DE594341C - Verfahren zum Sterilisieren von Konservenglaesern - Google Patents
Verfahren zum Sterilisieren von KonservenglaesernInfo
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- A23B2/20—Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating materials in packages which are progressively transported, continuously or stepwise, through the apparatus
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Sterilisieren der Mündungen von
mit Einmachgut gefüllten Gefäßen sowie der
Oberflächen des in die Gefäße eingefüllten Gutes, indem Dampf oder ein anderes zum
Sterilisieren geeignetes gasförmiges Strömungsmittel in einen zur Aufnahme des Gefäßes
bzw. der Gefäße5 dienenden geschlossenen Raum hineingeschickt, dann dieser Raum
ίο evakuiert wird und die fürs erste nur lose
aufgesetzten Verschlußdeckel innerhalb des evakuierten Raumes endgültig auf die Gefäße
aufgebracht werden, worauf schließlich atmosphärische Luft in den die Gefäße umgebenden
Raum hineingelassen wird.
Gemäß der Erfindung wird nun das zum Sterilisieren dienende gasförmige Strömungsmittel
durch Düsen mit großer Geschwindigkeit unterhalb des angehobenen Deckels in die Mündung des Gefäßes hineingeschickt
und gegen die Innenseite des \^erschlußdeckels sowie auch gegen die Oberfläche des
eingefüllten Gutes und die Innenwandungen des Gefäßes gerichtet.
Es wurde nämlich festgestellt, daß es nicht genügt, wie nach den bekannten Verfahren,
den Sterilisierungsdampf an irgendeiner Stelle in den Rezipienten hineinzuschicken,
da man in diesem Falle den Rezipienten verhältnismäßig lange mit Hochdruckdampf gefüllt
halten muß, um wenigstens einigermaßen eine Gewahr für eine Keimfreiheit zu erhalten,
denn die bekannten Vorschläge haben den Nachteil, daß gerade die zu sterilisierenden
Stellen, nämlich die Unterseite des Deckels, die Oberfläche des eingefüllten Gutes und die
noch freie Innenfläche des Gefäßes selbst vom außen zuströmenden Sterilisierungsdampf
"schwerer erreicht werden können, als die übrigen für die Keimfreiheit des geschlossenen
Gefäßes bedeutungslosen Flächen desselben und des Deckels. Demgegenüber wird nun gemäß der Erfindung das Sterilisationsmittel gerade den für die Keimfreiheit besonders
wichtigen Stellen zugeführt, d. h. gemaß der Erfindung wird das Sterilisationsmittel möglichst nahe diesen besonderen Stellen
zugeleitet, indem es durch Düsen in den bei angehobenem Deckel zwischen diesem und
dem Gefäß vorhandenen freien Raum mit großer Geschwindigkeit hineingeschickt wird.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung ist daher erreicht, daß die für die Keimfreiheit
wichtigen Stellen vor allen anderen besonders gründlich sterilisiert werden und somit die
Sterilisation schnell und sicher vorgenommen werden kann.
Die Erfindung ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt.
Abb. ι stellt den Erfindungsgegenstand von der Seite gesehen und im Schnitt dar.
■ Abb. 2 stellt den Erfindungsgegenstand von vorn gesehen dar.
■ Abb. 2 stellt den Erfindungsgegenstand von vorn gesehen dar.
Abb. 3 stellt im Schnitt eine noch andere Ausführungsform der Erfindung dar.
In den Abb. 1 und 2 bezeichnet 1 einen
Drehtisch, auf den die zu verschließenden Gefäße gesetzt werden, damit sie durch den
Tisch Schritt um Schritt unter den Schließkopf gebracht werden. Mit 2 sind im Tisch
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vorgesehene Sitze bezeichnet, die zum Einsetzen der Gefäße bestimmt und in ihrer
Größe entsprechend der Größe der Gefäße veränderlich sind.
