DE595662C - Kettenfadenwaechteranordnung - Google Patents

Kettenfadenwaechteranordnung

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DE595662C
DE595662C DEF75003D DEF0075003D DE595662C DE 595662 C DE595662 C DE 595662C DE F75003 D DEF75003 D DE F75003D DE F0075003 D DEF0075003 D DE F0075003D DE 595662 C DE595662 C DE 595662C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/20Warp stop motions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

Es ist bekannt, mechanische Webstühle zur Erhöhung der Betriebssicherheit mit einem Kettenfadenwächter zu versehen, der bei Fadenbruch durch Herabfallen von auf die Fäden aufgesetzten Stahllamellen die Stillsetzung des Webstuhles einleitet. Ein solcher Fadenwächter ist durchaus zweckmäßig, hat aber den Nachteil, die Vorbereitungsarbeiten erheblich zu verlängern und die Stuhlbedienung zu erschweren. Infolge der gedrängten Raumverhältnisse ist die Anbringung der Fadenkreuzung und nach einem Schützenschlag die Neueinführung der Fäden in die einzelnen Lamellen schwierig. Zum Durchziehen der Kette, Andrehen einer neuen Kette sowie beim Verarbeiten einer schlechten Kette, bei der die Fäden der Sonderbeanspruchung durch Lamellengewicht und Reibung nicht standhalten können, müssen die Lamellen alle herausgenommen werden. Diese später wieder neu einzusetzen, bedeutet eine umständliche Arbeit, die beim Verarbeiten einer Kette mit 4000 Fäden auf Jacquardstühlen zwei geübte Einsetzerinnen mindestens zwei Stunden beschäftigt. Während dieser Zeit ist der Stuhl durch den erfordex-lichen Stillstand für den Fabrikationsprozeß verloren.
Es sind allerdings in den Fadenwächter eingebaute Vorrichtungen bekanntgeworden, die die angezogenen Mangel zum Teil beseitigen, indem eine Entlastung der Kette ohne Herausnahme der Lamellen möglich ist. Die bekannten Einrichtungen haben jedoch ihrersejts den großen Nachteil, daß für jeden Webstuhl eine solche Einrichtung erforderlich und nur in Gemeinschaft mit einem neuen, besonders angepaßten Fadenwächter einführbar ist. Auch lassen diese bekannten Vorrichtungen die geschlossene Transportmöglichkeit des gesamten Wächterschienensystems auf einfache Weise und ohne Einstellungsänderung vermissen, wie es für die Erleichterung der Vorbereitungsarbeiten erforderlich wäre.
Alle angegebenen Nachteile werden jedoch durch die Anwendung der nachstehend beschriebenen und in den Beilagen dargestellten Erfindung beseitigt, durch die eine einfache, transportable Vorrichtung geschaffen wurde, die, für jeden Fadenwächter verwendbar, nicht nur beliebige Kettenentlastung, sondern auch geschlossene Entfernung der Wächterschienen mit Lamellen gestattet, ohne daß diese einzeln herausgenommen werden müssen. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsund Anwendungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
Fig. ι die neue Hilfsvorrichtung von vorn gesehen,
Fig. 2 den Oberteil des Webstuhles von der Seite gesehen mit den Wächterelementen des Fadenwächters und Fig. 2a eine besonders dargestellte Einzellamelle,
Fig. 3 Anwendungsbeispiel am Webstuhl, seitlich gesehen, mit besonders dargestellter Einzellamelle.
Es ist ι ein rechteckig gehaltenes Tragstück aus beliebigem Material, das oben, der Anzahl und Größe der Wächterschienen
im Kettenfadenwächter entsprechend, Einschnitte 2 besitzt. Im unteren Teile sind, gemäß den Fadenleitstangen ii imd ii', die vor und hinter der eigentlichen Wächtervorrichtung im Stuhle angeordnet sind, halbrund gehaltene Ausschnitte 3 angebracht. An der einen Schmalseite des Tragstückes ist ein Tragriemen 4 durch die mit Öse versehene Schraube 5 befestigt. Der Riemen, dessen Länge der Entfernung des Geschirriegels 16 vom Fadenlauf angepaßt wird, ist an dem anderen Ende zum Teil mit Löchern 6 versehen und kann durch entsprechendes Einhängen in den Haken 7 in beliebiger Schleifenlänge endbefestigt werden. Die ganze Vorrichtung ist so gehalten, daß sie mit der flachen Seite seitlich zwischen die Fadenleitstangen und die Wächterschienen des Fadenwächters geschoben und dann hochgestellt ao werden kann.
