DE596808C - Ein- oder mehrphasige Synchronmaschine - Google Patents
Ein- oder mehrphasige SynchronmaschineInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/16—Synchronous generators
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Synchronous Machinery (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
11. MAI 1934
11. MAI 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 596808 KLASSE 21 d 2 GRUPPE
2i d2 S 560. so
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. September 1930 ab
ist in Anspruch genommen.
Beim. Entwurf und bei der Durchbildung von Synchronmaschinen, insbesondere solchen,
die ohne Schnellregler arbeiten sollen, war es bisher üblich, einen großen mechanischen
Luftspalt vorzusehen, um eine verhältnismäßig kleine Ankerrückwirkung zu erhalten und so
insbesondere bei hoher induktiver Last eine gute Spannungskonstanz zu erreichen. Durch
die Wahl eines solchen, großen Luftspaltes, der bei Langsam- und Normalläufern aus mechanischen
Gründen nicht notwendig war, ergaben sich für die Synchronmaschine, bezogen
auf. die Leistung, verhältnismäßig große Dimensionen.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch behoben, daß für den Luftspalt im
Leerlauf etwa nur 2/3 oder weniger der gesamten
magnetomotorischen Kraft der Felderregung verbraucht wird. Durch die Wahl
ao eines solchen kleinen Luftspaltes erhält man bei gleichem Kupf eraüfwand im Feld, d. h. bei
konstanter Erregung, einen erheblich größeren magnetischen Kraftfluß, mit dem proportional
die Ausnutzung des. betreffenden Modells steigt.
Damit nun dieser Vorteil nicht durch die Erhöhung der Ankerreaktanz, also durch eine
bedenkliche betriebstechnische Verschlechterung, wieder zunichte gemacht wird, wird erfindungsgemäß
für die Zähne des Ankers bzw. für die aktive Eisenschicht eine hohe Sättigung von etwa 20 000 Gauß und mehr, bezogen
auf 50 Hertz, gewählt; diese Erhöhung der Sättigung bewirkt die Verringerung der
relativen Spannungsänderung zwischen Leerlauf und Vollast. Derartige Sättigungsgrade
sind bei der hoch entwickelten Werkstofftechnik ohne weiteres zulässig und rufen keine
nachteilige Steigerung der Eisenverluste hervor. Schwierigkeiten durch Wirbelstrombildung
im Ankerkupfer infolge der erhöhten Zahnsättigung können in bekannter Weise durch Verwendung halbgeschlossener oder
schmaler Nuten oder stark unterteilter Leiter ohne weiteres behoben werden.
Durch die Erfindung ist man nun in der Lage, auch bei Synchronmaschinen vorteilhaft
bis an die Grenze des mechanisch zulässigen Luftspaltes zu gehen, wie es bei Asynchronmaschinen
seither gebräuchlich war, ohne die guten Eigenschaften der bisher üblichen Bauart zu verHeren.
Zum besseren Verständnis des Erfindungsgedankens und des durch diesen erzielten
technischen Fortschrittes sollen die folgenden Überlegungen dienen.
Bekanntlich kann man davon ausgehen, daß sich die Ankerreaktanzen umgekehrt proportional
mit den äquivalenten, auch den magnetischen Widerstand des Eisens einschließenden
Luftspalten δ g" bzw. δ q" ändern. Wird nun lediglich durch Verkleinerung des L'uftspaltes
ohne Änderung der FeId-AW der magnetische
Kraftftuß erhöht, so steigt entsprechend die Zahnsättigung durch das Hauptfeld
ίο und damit auch ,nicht unwesentlich der magnetische
Widerstand der Eisenpfade des Querfeldes. Ohne Berücksichtigung der Sättigung würde bei Verkleinerung des Luftspaltes
entsprechend δ q" sinken und die Querfeldreaktanz steigen. Praktisch kann man aber
die erhöhte Sättigung im Ankereisen außer acht lassen, denn bei ihrer Berücksichtigung
wird sich δ q" nicht wesentlich ändern. Für ein gegebenes Modell ist es also möglich,
δ q" samt zugehöriger Querfeldreaktanz Rq
näherungsweise konstant zu halten, zum mindesten aber schwächer als umgekehrt proportional
mit der Verkleinerung des mechanischen bzw. des korrigierten Luftspaltes δ bzw.
(S' wachsen zu lassen. Zweckmäßig wird also die für Synchronmaschinen erwünschte
Sättigung nicht nur in die Magnetschenkel, sondern zum mindesten auch in die aktive
Eisenschicht verlegt.
Noch besser zu ersehen sind die günstigen Wirkungen der Luftspaltverkleinerung in Verbindung
mit der Erhöhung der Sättigung bei einem vorhandenen Modell bezüglich der Gegenreaktanzspannung.
