DE59043C - Drehventil für Blechblasinstrumente - Google Patents
Drehventil für BlechblasinstrumenteInfo
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- DE59043C DE59043C DENDAT59043D DE59043DA DE59043C DE 59043 C DE59043 C DE 59043C DE NDAT59043 D DENDAT59043 D DE NDAT59043D DE 59043D A DE59043D A DE 59043DA DE 59043 C DE59043 C DE 59043C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D9/00—Details of, or accessories for, wind musical instruments
- G10D9/04—Valves; Valve controls
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Drehventil für Blechblasinstrumente und besteht im wesentlichen
darin, dafs die Spiralfeder, welche das Ventil, nachdem der Druck auf die Taste aufhört,
in.seine normale Stellung zurückdreht, statt in einem besonderen Gehäuse unmittelbar
im Ventilgehäuse angeordnet ist, so dafs diese Feder beim Beginn der Rückdrehung des
Ventils tangential auf eine das Ventil drehende Achse wirkt und so ihre volle Kraft zum Beginn
der Ventilrückdrehung entwickelt.
In der beiliegenden Zeichnung ist in den Fig. ι, ■ 2 und 3 das Ventil im senkrechten
Schnitt, in der Oberansicht und im waagrechten Schnitt dargestellt.
Fig. 4 ist ein mit dem vorliegenden Drehventil versehenes Blechblasinstrument, und Fig. 5
zeigt im Verticalschnitt die bisher übliche Vorrichtung zur Bewegung der Drehventile bei
Blechblasinstrumenten.
Fig. 6 ist eine zur Erläuterung der bisherigen Uebertragung der Bewegung auf die Drehveniile
dienende Darstellung.
Bei der bisherigen Construction der Drehventile, Fig. 5, wird der von dem Spielenden
auf die Taste α ausgeübte Druck vermittelst einer Gelenkstange b und einer Kurbel c auf
die Achse d des Drehventils übertragen. Da ferner der die Taste α tragende Arm e an
einem sich um die Achse g drehenden Federgehäuse f befestigt ist, so wird bei Ausübung
eines Druckes auf die Taste α die im Gehäuse/ befindliche Feder h aufgezogen, so dafs, wenn
der Druck auf die Taste α aufhört, die Spannung der Feder h das Ventil m in seine Normalstellung
zurückdreht.
Diese Anordnung hat folgende Nachtheile:
i. Die Kurbel bleibt, wenn der geringst zufällige Widerstand irgendwo eintritt, leicht in
der äufsersten, der gänzlich heruntergedrückten Taste entsprechenden Stellung T (s. Fig. 6) beharren,
weil von der zum Zurückführen der .Kurbel bestimmten Kraft K ein grofser Theil
verloren geht.
Nutzbar wirkt nämlich in dieser Stellung nur K sin α, und da der Winkel α etwa 45 ° sein
mufs, so beträgt die bei T wirkende Kraft
mithin geht etwa Y8 der Kraft verloren, und
zwar in dem Augenblick, wo die gröfste Kraftwirkung, um die Rückdrehung des Ventils zu
beginnen, nothwendig wäre.
2. Aehnlich verhält es sich mit derjenigen Kraft, die beim Herunterdrücken der Taste,
d. h. um die Kurbel von V bis T (s. Fig. 6) überzuführen, erforderlich ist. Auch bei Fwird
von der Kraft K' nur K' sin α' nutzbar wirken. Da aber a.' höchstens gleich 450 (meistens noch
kleiner) gemacht werden mufs, so geht folglich auch hier beinahe !/3 der Kraft verloren im
Augenblick des Beginns der Drehung des Ventils.
3. Die bereits angegebenen Kraftverluste wirken als Stöfse auf die Ventilachse d, es hat
dies eine starke Abnutzung der beiden Ventilzapfen sowie deren Lager und des Ventilgehäuses
zur Folge.
Diese Uebelstände sollen durch die vor-,
liegende Erfindung beseitigt werden.
Jede der zum Drehen der Ventile dienenden Tasten A, Fig. 1 und 2, ist an einem Winkelhebel
B angebracht. Sämmtliche Hebel B, Fig. i, 2 und 4, drehen sich um eine gemeinsame
feste Achse C, und ein jeder dieser Hebel ist vermittelst einer Gelenkstange D mit einer
Kurbel E verbunden, die durch eine Druck-
schraube F auf dem viereckigen oberen Endzapfen einer durch den Deckel G des Ventilgehä'uses
O hindurchgehenden Achse bezw. Welle H gehalten wird. Diese Welle H findet
oben ihre Führung im Deckel G des Ventilgehäuses und unten in der waagrechten Scheidewand
/ dieses Gehäuses. An ihrem unteren Ende ist die Welle H mit einem viereckigen
Loch K0 versehen, in welches ein durch ein rundes Loch der Wandung / hindurchgehender
Zapfen L des Ventils -M eingreift. Das Ventil M trägt ferner noch einen unteren Zapfen N,
der seine Führung im Boden P des Ventilgehäuses findet.
