DE58796C - Verfahren zur Herstellung einer homogenen Schlacke aus natürlicher Schlacke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer homogenen Schlacke aus natürlicher SchlackeInfo
- Publication number
- DE58796C DE58796C DENDAT58796D DE58796DA DE58796C DE 58796 C DE58796 C DE 58796C DE NDAT58796 D DENDAT58796 D DE NDAT58796D DE 58796D A DE58796D A DE 58796DA DE 58796 C DE58796 C DE 58796C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- slag
- homogeneous
- natural
- same
- production
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000002893 slag Substances 0.000 title claims description 37
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 2
- 238000003756 stirring Methods 0.000 claims description 6
- PNEYBMLMFCGWSK-UHFFFAOYSA-N aluminium oxide Inorganic materials [O-2].[O-2].[O-2].[Al+3].[Al+3] PNEYBMLMFCGWSK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 239000011148 porous material Substances 0.000 claims description 4
- AZDRQVAHHNSJOQ-UHFFFAOYSA-N alumane Chemical class [AlH3] AZDRQVAHHNSJOQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 2
- 239000012535 impurity Substances 0.000 claims 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 6
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 5
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 5
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 5
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000003723 Smelting Methods 0.000 description 2
- 238000000137 annealing Methods 0.000 description 2
- 210000004027 cell Anatomy 0.000 description 2
- 230000001413 cellular effect Effects 0.000 description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- -1 Aluminum compound Chemical class 0.000 description 1
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- YKTSYUJCYHOUJP-UHFFFAOYSA-N [O--].[Al+3].[Al+3].[O-][Si]([O-])([O-])[O-] Chemical compound [O--].[Al+3].[Al+3].[O-][Si]([O-])([O-])[O-] YKTSYUJCYHOUJP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 239000006227 byproduct Substances 0.000 description 1
- 210000003850 cellular structure Anatomy 0.000 description 1
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000000356 contaminant Substances 0.000 description 1
- 230000008602 contraction Effects 0.000 description 1
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 239000011707 mineral Substances 0.000 description 1
- 239000000047 product Substances 0.000 description 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 1
- 239000000377 silicon dioxide Substances 0.000 description 1
- 238000005496 tempering Methods 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B5/00—Treatment of metallurgical slag ; Artificial stone from molten metallurgical slag
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B5/00—Treatment of metallurgical slag ; Artificial stone from molten metallurgical slag
- C04B5/06—Ingredients, other than water, added to the molten slag or to the granulating medium or before remelting; Treatment with gases or gas generating compounds, e.g. to obtain porous slag
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Ceramic Engineering (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, Schlacke, welche .bis jetzt im wesentlichen
ein lästiges Nebenproduct bildete, derart vorzubereiten, dafs dieselbe für Bauzwecke, zur
Herstellung von Bau-, Pflaster-, Formsteinen u. dergl. geeignet ist. Zu diesem Zweck werden
vortheilhaft nur solche von Schmelzöfen herrührende Schlacken verwendet, welche kein
oder nur so wenig Metall enthalten, dafs dessen Gewinnung daraus nicht mehr lohnend ist.
Nach dem vorliegenden Verfahren nun soll die Schlacke zu einem Theil der mechanischen
Behandlung des Temperns bezw. vorsichtigen :
Abkühlens, zum anderen Theil einer chemischen Behandlung unterworfen, nämlich die
chemische Verbindung derselben mit Thonerde bewirkt werden, damit durch Erhöhung des
Thonerdegehaltes ein basischeres Aluminiumsilicat und zugleich ,eine homogene und in
ihren Eigenschaften veränderte bezw. verbesserte Masse erzeugt wird. Schlacken, welche von
verschiedenen Oefen kommen, haben niemals-; gleiche Zusammensetzung und Temperatur und j
enthalten oft. schädlich wirkende Gase oder Dämpfe und fremde feste und flüssige Stoffe.
Die Gegenwart dieser fremden Bestandtheile und der Mangel an Homogenität machen die
Schlacke zum allgemeinen Gebrauch ungeeignet; es ist alsdann unmöglich, diese Schlacken und
daraus hergestellte Mischungen u. dergl. in genügender Weise zu tempern, weil hierzu die
Masse eine im wesentlichen durch und durch gleichmäfsige Temperatur, haben mufs, was
während des Ueberganges aus dem geschmolzenen in den festen Zustand lediglich bei einem
homogenen Körper möglich ist, und weil für den Temperprocefs die Abwesenheit fremder
Stoffe nothwendig ist.
