DE588170C - Anordnung zur Unterdrueckung der Oberwellen fuenffacher Frequenz im Magnetisierungsstrom von Drehstromtransformatoren - Google Patents

Anordnung zur Unterdrueckung der Oberwellen fuenffacher Frequenz im Magnetisierungsstrom von Drehstromtransformatoren

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DE588170C
DE588170C DE1930588170D DE588170DD DE588170C DE 588170 C DE588170 C DE 588170C DE 1930588170 D DE1930588170 D DE 1930588170D DE 588170D D DE588170D D DE 588170DD DE 588170 C DE588170 C DE 588170C
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F27/00Details of transformers or inductances, in general
    • H01F27/34Special means for preventing or reducing unwanted electric or magnetic effects, e.g. no-load losses, reactive currents, harmonics, oscillations, leakage fields
    • H01F27/38Auxiliary core members; Auxiliary coils or windings
    • H01F27/385Auxiliary core members; Auxiliary coils or windings for reducing harmonics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)
  • Regulation Of General Use Transformers (AREA)

Description

  • Anordnung zur Unterdrückung der Oberwellen fünffacher Frequenz im 1Vlagnetisierungsstrom von Drehstromtransformatoren Es ist bekannt, daß in der Mehrzahl der Fälle die Verzerrung der Netzspannung von Überlandnetzen zurückzuführen ist auf Spannungsabfälle, die die verzerrten Transformatorenmagnetisierungsströme in den Netzreaktanzen und -impedanzen verursachen. Es ist dann häufig die Verzerrung der Spannung besonders deutlich zu Zeiten geringer Netzbelastung zu beobachten, in denen die Magnetisierungsströme, besonders die der zahlreichen Kleintransformatoren, oft einen wesentlichen Anteil der Netzbelastung darstellen. Man hat selbst bei modernen Transformatoren noch mit Oberwellen fünffacher Frequenz von unter Umständen bis zu z2 °/a der Grundwelle des Magnetisierungsstromes bei kleineren Typen zu rechnen. Die übrigen höheren Harmonischen im Magnetisierungsstrom machen sich bei weitem nicht so stark bemerkbar; die dritte, neunte usw. Harmonische kann in symmetrischen Dreiphasennetzen ohne Nulleiter nicht fließen, die siebente Harmonische hat meist nur einen unbedeutenden Anteil an der Magnetisierung. An den Leitungs- und Transformatorenreaktanzen können also Spannungen fünffacher Frequenz bis zu 6o0/, des Grundwellenspannungsabfalles auftreten; kommt es erst zu Spannungsverzerrungen, so können außerdem noch die Netzkapazitäten zu einer in vielen Fällen sehr erheblichen Vergrößerung des Oberwellenanteils führen; unter Umständen kommt es mehr oder minder vollkommen zur Resonanz zwischen den Transformatorstreu- und den Leitungsinduktivitäten einerseits und der Netzkapazität andererseits.
  • Derartige Spannungsverzerrungen im Netz sind natürlich aus vielen Gründen äußerst unerwünscht. Allgemein wird ja reine Sinusform der Spannungskurve angestrebt. Diesen Störungen entgeht man am besten, wenn die Entstehung der Oberwellen im Magnetisierungsstrom selbst verhindert wird. Dazu gibt es bisher nur die Möglichkeit, die Induktion im Eisen des Transformators, soweit wirtschaftlich erträglich, herabzusetzen. Im folgenden sollen zwei weitere Mittel zur Entlastung des Netzes von Oberwellen angegeben werden, die eine fast vollkommene Beseitigung der fünften Harmonischen des Magnetisierungsstromes, zum mindesten eine starke Verminderung ermöglichen.
  • Der Magnetisierungsstrom einer Eisendrossel enthält bei sinusförmigem Flusse eine ganze Reihe von Oberwellen, von denen zum mindesten eine - bei besonderen Eisenmagnetisierungscharakteristiken mehrere -zum Verschwinden gebracht werden kann bzw. können, wenn die Eisendrossel im Fluß außer der Grundwelle selbst eine andere Oberwelle führt. Diese Regel auf den Dreiphasentransformator angewandt ergibt die auch experimentell nachgewiesene Tatsache, daß bei Sternschaltungen ohne 2,Tulleiter, wo bekanntlich jeder Kern im Fluß eine gleich große dritte Harmonische enthält, eine Oberwelle im Magnetisierungsstrom zu Null werden kann. Um z. B. die fünfte Harmonische im Magnetisierungsstrom, die ja am meisten stört, zu beseitigen, kommt es also nur darauf an, der dritten Harmonischen im Fluß passende Größe und Phase zu erteilen.