An der Achse bezw. Welle H ist das eine Ende einer Spiralfeder R, deren anderes Ende
mit dem festen Ventilgehäuse O verbunden ist, befestigt.
Die vorstehend beschriebene, zur Drehung des Ventils M dienende Vorrichtung wirkt in
folgender Weise:
Wird ein Fingerdruck im Sinne des Pfeiles io auf die Taste A ausgeübt, so dreht sich der
Winkelhebel B um die Achse C. Diese Bewegung wird durch die Stange D .und die
Kurbel E auf die Achse bezw. Welle H und von letzterer auf das Ventil M übertragen, so
dafs sich letzteres zu dem bekannten Zweck im Gehäuse O dreht. Bei dieser Drehung der
Welle H und des Ventils M wird die Feder R aufgezogen, so dafs, wenn der Druck auf die
Taste A aufhört, die gespannte Spiralfeder die Welle H mit den damit verbundenen Theilen
EDBA und dem Ventil M in ihre Normalstellung
zurückdreht.
Die Hin- und Herdrehungen des Ventils M werden durch eine Nuth der Wandung 7, in
welche eine Erhöhung des Ventils hineindringt, begrenzt.
Bei. dieser Einrichtung des Ventils wird:
1. die volle Kraft der Spiralfeder R zur Rückdrehung des Ventils, beim Beginn dieser
Rückbewegung, benutzt, indem die Feder tangential auf die Welle H wirkt, so dafs kein
Stehenblei'ben des Ventils, nachdem der Druck auf die Taste A aufhört, zu befürchten ist.
Winkelet, Fig. 6, kann folglich kleiner gemacht werden als bei der bisherigen Construction;
2. kann die Normalstellung der Kurbel F gegenüber der Stange D und der Achse H
derart gewählt werden, dafs beim Inbewegungsetzen des Ventils durch einen Druck auf die
Taste A fast die volle Kraft des Druckes zur Benutzung gelangt. Dies wird dadurch erzielt,
dafs die Verringerung des Winkels α, Fig. 6, Winkel a' gröfser gemacht werden kann;
3. werden infolge der Verringerung der Kraftverluste die Stöfse auf das Ventilgehäuse
verringert. Uebrigens werden diese verringerten Stöfse durch die Wandung I und den Deckel G
aufgenommen und nicht mehr auf das Ventil übertragen, so dafs das Ventil keinen Stöfsen
ausgesetzt ist.
Die Verbindung des Ventils M mit der Welle H könnte auf verschiedene andere Weisen
hergestellt sein. Der Verbindungszapfen des Ventils M mit der Welle H könnte z. B. statt
an ersterem auch an der Welle H angebracht und das Ventil alsdann mit einem viereckigen
Loch versehen werden. Auch könnte die Feder R am unteren Ende des Ventils M angebracht
werden. ■ .
Die beschriebene Erfindung kann an allen Blechblasinstrumenten mit Drehventilen angebracht
werden.
Claims (2)
1. Ein Drehveritil für Blechblasinstrumente, bei
welchem die zur Rückdrehung des Ventils (M) dienende Spiralfeder (R) unmittelbar
in dem Ventilgehäuse (O) derart angeordnet ist, dafs das eine Ende dieser Feder an
dem entsprechenden Ventilgehäuse befestigt wird, während ihr anderes Ende mit einer
Welle (H), die sich mit dem Ventil (M) hin- und herdreht, verbunden wird, so dafs
. eine jede der Federn (R) durch das die Drehung des entsprechenden Ventils (M)
hervorbringende Herunterdrücken einer Taste.(A) etwas mehr aufgezogen wird und,
sobald der Druck auf die Taste aufhört, das Ventil wieder in seine normale Stellung
zurückdreht, indem durch die tangentiale Wirkung der Feder (R) auf die sich mit
dem Ventil drehende Welle (H) bei Beginn der Rückdrehung des Ventils die volle Kraft
dieser Feder benutzt und so ein etwaiges Stehenbleiben des Ventils vermieden wird.
2. Bei dem durch Patent-Anspruch 1. gekennzeichneten
Drehventil die Anordnung des zur Uebertragung der Bewegungen der Tasten (A) auf die Ventile (M) dienenden
Kurbeln (E) gegenüber den sich mit den Ventilen (M) drehenden Wellen (H) derart,
dafs beim Beginn der durch einen Druck auf die Tasten (A) verursachten Bewegungen
der Ventile die durch Hebel (B) und Stange (D) übermittelte Kraft fast vollständig
zur Benutzung gelangt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE59043C true DE59043C (de) |
Family
ID=333290
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT59043D Expired - Lifetime DE59043C (de) | Drehventil für Blechblasinstrumente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE59043C (de) |
-
0
- DE DENDAT59043D patent/DE59043C/de not_active Expired - Lifetime
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