DE587420C - Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern

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DE587420C
DE587420C DEG81774D DEG0081774D DE587420C DE 587420 C DE587420 C DE 587420C DE G81774 D DEG81774 D DE G81774D DE G0081774 D DEG0081774 D DE G0081774D DE 587420 C DE587420 C DE 587420C
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hollow bodies
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C41/00Shaping by coating a mould, core or other substrate, i.e. by depositing material and stripping-off the shaped article; Apparatus therefor
    • B29C41/02Shaping by coating a mould, core or other substrate, i.e. by depositing material and stripping-off the shaped article; Apparatus therefor for making articles of definite length, i.e. discrete articles
    • B29C41/04Rotational or centrifugal casting, i.e. coating the inside of a mould by rotating the mould

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus warm verformbaren, z. B. bituminöse Stoffe, Harze o. dgl, enthaltenden Massen in einer tunlichst. luftdicht absperrbaren, von außen erwärmbaren Form durch Schleudern und unter Einwirkung -eines im Innern vorhandenen Gasdrucks sowie einer von außen nach beendetem Herstellen und nach Einstellen der Wärmezufuhr wirkenden Abkühlung.
  • Durch dieses bekannte Verfahren konnten jedoch nur geschlossene Hohlkörper gefertigt werden, während die Erfindung darauf abzielt, auch offene Hohlkörper herzustellen. Außerdem war eine künstliche Erzeugung des Luftdrucks im Innern erforderlich sowie Sondervorrichtungen für die Zuführung der inneren Druckluft, die beim Erfindungsgegenstand sämtlich in Fortfall kommen.
  • Das Ausstoßen des entstandenen Körpers durch einen in der Richtung der Trommelachse insonderheit hydraulisch betätigten Kolben ist beim Schleuderverfahren an sich nicht neu. .Hierzu wurde jedoch bisher nicht die Bewegung der Trommel selbst benutzt, wie dies erfindungsgemäß geschehen soll.
  • Das Wesen der Erfindung liegt der Hauptsache nach darin, daß auf die in einer kalten oder vorgewärmten Form eingefüllte und mindestens bis zur beginnenden Gas- oder Dampfentwicklung erwärmte Formmasse ein durch diese infolge nachfolgender Weitererwärmung der geschlossenen Form von außen entstehende Gas- oder Dampfentwicklung gesteigerter Innendruck einwirkt und nach Beendigung der Gas- oder Dampfentwicklung durch Einstellen der Außenerwärmung des Formkörpers und durch plötzliches Abkühlen der Form ein Außendruck zur Einwirkung gebracht wird. Das Ausstoßen Lies fertigen Formlings erfolgt- durch einen in der Formachse bewegbaren Kolben, und zwar erfindungsgemäß derart, daß die Bewegung des Ausstoßkolbens von der umlaufenden Formachse aus betätigt wird.
  • Das Verfahien gemäß der--Erfindung benutzt also eine mechanische (I) und zwei physikalische (II, III) Kräfte, nämlich das Schleudern (1) und das Erwärmen und Abkühlen (II, III), um den optimalen, d. h. in der Richtung sämtlicher erdenkbarer, auf die Höhlungsachse gerichteter Vertikalen gleichzeitig und gleichmäßig wirkenden Druck zu erzeugen.
  • Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i die hälbe Stirnansicht, Fig. 2 den Längsschnitt, Fig. 3 die Rückansicht der Vorrichtung.
  • In die luftdicht verschließbare und aus einem Stück verfertigte Metallforma, welche innen der Außengestalt des Formlings entsprechend ausgebildet ist, wird das Preßgut in einem mindestens bis zur beginnenden Gas-bzw. Dampfentwicklung erwärmten, warmplastischen oder warmflüssigen Zustand eingeführt und hierauf die Form, die zu diesem Zweck einseitig offen ist, mit einem Deckel b luftdicht und drucksicher verschlossen. Die Form ist an .einem Ende mittels der Achse i in den Lagern cl und c= gelagert, liegt am anderen Ende auf den Rollen dl und d= auf und ist -um die Achse i der Form drehbar. Die gefüllte Form wird durch die Riemenscheibe.e o. dgl. in Umdrehung versetzt, z. B. mit etwa 5oo Umdrehungen je Minute, und wird gleichzeitig vermittels einer beliebigen Wärmequelle, zweckmäßig mittels Rohölbrennern, gewärmt. Die infolge der hohen Umlaufzahl auftretende Schleuderkraft drückt das bildsame Formgut gegen die Innenwand der durch die zugeführte Wärme ausgedehnten Metallform, wodurch im Innern der Form sich ein pneumatischer Kern ausbildet. Das Beschickungsgut wird durch die Einwirkung der von der jeweiligen Umlaufzahl abhängigen Schleuderkraft l geformt und zugleich verdichtet. Mit dieser Kraft wirkt .gleichzeitig und in gleichem Sinne eine Druckkraft, die infolge der Wärmezuleitung ,einerseits durch die aus dem Beschickungsgut entweichenden Gase öder Dämpfe, anderseits durch Ausdehnung der.in dem' pneumatischen Kern eingeschlossenen Luft .entsteht und deren Größe von der Menge bzw. Temperatur der zugeleiteten Wärme abhängig ist (Kraft II). Beide Kräfte I und II wirken in der Richtung sämtlicher denkbarer Senkrechten, und zwar zentrifugal. Beide oben beschriebenen Kräfte läßt man nun -eine gewisse Zeit lang einwirken, wenn notwendig auch in erhöhtem Maße, bis die gewünschte Verdichtung des Preßgutes erreicht ist. Hierauf stellt man die Wärmezufuhr ein und kühlt bei unverminderter Umlaufzahl die Form ohne Übergang plötzlich ab. Infolge der plötzlichen Abkühlung zieht sich das ausgedehnte Metallmaterial der Form rasch zusammen und entfaltet hierdurch eine Preßkraft (Kraft IIl), die ebenfalls in der Richtung sämtlicher auf die Höhlungsachse denkbarer Senkrechten, jedoch entgegengesetzt zu den oben geschilderten und zu diesem Zeitpunkt noch wirksamen Kräften I, II, also in zentripetaler Richtung, wirkt.
  • Das derart hergestellte Preßstück wird aus der aus einem Stück verfertigten Form mit Hilfe eines Stößels f in folgender Weise aus der Form ausgeschoben. Die Schraubenspindel g ist mit der Drehachse i durch Keil und Keilnut zwangsläufig derart verbunden, daß sie sich frei nur parallel zur Achse bewegen kann. Wenn nun der freie, aus der Achse herausragende Teil der Schraubenspindel knapp bei der Achse und während der Drehung derselben mittels einer zweiteiligen und unbeweglich festgehaltenen, nicht dargestellten Mutter eingespannt wird, so bewegt sich die Spindel g und der mit ihr verbundene Stößel f in der Achsenrichtung und schiebt das fertige, in der Form befindliche Formstück aus -der Form heraus. Die entleerte Form wird um die Achse lt in senkrechte Lage gebracht, um mit dem warmflüssigen Beschickungsgut leicht und rasch wieder gefüllt werden zu können. Die gefüllte Form wird hierauf wieder mit dem Deckel b verschlossen und in waagerechte Lage zurückgebracht, worauf der Arbeitsgang von neuem erfolgen kann. -

