DE619620C - Anordnung zur Regelung oder Stabilisierung von Wechselstromfernleitungen - Google Patents

Anordnung zur Regelung oder Stabilisierung von Wechselstromfernleitungen

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DE619620C
DE619620C DES104069D DES0104069D DE619620C DE 619620 C DE619620 C DE 619620C DE S104069 D DES104069 D DE S104069D DE S0104069 D DES0104069 D DE S0104069D DE 619620 C DE619620 C DE 619620C
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/12Arrangements for adjusting voltage in AC networks by changing a characteristic of the network load
    • H02J3/16Arrangements for adjusting voltage in AC networks by changing a characteristic of the network load by adjustment of reactive power
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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    • Y02E40/30Reactive power compensation

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Description

  • Anordnung zur Regelung oder Stabilisierung von Wechselstromfernleitungeji Es ist bekannt, zur Spannungsregelung von Wechselstromfernleitungen längs der Leitung Drosselspulen zu verteilen, die im normalen Betrieb oberhalb des - Knies der Magnetisierungskurvearbeiten. Durch die Verwendung derartiger Drosselspulen; bei denen bei geringer Änderung der -aufgedrückten Spannung bereits eine große Änderung des aufgenommenen Blindstromes hervorgerufen wird, kann man erreichen, daß an der Leitung bei veränderlicher Belastung keine allzu großen Spannungsänderungen mehr auftreten können. Mit einer solchen Einrichtung ist es jedoch nicht ohne weiteres möglich, Leistungen zu übertragen, welche über die natürliche Leistung der Fernleitung hinausgehen, da dann der Fernleitung kapazitive und nicht induktive Blindleistung entnommen werden muß.
  • Erfindungsgemäß werden daher außer der gesättigten Drosselspule noch Kondensatoren vorgesehen, die stufenweise nacheinander ein-oder ausgeschaltet werden. Dadurch erreicht man eine Verringerung der erforderlichen Nennleistung- der eisengesättigten Drosselspule; denn. würde man z: B. bei Leitungen, die weit über die natürliche Leistung hinaus belastet werden sollen, die-also Zusatzkondensatoren haben. müssen, die Kondensatoren nicht stufenweise ausschaltbar machen, so wäre .es notwendig, die gesättigten Eisendrosselspulen für die gesamte Leitungskapazität einschließlich der noch hinzugekommenen Kompensationskondensatoren auszulegen. Die gesättigten Eisendrosselspulen müßten also für eine große Nennleistung bemessen werden, da im Leerlauf der Leitung, z. B. in ein und derselben Station, die gesättigte Drosselspule nicht nur die kapazitive. Blindleistung der Leitung, sondern auch die der Zusatzkondensatoren kompignsieren müßte. Man kann auch zur Verringerung der Nennleistung der eisengesättigten Drosselspule bei Übertragung von Leistungen, die unterhalb der natürlichen Leistung der Fernleiteng liegt, erfindungsgemäß ungesättigte Drosselspulen (Drosselspulen mit Luftspalt) vorsehen, die stufenweise ein- und ausschaltbar sind. Man erreicht dadurch außer der Verringerung .der Größe der eisengesättigten Drosselspule noch den Vorteil, daß man die Spannung besser konstant halten kann, als wenn man lediglich nur eine eisengesättigte-Drosselspule vorsehen würde. Zweckmäßig wird man sowohl stufenweise ein- und ausschaltbarewn@gesättigteDroisselspulen als auch Kondensatoren vorsehen.
