DE594366C - Materialpruefmaschine - Google Patents

Materialpruefmaschine

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DE594366C
DE594366C DES70461D DES0070461D DE594366C DE 594366 C DE594366 C DE 594366C DE S70461 D DES70461 D DE S70461D DE S0070461 D DES0070461 D DE S0070461D DE 594366 C DE594366 C DE 594366C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/56Investigating resistance to wear or abrasion

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Description

  • Materialprüfmaschine Es ist bereits eine Materialprüfmaschine zur Bestimmung des Verschleißwiderstandes von Bau- und Werkstoffen bekamt, bei welcher die Abnutzungsprüfung in der Weise erfolgt, daß eine mit bestimmter Geschwindigkeit rotierende Metallscheibe (Einschneidekörper) an den nicht rotierenden Prüfkörper mit bestimmtem Druck angepreßt wird und dabei in den Prüfkörper ein Kreissegment einschleift, dessen Inhalt im Verhältnis zum Gleitweg der Scheibe das Maß für die Abnutzung bzw. (umgekehrtes Verhältnis) das Maß für den Verschleißwiderstand des zu prüfenden Stoffes gibt. Diese Art der Abnutzungsprüfung hat sich praktisch gut bewährt, doch ändert sich der spezifische Anpreßdruck zwischen Einschneide- und Prüfkörper mit der Vergrößerung des Kreissegmentes stetig, so daß mit stets abnehmendem spezifischem Druck gearbeitet werden muß. Es ist nun bekannt, gleichbleibende spezifische Drucke zwischen Scheibe und Prüfstück dadurch zu erhalten, daß Prüfkörper'oder Scheibe während des Einschneidens parallel oder senkrecht zum Kreissegment verschoben werden. Diese Prüfart schafft jedoch infolge des Umstandes, daß stets neue Teile des Prüfkörpers an die Prüfscheibe gebracht werden, sehr umständliche Verhältnisse und Vorgänge bei der Abnutzungsprüfung, welche die Prüfergebnisse unsicher und unzuverlässig machen. Prüfmaschinen und -verfahren mit stets. gleichbleibendem spezifischem Druck arbeiten bekanntlich in der Weise, daß zwei Rollen aufeinanderrollem, wobei jeder der beiden zwangsweise eine andere Umfangsgeschwindigkeit gegeben wird. Dies hat den Nachteil, daß die zwangsweisen verschiedenen Umfangsgeschwindigkeiten der aufeinanderrollenden Körper zwar einen sogenannten Schlupf ergeben, der aber infolge des zwangsweisen Antriebes beider Rollen ruckweise vor sich geht, sehr ungleichmäßig wird und zu Riffelbildungen führt. Dadurch, daß die beiden parallelachsigen Prüfzylinder in ihrer ganzen Breite aufeinander aufliegen, wird auch die Abnutzung, die auch nach vielen hunderttausend Umdrehungen nur wenige hundertstel Millimeter zu betragen pflegt, ungleichmäßig und läßt sich nicht messen, sondern nur wägen, was den Nachteil hat, daß nur das Abfallen von Spänen, nicht aber auch die Verformungen des Prüfstückes erfaßt werden können.
  • Es ist ferner bereits bekannt, den Einschneidekörper als . verhältnismäßig dünne Scheibe auszubilden und mit dieser in der Stirnfläche eines Versuchskörpers eine kreisförmige Rille zu erzeugen, wobei die nach Art eines Reibradgetriebes aufeinanderwirkenden Körper je gesondert angetrieben werden. Diese Anordnung leidet einmal an dem bereits obenerwähnten Mangel des ruckweise vor sich gehenden Schlupfes; sie gestattet ferner nicht, unter vollkommen gleichen Bedingungen eine Vielzahl von Parallelversuchen vorzunehmen; denn würde man mit der Einschneidescheibe auf dem Versuchskörper mehrere konzentrische Rillen erzeugen, so entstünden diese bei verschiedenen Umfangsgeschwindigkeiten und erhielten verschiedene Profile.
  • Es ist auch bekannt, durch mehrere an einem rotierenden Prüfkörper angepreßte Kugeln in diesen eine ringsherum gehende Rille zu erzeugen; eine in einen rotierenden Zylinder eingepreßte Stahlkugel wirkt jedoch grundsätzlich anders als ein um seine eigene Achse rotierender Einsclineidekörper. Die Kugeln werden nämlich durch den Anpreßdruck in den rotierenden Zylinder ähnlich eingepreßt wie bei der Kugeldruckprobe; es können die aufeinanderfolgenden derartigen Einpressungen eventuell auch eine Rille ergeben, doch kommen dabei nicht die gleichen, sondern nur stets neue Teile des Kugelumfanges mit dem Prüfkörper in Berührung, so daß eine regelrechte Abnutzung durch Sp-anabnahme gar nicht entstehen kann. _ Schließlich ist auch schon vorgeschlagen worden, den Versuchskörper auf mehreren mit verschiedenen Umfangsgeschwindigkeiten angetriebenen Reibkörpern ohne eigenen Antrieb abrollen zu lassen, so daß also trotz des Mitnehmers des Versuchskörpers durch die Reibkörper zu der rollenden noch gleitende Reibung hinzukam.