  • Der Versuch zeigt, daß die Phase der dritten Harmonischen im Fluß stets so sein muß, daß die dritte Harmonische gleichzeitig und in gleicher Richtung mit der Grundwelle den Nullwert durchläuft; infolgedessen ist es nur erforderlich, die natürlich im Transformator sich bildende dritte Harmonische im Fluß auf einen passenden Wert hinzu= stellen. Beim Kerntransformator in Stern-Stern-Schaltung kann dies durch Anbringen eines passend bemessenen Rückschlußschenkels (Abb. r) geschehen. Der Rückschlußschenkel kann auch durch zwei oder mehrere Rückschlußschenkel, wie im Transformatorenbau meist üblich, ersetzt werden. Bei Mantel-und Fünfschenkeltransformatoren sowie bei Dreiphasensätzen (aus drei Einphasentransformatoren zusammengestellter Drehstromtransformator) der Stern-Stern-Schaltung ist die magnetische Leitfähigkeit des dort von Haus aus. vorhandenen magnetischen Rückschlusses und dadurch die dritte Harmonische im Fluß zu groß, so daß eine Verminderung der magnetischen Leitfähigkeit erforderlich wäre. Die Herabsetzung des Flusses dreifacher Frequenz wird durch eine besondere Hilfswicklung nach Art einer tertiären Dreieckwicklung entsprechend hoher Streuung (gegebenenfalls künstlich hervorgerufen durch Einschaltung einer Induktivität) erreicht, die den Fluß der dritten Harmonischen um so mehr verringert, je kleiner ihre Streuung ist (Abb. 2). Grundsätzlich ist es auch denkbar, die Wirkung einer zu kleinen magnetischen Leitfähigkeit des Rückschlußpfades durch kapazitive Belastung dieser Hilfswicklungen auszugleichen (Abb:3).
  • Bei beiden. Transformatortypen, nämlich bei Kerntransformatoren -mit zusätzlichem ein- oder mehrschenkeligem magnetischem Rückschluß und bei Transformatoren mit an sich schon vorhandenem magnetischem Rückschluß (Mantel- und Fünfschenkeltransformatoren, Dreiphasensätzt), können statt der Hilfswicklungen .auf den Hauptschenkeln auch solche auf dem Rückschlußschenkel (bzw. auf sämtlichen Rü.ckscblußschenkeln, wenn zwei oder mehrere angeordnet sind) verwendet werden, wobei in Abb.. q. (wie in Abb_ 2) durch induktive Last der Fluß dreifacher Frequenz verkleinert, in Abb. 5 (wie in Abb. 3) durch kapazitive Last vergrößert wird. So hat sich erwiesen, daß durch _ Anbringung eines magnetischen Rückschlusses von Joch zu Joch am in Stern-Stern geschalteten Kerntransformator die ohne Rückschluß zunächst vorhandene positive fünfte Harmonische im Magnetisierungsstrom (Abb.6) kleiner wird und mit wachsender magnetischer Leitfähigkeit des Rückschlusses über den Nullwert in die bekannte negative Phasenlage der fünften -Harmonischen der Manteltype übergeht (Abb. 7). Weiterhin bestätigte der Versuch, daß diese negative fünfte Stromharmonische der in Stern-Stern geschalteten Manteltype durch induktive Belastung entweder einer offenen Dreieckwicklung auf den Betriebskernen oder von in Reihe geschalteten Hilfswicklungen auf den magnetischen Rückschlüssen bis auf Null herabgedrückt werden konnte. Bei zu starker induktiver Belastung wurde die fünfte Harmonische wieder positiv und erreichte bei hurzschluß der Dreieckwicklun.g bzw. der Hilfswicklungen ihren positiven Höchstwert.
  • Bei Transformatoren in Stern-Zickzack-Schaltung hat die fünfte Harmonische im Magnetisierungsstrom bei Speisung von der Zickzackseite aus eine andere Phasenlage; hiervon abgesehen behält das Obige seine Gültigkeit durchaus; die fünfte Harmonische kann durch dieselben Mittel zum Verschwinden gebracht werden.
  • Transformatoren-in Stern-Stern-Schaltung mit tertiärer Dreieckwicklung oder in Stern-Dreieck-Schaltung weisen im Magnetisierungsstrom sowohl als Kern- wie auch als Manteltype auf jeden Fall positive fünfte Harmonische auf der Sternseite, negative fünfte Harmonische (negativ infolge der Subtraktion der Phasenströme bei der Bildung des Linienstromes) auf der Dreieckseite auf. Beseitigung der fünften Harmonischen im Magnetisierungsstrom ist in diesem Fall schwierig, weil die kurzgeschlossene Dreieckwicklung den Fluß dreifacher Frequenz fast völlig beseitigt. Hier verbleibt nur der Weg, der Dreieckwicklung passende Streuung zu geben oder die Streuung künstlich durch eingeschaltete Induktiv itäten zu erhöhen (Abb. 8) und gegebenenfalls bei Kerntypen noch die magnetische Leitfähigkeit des Rückschlußpfades zu erhöhen. Allerdings wird die Maßnahme vielfach insofern auf Schwierigkeiten stoßen, als andere Gründe (Nullpunktsbelastbarkeit) gegen hohe Streuung_der Dreieckwicklung sprechen.
  • Ein gewisser, allerdings sehr kleiner Prozentsatz von fünfter Harmonischen im Magnetisierungsstrom, der durch die Eisenverluste der dritten Harmonischen im Fluß bzw. durch die Kupferverluste der Hilfswicklungen bedingt ist, wird bei den oben beschriebenen Verfahren übrigbleiben. Ferner wird ein Reststrom infolge der Kernunsymmetrie des Transformators üblicher Ausführung bestehen bleiben; für den Fall eines teilweise unsymmetrischen Transformators, nämlich eines solchen, der wie der übliche Kerntransformator zwei unter sich symmetrische Außenschenkel und einen bevorzugten Innenschenkel aufweist, zeigt Abb.9 die beispielsweise Anbringung der Rückschlußschenkel zwecks Beseitigung der Restströme fünffacher Frequenz. Bei Manteltransformatoren führen ungleiche Windungszahlen der tertiären Dreieckwicklung zum selben Ziel,. Schließlich kann man auch durch cyclische Vertauschung der Anschlüsse verschiedener Transformatoren eines Netzes dafür sorgen, daß sich die genannten Unsymmetrien gegenseitig aufheben.