  • Die- Kondensatoren oder ungesättigten Drosselspulen werden entsprechend dem Betriebszustand .der Leitung zu- oder abgeschaltet, während die- gesättigten Drosselspulen fest mit der Leitung verbunden sind und ihren Magnetisierungsstrom unmittelbar und in kürzester Zeit bei Änderung der Spannung verstärken oder schwächen. Zur Steuerung der Drosselspulen kann man beispielsweise ein von: der Spannung der Fernleitung abhängiges Relais verwenden, welches, sobald die Spannung unter einen bestimmten Wert sinkt, die Drosselspulen nacheinander ab- und. die Kondensatoren- zuschaltet, während beim Steigen der Spannung über einen bestimmten Grenzwert-Kondensatoren--ab- und-Drosselspulen zugeschaltet werden. Man kann auch beispielsweise das Regelkriterium für die .selbsttätige Steuerung der Zusatzdrosselspulen und Kondensatoren abhängig machen von einem Relais, welches vom Strom der Fernleitung beeinflußt wird, oder abhängig von einem- Relais, das anspricht, sobald die Summe aus der induktiven Blindleistung der von der Station zu" kompensierenden Leitungsabschnitte und der kapazitiven Blindleistung derselben Abschnitte und der am Ort der Kompensierungseinrichtung der Leitung entnommenen Blindleistung-vom Werte Null oder von einem von der Größe des Wirkstromes der Station abhängigen Betrag abweicht. Solche Blirndleistungskompensationerelais sind an sich bekannt und beispielsweise in der ETZ i9-9, S.979;981, beschrieben. Man kann das Zu--und Abschalten der ungesättigtert Drosselspulen bzw. der. Kondensatoren auch abhängig vomBelastungszustand -der gesättigten Drosselspüle machen, also abhängig von der Blindleistung dieser Drossel-. spule. Man trifft dann die Anordnung so, daß, -sobald die Leistung der eisengesättigten. Drosselspule .einen bestimmten Wert unter-bzw. überschreitet, ab-oder Kondensatoren zu- bzw. Zusatzdrosselspulen zu- oder Kondensatoren- abgeschaltet werden. Man. kann durch.. die Verwendung von Kondensatoren und ungesättigten Drosselspulen erreichen, däß die gesättigten Drosselspulen im Mittel annähernd stets die gleiche Blindleistung aufnehmen, wenn man die Stufengröße entsprechend - klein hält. Gegenüber Anordnungen, bei denen lediglich ungesättigte - Drosselspulen öder Kondensatoren zu- oder abgeschaltet werden, erreicht man - durch die Anordnung nach der Erfindung den Vorteil, daß die Stabilität der Anlage erhöht wird, da die dauernd angeschlossenen gesättigten Drosselspulen ihre Blindleistungsaufnahme fast augenblicklich, d. h. innerhalb i/lap Sek., den betriebsmäßig geforderten-Verhältnissen anpassen.
  • Man kann die Anordnung auch so treffen, daß das Zu- und Abschalten der Kondensatoren-von einem von den elektrischen Verhältnissen in der Leitung abhängigen Relais, z. B. einem Blindleistungskompensatiönsrelais oder einem: Spannungsrelais, erfolgt, daß aber der von diesem Relais an `die Steuereinrichtung für die ungesättigten Drosselspulen und die Kondensatoren gegebene Befehl nur- ausgeführt werden kann, sobald die Blindleistung der gesättigten Drosselspule einen bestimmten Wert über= bzw. unterschreitet. Man kann dann die Empfindlichkeit des Spannungsreglers bzw. des Blindleistungskompensationsrelais höher halten. Das Spannungsrelais schließt beispielsweise beim Sinken der Spannung unter den normalen Wert einen Kontakt, wodurch ein Befehl zum Zuschalten von Kondensatoren bzw: zum Abschalten von ungesättigten Drosselspulen gegeben wird. Dieser Befehl kann jedoch erst an die Stufenschalteinrichtung für die -Kondensatorenund die ungesättigten Drosselspulen weitergegeben- werden, sobald die Blindleistung der eisengesättigten Drosselspulen einen bestimmten Wert unterschreitet. Umgekehrt wird ein Befehl zuni Abschalten von Kondensatoren bzw. zum Zuschalten von ungesättigten Drosselspulen erst weitergegeben, wenn die Blindleistung der eisengesättigten Drosseln einen bestimmten Wert überschreitet. In entsprechender Weise kann man auch, wenn beispielsweise das Blindleistungskompensationsrelais den Befehl gibt, ungesättigte Drosselspulen zu- bzw. Kondensatoren abzuschalten; den Befehl sperren, bis die Blindleistung der gesättigten Drosselspule einen bestimmten Wert überschreitet, oder wenn das Kompensationsrelais einen Befehl zum Abschalten von ungesättigten Drosselspulen bzw. zum Zuschalten von Kondensatoren gibt, kann man diesen Befehl so lange sperren, bis- die Blindleistung- der gesättigten Drosselspule einen bestimmten Wert unterschreitet.