  • Die Erfindung löst zunächst diese letzte Aufgabe dadurch, daß sowohl der Versuchskörper wie auch der Einschneidekörper als mit den Mantelflächen unter ,windschiefen Achsen aufeinander abrollende Rotationskörper ausgebildet sind, von denen der eine angetrieben, der andere mitgenommen wird. Wird dann noch der Einschneidekörper als dünne Scheibe ausgebildet, so schleift er in die Mantelfläche des Versuchskörpers eine ringsherumgehen.deRille ein und erfährt dabei selbst eine sich über die ganze :Schleifbreite erstreckende Abnutzung. Diese Anordnungen bringen eine Reihe von Vorteilen, welche in ihrer Gesamtheit keine der bekannten Materialprüfmaschinen aufweist. Dadurch, daß in die Manteloberfläche des Versuchskörpers eine ringsherum gehende Rille eingeschliffen wird, besteht die Möglichkeit; den Versuch jederzeit nachzumessen und nachzukontrollieren. Es kann unter genau gleichen Bedingungen eine Vielzahl von Parallelversuchen durchgeführt werden, dadurch, daß man in den Versuchskörper mehrere nebeneinanderliegende Rillen einschleift.
  • Der durch die windschiefe Lage der beiden Rotationskörper bedingte Schlupf geht, da nur einer der beiden Rotationskörper angetrieben, der andere mitgenommen wird, nicht ruckweise, sondern gleichmäßig und daher ohne Riffelbildung vor sich.
  • Das Fehlen eines zwangsweisen Antriebes des zweiten Rotationskörpers bedeutet eine erhebliche Vereinfachung der Anordnung.
  • Durch Veränderung des Winkels, welchen die Achsen der beiden Rotationskörper einschließen, `kann der Schlupf beliebig fein geregelt werden; es ist möglich, die Prüfung sowohl bei rein rollender Reibung als auch in sämtlichen Stellungen zwischen diesen beiden Grenzwerten vorzunehmen.
  • Die erfindungsgemäß arbeitende Prüfmaschine kann z. B. entsprechend dem Patent 415 4.03 ausgebildet werden, wobei in den Schraubstock des Hebels statt des fest eingespannten Prüfstückes mit der der Schleifscheibe zugekehrten ebenen Fläche ein Prüfstück in Form eines um seine Achse drehbaren Zvlinders eingespannt wird und wobei der Schraubstock derart verstellbar (vierdrehbar) gebaut ist, daß die Drehachse des Einschneidekörpers mit der Drehachse des Prüfkörpers unter beliebigen Winkel gestellt werden kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Materialprüfmaschine, bei welcher ein Einschneidekörper und ein Versuchskörper drehbar und in Verbindung mit Meßvorrichtungen zur Bestimmung der Schneidarbeit und der Schneidewirkung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Versuchskörper wie auch der Einschneidekörper als mit den Mantelflachen unter windschief einstellbaren Achsen aufeinander abrollende Rotationskörper ausgebildet sind, von denen der eine angetrieben, der andere mitgenommen wird.
  2. 2. Mäterialprüfmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Einschneidekörper als dünne Scheibe ausgebildet isl, so däß er in die Mantelfläche des Versuchskörpers eine ringsherum gehende Rille einschleift und dabei selbst eine sich über die ganze Schleifbreite erstreckende Abnutzung erfährt.
DES70461D 1924-06-21 1925-06-20 Materialpruefmaschine Expired DE594366C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT594366X 1924-06-21

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DE594366C true DE594366C (de) 1934-03-15

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ID=3677200

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DES70461D Expired DE594366C (de) 1924-06-21 1925-06-20 Materialpruefmaschine

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