Die Glocke oder der Schließkopf ist mit 3 bezeichnet und kann von einer oben in der
Maschine drehbar gelagerten Welle 4 über die Exzenter 6 und die Stange 5 auf und ab
bewegt werden. Die unteren Enden der Stangen 5 sind mit Gleitstücken 7 verbunden,
die in zylindrischen Ansätzen 8 der Glocke 3 verschiebbar untergebracht sind. Die Glocke 3
selbst ist mit einer Gleitkufe 3* verschiebbar in Führungen 9, die auf einer besonderen
Fläche des Hauptgestelles der Maschine ausgearbeitet sind. Die Glocke oder der Schließkopf
3 besitzt einen Stutzen 12 und kann an diesem Stutzen durch eine geeignete Leitung
mit einer Unterdruckquelle verbunden werden In den zylindrischen Ansätzen 8 sind
Schraubenfedern 8* untergebracht, damit die Gleitstücke 7 nicht unmittelbar, sondern nur
über diese Federn auf die Glocke 3 wirken können und der Druck der Glocke auf den
Tisch 2 nicht absolut unnachgiebig abgesetzt wird. Der \rerschluß der Glocke ist mit nachgiebigen
Mitteln herstellbar, und zwar ist zu diesem Zwecke auf dem unteren Rand der
Glocke ein aus einem schmiegsamen Material bestehender Ring 13 angebracht. Wenn der
Ring 13 den Tisch berührt, werden die Federn der Glocke noch eine weitere Bewegung
in Richtung nach unten mitteilen, und wenn schließlich die Glocke völlig zum Stillstand
gebracht ist, können sich die Gleitstücke 7 noch immer um ein weiteres abwärts
bewegen.
Zwischen den Stangen 5 und Gleitstücken 7 befindet sich noch eine andere Stange 14, die
in dem Glockenhals 16 beweglich ist und dazu dient, den Verschluß deckel auf das Gefäß aufzudrücken.
Eigens zu diesem Zwecke ist die Stangemit einem Druckstempeli5 und der Druck
stempel mit einem Gummikissen 1 $x versehen.
Die Stange ist abwärts beweglich durch einen auf Welle 4 sitzenden Nocken 17,
der auf einen im Stangenkopf 19 sitzenden Zapfen oder auf eine dem Zapfen gleichwertige
Rolle 18 wirkt. Zur Bewegung der Stange in Richtung nach oben dient eine
Feder 20. Sie ist in einem stationären Gehäuse 21 untergebracht, und zwar in einem
im oberen Teil dieses Gehäuses geschaffenen Hohlraum, in dem sie einerseits am Boden
eine feste Widerlage findet, so daß das andere Federende gegen eine auf einer Stange 23 sitzende
Scheibe 22 wirken kann. Noch bemerkt sei, daß die Stange 23 der Träger des schon
einmal erwähnten, den Zapfen oder die Rolle 18 haltenden Stangenkopfes 19 ist und Stange
23 und Kopf 19 miteinander verschraubt sind.
Die Stange 14 ist mit der Stange 23 durch eine Hülse 24 gekuppelt. Die Hülse 24 ist in
dem Gehäuse 21 auf und ab schiebbar. Im oberen Teil der Hülse 24 sitzt eine Feder 25,
die auf einen zur Stange 14 gehörigen Kopf 14* drücken sol}.
Nachdem der Nocken die Stange mit dem oben beschriebenen Mittel heruntergedrückt
und den Zapfen 18 freigegeben hat, wird der Gegendruck der Feder 20 die Stange wieder
hochziehen, so daß, nachdem «die Operationen innerhalb der Glocke 3 durchgeführt sind, der
Druckstempel 15 vom Verschlußdeckel des Gefäßes abgehoben wird.
Wenn der Druckstempel 15 gegen den Verschlußdeckel stößt, wird jede weitere Bewegung
der Hülse 24 mit Bezug auf Stange 14 unwirksam, d. h. es wird dann nicht mehr
die Stange bewegt, sondern die Feder 25 zusammengedrückt.