  • Da es bei Verwendung beispielsweise eines Blindleistungskompensationsrelais, welches also unabhängig von der Höhe der tbertragungsspannung jeweils das Gleichgewicht der verschiedenen Blindleistungen der zu kompensierenden Leitungsabschnitte aufrechtzuerhalten sucht, unter Umständen vorkommen kann"daß, wenn etwa aus irgendeinem. Grunde die Spannung der Generatoren .des Kraftwerkes erhöht wird, das Kompensatiönsrelais einen Befehl zum Zuschalten eines Kondensators : bzw. zum Abschalten einer ungesättigten Drosselspule gibt, obwohl die gesättigte Drosselspule bereits am oberen Ende ihres Regelbereiches angelangt ist, so kann man die Anordnung auch so' treffen, daß das Zuschalten von Kondensatoren bzw. das Abschalten von ungesättigten Drosselspulen gesperrt wird, wenn die Blindleistung der gesättigteriDrosselspuleeinenbestimmten oberen Grenzwert erreicht. In entsprechender Weise wird dann auch ein Befehl zum Zuschalten von .ungesättigten Drosseln und zum Abschalten von Kondensatoren gesperrt, wenn die eisengesättigte Drosselspule am unteren Ende ihres Regelbereiches angelangt ist.
  • In Fig. i ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für die Blindleistungskompensation und Stabilisierung von Fernleitungen dargestellt. i ist die Wechselstromfernleitung, die der Einfachheit halber einphasig dargestellt ist. Längs der Leitung verteilt und parallel zur Leitung geschaltet liegen gesättigte Drosselspulen?, von denen im Ausführungsbeispiel zwei gezeichnet sind. Diese Drosselspulen sind also so- bemessen, daß sie bei der normalen Spannung im Sättigungsbereich arbeiten. Außerdem sind noch Luftdrosselspulen 3 und Kondensatoren 4 vorgesehen, die an die Leitung angeschlossen oder von ihr abgeschaltet werden können: Der Befehl zum Zu- und Abschalten. der ungesättigten Drosselspulen und der Kondensatoren erfolgt im Ausführungsbeispiel durch das Blindleistungsrclais 5, welches von der Spannung der Fernleitung i und dem Strom der gesättigten Drosselspule 2 erregt wird. Bei einer bestimmten von dieser aufgenommenen Blindleistung steht das Relais 5 in der Mittellage. Über- oder unterschreitet die von der Drosselspule 2 aufgenommene Blindleistung einen vorbestimmten Höchst- oder Mindestwert, so schlägt .das Relais- 5 nach oben oder unten aus. Bei einer Kontaktgabe nach oben wird ein Befehl zum Zuschalten von ungesättigten Drosselspulen bzw. zum Abschalten von Kondensatoren gegeben, bei der Kontaktgabe nach unten ein Befehl zurr Zuschalten von Kondensatoren bzw. zum Abschalten von ungesättigten Drosselspulen. Die Steuereinrichtung zum Zu- und Abschalten der ungesättigten Drosselspulen und der Kondensatoren ist im Ausführungsbeispiel der Einfachheit halber nicht gezeichnet. Sie kann in an sich bekannter Weise so ausgebildet sein, daß bei einem Ausschlag des Relais 5 nach oben die Kondensatoren 4 mit Zeitverzögerung nacheinander ab- und hierauf die ungesättigten Drosselspulen 3 nacheinander mit Zeitverzögerung Leingeschaltet werden, während bei einem Ausschlag des Relais 5 nach unten in umgekehrter Reihenfolge die ungesättigten Drosselspulen 3 ab- und die Kondensatoren 4 zugeschaltet werden.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Es sei angenommen, daß alle drei Zusatzkondensatoren 4 eingeschaltet sind und daß das Relais 5 in der Mittellage steht. Steigt nun beispielsweise durch Entlastung der Fernleitung die Spannung; so nimmt die gesättigte Drosselspule :2 eine erhöhte Blindleistung auf. Sobald diese einen vorgeschriebenen Wert überschreitet, schlägt das Relais nach oben aus, und es wird ein Kondensator abgeschaltet. Macht das Relais auch nach Abschaltung dieses Kondensators weiter Kontakt, so wird nach einer bestimmten Zeit ein weiterer Kondensator abgeschaltet, hierauf der nächste, dann wird eine Drosselspule zugeschaltet usf.; und zwar so lange, bis das Relais den oberen Kontakt freigibt. Fällt die Spannung der Leitung und unterschreitet die von der gesättigten-Drosselspule 2 aufgenommene Blindleistung einen bestimmten Wert, so werden die ungesättigten Drosselspulen 3 ab- und die Kondensatoren 4 zugeschaltet.