Claims (5)

  1. PATENTANSPIZEICIIE: i. Anordnung zur Unterdrückung der Oberwellen fünffacher Frequenz im Magnetisierungsstrom von Drehstromtransformatoren, dadurch gekennzeichnet, daß der dritten Harmonischen im Flusse des Transformators eine solche Größe und Phase zuerteilt wird, d.aß die fünfte Harmonische im Magnetisierungsstrom verschwindet.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i für Drehstromkerntransformatoren ohne Dreieckwicklung, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Rückschlüsse passender magnetischer Leitfähigkeit von Joch zu Joch angebracht sind.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i für Transformatoren mit magnetischem Rückschluß (Mantel- und Fünfschenkeltransformatoren sowie Dxeiphasensätze) und in stern- bzw. zickzackgeschalteten Arbeitswicklungen, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Hauptkernen oder den Rückschlußschenkeln zusätzliche Wicklungen angebracht sind, die unter sich in Reihe geschaltet und über eine Drosselspule bzw. unmittelbar kurzgeschlossen sind. q..
  4. Anordnung nach Anspruch i für Transformatoren mit primärer, sekundärer oder tertiärer Dreieckwicklung, dadurch gekennzeichnet, daß deren Streuung durch entsprechende Anordnung oder durch Vorschaltung von Drosselspulen auf passende Beträge erhöht-wird und daß bei fehlendem magnetischem Rückschluß nötigenfalls ein solcher durch Anbringung von Hilfsschenkeln passender magnetischer Leitfähigkeit geschaffen wird.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei zu niedriger dritten Harmonischen im Fluß durch kapazitiv belastete, in Reihe geschaltete Hilfswicklungen auf den Arbeits- oder Hilfsschenkeln eine Vergrößerung derselben erreicht wird.
DE1930588170D 1930-12-11 1930-12-11 Anordnung zur Unterdrueckung der Oberwellen fuenffacher Frequenz im Magnetisierungsstrom von Drehstromtransformatoren Expired DE588170C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764333C (de) * 1937-06-06 1953-06-08 Siemens Ag Anordnung zum Ausgleich der 6n +- 1-fachen Harmonischen im Magnetisierungsstrom von dreiphasigen Transformatoren oder Drosselspulen
DE764332C (de) * 1935-08-16 1954-09-27 Siemens Schuckertwerke A G Anordnung zur Unterdrueckung der Harmonischen, vorzugsweise der fuenften und siebenten, im Strom bzw. in der Spannung von gesaettigten Drehstromdrosselspulen oder -transformatoren
DE750987C (de) * 1939-02-05 1955-04-28 Brown Ag Dreiphasige, gesaettigte Drosselspule

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764332C (de) * 1935-08-16 1954-09-27 Siemens Schuckertwerke A G Anordnung zur Unterdrueckung der Harmonischen, vorzugsweise der fuenften und siebenten, im Strom bzw. in der Spannung von gesaettigten Drehstromdrosselspulen oder -transformatoren
DE764333C (de) * 1937-06-06 1953-06-08 Siemens Ag Anordnung zum Ausgleich der 6n +- 1-fachen Harmonischen im Magnetisierungsstrom von dreiphasigen Transformatoren oder Drosselspulen
DE750987C (de) * 1939-02-05 1955-04-28 Brown Ag Dreiphasige, gesaettigte Drosselspule

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