DE596247C - Daempfungseinrichtung fuer eine selbsttaetig wirkende Hilfskraftkupplung von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Daempfungseinrichtung fuer eine selbsttaetig wirkende Hilfskraftkupplung von KraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dämpfungseinrichtung für eine selbsttätig wirkende
Hilfskraftkupplung für Kraftfahrzeuge und betrifft besonders Einrichtungen, welche die
beim Einkuppelvorgang notwendige und je nach den Betriebsbedingungen verschieden
auszuführende' Dämpfung beeinflussen, und zwar mittels einer nach Zurücklegen eines
bestimmten Kolbenweges sich schließenden, die Bildung eines Luftkissens ermöglichenden.
Ventilvorrichtung.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung liegt darin, daß bei Ausnutzung der einen
Kammer des Hilfskraftzylinders als Dämpfungskammer für das Einkuppeln noch ein weiteres, durch Fußhebel willkürlich verstellbares
Auslaßventil vorgesehen ist, welches eine Feinregelung der Dämpfung gestattet.
Es sind Hilfskraftkupplungen bekannt, bei denen der Unterdruck des Motors im Sinne
des Auskuppeins, eine Federkraft im Sinne des Einkuppeins nutzbar gemacht wird.
Es sind ferner bei Kupplungsvorrichtungen Dämpfungseinrichtungen vorgesehen worden,
bei denen ein Auslaßventil die Bildung eines Luftkissens nach Zurücklegen eines bestimmten
Kolbenweges im Dämpfungszylinder ermöglicht und der Auslaß der Luft des Luftkissens
durch eine willkürlich zu bedienende Ventilvorrichtung geregelt wird. Diese Einrichtung
findet aber nicht an einer selbsttätigen Hilfskraftkupplung Verwendung, und ihre jeweilige Einstellung ist auch nicht während
der Fahrt nach den sich ändernden Betriebsbedingungen durchzuführen.
Es ist auch bekannt, an einer solchen Vorrichtung vom Gangschalthebel abhängige und
willkürlich einstellbare weitere Ventile für die Regelung der Kupplungsgeschwindigkeit
vorzusehen. Diese Ventile lassen aber keine Feinregelung zu und sind außerdem nur bei
bestimmten Stellungen des Gangschalthebels in bestimmtem Maße wirksam und auch nur
bei Stillstand des Fahrzeuges einstellbar. Sie stellen also eine willkürlich mittels Hebels
vom Führer während der Fahrt zu beeinflussende Bedienungseinrichtung nicht dar.
Es ist ferner bekannt, an einer nur durch Fußhebel zu bedienenden, also des selbsttätigen
Antriebes ermangelnden Kupplungsvorrichtung einen Dämpfungszylinder anzuschließen
und diesen mit einer Vorrichtung zu versehen, die die gradweise Zerstörung des dämpfenden Luftkissens zuläßt.
Demgegenüber liegt der Vorteil des Gegenstandes der Erfindung darin, daß kein besonderer
Dämpfungszylinder vorgesehen ist, sondern daß ■ eine willkürliche gradweise Feinregelung
der Dämpfung im Kupplungszylinder selbst unmittelbar erfolgt, was bislang auch bei selbsttätig wirkenden Hilfskraftkupplungen
mit im Arbeitszylinder befindlicher Dämpfungsvorrichtung noch nicht
durchgeführt wurde. __
Auch der Gedanke, in einem Hilfskraftzylinder die Bewegung des Kolbens mittels
eines Luftkissens abzufangen, ist an sich be-
kannt und bereits bei Kupplungshilfsvorrichtungen für Kraftfahrzeuge .als auch bei
anderen Vorrichtungen, beispielsweise bei Eisenbahndruckmittelbremsen, verwirklicht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes teilweise
im Schnitt veranschaulicht.
In der dargestellten Stellung befindet sich die Kupplung im Zustand des gedämpften
ίο Einkuppeins unter dem Druck der Kupplungsfeder.
Der Zylinder ι bildet mit dem Sockel 2 und dem Rohransatz 3 ein Gußstück und ist mit
dem Sockel auf einem Halter 4 festgeschraubt. In dem Rohransatz 3 ist ein mit Längsbohrung
5 versehener Ventilkolben 6 verschiebbar. Die Wandung des Rohransatzes besitzt zwei gegenüberliegende öffnungen 7, 8, von
denen die letztere durch die Rohrleitung 9 mit dem Ansaugrohr 10 des Motors verbunden
ist, während die erstere mit der Außenluft verbindet. In dem Mantel des Ventilkolbens
6 sind axial hintereinander Bohrungen 11, 12 so angeordnet, daß der Zylinderraum
13 bei Aufeinanderliegen von öffnung 7
und Bohrung 1 r mit der Außenluft, dagegen bei Auf einander liegen von öffnung 8 und
Bohrung 12 mit dem Ansaugrohr 10 des Motors in Verbindung steht.
Zylinder 1 ist an seinem anderen Ende durch Deckel 14 und Dichtungsring 15 verschlossen.