  • Die Größenverhältnisse zwischen der Leistung der gesättigten Drosselspule :2 und der Leistung der einzelnen Stufen können beispielsweise so gewählt werden, daß der Unterschied zwischen den Grenzwerten der Drosselspulenblindleistung; d. h. zwischen der Differenz aus der größten und kleinsten Blindleistung, welche die gesättigte Drosselspule noch aufnehmen kann, wenn sie im Sättigungsbereich arbeitet und nicht überlastet werden soll, also der Unterschied der Blindleistungen bei der höchsten und niedrigsten Arbeitsspannung, mindestens gleich oder etwas größer ist als die Leistung einer Regelstufe: In diesem Ralle muß man die Ansprechempfindlichkeit des Reglers, beispielsweise des Blindleistungsrelais 5, welches die Stufenstetterüng beeinflußt, so wählen, daß das Zu- und Abschalten der Einzelstufen ungefähr bei Erreichen der Leistungsgrenze der gesättigten Drosselspüle nach :der einen oder anderen Richtung erfolgt. Die Schaltgeschwindigkeit der Stufenschaltung kann abhängig gemacht werden von der überlastungs= fähigkeit der gesättigten Drosselspule. Je länger man diese überlasten kann, um so kleiner darf die Schaltgeschwindigkeit gewählt werden. Will man die Blindleistung der gesättigten Drosselspulen im normalen Betrieb näher an dem mittleren Wert halten, um eine größere Reserve beim Auftreten etwaiger Blind- oder Wirklaststöße zu erhalten, so muß man die Größe der einzelnen Stufen entsprechend kleiner wählen. Wählt: man beispielsweise die Blindleistung einer ungesättigten Drosselspule bzw: eines Kondensators so, daß sie gleich ist der Hälfte der Differenz ,de Grenzblindleistungen der gesättigten Drosselspule 2, so kann man die Ansprechempfindlichkeit des Reglers so wählen, daß er etwa bei Abweichung der Blindleistung der gesättigten Drosselspule um 1/2 der Leistung einer Stufe von der Mittelstellung anspricht. Man --hat dann die Gewähr, @daß bei plötzlich. auftretendem Blindleistungsbedarf :die gesättigte Drosselspule noch vor dem Eingreifen der Stufenschalter für die ungesättigten Drosselspulen bzw. die Kondensatoren regelt, ohne ihre Grenzblindleistungen zu überschreiten. Verwendet man Spannungs-oder Blindleistungs- oder ähnliche Relais, so -muß man die Empfindlichkeit dieser Relais entsprechend der Stufengröße und der Charakteristik der gesättigten Drosselspule wählen.. In Fig. 2 sind -das Diagramm der gesättigten Drosselspule 2 allein, d: h. die Abhängigkeit des Stromes von der Spannung, und ferner die gleichen Kurven-- der gesättigten Dro§selspule aufgetragen, zu der parallel eine. öder zwei ungesättigte. Drosselspulen oder Kondensatoren gelegt sind. Die mittlere Kurve in Fig. 2 zeigt - die Abhängigkeit zwischen-der Spannung und. dem Strom für: die gesättigte Drosselspule allein. -Durch a-b ist derjenige Bereich- angedeutet, in welchem die gesättigte.Drosselspule arbeiten. soll. Der obere Punkt b ist gegeben durch die Nennblindleistung der Drosselspule, .der untere a durch die Krümmung der Charakteristik. Wird nun.-eine ungesättigte Drosselspule zugeschaltet, so erhält man als resultierende Charakteristik dieser aus gesättigter und ungesättigter Drosselspule bestehenden Anordnung die rechts von der- mittleren Kurve liegende Kurve; wird eine weitere-ungesättigte Drosselspule eingeschaltet, so erhält man die rechts außen liegende Kurve. Werden zur gesättigten Drosselspule. ein oder zwei Kondensatoren parallel geschaltet, -so erhält man. die linken beiden Kurven. Bei dieser- Anordnung ist die Stufengrölle ungefähr gleich 2/3 der Differenz der Grenzblindleistungen der gesättigten Drosselspule gewählt.. Man wird .dann das, Relais ansprechen lassen, sobald die Blindleistung der gesättigten Drosselspule von dem Mittelwert um ungefähr 1/3 der Differenz ihrer Grenzblindleistungen abweicht.