Das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren wird im wesentlichen wie
folgt ausgeführt:
Die schmelzflüssige Schlacke wird, wie sie aus' den Oefen fliefst, in einen geeigneten Be-Mlter
gelassen und mit einer kleinen, entsprechend der Verwendungsweise des herzustellenden
Materials und nach der Beschaffenheit der Schlacke bemessenen Menge Thonerde oder solcher Aluminiumverbindungen gemischt,
welche die Schlacke basischer zu machen vermögen. Die zuzusetzende Thonerde kann,
wasserfrei gemacht und erhitzt, der Schlacke zugesetzt werden, während dieselbe aus den
Oefen in die Behälter fliefst. Im allgemeinen hat sich für alle Schlackenmassen ein Zusatz von
10 bis 25 pCt. Aluminiumverbindung als zweckmäfsig erwiesen. Dieser weite Spielraum in der
Menge der zuzusetzenden Thonerde" ist bedingt durch die schwankende Zusammensetzung und
Beschaffenheit der in den gewöhnlichen Schmelzöfen erzeugten Schlacken, die im wesentlichen
aus Kalk, Kieselsäure und Thonerde bestehen.
Darauf wird die geschmolzene Masse umgerührt oder durch Drehung des dieselbe' enthaltenen
Gefäfses ebenfalls in Drehung versetzt.
Hierdurch wird die Thonerde mit der Schlacke innig gemischt und verschmolzen und auch
die Gase und Dämpfe bezw. die solche erzeugenden Stoffe aus derselben entfernt. Die
geschmolzenen und ungeschmolzenen fremden Beimengungen vereinigen sich vermöge der
Centrifügalkraft und ihrer Schwere, worauf dieselben eptfernt werden. Durch weiterhin fortgesetztes
Rühren und. fortgesetzte Bewegung wird die Masse völlig homogen und die Temperatur
derselben eine durch und durch gleichma'fsige. Diese Rühr- bezw. Bewegungsoperation
wird auch nach erfolgter Vereinigung und Verschmelzung der Thonerde mit der Schlacke
noch während der Abkühlung bis vor oder nach der Einfüllung der Masse in die Formen
fortgesetzt. Die leichteren geschmolzenen oder ungeschmolzenen Bestandtheile sammeln sich
oben auf der Schlacke und werden weggezogen, während die schwereren Verunreinigungen zu
Boden sinken, welche alsdann durch eine untere Entleerungsöffhung abgelassen oder einfach in
dem Behälter zurückgelassen und dann.entfernt werden können. Gasartige Beimischungen
steigen in die Höhe und entweichen in die Luft.
Die entsprechend vorliegender Erfindung hergestellte gleichförmige Verbindung von Schlacke
und Thonerde ist ein wesentlich neues Material, da es in allen seinen Theilen gleichmäfsig
schmelzbar ist, grofse Härte und Zähigkeit besitzt und weit weniger zerbrechlich ist, als bisher
übliche Schlacke oder Schlackenmischungen.
Ein anderer Theil der vorliegenden Erfindung betrifft die Formung, das Tempern bezw.
vorsichtige Abkühlen und die verschiedenartige' Regelung der zelligen Structur der Schlacke
und besteht darin, die geschmolzene Schlacke in geeignete Formen einzulassen und in drehende
Bewegung zu versetzen, um auf die Masse die Centrifügalkraft wirken zu lassen, was geschehen
kann, indem man entweder die Formen oder durch Umrühren der Masse in den Formen oder durch beides die Masse in Drehung versetzt.
Es ist äufserst zweckmäfsig, die Innenfläche der Formen mit Holz, Papier oder Kohlemischung
auszukleiden, so dafs die geschmolzene Schlacke vorzugsweise auf solche Flächen auffliefst,
anstatt auf Metall oder Mineral.
Hierdurch wird eine Contraction der Schlacke, durch welche die zelligen Poren in der Nähe
der Formenoberfläche zusammengezogen bezw. geschlossen werden würden, und die Zerbrechlichkeit
und Härte des Productes verhindert, die Zähigkeit dagegen erhöht.
Durch das beschriebene Verfahren, .Körper aus zellig poröser Schlacke unter Anwendung
von Centrifügalkraft und unter Umrühren mit Rührstäben oder dergleichen zu formen, wodurch
die Zellenporen gut vertheilt und auch, in ihrer Zahl geregelt werden können, werden
yortheilhafte Wirkungen erzielt. So wird hierbei verhindert, dafs die Schlacke durch die Formenoberfläche
zu schnell abgekühlt wird oder an der Form hängen bleibt. Die Schlacke wird
dadurch in völlig gleichmäfsiger Zusammensetzung und Temperatur erhalten und es wird
dadurch eine gleichmäfsige Abkühlung ermöglicht, wodurch eine weniger bröcklige, aber
zähere Schlacke erzeugt wird. Aufserdem wird dieselbe gegen die Formenirtnenfläche gedrängt,
so dafs der Gufsgegenstand die Gestalt der Formeninnenfläche äufserst getreu wiedergiebt.