Claims (1)

  1. PATI?NTANSPRÜcHR: i. Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus warm verformbaren, z. B. bituminöse Stoffe, Harze o. dgl. enthaltenden Massen in einer tunlichst luftdicht absperrbaren, vorzugsweise aus einem Stück verfertigten, von außen erwärmbaren Form durch Schleudern und unter Einwirkung eines von innen wirkenden Gasdruckes und einer von außen wirkenden nachfolgenden Abkühlung, dadurch gekennzeichnet, daß auf die in einer kalten oder vorgewärmten Form eingefüllte und mindestens bis zur beginnenden Gas- oder Dampfentwicklung erwärmte Formmasse ein durch diese infolge nachfolgender Weitererwärmung der geschlossenen Form von außenentstehende Gas- oder Dampfentwicklung gesteigerter Innendruck einwirkt und nach Beendigung der Gas- oder Dampfentwicklung durch Einstellen der Außenerwärmung des Formkörpers und durch plötzliches Abkühlen der Form ein Außendruck zur Einwirkung gebracht wird. z. Verfahren nach Anspruch i, bei dem das Ausstoßen des fertigen Formlings durch einen in der Formachse bewegbaren Kolben erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Ausstoßkolbens von der umlaufenden Formachse aus betätigt wird.
DEG81774D 1931-02-16 1932-01-26 Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern Expired DE587420C (de)

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DE (1) DE587420C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1278916B (de) * 1963-11-29 1968-09-26 Pfeiffer Maschf Ettlingen Verfahren zum Herstellen von schlaffbewehrten und vorgespannten Betonkoerpern durch Schleudern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1278916B (de) * 1963-11-29 1968-09-26 Pfeiffer Maschf Ettlingen Verfahren zum Herstellen von schlaffbewehrten und vorgespannten Betonkoerpern durch Schleudern

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