  • Wie, bereits erwähnt, kann man die gesättigte Drosselspule auch lediglich allein in Verbindung mit ein-. und ausschaltbaren Zusatzkondensatoren verwenden. Man muß- dann die gesättigte Drosselspule entsprechend größer wählen und erst Kondensatoren zuschalten, sobald man sich der natürlichen Leistung der Fernleitung nähert. Es wird also dann in einem größeren Bereich die gesättigte Drosselspule allein wirksam sein, und erst wenn ihre Blindleistung einen bestimmten Wert unterschreitet, werden Zusatzkondensatoren zugeschaltet werden. Wie erwähnt, kann man auch unter Umständen lediglich mit ungesättigten Zusatzdrosselspulen allein auskommen.
  • Die - eisengesättigte Drosselspule wird zweckmäßig so ausgebildet; daß ihre Streuung sehr -.gering ist: Man wird. also' die Drosselspule mit viel Eisen . und wenig Kupfer bauen. - Um den Einfluß des Luftfeldes noch zu verringern bzw. den Anstieg der Magnetisierungskurve im Sättigungsbereich weniger steil zu machen, kann man noch in Reihe mit -der gesättigten Drosselspule einen Kondensator schalten oder für die Drosselspule Eisenlegierungen verwenden, deren Magnetisierungskurve einen starken Knick aufweist.
  • Die Drosselspule 2 bedingt wegen der Eisensättigung Oberwellen im Magnetisierungsstrom. Schaltet mal bei einem Dreiphasennetz diese Drosselspuren in Stern oder in Dreieck, wobei die Drosselspulen auf getrennten Kernen oder auf einem gemeinsamen Eisengerüst-angeordnet werden, so treten aus Symmetriegründen keine dritten Oberwellen im Strom mehr auf. -Will man auch noch andere Oberwellen im Magnetisierungsstrom, z: B. die fünfte, unterdrücken, so kann man dies in an sich bekannter Weise dadurch machen, daß man parallel zu der Drosselspule Resonanzkreise legt, die auf die zu unterdrückenden Oberwellen abgestimmt sind. Besonders-zweckmäßig ist es, die gesättigten Drosselspulen oberwellenarm auszuführen. Hierzu kann man, wie bereits "vorgeschlagen, die Drosselspulen mit einem vierten Schenkel versehen oder sie aus drei Einzeldrosselspulen zusammensetzen und außer der primär in Stern geschalteten Wicklung eine besondere Dreieckswicklung aufbringen, die über einen Wechselstromwiderstand, beispielsweise eine Drosselspule, geschlossen ist. Diese kann dann so bemessen werden, daß im aufgenommenen Magnetisierungsström der gesättigten Drosselspulenkeine fünften Oberwellen mehr auftreten können. Man kann auch beispielsweise die gesättigten Drosselspulen in Dreieck- schalten, wenn man statt einer Zusatz= drossel deren drei-verwendet,-die symmetrisch auf die einzelnen Phasen der Dreieckswicklung aufgeteilt sind und die untereinander durch eine besondere Wicklung induktiv oder durch' einen gemeinsamen Eisenkern magnetisch so verkettet sind,- daB sich die magnetisierenden Amperewindungen der Grundwelle gegenseitig herausheben. Die Zusatzdrosselspule bzw. die Zusatzdrosselspulen werden zweckmäßig so bemessen, daß sie bei der zur Unterdrückung der fünften Oberwelle günstigsten Spannung gesättigt sind, da man, dann auch bei wechselnder Netzspannung immer eine gute Unterdrückung der Oberwellen erreicht. Um bei jeder Netzspannung eine vollständige Unterdrückung der fünften Oberwelle zu erreichen, kann man auch parallel zu der gesättigten- Zusatzdrosselspule einen Kogdensator und vor diese Parallelschaltung eine ungesättigte Drosselspule schalten.