Durch die Regelung der Gröfse, Zahl und Vertheilung der Zellenporen in der Schlacke
.wird die Haltbarkeit und der Werth der Schlacke erhöht, gleichmäfsige Schwere und
Dichtigkeit mit Sicherheit erzielt und gleichzeitig der Temper- bezw. Abkühlungsprocefs
leichter, gleichförmiger und schnell bewerkstelligt. ■ . ■
Claims (2)
1. Verfahren, aus natürlicher Schlacke eine reine und homogene Schlacke herzustellen,
darin bestehend, dafs man dieselbe mit Thonerde oder solchen Aluminiumverbindungen,
welche die Schlacke basischer zu machen vermögen, innig mischt und zusammenschmilzt,
dann zur Abscheidung von Verunreinigungen die so erhaltene Schlacke in geschmolzenem Zustande in drehende
Bewegung versetzt und nach Entfernung der Verunreinigungen durch Rühren dieselbe
homogen und gleichmäfsig in Temperatur und Beschaffenheit macht.
2. Beim Formen der nach i. gewonnenen Schlacke und zum Zweck, dieselbe zu
. tempern bezw. vorsichtig abzukühlen und die Gröfse, Zahl und Vertheilung der Zellenporen
in der Schlacke zu regeln, die Behandlung der Schlacke derart, dafs man
dieselbe in flüssigem oder plastischem Zustande in die Form einbringt und während
der Formung daselbst der Centrifügalkraft aussetzt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58796C true DE58796C (de) |
Family
ID=333065
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58796D Expired - Lifetime DE58796C (de) | Verfahren zur Herstellung einer homogenen Schlacke aus natürlicher Schlacke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58796C (de) |
-
0
- DE DENDAT58796D patent/DE58796C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH619679A5 (en) | Process for producing abrasive materials | |
| DE1596628A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Zellkoerpern | |
| DE2623689A1 (de) | Spezifisch geformte eisenerzpellets, verfahren zu deren herstellung sowie deren verwendung im hochofenverfahren | |
| DE1458961A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Frischen einer Eisenschmelze und zur Stahlerzeugung | |
| EP0242872A1 (de) | Verfahren zum Aufschäumen von glasbildenden mineralischen Stoffen, insbesondere Flugaschen etc., sowie Ofen zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| DE58796C (de) | Verfahren zur Herstellung einer homogenen Schlacke aus natürlicher Schlacke | |
| DE687896C (de) | tellung | |
| DE1417132A1 (de) | Verfahren zur Herstellung koerniger,Perborate enthaltender Salzgemische | |
| DE2362969A1 (de) | Feuerfeste zirkonmassen | |
| DE2729696A1 (de) | Verfahren zur herstellung von mineralwollproduktion | |
| DE941370C (de) | Verfahren zur Herstellung von Natriumperborat mit niedrigem Schuettgewicht | |
| DE3000047A1 (de) | Granulat zum abdecken einer schmelzoberflaeche | |
| DE577072C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Aluminium | |
| DE726852C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer poroesen Verblaserostbeschickung aus Zementrohschlamm | |
| DE729098C (de) | Verahren und Ofen zum Schmelzen von Glas u. dgl. | |
| AT20873B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung harter Harzseife. | |
| DE695856C (de) | Verfahren zur Herstellung hochwertiger Chrommagnesiasteine | |
| DE535223C (de) | Verfahren zur Herstellung chromhaltiger hochfeuerfester Gegenstaende | |
| DE942730C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen duenner Schuppen einer hochreaktionsfaehigen Natrium-Blei-Legierung | |
| DE408760C (de) | Verfahren zur Herstellung von versand- und verarbeitungsfaehigen Formlingen aus Ferrophosphor | |
| DE849820C (de) | Trockenverfahren zur Herstellung von feuerfesten Steinen aus Dolomit oder Kalk | |
| DE402050C (de) | Verfahren zur Herstellung von Pflastersteinen, Bausteinen u. dgl. aus Muell | |
| DE610680C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus geschmolzenen Gesteinen | |
| DE523441C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schweiss- bzw. Schmiedeeisen | |
| DE349739C (de) | Verfahren zur Gewinnung von schwefliger Saeure aus Calciumsulfid |