Die Sitze 2 enthalten Ringe 26, deren Größe entsprechend den Größen der Gefäße
veränderlich ist.
Der Tisch 1 wird von der Welle 4 über Kegelräder 28, über eine vertikal stehende
Welle 29 und über ein Zahnrad 30 getrieben, das am Ende der Welle 29 befestigt und mit
einem Zahn versehen ist, der mit einem auf der Unterseite des Tisches befestigten genuteten
Rad 31 kämmen soll. Der Tisch ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, auf einer
zentralen in einem Lager 33 gehaltenen Spindel befestigt. Die Räder3ound3i bilden
einen sogenannten Malteserkreuztrieb und setzen den Tisch 1 Schritt um Schritt in Bewegung.
In der Ausführung gemäß Abb. 3 wird heiße oder sterilisierte Luft oder auch irgendein
anderes gasförmiges zweckdienliches Strömungsmittel in den das Gefäß 0 aufnehmenden
Schließkopf und in den im Gefäß oberhalb seines Inhalts frei gebliebenen Raum
hineingeschickt. Auf diese Weise werden das Gefäß und die Oberfläche des Inhalts sterilisiert.
Das kann geschehen, bevor das Schließen des Schließkopfes und das Evakuieren erfolgt. Nachdem dies geschehen ist,
wird der Verschlußdeckel mit dem Druckstempel 15 in den Hals des Gefäßes hineingedruckt
und nachdem auch das geschehen ist, wird in die Glocke oder den Schließkopf
Luft hineingelassen, durch die der Deckel im Gefäßhals fest und dicht gegen den Dichtungsring
gehalten wird.
Das Einführen heißer oder sterilisierter Luft oder irgendeines gasförmigen Strömungsmittels
geschieht mit im unteren Teil der Glocke oder des Schließkopfes 3 vorgesehenen
Öffnungen, die durch einen Ringkanal 36 zusammengeschlossen sind. Der
Ringkanal 36 kann auf irgendeine z\veck-
mäßige Art und Weise in und außer Verbindung gesetzt werden mit einer Vorrichtung,
die entweder heiße oder sterilisierte Luft, Dampf oder ein Gemisch von Dampf und Luft
5 oder auch irgendein anderes gasförmiges Sterilisierungsmittel liefert. In diesem Falle
ist die Glocke nicht wie in der zuerst beschriebenen Ausführungsform so eingerichtet,
daß der Abschluß mit einer Bewegung
ίο gegen den Tisch erfolgt. Der Tisch ist vielmehr
mit Sitzen 37 versehen, deren Tiefe ungefähr gleich der Höhe des Gefäßes 0 ist.
Die Schließung des Raumes, in den das Gefäß hineingesetzt ist, geschieht mit Hilfe einer
Gummidichtung 13* 0. dgl., die im unteren
Teil der Glocke 3 gehalten wird, mit dem oberen Rand des Sitzes 37 in Berührung kommt und einen luftdichten Abschluß herstellt,
sobald die Glocke tiefgestellt wird.
In anderer Ausführung könnte die Packung so ausgeführt oder so angeordnet werden, daß
sie mit der Bewegung der Glocke oder des Schließkopfes auf den oberen Halsrand des
• Gefäßes 0 oder gegen eine darunter befindliehe
Schulter des Gefäßes zu liegen kommt, so also ebenfalls einen luftdichten Abschluß
gewährleistet. In diesem Falle geschieht also der Verschluß des Schließkopfes, ohne daß
derselbe, so wie es in den vorliegenden Zeichnungen dargestellt ist, entweder unmittelbar
mit dem Tisch selbst oder mit einem auf dem Tisch vorgesehenen zur Aufnahme des Gefäßes
bestimmten Sitz in Berührung gebracht wird.
35- Die Hoch- und Tiefstellung der Glocke erfolgt in einer Weise ähnlich der oben beschriebenen.