  • Besonders, zweckmäßig =ist es, wenn man zwei oder mehrere Drosselspulen, wie bereits vorgeschlagen, so ausbildet, daß die Oberwellen im resultierenden Magnetisierungs= strom verschwinden. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise die Drosselspule der einen Station in Stern und die der anderen in Drei-.eck schalben, ' Man erreicht dann, wenn man der in Stern geschalteten Drosselspule keinen vierten Schenkel oder bei Vorhandensein eines solchen noch eine besondere Dreieckswicklung gibt, daß die fünften und siebenten Oberwellen der gesättigten Drosselspulen der beiden Stationen verschwinden. Statt die Drosselspule in der einen Station in Stern, in der nächsten in Dreieck, in der übernächsten wieder in Stern zu schalten, kann män auch in der einen Station die Drosselspule in Stern, in der zweiten in Zickzack, in der dritten wieder in Stern usf. schalten. Wesentlich ist, daß die Schaltung stets so getroffen wird, daß: der resultierende Magnetisierungsstrom der gesättigten Drosselspulen vorzugsweise von der fünften und siebenten Oberwelle befreit ist. Man kann dies auch durch unterschiedlichen Aufbau des Eisenkernes erreicheiii, indem man beispielsweise in der einen Station die Drosselspule mit viertem Schenkel versieht und in Stern schaltet, während in der nächsten Station die Drosselspule ohne vierten Schenkel, aber auch mit Sternschaltung ausgeführt wird. Man kann auch durch entsprechende Verdrehung der an den Drosselspulen anliegenden Spannungen; beispielsweise mit Hilfe von vorgeschalteten Drehtransformatoren, erreichen, daß zumindestens eine Oberwelle; beispielsweise die fünfte, verschwindet.
  • Man kann auch, wie bereits vorgeschlagen, -statt einer Eisendrossel in einer Station zwei oder mehrere verwenden, die man dann zweckmäßig so ausbildet, daß die Oberwellen im resultierenden Magnetisierungsstrom verschwinden. Bei Verwendung von vier Drosselspulen in einer Station kann man beispielsweise alle Oberwellen bis zur dreiund7-wanzigsten kompensieren. Die-- Drosselspulen werden dann beispielsweise so geschaltet, dB die Grundwellen ihrer Flüsse um 15° gegeneinander versetzt sind. Sie werden so bemessen, daß sie gleichartig verzerrte Stromkurven besitzen -und daß sich die Blindleistungen der Drosselspulen, deren Grundwellenflüsse jeweils um 15° versetzt sind, verhalten wie 1,67 : 2;63 : 1,67 : 0;707.

Claims (3)

  1. PAT'ENTANSPRITCHE: i. Anordnung zur Regelung oder Stabilisierung von Wechselstromfernleitungen mittels längs der Leitung verteilten, vorzugsweise oberwellenarm ausgeführten Drosselspulen, die bei der Betriebsspannung über dem Knie der Magnetisierungs-'kurve arbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß außer den gesättigten Drosselspulen noch zu- und abschaltbare Einzelkondensatoren oder ungesättigte Drosselspulen oder beide vorgesehen sind, welche entsprechend dem Betriebszustand der Leitung zu- oder abgeschaltet werden.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied der aufgenommenen Blindleistungen der gesättigten Eisendrosselspule bei der höchsten und -niedrigsten Arbeitsspannung mindestens gleich der Stufengröße der Blindleistung der schaltbaren Blindstromverbraucher ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß das Zu- und Abschalten der ungesättigten Drosselspülen oder Kondensatoren in Abhängigkeit von einem von der Spannung der Leitung beeinflußten Relais oder -von einem Relais erfolgt, welches anspricht, sobald die Summe aus der induktiven Blindleistung der Fernleitung, der kapazitiven Blindleistung der Fernleitung und der am Ort der Kompensierungseinrichtung der Leitung entnommenen Blindleistung von einem bestimmten, gegebenenfalls von den Betriebsverhältnissen abhängigen Wert abweicht. q.. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Zu- und Abschalten der ungesättigten Drosselspulen bzw. Kondensatoren in Abhängigkeit von der aufgenommenen Blindleistung der eisengesättigten Drosselspule -erfolgt. 5. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Relais, welches von den elektrischen Größen der Leitung beeinflußt wird; gegebene Befehl zum Zu- oder Abschalten der Einzelkondensataren oder der ungesättigten Drosselspulen nur ausgeführt werden kann, sobald die aufgenommene Blindleistung der gesättigten Drosselspule einen bestimmten Wert über- bzw. unterschreitet. 6. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit der eisengesättigten Drosselspule ein Kondensatar geschaltet ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764333C (de) * 1937-06-06 1953-06-08 Siemens Ag Anordnung zum Ausgleich der 6n +- 1-fachen Harmonischen im Magnetisierungsstrom von dreiphasigen Transformatoren oder Drosselspulen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE764333C (de) * 1937-06-06 1953-06-08 Siemens Ag Anordnung zum Ausgleich der 6n +- 1-fachen Harmonischen im Magnetisierungsstrom von dreiphasigen Transformatoren oder Drosselspulen

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