In der Führungsbuchse 16 des Deckels 14 ist die durchbohrte Kolbenstange
17 verschiebbar angeordnet und durch eine in der Schraubkappe 18 untergebrachte Manschette
19 abgedichtet. Auf dem in die Kolbenstange eingeschraubten Gewindeansatz 20
ist der in den Zylinder luftdicht eingepaßte Kolben 21 durch Mutter 22 und Unterlegscheibe
23 befestigt. Das offene andere Ende der Kolbenstange nimmt in seinem Gewinde eine durchbohrte Stellschraube 24 auf. In der
Durchbohrung der Stellschraube ist die mit dem Kupplungshebel 26 durch Gelenk 25 verbundene
Kupplungsstange 27, die an ihrem in der Kolbenstange liegenden Ende den Bund 28 aufweist, verschiebbar. Auf der Kupplungsstange ist zwischen deren Bund und der
Stellschraube der Kolbenstange die Druckfeder 29 angeordnet.
Auf der Kolbenstange 17 ist, rechtwinklig zur Zylinderachse stehend, ein Anschlag 30
befestigt. Dieser Anschlag lehnt sich gegen einen auf dem Schaft 31 des Ventils 32 befestigten
Bund 33 dem Druck der Feder 34 entgegen, wenn der Kolben 21 über eine bestimmte
Strecke hinaus in den Zylinder 1 hineinbewegt wird. Durch die öffnungen 35
steht der Zylinderraum 36 mit der Außenluft in Verbindung, wenn das Ventil 32 geöffnet
ist.
Im Deckel 14 ist das Rohr 37 eingeschraubt, welches axial hintereinander angeordnete
öffnungen 38 sowie eine öffnung 39 aufweist, Im Rohr 37 ist ein durch Gelenk 40
mit einem Fußhebel 41 verbundener Kolben 42 luftdicht eingepaßt und verschiebbar.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Bei der in der Zeichnung veranschaulichten Stellung des Ventilkolbens 6 ist der Zylinderraum
13 mit der Außenluft verbunden worden, indem Öffnung 7 des Rohransatzes 3 und
Bohrung 11 des Ventilkolbens auf einanderliegen. Durch Eintritt der Außenluft in den
Zylinderraum 13 ist der Kolben 21 freigegeben und bewegt sich unter der Zugwirkung
der Kupplungsfeder und der Druckfeder 29 so weit, bis der Anschlag 30 das Ventil 32 freigibt, so daß sich dieses unter
der Wirkung seiner Feder 34 schließt. Da die Auslaßöffnungen 38, 39 des Rohres 37
durch den Kolben 42 infolge der in der Zeichnung gegebenen Stellung des Fußhebels 41
geschlossen sind, kann die Luft aus dem Zylinderraum 36 nicht entweichen. Der Kolben
21 kommt daher zum Stillstand und mit ihm durch Gegenwirkung der Feder 29 auch
die Kupplungsstange 27. Das Ventil 32 ist so einstellbar, daß es durch den Anschlag 30 go
der Kolbenstange 17 genau in dem Augenblick freigegeben wird, in welchem die Reibflächen der Kupplung lose aufeinanderliegen.
Wenn nach anfänglichem Gleiten der Kupplungsreibflächen das Fahrzeug langsam in
Bewegung gekommen ist und ein vollkommenes Kuppeln erzielt werden soll, wird der
Fußhebel 41 freigegeben, so daß er sich unter der Wirkung einer nicht dargestellten
Rückzügsfeder in seine Ruhestellung bewegt und dabei durch Mitnahme des Kolbens 42
nacheinander die Öffnungen 38 und alsdann zuletzt die größere Öffnung 39 freilegt. Sobald
die Luft aus dem Zylinderraum 36 austreten kann, bewegt sich Kolben 21 unter
der Zugwirkung der Kupplungsfeder und Druckfeder 29 nach außen. Dabei ist die
Kolbengeschwindigkeit erheblich größer als die Geschwindigkeit der Kupplungsstange
und demgemäß die durch den Kolben zurück- no zulegende Wegstrecke gegenüber derjenigen
der mit dem Kupplungshebel verbundenen Kupplungsstange 27. Erst bei Anliegen des
Bundes 28 gegen Ansatz 20 der Kolbenstange 17 liegen die Kupplungsreibflächen unter vollern
Anpressungsdruck der Kupplungsfeder fest aufeinander.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Dämpfungseinrichtung für eine selbsttätig wirkende Hilfskraftkupplung von Kraftfahrzeugen, bei der das Lösender Kupplung durch den Unterdruck des Motors, das Einkuppeln durch Federkraft geschieht, mit einer nach Zurücklegung eines bestimmten Kolbenweges sich schließenden, die Bildung eines Luftkissens ermöglichenden Ventilvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausnutzung der einen Kammer des Hilfskraftzylinders als Dämpfungskammer beim Einkuppeln noch ein weiteres, mittels Hebels (41) willkürlich verstellbares, eine Feinregelung gestattendes Auslaßventil (42) vorgesehen ist.
- 2. Dämpfungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Feinregelung ein an einem Bedienungshebel (41) angeschlossener Ventilschieber (42) vorgesehen ist, der eine Anzahl axial hintereinander angeordneter Entlüftungsöffnungen (38) steuert. soHierzu ι Blatt Zeichnungen
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- 1930-04-15 DE DE1930596247D patent/DE596247C/de not_active Expired
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