Der Stutzen 38 zum Einlaß heißer oder sterilisierter Luft, Dampf oder irgendeines gasförmigen Strömungsmittels
ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, auf der Glocke 3 geformt. Die Folge der Arbeitsgänge
ist in diesem Falle folgendermaßen:
Nachdem Gefäß und Deckel unter den Schließkopf, d.h. in den Sitz 37 hinein und
unter die Glocke 3 gebracht sind, wird der Deckel 41 gegenüber der Halsöffnung des Gefäßes
zunächst hochgehalten, und zwar durch die Federn 39 eines MetaUringes 40, den man
über den Gefäßrand gestreift hat. Nachdem das Evakuieren des Schließkopfes und des
Gefäßes geschehen ist, wird der Druckstempel 15 nach unten gegen den Verschlußdeckel 41
geschoben., um so den Deckel zwischen den Federn 39 hindurch und in die Verschlußstellung,
d. h. in den Gefäßhals hineinzudrücken.
Wenn der Verschlußdeckel 41, so wie es aus Abb. 3 ersichtlich ist, hochgehalten wird,
kann das über die Düsen 35 eingelassene Sterilisierungsmittel ungehindert in den Gefäßhals
hinein und mit Wirkung auf die Oberfläche des Inhalts des Gefäßes die unsterilisierte
Luft daraus verdrängen.
Claims (2)
1. Verfahren zum Zwecke, die Mündungen von mit Einmachgut gefüllten Gefäßen
sowie auch die Oberflächen des in die Gefäße eingefüllten Gutes zu sterilisieren,
in/dem Dampf oder ein anderes zum Sterilisieren geeignetes gasförmiges
Strömungsmittel in einen zur Aufnahme des Gefäßes bzw. der Gefäße dienenden geschlossenen Raum hineingeschickt, dann
dieser Raum evakuiert wird und die fürs erste nur lose aufgesetzten Verschlußdeckel
innerhalb des evakuierten Raumes endgültig auf die Gefäße aufgebracht werden,
wonach schließlich atmosphärische Luft in den die Gefäße umgebenden Raum
hineingelassen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Sterilisieren dienende gasförmige Strömungsmittel durch Düsen
mit großer Geschwindigkeit unterhalb des angehobenen Deckels in die Mündung des Gefäßes hineingeschickt und gegen die
Innenseite des Verschlußdeckels sowie auch gegen die Oberfläche des eingefüllten
Gutes und die Innenwandungen des Gefäßes gerichtet wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend
aus. einem geschlossenen, zum Einsetzen des Gefäßes bzw. der Gefäße dienenden Behälter mit einem Einlaß für in den Behalter
h'ineinzuschickenden Dampf, einem Auslaß sowohl zum Evakuieren des Behälters als auch zur späteren Wiederbeseitigung
des Vakuums, und einem Kolben, mit dessen Hilfe ein Verschlußdeckel
(der vermittels eines Ringes oberhalb des Gefäßes so gehalten wird, daß zwischen
dem Deckel und der Mündung des Gefäßes ein freier Raum verbleibt) innerhalb des evakuierten Behälters auf das Gefäß sich
endgültig aufbringen läßt, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Behälter (3) in einer Höhe gerade über der Mündung des
Gefäßes Düsen (35) vorgesehen sind, durch die mehrere Ströme mit großer Geschwindigkeit
unterhalb des angehobenen Deckels in die Mündung bzw. in das Innere des Gefäßes hineingeschickt werden, so daß
alle Innenflächen der Gefäßmündung und des Deckels sowie auch die Oberflächen des eingefüllten Gutes bespült werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE594341T | 1930-06-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=6573457
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930594341D Expired DE594341C (de) | 1930-06-15 | 1930-06-15 | Verfahren zum Sterilisieren von Konservenglaesern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE594341C (de) |
-
1930
- 1930-06-15 DE DE1930594341D patent/DE594341C/de not_active Expired
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