Es möge der Luftspalt einer Synchronmaschine so weit verkleinert werden, daß bei
ungeänderter Felderregung der Kraftfluß vom bisherigen Normalwert Φ auf den Wert α · Φ
steige, wobei a >■ 1 ist.
Die normale Spannung des Modells möge aus naheliegenden Zweckmäßigkeitsgründen
praktisch unverändert bleiben. Die Windungszahl Z der Ankerwicklung kann demgemäß
Z vermindert, der Querschnitt q je
Leiter also auf a · q gesteigert werden. Läßt
man, wie üblich, die spezifische Strombelastung des Kupferquerschnittes konstant, so steigt
der zulässige Ankerstrom von / auf α · / und im gleicheil Verhältnis die dem Anker entnehmbare
Leistung.
Die Streufeldreaktanz würde quadratisch mit der verminderten Windungszahl auf den
Relativwert —2- sinken, die zugehörige Spanriung
also als Produkt von Strom 'und Blindwiderstand auf den Relativwert -
<i.
Da die Windungszahlen im Anker von Z auf — · Z- vermindert sind, der Ankerstrom
auf —
a
a
aber auf ά · / gestiegen ist, bleiben die
Gegen-AW des Ankers konstant. Da sie definitionsgemäß auf den gleichen magnetischen
Pfad wirken wie die FeId-AW, muß also, da der Hauptfluß auf α · Φ gewachsen
ist, auch das Ankergegenfeld auf den α-fachen Wert steigen. Das bedeutet also, daß in dem
vorliegenden Fall der äquivalente Luftspalt dg' nicht konstant geblieben, sondern auf
— · dg" gesunken ist, doch ist dieses Sinken infolge der gesteigerten Sättigung in den
Zähnen nicht proportional der Verkleinerung des mechanischen bzw. des korrigierten Luftspaltes,
sondern geringer.
Entsprechend dem Verhältnis f— J : — -Sg"
muß die Gegenreaktanz auf den Relativwert — sinken. Bildet man aber das Produkt
α
aus Gegenreaktanz und Strom, das ist die Gegenreaktanzspannungj so zeigt sich, daß
diese konstant geblieben ist.
Zusammengefaßt ergibt sich also als Ergebnis der Luftspaltverkleinerung bei ungeänderter
Felderregung, daß die Leistung gestiegen, die Streufeldspannung im gleichen,
aber umgekehrten Verhältnis gesunken und die Gegenfeldspannung des Ankers konstant
geblieben ist, d. h. bei gesteigerter Modellausnutzung ist, bezogen auf gleiche Klemmenspannung,
die relative Spannungsänderung trotz starker Luftspaltverkleinerung zum mindesten
unverändert geblieben.
In der Praxis sind natürlich auch andere Fälle denkbar: z. B. kann man danach streben,
den magnetischen Widerstand des Modells konstant und die Ankerwicklung ungeändert
zu lassen, d. h. die Verkleinerung des Luft- too spaltes in vollem. Umfang wettzumachen durch
Steigerung der Eisensättigung. In einem solchen Falle ergibt sich wiederum eine Leistungssteigerung,
die sogar von einer sehr wesentlichen Verminderung der relativen Spannungserhöhung
begleitet ist. Immerhin erfordert dieser Fall eine gewisse Steigerung der Felderregung,
dürfte also nicht immer durchführbar sein.
Läßt man schließlich'eine Synchronmaschine
in Anker und Feld, d. h. auch die Felderregung, ungeändert und verkleinert nur den Luftspalt,
so ergibt sich noch immer sowohl eine Leistungssteigerung als auch eine Verminderung der
Spannungserhöhung trotz einer Verkleinerung des magnetischen Widerstandes im Luftspalt.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Ein- oder mehrphasige Synchronmaschine, dadurch gekennzeichnet", daß fürden Luftspalt im Leerlauf etwa nur 2/3 oder weniger der gesamten magnetomotorischen Kraft verbraucht werden.
- 2. Ein- oder mehrphasige Synchronmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in den Zähnen des Sekundärteils bzw. in der aktiven Eisenschicht hohe Sättigung von etwa 20 000 Gauß und mehr, bezogen auf 50 Hertz, auftreten.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE596808T | 1930-09-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE596808C true DE596808C (de) | 1934-05-11 |
Family
ID=6573920
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930596808D Expired DE596808C (de) | 1930-09-02 | 1930-09-02 | Ein- oder mehrphasige Synchronmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE596808C (de) |
-
1930
- 1930-09-02 DE DE1930596808D patent/DE596808C/de not_active Expired
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