Die Anwendung der neuen Vorrichtung geschieht derart, daß diese flach gehalten, an der Seite unter die Wächterschienen des Wächters geschoben und nach Entfernung der Befestigung der Wächterschienen 14 mit dem halbrunden Einschnitt 3 auf die Fadenleitstangen 11 und 11' aufgestellt wird. Dadurch erhalten die Schienen 13 eine etwas höhere Lage, und der Faden 15 ist von dem Gewicht der Lamelle befreit. Diese Ausschaltung des Wächters ist beispielsweise dann erforderlich, wenn die abzuwebende Kette ein schlechtes Stück enthält, das mit Wächter nicht verarbeitet werden kann, weil die Fäden die Beanspruchung durch Lamellengewicht und Reibung nicht aushalten. Durch die beschriebene Maßnahme erübrigt sich aber auch das einzelne Hochheben einer jeden Lamelle für die Neueinführung der Fäden nach den Wirkungen eines Schützenschlages. Das Abweben und Neuandreheh einer Kette wie überhaupt die Vorbereitungsarbeiten an sich verlangten stets die vollständige Entfernung der Wächterschienen mit den Lamellen. Dies läßt sich durch Anwendung der Erfindung vermeiden, indem man nach Wegnehmen der Fadenleitschiene 11' mit Hilfe der beschriebenen Vorrichtung die Schienen 13 mit den Lamellen so weit hebt, daß sich der Faden 15 im oberen Drittel der Lamellenführung befindet. Man verschiebt dann die ganze Apparatur, ohne irgendeine Veränderung oder Verstellung am Fadenwächter vorzunehmen, ein Stück nach dem Geschirr zu, schlingt den Riemen 4 um den Geschirriegel 16 und befestigt in der richtigen Höhe unter Benutzung eines der entsprechenden Riemenlöcher 6 an dem Haken 7. Sind die Wächterschienen mit den Lamellen des Wächters auf die angegebene Weise verschoben, so können alle notwendigen Vorbereitungsarbeiten bequem erledigt werden. Durch den Platzgewinn ist es ferner möglich, die Fadenkreuzung sauberer durchzuführen. Nach dem Erledigen der Vorbereitungsarbeiten bringt man die Schienen mit den Lamellen an ihren Platz zurück, ohne jedoch die Tragvorrichtung zunächst zu entfernen, und zieht die Kette durch. Dadurch, daß diese dabei noch nicht durch die Lamellen beansprucht ist, geht das Durchziehen wesentlieh leichter und Fadenschäden an den Kreuzungs- und Knotenpunkten werden sicher vermieden. Es ist bei der Anwendung der beschriebenen Vorrichtung praktisch belanglos, ob der Fadenwächter mit unten offenen oder mit geschlossenen Lamellen ausgerüstet ist. Auch kann die Form der Vorrichtung jedem Stuhl entsprechend angepaßt werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    ι. Kettenfadenwächteranordnung mit längsverschiebbaren Wächterschienen und Kettenfadenlamellen, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzliche Trägerstücke (1) Verwendung finden, die an ihrer Oberkante mit Einschnitten (2) zur Aufnahme der Wächterschienen (13) versehen sind und von unten über die Wächterschienen an deren Enden so übergeschoben werden können, daß beim Anheben der Tragstücke zunächst sämtliche Wächterschienen unter Beibehaltung ihrer gegenseitigen Lage gemeinsam angehoben und bei weiterem Hochheben der Trägerstücke die Wächterschienen samt den Lamellen von den Kettenfäden abgehoben werden können.
  2. 2. Kettenfadenwächteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerstücke an ihrer Unterkante mit ioo Ausnehmungen (3) versehen sind, mittels deren sie im angehobenen Zustande auf die zu beiden Seiten der ordnungsgemäß arbeitenden Wächtervorrichtung, getrennt von dieser, ortsfest angeordneten Fadenleitstangen (11, 11') aufgesetzt werden können.
  3. 3. Kettenfadenwächteranordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstücke mitsamt den no Wächterelementen mit in ihrer Länge verstellbaren Tragmitteln (Riemen) an höher gelegenen Webstuhlteilen (Traverse) aufgehängt werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEF75003D 1933-02-09 1933-02-09 Kettenfadenwaechteranordnung Expired DE595662C (de)

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