 44 jedoch keinen sichtbaren Streifen bzw. kein sichtbares
Band in der Vignette 40. Was dies anbelangt, so ist die
vergrößerte Fläche der übertragenen
Farbe eines jeden verformten Punkts 44 im Vergleich zu
den herkömmlichen runden
Punkten minimal. Während
in dem Bereich 46 die Länge
D1 der Punkte 42 um 10 bis 15 % auf D2 im Bereich 46 zunehmen
kann, führt
dies auf Grund der Punkteorientierung und der im Vergleich zur Länge verringerten
Breite der Punkte nicht zu sichtbaren Streifen oder Bändern. Obwohl
bei Vergrößerung die Unterschiede
zwischen dem Verformungsbereich 22 gemäß 1A und dem Verformungsbereich 46 gemäß 2A nicht ohne weiteres sichtbar
sind, werden unerwarteterweise die sichtbaren Streifen oder Bänder durch
die Punktegestalt entsprechend 1A hervorgerufen,
während
erfindungsgemäß jedoch
bei dem Beispiel von 2A keine
sichtbaren Streifen oder Bänder
erscheinen. Von Bedeutung ist, dass die entsprechende Länge der
Punkte 42 zumindest im Wesentlichen in Maschinenrichtung
ausgerichtet ist, die durch den Pfeil 48 angezeigt wird.
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Dies steht im Zusammenhang mit der
Richtung, in der sich der Bedruckstoff 38 bewegt, während die
Farbe an der Berührungsstelle
zwischen dem Druckzylinder 32 und der Gegendruckdruckwalze 36 übertragen
wird. Die länglichen
Punkte 42 können
eine Abweichung bis zu etwa 10° zur
Maschinenrichtung haben, wohingegen bei bestimmten Anwendungen,
beispielsweise bei bestimmten weniger intensiven Farben, immer noch
die Vorteile der Erfindung zu beobachten sind. Am günstigsten
ist es jedoch, von vornherein die Länge der Punkte 42 parallel
zur Maschinenrichtung auszurichten.
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Die 2B und 2C zeigen hellere bzw. dunklere
Bereiche der Flexodruckplatte 34. Im Grunde genommen stellen
diese Figuren einen Verkettungseffekt länglicher Punkte 42a dar,
der bei einer Erhöhung
der Punktedichte für
dunklere Bereiche der Vignette 40 bevorzugt wird. Dieser
Verkettungseffekt verhindert zudem eine sichtbare Streifen- oder
Bandbildung. Was dies anbelangt, so werden Verformungen in Maschinenrichtung
unsichtbar gemacht, da die länglichen
Punkte 42a in der Maschinenrichtung ineinander übergehen.
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Die 3A bis 3D sind vergrößerte Ansichten
entsprechender Flexodruckplatten oder anderer Rotationsdruckwerkselemente 50, 52, 54 und 56.
Jedes dieser Druckwerkselemente kann zur Übertragung einer anderen Farbe
in einem Offsetdruckvorgang eingesetzt werden. Erfindungsgemäß erstreckt sich,
wie vorstehend ausgeführt,
an diesen entsprechenden Druckplatten oder Druckwerkselementen 50, 52, 54 und 56 jeder
der länglichen
Druckpunkte 58, 60, 62 und 64 zumindest
im Wesentlichen in Maschinenrichtung, die durch die Achse 66 veranschaulicht
wird, und dies trotz der Tatsache, dass der Rasterwinkel der entsprechenden
länglichen
Punkte 58, 60, 62 und 64 davon
wesentlich abweichen kann. In 3A ist
ein Rasterwinkel α angegeben,
der –30° betragen
kann. In 3B ist ein
Rasterwinkel β angegeben,
der –15° betragen
kann. In 3C wird eine
Punkteorientierung wie bei der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
angewendet, d. h. mit einem Rasterwinkel von 0°. 3D zeigt
einen Rasterwinkel γ,
der 15° betragen
kann.
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Bei bestimmten Anwendungen kann es
auch nur erforderlich sein, dass die am meisten den Farbton oder
die Farbtöne
bestimmenden Farben oder dunkelsten Farben in Form von länglichen
Punkten zumindest im Wesentlichen auf die Maschinenrichtung ausgerichtet
werden, wie hierin beschrieben. Dies ergibt sich daraus, dass hellere
oder weniger die Farbtöne
bestimmende Farben keine Streifen- oder Bandbildung verursachen,
wenn eine Differenz zwischen der Geschwindigkeit des Bedruckstoffs
und der Geschwindigkeit des Rotationsdruckwerkselements auftritt.
Wie auch beim erfindungsgemäßen Drucken
von Vignetten wird die Längsrichtung
aller länglichen
Punkte zumindest im Wesentlichen vorzugsweise in Maschinenrichtung
ausgerichtet, bei bestimmten Anwendungen kann es jedoch erforderlich
sein, dass nur die Punkte in den problematischsten Dichtebereichen
auf die Maschinenrichtung ausgerichtet werden müssen. Wie oben beschrieben, wird
als ein solcher Bereich gegenwärtig
der Dichtebereich von etwa 15 bis 70 %, insbesondere der Dichtebereich
von 40 bis 50 %, betrachtet.
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Durch die Beschreibung der vorliegenden Erfindung
anhand der bevorzugten Ausführungsform sowie
durch die ausführliche
Beschreibung dieser Ausführungsform
beabsichtigt der Anmelder keine diesbezügliche Einschränkung oder
Eingrenzung des Schutzumfangs der beigefügten Patentansprüche. Für Fachleute
dürften
ohne weiteres zusätzliche Vorteile
und Modifikationen erkennbar sein. Dies ist eine Beschreibung der
vorliegenden Erfindung einschließlich der bevorzugten Verfahren
zu deren Realisierung entsprechend dem gegenwärtigen Kenntnisstand. Die Erfindung
sollte jedoch allein anhand der beigefügten Patentansprüche definiert
werden.